Atomradius

Graphische Darstellung der Atomradien. Angaben in Pikometern.

Einem Atom werden zur Vorhersage von Bindungsverhältnissen verschiedenartige Atomradien zugeschrieben.

Ein absoluter Radius eines Atoms - und mithin auch eine absolute Größe - kann nicht direkt angegeben werden, da ein Atom nach den wellenmechanischen Vorstellungen der Quantenmechanik keine definierte Grenze besitzt. Somit teilt man die Atomradien gemäß den verschiedenen chemischen Bindungstypen auf. Die hieraus ermittelte effektive Größe eines Atoms gestattet es, den Abstand der Atomkerne in einer gegebenen chemischen Verbindung des jeweiligen Typs zu berechnen:

Atomradien liegen in der Dimension um 10-10 m (Kovalenzradius im Wasserstoffmolekül 37 pm, Metallradius von 12-fach koordiniertem Cäsium 272 pm).

Außerdem nehmen die Atomradien innerhalb einer Gruppe (Periodensystem) von oben nach unten zu und innerhalb einer Periode von links nach rechts ab.

Atomradien (Kovalenzradien; Metallradien bei Metallen) einiger chemischer Elemente
OrdnungszahlSymbolRadius [10-12m]
1H37
3Li152
4Be112
5B88
6C77
7N70
8O66
9F64
11Na186
12Mg160
13Al143
14Si117
15P110
16S104
17Cl99
19K231
20Ca197

Siehe auch

Literatur

  • Charles E. Mortimer, Ulrich Müller: Chemie. Das Basiswissen der Chemie. 9. Auflage. Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 3134843099. 
  • H. R. Christen: Grundlagen der allgemeinen und anorganischen Chemie. 6. Auflage. Salle+Sauerländer Verlag, 1980, ISBN 3-7935-5394-9. 
  • Ursprüngliche Messung von Lothar Meyer (1830-1915): Molvolumen der Elemente
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