Attentat auf John F. Kennedy

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Attentat auf John F. Kennedy

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Am 22. November 1963 kam der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, John F. Kennedy, in Dallas bei einem Attentat ums Leben. Knapp eineinhalb Stunden nach dem Attentat wurde Lee Harvey Oswald als Verdächtiger in einem Kino verhaftet und zwei Tage später in Polizeigewahrsam von Jack Ruby erschossen. Die Umstände der Ermordung des Präsidenten und die Frage, ob Oswald überhaupt der Täter war und ob er Mittäter oder Hintermänner hatte, waren Gegenstand mehrerer staatlicher Untersuchungen und zahlreicher Verschwörungstheorien.

Präsident John F. Kennedy
Präsident Kennedy und Jackie nach der Landung aus Fort Worth auf dem Rollfeld von Love Field, Dallas

Inhaltsverzeichnis

Die Ereignisse in Dallas

Kennedys Reise durch Texas

Kennedys Texas-Reise, die ihn nach Houston, Fort Worth und Dallas führen sollte, war im September 1963 angekündigt worden. Der Präsident hatte drei Ziele im Auge:

  • Stimmung für seine Wiederwahl 1964 zu machen,
  • Spenden für den bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf zu sammeln,
  • die notorischen Streitereien unter den texanischen Demokraten zu schlichten.

Letztere hatten dazu beigetragen, dass er 1960 auch in Texas nur eine äußerst knappe Mehrheit gewonnen hatte, obwohl Vizepräsident Lyndon B. Johnson aus Texas kam.

Die Stimmung war aufgeheizt. Ein selbst ernannter „Ermittlungsausschuss frei und amerikanisch denkender Bürger“ hatte am Tag seines Besuchs eine Anzeige geschaltet, in der Kennedy unter anderem vorgeworfen wurde, er hätte „die Monroe-Doktrin zugunsten des ‚Geistes von Moskau’ verschrottet“. Damit wurde auf die Kuba-Politik des Präsidenten angespielt, die nach dem Debakel in der Schweinebucht und der Kubakrise deutlich vorsichtiger geworden war. Auch kursierte ein Flugblatt in Form eines Steckbriefs, auf dem Kennedy wegen Hochverrat gesucht wurde.

Anlass zu Besorgnis gab obendrein, dass Adlai Stevenson, der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, einen Monat zuvor in Texas von wütenden Demonstranten bespuckt und mit Protestschildern geschlagen worden war.

Präsident Kennedy Minuten vor dem Attentat

Kennedy sah die Gefahr eines Anschlags, blieb aber gelassen. Zu seinem Assistenten Kenneth O’Donnell sagte er:

„Wenn jemand wirklich den Präsidenten der Vereinigten Staaten erschießen wollte, wäre das keine schwierige Arbeit: Man müsste nur eines Tages mit einem Gewehr mit Zielfernrohr auf ein hohes Gebäude hinauf, niemand könnte etwas gegen einen solchen Anschlag unternehmen.“[1]

Hintergrund dieses Fatalismus soll die Tatsache gewesen sein, dass es damals noch keine Amtslimousinen mit kugelsicherem Dach gegeben hatte. Die Fahrtroute durch Dallas, die am 18. November offiziell bekannt gegeben worden war, führte vom Flughafen Love Field durch die Innenstadt zum Dallas Trade Mart, wo Kennedy eine Rede halten wollte. Er entschied sich gegen die Empfehlung seines Sicherheitsdienstes für ein Auto mit offenem Verdeck, einen dunkelblauen 1961er Lincoln Continental SS-100-X . Im Wagen saßen sechs Personen: Kennedy (rechts hinten), seine Frau Jackie, der Gouverneur von Texas, John Connally, dessen Frau Nellie Connally, sowie die Secret-Service-Agenten William Greer als Chauffeur und Roy Kellerman.

Die Dealey Plaza mit dem Fahrtweg der Präsidentenlimousine

Das Attentat auf den Präsidenten

Als die Autokolonne des Präsidenten nur noch fünf Minuten vom Veranstaltungsort entfernt war, fuhr sie auf der Houston Street, die den Gebäudekomplex der Dealey Plaza nach Westen begrenzt, auf das Schulbuchdepot des Staates Texas zu. Hier verlangsamten die Wagen, um in einer 120°-Kurve nach links in westlicher Richtung in die Elm Street einzubiegen. Etwa auf halber Höhe zwischen dem Schulbuchdepot und einem Grashügel am Nordrand der Dealey Plaza stand Abraham Zapruder, ein Amateurfilmer aus Dallas, und filmte den vorbeifahrenden Wagen des Präsidenten auf 8-mm-Film (Zapruder-Film).

Kurz zuvor hatte sich Nellie Connally, die Frau des Gouverneurs, angesichts der vielen freundlich winkenden Menschen am Straßenrand an den schräg hinter ihr sitzenden Präsidenten mit den Worten gewandt: „Mr. President, man kann nicht sagen, dass Dallas Sie nicht liebt“, und Kennedy hatte zugestimmt: „Nein, das kann man ganz sicher nicht sagen“.[2] Das waren seine letzten Worte, denn kurz darauf fielen gegen 12:30 Uhr mehrere Schüsse.

Dieses Bild stellt den Moment dar, in dem das Feuer auf die Präsidentenlimousine eröffnet wird. Pfeil: Präsident Kennedy

Kennedy und John Connally wurden getroffen. Der Gouverneur sank auf den Schoß seiner neben ihm sitzenden Frau, die ihn an sich drückte und so den Kollaps seiner Lunge verhinderte. Da Kennedy aus gesundheitlichen Gründen ein Korsett trug[3], blieb er aufrecht sitzen, sodass ein weiterer Schuss ihn in den Kopf traf. Jackie Kennedy versuchte in Panik ein Stück vom Schädel ihres Mannes zu sichern, das auf das Heck des Wagens geflogen war. Der Secret-Service-Mann Clint Hill, der inzwischen auf den Wagen aufgesprungen war, drängte sie in ihren Sitz zurück, danach beschleunigte der Chauffeur. Ein Streifschuss verletzte auch den Zuschauer James Tague im Gesicht, der unterhalb der Gleisüberführung stand. Zeugen am Tatort sahen ein Gewehr, das vom sechsten Stock eines Lagerhauses abgefeuert wurde, und einige Zeugen sahen ein Gewehr im Fenster, kurz nachdem die Schüsse abgegeben worden waren. Andere Zeugen, die an der Straße in Richtung der Gleisüberführung und direkt auf der Überführung standen, hörten mindestens einen Schuss, der aus der anderen Richtung vom Grashügel (Grassy Knoll) her kam. Ein Teil dieser Zeugen gab an, sie hätten Rauch (puff of smoke) im Bereich des Grashügels gesehen und z.T. auch gerochen. [4] [5]

Kennedy wurde in die Notaufnahme des Parkland Memorial Hospitals gebracht, wo man zunächst versuchte, den Kreislauf mit Transfusionen und die Atmung mit einem Luftröhrenschnitt zu verbessern. Die große Kopfwunde und die Erkenntnis, dass ein großer Teil der rechten Gehirnhälfte fehlte, machte dem Ärzteteam schnell klar, dass jegliche Mühe vergebens war, das Leben des Präsidenten zu retten. Jackeline Kennedy bat, einen katholischen Priester zur Erteilung der Sterbesakramente herbeizurufen. Nach der Zeremonie wurde der 35. Präsident der USA offiziell um 13 Uhr für tot erklärt. [6]

