Andenkondor

Andenkondor

Männlicher Andenkondor (Vultur gryphus)

Systematik
Klasse:Vögel (Aves)
Ordnung:Greifvögel (Accipitriformes)
Familie:Neuweltgeier (Cathartidae)
Gattung:Vultur
Art:Andenkondor
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Vultur
Lesson, 1842
Wissenschaftlicher Name der Art
Vultur gryphus
Linnaeus, 1758

Der Andenkondor (Vultur gryphus) ist eine Vogelart, die zu den Neuweltgeiern (Cathartidae) gehört. Er ist einer der größten flugfähigen Vögel der Erde.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Der Andenkondor hat eine Körperlänge von 110 Zentimetern und kann ein Gewicht von 12 Kilogramm erreichen. Seine Flügel können eine Spannweite von bis zu 3,20 Meter erreichen. Damit besitzt er eine der größten Spannweiten im Reich der Vögel, mit der er eine Flughöhe von bis zu 7000 Metern erreichen soll. Die Federn auf der oberen Gefiederhälfte sind weiß, die Halskrause ist flaumig und weiß. Der Kopf ist rötlich gefärbt. Der Andenkondor kann ein Alter von über 70 Jahren erreichen.
Im Unterschied zum Kalifornien-Kondor (Gymnogyps californianus) trägt beim Andenkondor das Männchen einen fleischigen Kamm auf dem Scheitel. Das Männchen hat blaue Augen, die Augenfarbe des Weibchens ist rot.

Verbreitung

Verbreitungsgebiet

Das geschlossenen Verbreitungsgebiet des Andenkondors reicht von Ekuador entlang der Anden bis nach Südchile. Isolierte Vorkommen gibt es in den Anden Kolumbiens und Venezuelas, in den argentinischen Sierras Pampeanas und auf Feuerland. Sie halten sich hauptsächlich in gebirgigen Gebieten auf, in denen sie oft die variierende Luftströmung für ihren Gleitflug ausnutzen. Oftmals legt der Kondor auch kurze Strecken zu Fuß zurück.

Lebensweise

Andenkondor in Peru

Die Brutzeit beträgt bis zu 65 Tage. Beide Partner sind für das Ei verantwortlich. Das Junge wird anfangs zweimal am Tag gefüttert, später nur noch einmal. Nach 6 Monaten wird der Jungvogel flügge.

Die Jungtiere haben bis zum Alter von 8 Jahren eine braune Gefiederfarbe, die dann in schwarz-weiß wechselt.

Der Andenkondor ist ein Aasfresser, jedoch kommt es vor, dass er durch heftige Flügelschläge versucht seine Beute (z. B. Kühe, Bergziegen, Schafe) zum Absturz zu treiben, wenn sie sich an steilen Berghängen aufhält. Wenn das Tier verendet ist, kann der Andenkondor seine “erlegte” Beute verspeisen.

Bestand und Gefährdung

Der Andenkondor gehört zu den bedrohten Arten auf dieser Erde. In mehreren Ländern Südamerikas werden daher Andenkondore in Gefangenschaft gezüchtet und ausgewildert. Der Andenkondor gehört zu den Nationalvögeln von Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Chile, und ist auf deren Wappen zu sehen.

Literatur

  • Ferguson-Lees & Christie: Die Greifvögel der Welt (deutsch von Volker Dierschke und Jochen Dierschke). Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-440-11509-1
  • Josep del Hoyo et al.: Handbook of the Birds of the World, Band 2 (New World Vultures to Guinea Fowl). Lynx Edicions, 1994, ISBN 84-87334-15-6

 Commons: Andenkondor – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

  • Videos, Fotos und Tonaufnahmen zu Vultur gryphus in der Internet Bird Collection
  • Vultur gryphus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: BirdLife International, 2008. Abgerufen am 20. Dezember 2008
  • © Dieser Artikel zu Andenkondor stammt von Wikipedia und ist lizensiert
    unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Andenkondor , die Versionsgeschichte
    und die Liste der Autoren einsehen.
    © Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
    unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte
    und die Liste der Autoren einsehen.