Anticoli Corrado

Anticoli Corrado
Staat:Italien
Region:Latium
Provinz:Rom (RM)
Koordinaten:42° 1′ N, 12° 59′ O42.00972222222212.988888888889508Koordinaten: 42° 0′ 35″ N, 12° 59′ 20″ O
Höhe:508 m s.l.m.
Fläche:16 km²
Einwohner:937 (31. Mai 2008)
Bevölkerungsdichte:59 Einw./km²
Postleitzahl:00022
Vorwahl:0774
ISTAT-Nummer:058006
Demonym:Anticolani
Schutzpatron:Santa Vittoria
Website:Anticoli Corrado

Anticoli Corrado ist eine Gemeinde in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium. Sie liegt 61 km nordöstlich von Rom.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Anticoli Corrado liegt auf einem Höhenzug der Monti Ruffi oberhalb des Tals des Aniene. Es ist Mitglied der Comunità Montana Valle dell’Aniene. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Colli und Morrone Carletta.

Die Nachbarorte sind: Mandela, Marano Equo, Rocca Canterano, Roviano, Saracinesco.

Verkehr

Anticoli liegt an der Autobahn A24, Strada dei Parchi. Die nächste Ausfahrt ist Mandela in 12 km Entfernung.

Mit dem nahen Bahnhof Roviano liegt der Ort an der Bahnstrecke Rom – Avezzano.

Geschichte

Anticoli Corrado

Anticoli Corrado entstand in der unsicheren Zeit nach dem Untergang des Römischen Reichs, als die Bevölkerung die Ebenen verließ und befestigte Orte auf leichter zu verteidigenden Hügeln gründete. Die erste Erwähnung von Anticoli erfolgte im 7. Jahrhundert, als Papst Adeodatus II. ein Gut mit dem Namen Antikuis dem Erasmuskloster in Rom schenkte.

Im 13. Jahrhundert gehörte Anticoli Friedrich von Antiochia , einem unehelichen Sohn von Friedrich II.. Dessen Sohn Konrad von Antiochia beherbergte seinen Cousin Konradin von Hohenstaufen auf seiner Burg in Anticoli und begleitete ihn auch in die Schlacht bei Tagliacozzo. Konrad konnte sich jedoch einer Gefangennahme durch Karl von Anjou entziehen, da seine Ehefrau Beatrice Lancia Geiseln, die sie auf der Burg von Saracinesco gefangen hielt, für ihn austauschte. Bei Konrads Rückkehr bekam Anticoli seinen Namenszusatz Corrado (italienisch für Konrad).

1430 kam Anticoli an die Colonna. Später an die Barberini und die Massimo.

Künstlerdorf

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Anticoli das Ziel zahlreicher Maler, aber auch anderen Künstler, wie Oskar Kokoschka, Felice Carena, Herbert Molwitz, Wilhelm Wessel, Paul Mersmann und Luigi Pirandello, die sich von der spektakulären Landschaft inspirieren ließen. Heinrich Dreber, dessen Ansichten von Anticoli unter anderem in der Kunsthalle Bremen hängen, starb 1875 in Anticoli.

Noch heute gilt der Ort mit zahlreichen Ateliers als Künstlerdorf.

Bevölkerung

1871190119211951197119912001
1.4111.8621.8301.257996940910

Quelle: ISTAT

Politik

Vittorio Meddi wurde im Mai 2006 zum zweiten Mal zum Bürgermeister gewählt.

Partnerstadt

Sehenswürdigkeiten

Kirche San Pietro
  • Die romanische Kirche San Pietro (11. Jahrhundert) birgt zahlreiche Fresken aus dem 14. – 18. Jahrhundert.
  • Der Palazzo Baronale stammt aus dem 17. Jahrhundert.
  • Auf dem großen belebten Hauptplatz steht der Arche-Noah-Brunnen von Arturo Martini (1889 – 1947)
  • Im Museo Comunale d’Arte Moderna im Palazzo Brancaccio werden Werke von in Anticoli ansässigen Künstlern gezeigt.

Gemeinde (italienisch)
  • Anticoli Corrado auf www.comuni-italiani.it (italienisch)
  • Comunità Montana Valle dell’Aniene (italienisch)
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