Gemäß Texanischen Recht musste vor Ort eine Leichenschau durchgeführt werden. Dies versuchten Vertreter der Pathologie des Parkland Memorial Hospitals und der inzwischen eingetroffene Richter Theron Ward den Secret-Service-Agenten und dem Persönlichen Assistenten (special assistant) von Kennedy, Kenneth O’Donnell, lautstark klarzumachen. Roy Kellerman, Secret-Service-Agent und Beifahrer der Präsidenten-Limousine: “Das spielt alles keine Rolle. Wir nehmen den Sarg mit.” [7] Umringt von Secret-Service-Agenten wurde der repräsentative Sarg mit dem Leichnam des Präsidenten unter Androhung von Gewaltanwendung aus dem Parkland Memorial Hospital gebracht und an Bord der Air Force One geschafft.

Vor dem Flug legte der bisherige Vizepräsident Lyndon B. Johnson an Bord der Air Force One den Amtseid als 36. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ab. Im Bethesda Naval Hospital in Maryland wurde Kennedys Leichnam vor etwa vierzig Zuschauern drei Stunden lang von den Medizinern James Humes und J. Thornton Boswell obduziert, denen Pierre Finck zur Seite stand, ein Ballistiker, der Erfahrung mit Schusswunden hatte.[8]

Lee Harvey Oswald
Der Polizist J. D. Tippit

Die Verhaftung Oswalds

Wenige Minuten nach dem Mord gab die Polizei eine Personenbeschreibung des mutmaßlichen Attentäters durch. Die Herkunft gezielter Verdachtsmomente und deren Begründung, bezogen auf eine bestimmte Person innerhalb dieses Fahndungsaufrufes, sind bis heute ungeklärt. Wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich bei dem Gesuchten um den 25-jährigen Lee Harvey Oswald, der sich öffentlich als Marxist-Leninist bezeichnet, mehrere Jahre in der Sowjetunion gelebt hatte und seit dem 15. Oktober 1963 im Schulbuchlager einer Gelegenheitsarbeit nachging.

Laut Warren-Report war Oswald um 13:00 Uhr in seine Mietwohnung zurückgekehrt.[9] Um 13:04 Uhr hatte Oswald seine Wohnung bereits wieder verlassen und wartete an der Beckley-Avenue-Bushaltestelle, deren Buslinie in nördliche Richtung führt.[10] Nach offiziellen Angaben wurde Oswald jedoch zu Fuß zwischen 13:06 Uhr und 13:10 Uhr[11] vom Polizisten J. D. Tippit in Oak Cliff, einem Wohngebiet von Dallas, das in südlicher Richtung und 15 Gehminuten[12] von der Bushaltestelle entfernt liegt, gestellt. Weil angeblich die Beschreibung des Gesuchten auf Oswald zutraf, hielt Tippit Oswald an. Vier Augenzeugen berichteten, wie Oswald Tippit nach einem kurzen Wortwechsel mit drei Schüssen aus einem Trommel-Revolver der Firma Smith & Wesson, Kaliber .38, niedergestreckt habe. Dann habe Oswald dem auf dem Boden liegenden Tippit in den Kopf geschossen. Bei seiner anschließenden Flucht habe Oswald seine Jacke ausgezogen und zurückgelassen. Die Aussagen der Zeugen waren teilweise widersprüchlich. Ebenso gibt es Augenzeugen, die Oswald als Schützen auf Tippit überhaupt nicht identifizierten, obwohl sie dem Geschehen von allen Zeugen am nächsten waren.[13]. Eine ballistische Untersuchung ergab, dass zumindest einer der vier Schüsse auf Tippit aus dem Oswald zugeordneten Revolver abgegeben worden war.[14] Andere Zeugen berichteten über die weitere Flucht des mutmaßlichen Täters, einige verfolgten ihn sogar. Die Polizei wurde auf ein Kino, das Texas Theatre in Oak Cliff, einem Stadtteil von Dallas, aufmerksam gemacht, in dem Oswald ohne Gegenwehr festgenommen wurde.

In der Zwischenzeit hatte die Polizei das Schulbuchdepot durchsucht und im sechsten Stock unter Bücherkisten versteckt ein Repetiergewehr mit Zielfernrohr gefunden.[15] Officer und Waffenexperte[16] Seymour Weitzman identifizierte die aufgefundene Waffe eindeutig als ein deutsches Präzisionsgewehr der Marke Mauser 7.65 mm.[17] Die Deputy Sheriffs Roger Craig und Eugene Boone kamen zweifelsfrei zum selben Ergebnis. Roger Craig erkannte deutlich den im Metall eingravierten Schriftzug „Mauser“.[18] Eugene Boone gab dazu eine eidesstattliche Erklärung ab, in der er die Waffe als Mauser identifizierte.[19] Diese Information der Polizei gab der Bezirksstaatsanwalt von Dallas, Henry Wade, somit an die Medien weiter,[20] die darüber ausführlich berichteten.[21] Ebenso wurden drei leere Patronenhülsen gefunden. Einen Tag später revidierte die Polizei die Angaben zur Tatwaffe und teilte mit, dass es sich um ein Repetiergewehr der Marke Mannlicher-Carcano handele. Fingerabdrücke Oswalds wurden auf dieser Waffe durch das FBI-Labor in Washington nicht gefunden.[22] Nachdem das FBI die Waffe wieder an die Polizei von Dallas zurückgegeben hatte, meldete diese später jedoch, dass sie einen „Handflächenabdruck Oswalds gefunden“ hätten.[23] Die Kugel, die angeblich in Conallys Oberschenkel stecken geblieben war und später auf dessen Krankenhaustrage aufgefunden wurde, passte offiziellen Angaben zufolge zu ihrem ballistischen Profil. Dem zuerst genannten und von der Polizei sichergestellten deutschen Präzisionsgewehr der Marke Mauser wurde schließlich keine Bedeutung mehr beigemessen.

Das Mannlicher-Carcano-Gewehr und den Revolver hatte Oswald in den Monaten zuvor unter dem falschen Namen Alek Hidell auf Postfächer in New Orleans und Dallas bestellt. Es war, wie sich später herausstellte, dieselbe Waffe, mit der bereits am 10. April 1963 ein missglücktes Attentat auf Edwin Walker verübt wurde, einen rechtsgerichteten General a. D., der Mitglied der John Birch Society war und im Jahr zuvor vergeblich bei den texanischen Gouverneurswahlen kandidiert hatte.

Oswald wurde durch das FBI und die Polizei von Dallas in deren Hauptquartier zwölf Stunden lang unter irregulären Umständen ohne Rechtsbeistand vernommen. Die Aussagen Oswalds wurden entgegen den Vorschriften nicht protokolliert, eine Tonbandaufzeichnung fand ebenfalls nicht statt. Außerdem hatte die Presse weitgehend freien Zutritt, da Polizeichef Jesse Curry befürchtete, dass die Öffentlichkeit andernfalls vermuten würde, man habe etwas zu vertuschen.[24] Nicht nur die Beamten, auch Oswald hatte die Gelegenheit, vor Presse und Fernsehkameras zu sprechen. Hier wie auch bei den Vernehmungen stritt er jede Verwicklung in die Morde an Kennedy und Tippit ab und rief: „Ich bin nur ein Sündenbock!“ („I’m just a patsy!“).

