Andrea del Sarto

Andrea del Sarto, Selbstportrait

Andrea del Sarto, eigentlich Andrea d’Agnolo di Francesco di Luca di Paolo del Migliore, (* 16. Juli 1486 in Gualfonda, Florenz; † 21. Januar 1530 in Florenz) war ein Maler der italienischen Renaissance.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Del Sarto, Sohn des Schneiders Angelo di Francesco, weshalb er den Beinamen Sarto (deutsch Schneider) erhielt, kam zu einem Goldarbeiter in die Lehre, erregte aber durch seine Fertigkeit im Zeichnen die Aufmerksamkeit eines Malers, der ihn unterrichtete und dann bei Piero di Cosimo unterbrachte. Später arbeitete del Sarto eine Zeit lang mit Franciabigio; doch bildete er sich vorzugsweise nach Leonardo, Michelangelo und Fra Bartolommeo, deren Stilrichtungen er geschickt zu einer eigenen Ausdrucksweise verschmolz mit starker Betonung des Kolorits ohne Vernachlässigung plastischer Formenbildung.

Von 1509 bis 1514 malte er Fresken aus dem Leben von Philippus Benizzi, die Anbetung der Könige und die Geburt Maria (Hauptwerk) in dem Vorhof und dem Kreuzgang der Servitenkirche Sant’ Annunziata zu Florenz. Für die Brüderschaft dello Scalzo hatte del Sarto um 1511 eine Taufe Christi in Fresko grau in grau gemalt. Von 1515 bis 1526 setzte er den Zyklus aus dem Leben Johannes’ des Täufers fort. Diese Werke zeichnen sich durch frische Natürlichkeit, Streben nach mannigfaltiger Charakteristik, geschickte Ordnung und Gruppierung, harmonische Färbung und anmutige Darstellung aus, verbunden mit gewandter Zeichnung.

Werke

Literatur

  • Giorgio Vasari: Das Leben des Andrea del Sarto. Edition Giorgio Vasari Band 10. In der neuen Übersetzung von Victoria Lorini. Hrsg. von Alessandro Nova. Bearbeitet von Sabine Feser. 144 Seiten mit zum Teil farbigen Abbildungen. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2005, ISBN 978-3-8031-5029-5

 Commons: Andrea del Sarto – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

  • Werke von Andrea del Sarto bei Zeno.org
  • Werke in der Web Gallery of Art
  • Robert Browning, “Andrea del Sarto” (englisch)
  • Dieser - Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
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