Ariccia

Ariccia
Staat:Italien
Region:Latium
Provinz:Rom (RM)
Koordinaten:41° 43′ N, 12° 40′ O41.72027777777812.671388888889412Koordinaten: 41° 43′ 13″ N, 12° 40′ 17″ O
Höhe:412 m s.l.m.
Fläche:18 km²
Einwohner:18.368 (31. Oktober 2008)
Bevölkerungsdichte:1020 Einw./km²
Postleitzahl:00040
Vorwahl:06
ISTAT-Nummer:058009
Demonym:Ariccini, im Dialekt Aricciaroli
Schutzpatron:Santa Apollonia
am 9. Februar

Ariccia, historisch Aricia, ist eine Gemeinde in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium. Sie liegt 26 Kilometer südöstlich von Rom.

Blick auf Ariccia von der Brücke

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Ariccia liegt in den Albaner Bergen an der Via Appia und gehört zu den Gemeinden der Castelli Romani.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Cecchina und Fontana di Papa.

Verkehr

Der Bahnhof Cancelliera an der Regionalbahnstrecke FR4 Rom-Velletri liegt 6 km westlich des Ortszentrums.

Geschichte

Der Kern des antiken Aricia bzw. dessen Akropolis lag 400 m über dem Meeresspiegel über dem kreisförmigen Ariccia-Tal, dem Krater eines erloschenen Vulkans. Überreste der Befestigungsanlage sind erhalten.

Die antike Unterstadt lag am Nordhang des Ariccia-Tals nahe der Via Appia, die dort, aus Richtung des heutigen Albano kommend, in das Tal hinunter führt, um nach dem heutigen Genzano wieder aufzusteigen. Teile der Stadtmauer der Unterstadt, eines Tempels und mehrerer Häuser sind erhalten.

Aricia war eine der ältesten Städte Latiums und ein ernster Konkurrent und Gegner Roms während dessen Königszeit und der frühen Römischen Republik.

Im Krieg Lucius Tarquinius Superbus‘, des letzten Königs von Rom, gegen seinen ehemaligen Bundesgenossen Lars Porsenna, erlitt dessen Heer unter Porsennas Sohn, Aruns Porsenna, vor Aricia durch die Latiner und Griechen unter dem Tyrannen Aristodemos von Kyme eine schwere Niederlage (504/503 v. Chr.).

Im Zweiten Latinerkrieg 338 v. Chr. eroberte Gaius Maenius die Stadt für Rom, woraufhin Aricia römische civitas sine suffragio (Stadt ohne Stimmrecht) wurde. Bald darauf erhielt Aricia jedoch volle Bürgerrechte. Selbst während des Römischen Reiches besaß Aricia einen höchsten Magistratsbeamten im Stil eines Dictators, Aricias Rat war – wie in RomSenat und Aricia bewahrte seinen eigenen Feiertage.

Wirtschaftlich war Aricia berühmt für sein Gemüse und seinen Wein und bedeutend als erste Station auf der Via Appia.

In der Nähe Aricias war der heilige Hain von Nemi mit einem Tempel der aricinischen Diana.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr187118811901192119361951197119912001
Einwohner2.1152.3583.5304.5555.5967.12210.78716.95317.865

Quelle: ISTAT

Politik

Emilio Cianfanelli (PD) wurde im April 2008 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-Links-Bündnis stellt auch mit 12 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Partnerstädte

Sehenswürdigkeiten

Kirche der Santa Maria Assunta von Gian Lorenzo Bernini

Ariccia hat eine schöne Kirche (1664 von Bernini erbaut) und einen Palast der Chigi mit herrlichem Park. Ein großartiger, 312 m langer römischer Viadukt der Via Appia führt nach Albano.

Optische Täuschung

In der Via dell’Uccelliera, Richtung Rocca di Papa, kommt es zu einem Phänomen von optischer Täuschung. Es entsteht der Eindruck man bewege sich aufwärts, während der Weg tatsächlich abwärts führt.[1]

Eine ähnliche Erscheinung ist auf der Straße A719 des schottischen Berges Electric Brae zu sehen.

Quellen

  1. Erklärung der optischen Täuschung

 Commons: Ariccia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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