Die Ermordung Oswalds

Jack Ruby erschießt Lee Harvey Oswald

Weil zu befürchten war, dass man bei weiterer intensiver Berichterstattung der Presse über Oswald keine unvoreingenommenen Geschworenen mehr finden könne, die noch nichts über den Fall wussten, wurde beschlossen, Oswald ins Bezirksgefängnis von Dallas zu überstellen. Obwohl es bereits Morddrohungen gegen Oswald gegeben hatte, wurde der Termin mit der gleichen Großzügigkeit gegenüber der Presse bekannt gegeben wie die ersten Verhöre. Der Transfer verzögerte sich jedoch, weil das ursprünglich dafür vorgesehene Fahrzeug zu klein war, um auch die Wachen aufzunehmen, und durch Oswalds Bitte, seinen Pullover mitnehmen zu können. Am 24. November 1963 um 11:21 Uhr betrat Oswald mit seinen Wachen schließlich die Garage im Tiefgeschoss des Polizeihauptquartiers, fast genau gleichzeitig mit Jack Ruby, einem Nachtclub-Besitzer aus Dallas mit Verbindungen zur Cosa Nostra, der wenige Augenblicke zuvor ins Gebäude gelangt war. Mit den Worten: „Du hast meinen Präsidenten getötet, du Ratte“, feuerte Ruby vor laufenden Fernsehkameras auf ihn.[25] Oswald wurde mit Bauchschuss ins Parkland Memorial Hospital gebracht, wo er kurz darauf an inneren Blutungen starb.

Jack Ruby wurde im März 1964 wegen Mordes zum Tode verurteilt. Er starb im Januar 1967 an Krebs im Parkland Memorial Hospital, wo auch Kennedy und Oswald gestorben waren.[26][27]

Ruby selbst machte über seine Motive gegensätzliche Angaben. Kurz nach seinen Schüssen auf Oswald soll er nach Zeugenaussagen erklärt haben, er habe geschossen, um der von ihm verehrten Jackie Kennedy eine Zeugenaussage im Prozess zu ersparen, und weil er als Jude den Verdacht entkräften wollte, hinter der Ermordung des Präsidenten stecke eine jüdische Verschwörung: Die Anzeige eines „Ermittlungsausschusses“ gegen Kennedy war mit einem jüdisch klingenden Namen unterschrieben.[28].

Grab von John F. Kennedy auf dem Nationalfriedhof Arlington

Ein Jahr nach seiner Verurteilung deutete Ruby in einem Fernsehinterview dagegen an, dass er selbst das Opfer einer Verschwörung sei:

„Die Welt wird niemals die wahren Tatsachen erfahren: mit anderen Worten, meine wahren Motive. […] Unglücklicherweise werden diese Leute, die so viel zu gewinnen haben und ein starkes Motiv hatten, mich in diese Lage zu bringen, in der ich bin, niemals zulassen, dass die wahren Tatsachen ans Tageslicht der Welt kommen.” [29][30][31][32]

Ruby unternahm mehrere Versuche, der Warren-Kommission seine Kenntnisse zu seinen Auftraggebern mitzuteilen und bat wiederholt, von Dallas nach Washington verlegt zu werden, weil er sich im Gefängnis in Dallas nicht sicher fühlte. [33][34][35] In einer dreistündigen Sitzung im Gefängnis in Dallas mit Mitgliedern der Warren-Kommission am 7. Juni 1964 [36] sagte Ruby wörtlich zum Vorsitzenden Earl Warren: “Ich möchte die Wahrheit sagen und ich kann sie hier nicht sagen. Ich kann es dort [ in Washington ]. Mag sein, dass manche Leute die Wahrheit, wie ich sie sage, nicht hören wollen. Verstehen Sie?” (Längerer Ausschnitt des Gesprächs zwischen Ruby und Warren in [37]. Ganzes Kapitel zu Rubys Vernehmung in [38]. Die Warren-Kommission ging nicht auf Rubys Angebot ein und verzichtete auf seine Aussage.

In der Folgezeit vertrat Ruby immer wieder die paranoide These, Ziel dieser Verschwörung sei es, die amerikanischen Juden als Schuldige am Tod Kennedys darzustellen und so einen Vorwand für einen neuen Holocaust zu schaffen. Noch auf dem Sterbebett betonte er, am Mord an Oswald sei er ganz allein verantwortlich.[39]: Nach Aussage seines Bruders Earl wollte er alles tun, „sodass die Menschen überzeugt werden, dass es von seiner Seite keinen Plan gab, keine Verschwörung irgendeiner Art. Es gibt nichts zu verbergen, es gab niemanden sonst“.[40]

Reaktionen der Öffentlichkeit

Der Tod des charismatischen Präsidenten traf die amerikanische Öffentlichkeit wie ein Schock. Fast jeder Zeitgenosse erinnerte sich später noch genau, wo er war, als er von den Ereignissen in Dallas hörte. Umfragen ergaben, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Folge an physischen Trauersymptomen wie Appetit- oder Schlafmangel, Nervosität oder Übelkeit litten.[41]

In der Folgezeit wurde der Mord an Kennedy als historische Zäsur empfunden.[42] Nach 1963 begannen sich die negativen Seiten der amerikanischen Politik immer deutlicher zu zeigen, beginnend mit der unzureichend geführten Untersuchung des Attentats selbst durch die Warren-Kommission über die Rassenunruhen, die Morde an Martin Luther King und Robert Kennedy, den Vietnamkrieg bis hin zur Watergate-Affäre. Alle diese desillusionierеnden, die amerikanische Politik delegitimierenden Phänomene, die von den aufmerksamen und kritischen Medien in den sechziger und siebziger Jahren öffentlich diskutiert wurden, ließen Kennedy in einem umso helleren Licht erstrahlen: Es entstand ein Kennedy-Mythos, der den - im Urteil der Historiker eher wenig bedeutenden - Präsidenten zu einer Heilsgestalt vergrößerte, dem letzten Garanten eines lebenswerten Amerika, zur Hoffnung schlechthin. In kontrafaktischer Spekulation wurde daraus der Schluss gezogen, dass diese unerfreulichen Ereignisse nicht eingetreten wären, wenn Kennedy nicht ermordet worden wäre. Das Attentat gewann im Bewusstsein der amerikanischen Bevölkerung so nachgerade welthistorische Bedeutung. Um so mehr stieg mit der Zeit das dringende Bedürfnis, für dieses als traumatisch empfundene Ereignis eine Ursache von entsprechender Größe namhaft machen zu können. Jackie Kennedy erschien es bereits eine unbefriedigende Erklärung zu sein, dass lediglich ein „dummer, kleiner Kommunist“ ihren Mann ermordet haben könnte:

„Er hatte noch nicht einmal die Befriedigung, wegen der Bürgerrechte ermordet zu werden.“[43]

