Albaner in Deutschland
Albaner in Deutschland bilden den Teil der albanischen Diaspora in Deutschland.
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Migrationssituation
Die Albaner in Deutschland stammen mehrheitlich aus dem Kosovo, die sogenannten Kosovo-Albaner, daneben gibt es einen sehr kleinen Teil aus Albanien sowie aus den albanischen Siedlungsgebieten Mazedoniens. Die Anzahl der in Deutschland lebenden Albaner wird nicht amtlich erfasst, da in amtlichen Statistiken Ausländer nach ihrer Staatsangehörigkeit differenziert werden und da Kosovo erst seit dem 17. Februar 2008 unabhängig ist, werden seit Ende Juli 2008 kosovarische Reisepässe ausgestellt. Seit dem Ausstellungsdatum der kosovarischen Reisepässe sind die von der Vereinten Nationen ausgestellten UNMIK-Pässe dadurch ersetzt worden.[1]
Albaner sind meist deutsche und serbische Staatsangehörige, der den ehemaligen jugoslawischen Pass ersetzt hat, den auch viele Kosovo-Albaner besaßen. Außerdem gibt es 10.126 albanische[2] und einige mazedonische Staatsangehörige. Amtlich erfasst wurde und wird die albanische Identität eines Menschen nur in den Fällen, in denen ein Kosovo-Albaner einen Asylantrag stellt und diesen damit begründet, er sei als Kosovo-Albaner in seiner Heimat politischer Verfolgung ausgesetzt gewesen.
Albanische Migranten, fast ausschließlich Männer, kamen als Arbeitsmigranten aus dem Anwerbestaat Jugoslawien in die Bundesrepublik Deutschland, die gegenwärtig die absolute Mehrheit der hier lebenden Albaner ausmachen.
Während des Kosovokrieges 1999 kamen relativ viele Kosovo-Albaner als Asylbewerber in die Bundesrepublik Deutschland, von den die meisten nach dem Krieg wieder freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt sind oder zwangsweise abgeschoben wurden, so sank auch rasant die Zahl der Albaner in Deutschland. Die Zahl der in Deutschland lebenden Kosovo-Albaner betrug im Mai 1999 250.000.[3] Im Jahr 2008 wird sie auf “über 100.000″ geschätzt.[4] Wichtige Konzentrationen der albanischen Diaspora in Deutschland sind überwiegend in Berlin, Hamburg, in der Region München und in der Metropolregion Stuttgart. In Berlin lebten 1999 etwa 23.000 Albaner[5] heute ist die Zahl wegen Rückkehrern in ihre Heimat gesunken.
Religion
Unter Albanern ist die Mehrheit Anhänger der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam, aber auch andere Auslegungen des Koran bzw. Islam wie die aus der Schia hervorgegangene Bektaschi sind vertreten. Daneben finden sich auch mit einigen Christen verschiedener Kirchen in Deutschland. 1993 gründeten die Albaner in Hamburg die Union der Islamisch Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD).
Bekannte Albaner aus Deutschland
- Fatmire Bajramaj - Fußballspielerin der deutschen Nationalmannschaft der Frauen
- Colos - Rapper
- Blerim Destani - Nachwuchsschauspieler und Filmproduzent
- Jürgen Gjasula - Fußballspieler von FC Basel
- Luan Krasniqi - Boxer im Schwergewicht
- Ferdinand Laholli - Dichter
- Mergim Mavraj - Fußballspieler von VfL Bochum
- Burim Osmani - Unternehmer
- Valdet Rama - Fußballspieler von Hannover 96
- Bajram Sadrijaj - Fußballspieler von Borussia Dortmund
Einzelnachweise
- ↑ Kontakt. Zwischen Priština und Graz - eine europäische Begegnung
- ↑ Anzahl der Ausländer in Deutschland nach Herkunftsland
- ↑ Die Rolle der Diaspora in den 1990er-Jahren
- ↑ So: Schwarz, rot, blau - im Pass-Wirrwarr blickt keiner mehr durch Erschienen: 05.07.2008 und Rücküberweisungen aus Deutschland nach Albanien und Kosovo IAMO Forschungsprojekt
- ↑ Fluchtpunkt Berlin: Stadt erwartet Tausende Kosovaren
Literatur
- Holger Lemmel: Kosovo-Albaner in Deutschland: Eine Bedrohung für die innere Sicherheit?, Schmidt-Römhild Verlag, Lübeck 1997, ISBN 3-7950-3805-7
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Albaner_in_Deutschland , die Versionsgeschichte
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