Alor

HTTP/1.0 200 OK Date: Fri, 26 Nov 2010 05:27:23 GMT Server: Apache Cache-Control: private, s-maxage=0, max-age=0, must-revalidate Content-Language: de Vary: Accept-Encoding,Cookie Last-Modified: Sun, 21 Nov 2010 20:25:20 GMT Content-Length: 42250 Content-Type: text/html; charset=UTF-8 X-Cache: HIT from sq75.wikimedia.org X-Cache-Lookup: HIT from sq75.wikimedia.org:3128 Age: 1276698 X-Cache: HIT from knsq23.knams.wikimedia.org X-Cache-Lookup: HIT from knsq23.knams.wikimedia.org:3128 X-Cache: MISS from knsq25.knams.wikimedia.org X-Cache-Lookup: MISS from knsq25.knams.wikimedia.org:80 Connection: close < !DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">

Alor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der indonesischen Insel Alor und deren Archipel. Für die malaysische Stadt siehe Alor Setar.

Vorlage:Infobox Insel/Wartung/Bild fehlt

Alor
GewässerBandasee, Sawusee
InselgruppeKleine Sunda-Inseln
Geographische Lage8° 15′ 0″ S, 124° 45′ 0″ O-8.25124.751839Koordinaten: 8° 15′ 0″ S, 124° 45′ 0″ O
Fläche2.800 km²
Höchste Erhebung1.839 m
Einwohner168.000
60 Einw./km²
HauptortKalabahi
Karte von Nusa Tenggara Timur mit Alor

Alor (Ombai, Malua) ist mit etwa 2800 km² die größte Insel des Alor-Archipels und Teil der Kleinen Sundainseln.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Weitere Inseln des Alor-Archipels sind Pantar (die zweitgrößte Insel), Kepa, Buaya, Pura, Kangge und Tereweng (Treweng). Das Archipel bildet politisch einen der 14 Distrikte (Kabupaten) der indonesischen Provinz Nusa Tenggara. Er untergliedert sich in neun Subdistrikte und 158 Dörfer. Hauptstadt ist Kalabahi, die einzige Stadt auf der Insel Alor.

Östlich von Alor liegen die Inseln Wetar und das osttimoresische Atauro, südlich liegt Timor. Alor wird von diesen Inseln durch die Straße von Ombai getrennt. Nördlich, über die Bandasee hinweg, liegen die Tukangbesiinseln. Im Westen liegt die Insel Pantar. Die Straße von Alor liegt weiter westlich zwischen den Inseln Lembata und Pantar.

Alor ist vulkanischen Ursprungs und stark zerklüftet. Die Region um Kalabahi ist das einzige ebene Gebiet. Dies ist mit ein Grund, weshalb die niederländischen Kolonialherren die Inselhauptstadt und den Haupthafen von Alor-Kecil 1911 hierher verlegten.

Bevölkerung

Bild aus der kolonialen Zeit: Zwei Mädchen aus Worbain, Alor

Auf Alor leben mehr als 168.000 Menschen. 75 % sind Protestanten, der Rest der Bevölkerung besteht aus Muslimen und in einigen Dörfern gibt es eine katholische Minderheit. Animistische Riten und Traditionen sind aber immer noch stark verbreitet. In Kalabahi und ihrer Umgebung leben schätzungsweise 60.000 Menschen.

Geschichte

Die Portugiesen waren im 16. Jahrhundert die ersten Europäer in der Region. Alor galt damals als Heimat von Kannibalen. Die Einwohner lehnten es ab weder zum Christentum, noch zum Islam zu konvertieren. Als Handelswaren dienten Bienenwachs, Sklaven und Schildkrötenpanzer.

1851 verkaufte der portugiesische Gouverneur José Joaquim Lopes de Lima ohne Autorisation aus Lissabon Alor und andere Gebiete auf den Kleinen Sunda-Inseln, die unter portugiesischer Oberhoheit standen, für 200.000 Florins an die Niederlande. Lissabon erkannte den Verkauf nicht an und ließ Lopes verhaften. Er starb auf der Rückfahrt nach Europa. Ab 1854 wurden die Vereinbarungen neu verhandelt. Im Vertrag von Lissabon wurde der Verkauf schließlich bestätigt. Die Ratifizierung erfolgte 1859. Allerdings blieben noch lange die alten Verbindungen zum portugiesischen Timor bestehen. 1886 zahlten die Einheimischen noch einen jährlichen Tribut an den Liurai von Liquiçá in Form von Reis, Mais, Baumwolle und anderem.[1]

Wirtschaft

Die Infrastruktur ist nur schwach ausgebaut. Landwirtschaft zur Selbstversorgung bestimmt immer noch das Bild. Die Regierung versucht mit Hilfe internationaler Organisationen dies zu ändern. So wird beim Dorf Apui Vanille angebaut. Außerdem werden Tamarinde, Mandeln und weitere Nüsse angebaut. In den Wäldern wird Sandelholz gewonnen.

Jüngste Untersuchungen haben Bodenschätze, wie Gips, Kaolin, Erdöl und Erdgas, Zinn, Gold und Diamanten entdeckt.

Im Alorarchipel liegen einige der besten Schnorchel- und Tauchgebiete Indonesiens. Allerdings gibt es hier starke Strömungen, die es ratsam machen, nur mit ortskundiger Begleitung zu tauchen. Das Aufkommen exzessiver Fischerei hat aber einige Korallenriffe zerstört.

Sprachen

Auf Alor werden mindestens 14 verschiedene einheimische Sprachen gesprochen. Einige Schätzungen gehen sogar von 50 Sprachen aus. Außer den beiden austronesischen Sprachen Bahasa Alor[2] (Aloresisch, Bahasa Lamaholot) und Kalabahi Malay sind alle anderen Sprachen Papua-Sprachen, in anderen Quellen nicht-austronesische Sprachen genannt. Alle diese Sprachen sind bedroht, einige haben weniger als 500 lebende Sprecher und viele Kinder lernen nicht mehr die lokalen Sprachen. Bahasa Alor wird auch auf einigen anderen Inseln des Archipels gesprochen. Bahasa Indonesia, die offizielle Amtssprache wird immer öfter als erste Sprache gelehrt.

Transport

Der IATA-Flughafencode von Alor ist ARD. Während der Trockenzeit wird Kalabahi fünfmal die Woche von Kupang, der Provinzhauptstadt, aus von einer Kasa der Merpati Airlines angeflogen. Seit Mitte 2003 wird eine Flugroute Kupang–Kalabahi–KisarAmbon mit Rückflug am nächsten Tag angeboten. Die zwei Passagierschiffe Serimau und Awu laufen Kalabahi jede Woche an.

Aufgrund der starken Winde und großen Wellen wird die Verbindung nach Alor während der Regenzeit oft unterbrochen.

Einzelnachweise

  1. History of TimorTechnische Universität Lissabon
  2. Ethnologue report for language code: aol

Seite über das Archipel Alor

Namensräume
Varianten
Aktionen
© Dieser Artikel zu Alor stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Alor , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.
© Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.