Aus dem Bedürfnis, Kennedys Tod, der von der Warren-Kommission erkennbar unzureichend erklärt worden war, mit einer entsprechend großen Ursache zu verbinden, entstanden bald unterschiedliche Verschwörungstheorien.[44] Bereits 1966 listete die Zeitschrift Esquire dreißig Verschwörungs- und Mordvarianten auf, der Historiker Knud Krakau schätzt die Zahl der verschwörungstheoretischen Veröffentlichungen zum Kennedy-Mord auf mehrere tausend Titel.[45]

Untersuchungen

CIA-interne Untersuchung

Als die Staatsanwaltschaft von Dallas am Tag der Tat bekannt gab, Oswald habe den Präsidenten erschossen, begann die CIA sofort mit einer Überprüfung ihrer Erkenntnisse über den Verdächtigen, der 1959 die sowjetische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, 1962 repatriiert worden war und kürzlich beim Betreten der kubanischen und sowjetischen Botschaften in Mexiko beobachtet worden sein soll. Innerhalb der CIA wurde der Ermittler John Whitten mit der weiteren Untersuchung beauftragt. Der sich übergangen fühlende James Jesus Angleton glaubte an ein Komplott des sowjetischen Staatschefs Nikita Chruschtschow und blockierte Whittens Untersuchungen. Das FBI kooperierte ebenfalls nicht. Der KGB-Überläufer Yuri Nosenko widersprach einer Verwendung Oswalds durch das KGB. Richard Helms, damaliger Leiter für klandestine Aktivitäten und späterer CIA-Chef, äußerte, der Mord sei entweder das Werk eines Verwirrten mit einem billigen Gewehr und einem 7-Dollar-Zielfernrohr, oder die Wahrheit sei viel schrecklicher. Der Whitten-Bericht wurde dem neuen Präsident Johnson vorgelegt, der ihn jedoch vernichtete.[46] Johnson wurde aus Kreisen des Justizministeriums nahegelegt, den Mord durch eine unabhängige Kommission untersuchen zu lassen. Nachdem Johnson den Vorschlag abgelehnt hatte, stellte er die Warren-Kommission zusammen. Die damals geheimen Erkenntnisse Nosenkos wurden der Warren-Kommission mitgeteilt, durften im Bericht jedoch nicht erwähnt werden.[47]

Die Warren-Kommission

Die Warren-Kommission (offizieller Name: Kommission des Präsidenten über die Ermordung von Präsident Kennedy) wurde auf Initiative Justizminister Nicholas deB. Katzenbach von Kennedys Amtsnachfolger Johnson am 29. November 1963 einberufen, um die Umstände des Attentats zu untersuchen. Sie ist nach ihrem Vorsitzenden Earl Warren benannt, der damals Oberster Richter am Supreme Court war.

Die Kommission umfasste neben Warren sechs Mitglieder:

Die Warren-Kommission tagte nur selten und setzte sechs Unterkommissionen ein. Nach zehnmonatiger Arbeit, die sich auf die Ermittlungsergebnisse der Polizei von Dallas und des FBI stützte, wurde am 27. September 1964 der über 850 Seiten starke Abschlussbericht, der so genannte „Warren-Report“ veröffentlicht (offiziell: Report of the President’s Commission on the assassination of President John F. Kennedy). Mehr als 600 Zeugen waren befragt, etwa 3000 Beweisstücke sichergestellt worden. Beigefügt waren 26 Bände mit Protokollen und Beweisstücken.

Der Warren-Report kam zu dem Ergebnis, dass Oswald der alleinige Täter sei und es keine Verschwörung gegeben habe. Oswald habe drei Schüsse aus dem fünften Stock ( = sixth floor sic.) des Schulbuchdepots auf die sich entfernende Präsidentenlimousine abgegeben. Der erste Schuss sei fehlgegangen. Der zweite Schuss habe von hinten sowohl Kennedys Hals als auch den vor ihm sitzenden Gouverneur Connally getroffen. Die Bleikugel habe Connallys Rücken und rechten Unterarm durchschlagen und sei in seinem linken Oberschenkel fast unbeschädigt stecken geglieben. Kritiker nennen diese Kugel Magic Bullet, die Zauberkugel. Diese Behauptung des Warren-Report (single bullet theory) hatte besonders zu den Zweifeln beigetragen. Die dritte, tödliche Kugel habe Kennedys Kopf getroffen. Außerdem sei Oswald für den Tod des Streifenpolizisten Tippit verantwortlich. Am Morgen des 22. November habe er seine Arbeit um 8:00 Uhr im Schulbuchlager aufgenommen und eine längliche, braune Tüte dabeigehabt, in der er angeblich sein Gewehr transportiert habe. Oswald sei nach dem Attentat unter anderem dadurch aufgefallen, dass er bereits nach drei Minuten den Tatort verlassen habe. Der Warren-Report behauptet auch, dass es keines Meisterschützen bedürfe, um mit einem veralteten Karabiner des 2. Weltkriegs innerhalb von 4,8 bis maximal sieben Sekunden drei Schüsse durch eine Baumgruppe hindurch mit einer Entfernung von 60m, 80m und 88m auf ein fahrendes Ziel abzugeben und dabei zweimal zu treffen. Hinter der Ermordung Oswalds am Sonntag, dem 24. November 1963, also 2 Tage nach dem Attentat konnte die Kommission ebenfalls keine Verschwörung erkennen. Der Nachtklubbesitzer Jack Ruby habe spontan und allein gehandelt. Der Warren-Report kritisierte die offenkundigen Schwachstellen im Personenschutz des Präsidenten, die Anlass gaben, ihn in der Folgezeit deutlich zu verbessern.

Der Warren-Report blieb für viele Zeitgenossen unbefriedigend. Vor allem die Geschichte der von Kritikern so genannten „magischen Kugel“, die zu sieben Verletzungen an Kennedy und Connally geführt haben soll, ohne dabei nennenswert verformt worden zu sein, stieß auf verbreiteten Unglauben. Es wurde auch bald bekannt, dass die Kommission Indizien, die auf mehr als nur einen Täter deuteten, gar nicht verfolgt hatte. Keine der Unterkommissionen hatte sich mit der eigentlichen Kernfrage befasst, wer den Präsidenten denn erschossen habe. Vielmehr war die Alleintäterschaft Oswalds die Vorgabe ihrer Untersuchungen, die mit inquisitorischen Methoden nur noch festgeschrieben werde.[48] Eine Vorbestimmung des Ergebnisses der Untersuchung läßt auch folgende Äußerung des Ermittlungsleiters der Warren-Kommission J. Lee Rankin erkennen: “Ein Teil unserer Schwierigkeiten [...] beruht darauf, dass [die FBI-Offiziellen] kein Problembewusstsein haben. Sie haben sich darauf geeinigt, dass Oswald das Attentat begangen hat und niemand sonst auch nur irgendwie darin verwickelt ist [...].” [49]

Johnson, der an eine kubanische Verschwörung gegen Kennedy glaubte, hatte Warren und Dulles angewiesen, lediglich die Alleintäterschaft Oswalds zu belegen.[50] Würde diese Verschwörung publik, könne ein Krieg unvermeidlich werden:

