A1 Italien
Die Autobahn A1, Teil der Autostrada del Sole, ist eine Autobahn in Nord- und Mittelitalien, die von Mailand (Lombardei) über Rom nach Neapel (Kampanien) führt.
Die A1 ist mit einer Länge von 754 km die längste Autobahn Italiens und vollständig mautpflichtig. Sie wurde im Jahre 1964 für den Verkehr freigegeben.
Inhaltsverzeichnis |
Abschnitt Mailand–Bologna
Anfangspunkt der A1
Die A1 hatte ihren Ursprung zunächst am piazzale Corvetto di Milano. Heutzutage gilt jedoch die Verlängerung der östlichen Umgehungsautobahn von Mailand (A51; tangenziale est di Milano) als Anfangspunkt der A1, der sich somit im Südosten Mailands befindet. Diese beiden Abschnitte verlaufen parallel zueinander, bis sie sich auf dem Gebiet von San Donato Milanese vereinigen.
Weiterer Verlauf
In der Umgebung von San Giuliano Milanese mündet die westliche Umgehungsautobahn von Mailand (A50; tangenziale ovest di Milano) in die A1. Sie durchquert die Po-Ebene und führt, parallel zur Ämilianische Straße (Via Emilia), sechsstreifig an den Städten Lodi, Piacenza, Reggio nell’Emilia und Modena vorbei. Im Norden Modenas hat die A1 Anschluss zur Brennerautobahn. In Bologna zweigen zudem die Umgehungsautobahn von Bologna und die A14 ab. Daher ist der Abschnitt Modena - Bologna der meistbefahrene in ganz Italien, weshalb die Erweiterung auf acht Fahrstreifen notwendig wurde.
Abschnitt Bologna–Florenz
Dieser vierstreifige Abschnitt, der auch „Apennin-Abschnitt“ (tratto appenninico) genannt wird, überquert den Tosco-Emiliano-Apennin und zählt daher auf seinem Verlauf viele Brücken und Tunnel. Zur Zeit wird die Strecke derart ausgebaut dass je Richtung mindestens 3 Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die bis 2012 zu realisierende 62,5km lange Variante di Valico beinhaltet neben dem abschnittsweisen sechsstreifigen Ausbau der Bestandstrasse eine 37km lange Ausweichstrecke zwischen La Quercia und Barberino unweit der bestehenden - in diesem Abschnitt kaum ausbaubaren - Autobahn.
Abschnitt Florenz–Rom
Bis nach Orte (Latium) ist die Autobahn vierstreifig, wenngleich bereits Ausbaumaßnahmen für einen dritten Fahrstreifen pro Richtung zwischen Florenz und Incisa in die Wege geleitet worden sind. Die Autobahn führt in diesem Abschnitt an Arezzo vorbei, passiert das Chianatal und überquert mehrere Male den Tiber. In der Nähe der Ortschaft Fiano Romano zweigt ein vierstreifiger Ast zur Ringautobahn um Rom (A90/GRA, Grande Raccordo Anulare) ab, während die A1 selbst weiterhin sechsstreifig an der Hauptstadt vorbei in Richtung Neapel führt.
Abschnitt Rom–Neapel
In San Cesareo, einem Ort südlich von Rom, vereinigt sich die A1 wieder mit einem weiteren vierstreifigen Ast von Rom kommend und verläuft weiter nach Neapel. Dieser sechsstreifige Abschnitt, der u.a. an den Städten Frosinone und Caserta vorbeiführt, zeichnet sich durch eine extrem geradlinige Streckenführung aus. Er trug bis 1988 die Bezeichnung A2, da er bis dato nicht direkt mit dem übrigen Teil der A1 verbunden war. Im Norden Neapels geht die A1 schließlich in die A3 über.
Geschichtliches
Die Verwirklichung der Autostrada del Sole resultiert in erster Linie aus dem Willen der italienischen Regierung, in den 1950er Jahren die nationale Wirtschaft wieder anzukurbeln. Zugleich sollte die Autobahn die divergierenden Wirtschaftsräume Italiens enger verzahnen und wie eine mächtige Klammer den widersprüchlichen Vereinheitlichungsprozess Italiens begünstigen. Der emphatische Name der Verkehrsverbindung spielt auf diese sozialpolitische und ökonomische Komponente ebenso an wie auf die touristischen Verheißungen der modernen Mobilität.
Vor dem Bau dieser Autobahn benötigte man rund zwei Tage, um Waren und Güter von Mailand nach Neapel zu transportieren. Der Bau einer Strecke, die das Fahren von (für damalige Verhältnisse) hohen Geschwindigkeiten erlaubte, verkürzte die Fahrzeit erheblich.
Der erste Spatenstich erfolgte am 27. Mai 1956. Am 7. Dezember 1958 wurde der erste Abschnitt Mailand–Parma freigegeben, 1964 schließlich die gesamte Strecke bis nach Rom. Als 1988 das Teilstück zwischen Fiano Romano (A1) und San Cesareo (A2) fertiggestellt wurde, wurden die A1 und die A2 zu einer einzigen Autobahn vereinigt. Die A1 führt seither von Mailand bis nach Neapel.
Raststätten der A1
| A1 Milano - Napoli Autostrada del Sole | |||||
| Raststätten | ↓km↓ | Provinz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Area di servizio San Zenone | 15 | MI | |||
| Area di servizio Somaglia | 44 | LO | |||
| Area di servizio Arda | 74 | PC | |||
| Area di servizio San Martino | 115 | PR | |||
| Area di servizio Secchia | 158 | MO | |||
| Area di servizio Cantagallo | 199 | BO | |||
| Area di servizio Roncobilaccio | 242 | BO | |||
| Area di servizio Aglio | 256 | FI | |||
| Area di servizio Bisenzio | 279 | FI | |||
| Area di servizio Chianti | 305 | FI | |||
| Area di servizio Reggello | 321 | FI | |||
| Area di servizio Badia al Pino | 342 | AR | |||
| Area di servizio Lucignano | 381 | AR | |||
| Area di servizio Montepulciano | 395 | SI | |||
| Area di servizio Fabro | 428 | TR | |||
| Area di servizio Tevere | 465 | VT | |||
| Area di servizio Giove | 481 | TR | |||
| Area di servizio Flaminia | 509 | RI | |||
| Area di servizio Mascherone | 536 | RM | |||
| Area di servizio Prenestina | 566 | RM | |||
| Area di servizio La Macchia | 613 | FR | |||
| Area di servizio Casilina | 660 | FR | |||
| Area di servizio Teano | 708 | CE | |||
| Area di servizio San Nicola | 737 | CE | |||
| Area di servizio Masseria | 755 | NA | |||
| RACCORDO PIAZZALE CORVETTO | |||||
| Raststätten | ↓km↓ | Provinz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Area di servizio San Donato | -1 | MI | |||
| DIRAMAZIONE ROMA NORD | |||||
| Raststätten | ↓km↓ | Provinz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Area di servizio Feronia | 4 | RM | |||
| Area di servizio Salaria | 21 | RM | |||
| DIRAMAZIONE ROMA SUD | |||||
| Raststätten | ↓km↓ | Provinz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Area di servizio Frascati | 14 | RM | |||
| Area di servizio Tuscolana | 19 | RM | |||
Literatur
- Enrico Menduni: L’Autostrada del Sole. Il Mulino, Bologna 1999, ISBN 88-15-06894-5
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