„Wenn gewisse Gerüchte nicht zum Verstummen gebracht werden, könnten sie die Vereinigten Staaten in einen Krieg hineinziehen, der das Leben von vierzig Millionen kosten könnte“,

soll der Präsident zu Warren gesagt haben. Und kurz vor seinem Tod äußerte er gegenüber dem Journalisten Howard K. Smith: „Kennedy versuchte, Castro zu erwischen, aber Castro erwischte ihn zuerst“.[51] 1993 veröffentlichte die Zeitschrift Newsweek ein Memorandum Katzenbachs - Nicholas Katzenbach war Justizminister in der Regierung von Lyndon B. Johnson und zuvor stellvertretender Justizminister in der Regierung von Kennedy - , das den eng gefassten politisch-psychologischen Auftrag der Kommission umriss:

„Das öffentliche Vertrauen muss dahingehend befriedigt werden, dass Oswald der Attentäter war, dass er keine noch auf freiem Fuß befindlichen Komplizen hatte und dass er angesichts der Beweislage auch in einem ordentlichen Gerichtsverfahren verurteilt worden wäre. […] Spekulationen über Oswalds Motive sollten nicht zugelassen werden.”[52]

Dieses Memorandum [53] wurde drei Tage nach dem Attentat verfasst - noch ehe eine Untersuchung begonnen hatte - und ist gerichtet an Bill Moyers, den damaligen Pressesprecher von Lyndon B. Johnson. [54]

Die Ermittlung von Staatsanwalt Jim Garrison

Ausgehend von diesen Unstimmigkeiten und Mängeln des Warren-Reports begann der Staatsanwalt Jim Garrison aus New Orleans im Herbst 1963 mit eigenen Untersuchungen. Er kam zu dem Ergebnis, Kennedy sei Opfer einer Verschwörung aus dem Umfeld der CIA geworden. Verwickelt seien Oswald, der Pilot David Ferrie, bei dem Oswald in seiner Jugend eine vormilitärische Ausbildung absolviert hatte, und Clay Shaw, ein undurchsichtiger Geschäftsmann, von dem Garrison (wie sich 1979 herausstellte: zu Recht) annahm, er arbeite für die CIA.[55]

Garrison ließ Shaw am 1. März 1967 verhaften und behielt ihn bis zum Prozessbeginn knapp zwei Jahre später in Untersuchungshaft. Eine Reihe der von Garrison gesammelten Indizien ließ die Vermutung zu, Oswald sei indirekt im Auftrag der CIA tätig gewesen, in einer inoffiziellen Gruppe, der auch sein Mörder Ruby angehörte. Garrison und seine Beamten hatten auch mehrere, auf den ersten Blick Oswald belastende Begebenheiten untersucht und fanden Indizien für die Annahme, dass ein falscher Oswald diese Spuren gelegt hatte.[56] Garrison führte während des Prozesses den Zapruder-Film zum ersten Mal öffentlich vor, der zwar der Warren-Kommission vorgelegen hatte, der Öffentlichkeit aber nur in einigen Einzelbildern bekannt war, die die Zeitschrift LIFE veröffentlicht hatte. Im Film sieht man, dass Kennedys Kopf beim tödlichen Schuss nach hinten schnellt, obwohl der angebliche Schütze doch hinter ihm vom Schulbuchdepot und nicht vor ihm vom Grashügel geschossen haben soll.

Der Weg, den die „magische Kugel“ nach Darstellung Garrisons hätte nehmen müssen

Auch stellte Garrison die Theorie der magischen Kugel der Warren-Kommission als abstrus hin. Nach dieser Theorie hätte seiner Darstellung zufolge ein Kupfermantel-Geschoss mehrere Knochen und Gewebeteile mehrerer Personen durchschlagen, dabei mehrfach die Richtung ändern und in nahezu fabrikneuem Zustand ohne Anhaftungen von Blut und Gewebeteilen bleiben können, was ohne Verletzung grundlegender physikalischer Gesetze nicht möglich sei. Garrisons Anklage wurde zudem durch mehrere Zeugen gestützt, die aussagten, sie hätten Oswald zusammen mit Shaw oder Ferrie gesehen oder gar gehört, wie sie bei einer Party über den geplanten Mord sprachen.

Garrisons Position vor Gericht war geschwächt, weil sein Zeuge David Ferrie zwei Jahre vor Prozessbeginn an einem geplatzten Hirn-Aneurysma verstorben war, kurz nachdem er bei ihm um Personenschutz nachgesucht hatte. Zudem wurde bekannt, dass der zweite Hauptzeuge seine Aussagen unter Einfluss von Hypnose und dem Schlafmittel Thiopental gemacht hatte.[57] Die Geschworenen kamen am 29. Januar 1969 zu dem einstimmigen Ergebnis, dass Shaw nicht schuldig im Sinne der Anklage gewesen sei. Auf Garrisons Ermittlungen und dem Prozess basiert Oliver Stones Film JFK – Tatort Dallas.

Der Ausschuss von Ramsey Clark

1968 befasste sich ein Ausschuss unter dem Vorsitz des damaligen Justizministers Ramsey Clark mit den medizinischen Befunden des toten Präsidenten. Der Ausschuss kam zu dem Ergebnis, dass Aufbewahrung und Herkunft der ihm vorgelegten Beweisstücke nicht immer lückenlos dokumentiert waren, bestätigte aber dennoch auf ihrer Grundlage die Ergebnisse der Warren-Kommission, wonach Kennedy von zwei Kugeln getötet worden sei, die von einem hinter und oberhalb von ihm gelegenen Standpunkt aus abgefeuert worden sein müssten.[58]

House Select Committee on Assassinations (HSCA)

Weil die Verschwörungstheorien über Mordanschläge gegen Kennedy, seinen Bruder Robert Kennedy und gegen Martin Luther King nicht zum Schweigen gebracht worden waren, wurde 1976 ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses mit weiteren Nachforschungen betraut, das House Select Committee on Assassinations (HSCA). Nach dreijähriger Arbeit legte es 1979 einen Bericht vor, der die Ermittlungen des FBI und den auf ihnen basierenden Warren-Report als „grob fehlerhaft“ (engl.: seriously flawed) kritisierte.[59] Als Ursache für diese Fehler benannte der Bericht die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Geheimdienste sowie „Zeitdruck und der Wunsch der nationalen Führer, die Befürchtungen der Öffentlichkeit zu beschwichtigen, es habe eine Verschwörung gegeben“.

Das Komitee bestätigte zwar die Ergebnisse der Warren-Kommission, wonach Oswald dreimal auf Kennedy geschossen und ihn mit dem dritten Schuss getötet habe. Es erklärte es aber für sehr wahrscheinlich, dass es noch einen weiteren, unidentifizierten Schützen gegeben habe, der einen vierten Schuss vom Grashügel an der Dealey Plaza abgegeben, aber daneben geschossen habe. Hinter dem Kennedy-Attentat stecke also eine „Verschwörung“ (das englische Wort conspiracy ist in diesem Zusammenhang gleichbedeutend mit der kriminellen Vereinigung des deutschen Strafrechts). Die Komitee-Mitglieder konnten aber nicht angeben, wer darin verwickelt war. Auf Grundlage der ihnen vorliegenden Indizien kamen sie zu dem Schluss, dass weder die sowjetische noch die kubanische Regierung noch das FBI in den Mord verwickelt waren. Eine Verwicklung der Mafia oder von Castro-feindlichen Exilkubanern sei allerdings nicht auszuschließen.

Grundlage für die Annahme eines zweiten Schützen waren Aufzeichnungen des Funkkontaktes eines Motorradpolizisten in Kennedys Eskorte mit einer Polizeistation, die mit einem DictaBelt-Kunststoffband gemacht worden waren. Auf der Aufzeichnung sind keine unmittelbaren Schüsse zu hören, die Ermittler verglichen vielmehr die Impulsmuster der Aufzeichnung mit solchen, die mit einem typgleichen Gewehr gemacht worden waren, und kamen zu dem Schluss, dass mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein vierter Schuss zu hören sei.

Der Prüfungsausschuss für Attentatsdokumente

Im Herbst 1964 hatte Präsident Johnson angeordnet, dass die Akten der Warren-Kommission für 75 Jahre (d. h. bis 2039) gesperrt werden sollten. 1992 beschloss dagegen der Kongress ein Gesetz, wonach alle Akten mit Bezug auf das Attentat auf Kennedy spätestens 2017 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen. Dies geschah nach Oliver Stones Verfilmung des Garrison-Prozesses, der die Kritik an der Geheimhaltung neu entflammte. Bis 1998 sammelte und veröffentlichte ein „Ausschuss zur Sichtung der Morddokumente“ (engl.: Assassination Records Review Board; kurz: ARRB) etwa 400.000 Blatt an Dokumenten. Ein Großteil der Akten vor allem des HSCA, der Polizeibehörden, der Geheimdienste und des Militärs gelten aber weiterhin als geheim und bleiben für die Öffentlichkeit gesperrt. Das ARRB, dessen Aufgabe lediglich die Zugänglichmachung der Akten war, führte dennoch mehrere Untersuchungen durch und kritisierte in einem Bericht, ähnlich wie der Clark-Ausschuss, vor allem den schlampigen Umgang mit Dokumenten und Beweisstücken aus der Obduktion des Präsidenten, die als regelrechte „Tragödie“ bezeichnet wurde.

Zweifel an der offiziellen Darstellung

An der offiziellen Darstellung des Mordes an Kennedy, an der Alleintäterschaft Oswalds, an dessen Motiven sowie an den Motiven von dessen Mörder Ruby wurden immer wieder Zweifel geäußert. Daraus wurden auch eine Reihe von Theorien entwickelt, wie eine Verschwörung aufgebaut und motiviert gewesen sein könnte.

Tatverdächtiger Oswald

Der Tatverdächtige Oswald war beim Betreten des Lagerhauses gesehen worden, wie er ein längliches Paket trug. Auf das Paket angesprochen hatte er gesagt, es handele sich um Gardinenstangen. [60] Die Papiertüte fand sich im Lagerhaus, nicht aber die Gardinenstangen.

Der Verdacht gegen Oswald wurde erhärtet, nachdem man ihm auch den Mord an Tippit zur Last gelegt hatte. Auf der angeblichen Tatwaffe wurde ein Handabdruck Oswalds gefunden. Zudem existiert ein Foto, auf dem Oswald mit der angeblichen Tatwaffe zu erkennen war.

Gegen die Annahme einer Täterschaft Oswalds wird eingewandt:

  • Oswald hatte stets die Ermordung Kennedys abgestritten und war nur zwei Tage später selbst ermordet worden. Eine gerichtliche Untersuchung war mithin nicht mehr möglich.
  • Oswalds Arbeitskollege Wesley Buell Frazier hatte Oswald am Morgen des Attentatstages in seinem Wagen zum Schulbuchlagerhaus mitgenommen. Nach dem Inhalt der länglichen Papiertüte auf dem Rücksitz befragt, hatte Oswald geantwortet, sie enthielte Gardinenstangen. Frazier hatte Oswald auch beim Betreten des Schulbuchlagerhauses gesehen, wie er diese längliche Papiertüte zwischen seiner rechten, hohlen Hand und seiner Achsel eingeklemmt trug. [61] [60] Hieraus ließ sich eine auf Oswald bezogene Länge von knapp 70cm ermitteln, passend zu den Gardinenstangen, die in Ruth Paines Garage nach dem Attentat gefunden wurden. [62] [63] Das im Warren-Bericht behauptete Attentatsgewehr hätte - in seine kleinstmöglichen Teile zerlegt - eine Länge von 88,4 cm gehabt und hätte somit - nicht - in der von Frazier beschriebenen Weise von Oswald getragen werden können. [64] Auch Fraziers Schwester, Linnie Mae Randle, hatte ausgesagt, sie habe Oswald vor der Garage gesehen vor dem Einsteigen in den Wagen ihres Bruders. Sie konnte genau beschreiben, wie Oswald die Papiertüte hielt. [65] [60]
  • Ruth Paine hatte für Oswald den Arbeitsplatz im Schulbuchlagerhaus 6 Wochen vor dem Attentat besorgt. Gegenüber seinem Arbeitgeber und seiner Zimmervermieterin gab sich Oswald als O.H. Lee aus. Davon hatte das FBI von Frau Paine schon vor dem Attentat Kenntnis erhalten. [66][67][68]
  • An der im Lagerhaus angeblich nahe dem Attentatsfenster gefundenen Papiertüte [69] wurden weder Ölflecke, noch Abdrücke eines Gewehrs oder Zielfernrohrs gefunden, obwohl Schlagbolzen und Feder des Gewehrs laut einem FBI-Dokument gut geölt waren. [70] Jedoch fand sich am Boden der Tüte ein Handflächenabdruck von Oswald, passend zur Aussage des Arbeitskollegen Wesley Buell Frazier und dessen Schwester. [71] Frazier hatte wiederholt ausgesagt, Oswald habe das längliche Paket zwischen seiner hohlen, rechten Hand und der Achsel getragen.
  • Die Warren-Kommission konnte kein Foto vorweisen, das den angeblichen Fundort der Tüte am sog. Attentatsfenster belegt. [72] Der Fund der Papiertüte wurde vom Chef der Spurensicherung, J.C. Day, bestätigt [73] , dessen Aussage zu einem nur von ihm gefundenen Handflächenabdruck Oswalds am angeblichen Attentatsgewehr widersprochen wurde von FBI-Agent Vincent Drain, siehe unten.
  • Die Papiertüte wurde bei Laboruntersuchungen “entfärbt”, so dass sie sich nicht mehr für eine gültige Identifizierung durch Zeugen eignete und eine Ersatztüte (replica) angefertigt werden musste. [74] Kritiker unterstellen, dass ein wichtiges Beweisstück beseitigt wurde, welches Oswald entlastete. [75]
  • Es gab keine einzige Zeugenaussage, Oswald habe sich nach 12 Uhr im 5. Stock = sixth floor (Erdgeschoss = first floor) aufgehalten, wo sich das sog. Attentatsfenster befindet. [76] Oswalds Arbeit im Schulbuchlager bestand darin, Buchbestellungen zusammenzustellen. Hierzu hielt er sich vorwiegend im 5. Stock und im Erdgeschoss auf. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Oswalds Hand- und Fingerabdrücke an Kartons des 5. Stocks festgestellt werden konnten.
  • Schon wenige Minuten nach dem Attentat sendete der Polizeifunk eine grob auf Oswald passende Täterbeschreibung, wobei ungeklärt ist, woher man zu diesem Zeitpunkt bereits von Oswalds angeblicher Täterschaft wissen konnte. Der Verdächtige sei ein Weißer, Anfang der Dreißig, schlank, etwa 165 Pfund schwer und 5 Fuß und 10 Zoll groß. [77][78]
  • Der Warren-Report behauptet, dass die Täterbeschreibung auf Beobachtungen des Zeugen Howard L. Brennan basierte. [79] Brennan beeidete vor der Kommission, er habe einen Mann am östlichsten Fenster im 5. Stock - dem sog. Attentatsfenster - gesehen, wie dieser Mann ein Gewehr abfeuerte. Der Mann habe dabei aufrecht gestanden und sich an den Fensterrahmen gelehnt. Brennan sagte auch, er habe seine Zeugenaussage innerhalb von 10 Minuten nach den Schüssen gegenüber Forrest Sorrels gemacht, dem Leiter des Secret Service Büros in Dallas. Sorrels konnte die Aussage von Brennan aber nicht bestätigen. [80] Bei der Gegenüberstellung von Verdächtigen in den Räumen der Polizei gegen Abend des Attentatstages sagte Brennan, “er könne keine eindeutige Identifizierung vornehmen.” [...]” Vier Monate nach dem Attentat erschien Brennan vor der Kommission. Bei dieser Gelegenheit nun behauptete er, er habe in Oswald eindeutig den Schützen erkennen können.” [81]
  • Im selben Fenster wie Brennan sah Amos Lee Euins einen Mann, wie dieser aus einem Gewehr einen Schuss abfeuerte. Der in der Nähe des Schulbuchlagers stehende Arnold Rowland hatte 2 Männer gesehen, allerdings am entgegengesetzten, westlichsten Fenster im 5. Stock. Das sog. Attentatsfenster ist das östlichste Fenster des 5. Stocks. Einer der beiden Männer hatte ein Gewehr. Auch die Zeugen Ruby Henderson und Carolyn Walther bestätigten die Aussagen von Arnold Rowland, wie auch Insassen eines nahe gelegenen Gefängnisses in der Houston Street. Sie alle hatten im 5. Stock zwei Männer gesehen, von denen einer ein Gewehr trug. Richard Carr sah ebenfalls zwei Männer im 5. Stock des Schulbuchlagers, ohne dass ihm ein Gewehr aufgefallen war. [82][83]
  • Es gab keine einzige auf Oswald zutreffende Personenbeschreibung eines Zeugen, in Verbindung mit der Aussage, dass Oswald sich am Attentatsfenster aufgehalten oder gar geschossen hätte. [84]
  • Nur anderthalb Minuten nach den Schüssen wurde Oswald von dem Polizisten Marrion L. Baker und dem miteilenden Hausverwalter im ersten Stockwerk des Schulbuchdepots angetroffen, wie Oswald gerade den Pausenraum betrat. Baker erhielt vom Hausverwalter die Auskunft, dass Oswald hier im Schulbuchdepot arbeite. Laut Bakers Zeugenaussage atmete Oswald normal und machte einen unverdächtigen Eindruck.[85]

Nach der Version der Warren-Kommission müsste Oswald nach der Abgabe der Schüsse innerhalb von anderthalb Minuten den fünften Stock des Schulbuchdepots vom Attentatsfenster in der südöstlichsten Ecke bis zum Treppenhaus in der nordwestlichsten Ecke durchquert, dabei die Attentatswaffe versteckt haben, dann die Treppe aus dem fünften Stockwerk in das erste Stockwerk hinuntergelangt sein und dabei eine unauffällige Atmung beibehalten haben.

  • Ein Nitrattest, auch Paraffintest genannt, mit dem die Polizei von Dallas nach Oswalds Verhaftung nach Schmauchspuren im Gesicht und an den Händen suchte, ergab, dass Oswald in den letzten 24 Stunden - wahrscheinlich - keine Waffe abgefeuert hatte. [86] [87]
  • Das Ergebnis einer zuverlässigeren, radioaktiven Untersuchung auf Spuren von Zündkapseln in den Proben des Nitrattests durfte nicht veröffentlicht werden. [88]
  • Ein Finger- oder Handabdruck von Oswald konnte in der Untersuchung des FBI am Tag des Attentats und am nachfolgenden Samstag an der angeblich von Oswald benutzten Mannlicher-Carcano nicht gefunden werden. Captain Will Fritz, Leiter der Mordkommission, beantwortete am Samstag, dem 23. November 1963, die Frage, ob Fingerabdrücke von Oswald am Gewehr gefunden wurden, mit “No, Sir”. [89][90][91]
  • In einem Interview mit der Fernsehstation KRLD-TV am Morgen des 24. November, dem Sonntag nach dem Attentat, sagte der Polizeichef von Dallas, Jesse Curry, er habe noch keinen Tatzeugen der Ermordung Kennedys gefunden. [92] [93]
  • Gegen Oswald wurde aber bereits um 1:30 Uhr in der Nacht nach dem Attentat - also in der Nacht vom 22. zum 23. November 1963 - Anklage erhoben, er habe auch den Präsidenten ermordet.
  • Leutnant J.C. Day, Chef der Spurensicherung der Polizei in Dallas, wollte einige Tage nach dem Attentat einen Handflächenabdruck - am hinteren Gewehrlauf unter dem Gewehrschaft - gefunden haben. Dieser Handflächenabdruck war also erst nach der Demontage des Gewehrs zugänglich [94] und hatte keine Beweiskraft für die Behauptung, Oswald hätte die Waffe am Tag des Attentats benutzt. [95]
  • Der FBI-Agent Vincent Drain, dem J.C. Day die Mannlicher-Carcano mit dem Hinweis auf einen von J.C. Day abgenommenen Handflächenabdruck übergeben haben wollte, lehnte diese Aussage von J.C.Day als falsch ab und lieferte eine Erkärung, wie dieser Handflächenabdruck nachträglich von J.C.Day auf das Gewehr manipuliert worden sein könnte. [96][97]


Die nachfolgenden Argumente entlasten Oswald von der Behauptung des Warren-Reports, er hätte den Polizisten J.D. Tippit auf seiner Flucht nach dem Attentat auf Kennedy erschossen:

  • Cortlandt Cunningham, ein Ballistik-Experte des FBI-Labors in Washington, sagte zu den vier Kugeln, die in der Leiche des Polizisten Tippit gefunden wurden: “Es war bei einer Untersuchung und einem Vergleich der Geschosse nicht möglich, festzustellen, ob diese Geschosse von nur einer Waffe abgefeuert wurden oder nicht bzw. ob sie überhaupt aus Oswalds Revolver stammten.” [98][99][100]
  • An den Geschosshülsen, die laut Warren-Kommission am Ort der Ermordung des Polizisten J.D. Tippit gefunden worden sein sollen, fehlten die Kennzeichen der beiden Beamten der Spurensicherung, Poe und Barnes. Diese Hülsen waren also - nicht - diejenigen, die am Tatort gefunden wurden ! [101][102]
  • Die Kommission hatte auch keine Erklärung dafür, warum am Tatort überhaupt Geschosshülsen gefunden worden waren, wenn Tippit mit Oswalds Revolver erschossen worden sein soll, der die Hülsen nicht automatisch auswirft. [103] Es ist nicht nachvollziehbar, dass Oswald belastende Spuren gelegt haben sollte, indem er absichtlich die Hülsen aus seinem Revolver auswarf.
  • Warren Reynolds, der nach der Ermordung Tippits eine Person flüchten sah, konnte Oswald ebenfalls nicht als dessen Mörder erkennen. Nach einem überlebten Mordanschlag an seinem Arbeitsplatz änderte Reynolds seine Aussage und identifizierte daraufhin Oswald als den Mörder von Tippit. [104]
  • Domingo Benavides, der kurz nach den Schüssen neben dem am Boden liegenden Polizisten Tippit stand, konnte Oswald im Fernsehen und auf Zeitungsbildern nicht als den Mörder Tippits erkennen. [105] Erst nachdem sein Bruder wenige Monate später erschossen wurde und Benavides sich sicher war, dass der Mordanschlag eigentlich ihm gegolten hatte, änderte er seine Aussage und identifizierte Oswald als Tippit’s Mörder. [106] Weitere Zeugen der Ermordung des Polizisten J.D. Tippit in [107].
  • FBI-Direktor J. Edgar Hoover befahl dem leitenden Spezial Agenten des FBI-Büros von Dallas, seinen Agenten nicht zu gestatten, Acquilla Clemmons oder Frank Wright zu verhören. [108] Die zwei Zeugen hatten direkt am Fahrzeug des Polizisten Tippit - zwei - Personen gesehen, von denen keiner Oswald ähnelte. Frau Clemmons beschrieb den einen Täter als sehr groß und dünn und mit weißem Hemd und einer Khaki-Hose bekleidet und den anderen als klein und schwergewichtig. [109][110] [111]
  • Beamte der Polizei von Dallas rieten Frau Clemmons, nichts von ihrer Aussage vor der Kommission zu wiederholen, wenn sie nicht umgebracht werden wolle. [110] [112]
  • Zitat: “Schwer zu verstehen ist, dass die Warren Kommission, welche behauptet, sie hätte eine der sorgfältigsten Ermittlungen des Jahrhunderts durchgeführt, einen solch wichtigen Zeugen wie Frank Wright übersehen konnte.” [...] Frank Wright: “Ich habe gesehen was im Fernsehen und den Zeitungen [zu der Ermordung Tippits] gebracht wurde. Aber ich weiß, dass es so nicht passierte. Ich sah einen Mann in einem grauen Wagen wegfahren. Nichts in der Welt kann meine Überzeugung ändern.” Zitatende Wrights Frau hatte per Notruf die Polizei rufen lassen. Die Wright’s wurden - nicht - von der Kommission verhört. [113] Oswald konnte nicht mit einem Auto fahren und hatte auch keinen Führerschein. [114]
  • Die Zeugen William Scoggins und William Whaley nahmen beide an einer Gegenüberstellung mit mehreren Verdächtigen im Polizeigebäude in Dallas teil. Whaley erklärte, dass man alleine schon an der mitgehörten Diskussion zwischen Oswald und den Polizisten hatte erkennen können, wen die Polizei als Mörder verdächtigte. Bei einer anderen Gegenüberstellung konnte die Zeugin Helen Markham Oswald wegen dessen blauem Auge und den Schwellungen im Gesicht leicht als denjenigen erkennen, den die Polizei als Täter verdächtigte. [104] Drei Wochen vor der Aussage von Helen Markham vor der Warren-Kommission sprach der Attentatsforscher Mark Lane mit ihr am Telefon. Von diesem Gespräch besitzt Lane eine Bandaufzeichnung als Beleg für die nicht auf Oswald zutreffende Personenbeschreibung von Helen Markham: “Markham erklärte, Tippits Mörder sei ein untersetzter, etwas rundlicher Mann mit leicht buschigem Haar.” [115] [116] Diese Täterbeschreibung [ von Markham ] passt zu einem der zwei Täter, die Acquilla Clemmons beschrieb. Der Attentatsforscher Mark Lane: “Die Kommission beurteilt die Aussage Mrs. Markhams als verläßlich, wobei sie sich einzig auf die Beweiskraft von Mrs. Markhams Beschreibung des Revolverschützen, sowie auf die vorgenommene Identifizierung Oswalds bei der polizeilichen Gegenüberstellung stützt.” [117]
  • Vor laufender Kamera sagte der damalige stellvertretende Leiter der Mordkommission von Dallas, Jim Leavelle: “Alles, was wir im Grunde zu bieten hatten, war ein Gewehr und sonst gar nichts. Also mussten wir gegen Oswald etwas aufbauen, um ihn an jenem Freitag überhaupt in Gewahrsam halten zu können. Und so bekam ich den Auftrag, ihm den Mord an Tippit nachzuweisen, um ihn nicht wieder laufen lassen zu müssen.” [118]
  • Keine der Untersuchungen zum Attentat auf Kennedy konnte Oswald ein konkretes Motiv nachweisen. [119][120][121] Laut Aussage eines Polizeioffiziers in Dallas hegte Oswald Sympathien für den ermordeten Präsidenten. [122] “Oswald pries den Präsidenten wiederholt für seine Bemühungen um das Rassenproblem und um eine Verständigung mit der kommunistischen Welt.” [123] Von Lyndon B. Johnson hätte Oswald eine solche Politik nicht erwarten können.
  • Auf einem Foto, das am 14. Dezember 1963 in der Dallas Post veröffentlicht wurde, ist ein Mann, der Oswald zumindest ähnelt, zum Zeitpunkt des Attentats an der Tür des Schulbuchdepots zu sehen. Das Foto stammt von James Altgens, der die Präsidentenlimousine von vorn rechts fotografierte und so ebenfalls das Schulbuchdepot ablichtete. Bei dem vermeintlichen Oswald soll es sich um Billy Lovelady handeln, einen Kollegen Oswalds.[124]
  • Von den 5 offiziellen Verhören über zusammen 12 Stunden existieren weder eine Tonaufzeichnung, noch ein einziges Protokoll ! [125] [126] [127]
  • Der Kongressausschuss [HSCA] stellte fest, dass der Armee-Nachrichtendienst eine Oswald-Akte geführt hatte. Die Armee stellte diese Akte jedoch der Warren-Kommission nicht zur Verfügung und hat sie später vernichtet.” [128]
  • Die Akte aus der Dienstzeit Oswalds bei den Marines wurde im Jahre 1973 vernichtet.


In den Ermittlungen der Warren-Kommission kamen jedoch wenig Zweifel auf, dass Oswald auf den Präsidenten geschossen habe. Auch wurde der Frage mit geringer Intensität nachgegangen, ob er allein gehandelt habe, oder ob weitere Schützen beteiligt gewesen seien:

„Ein Schütze“

Zeugenaussagen und Indizien, die für einen Einzelschützen sprechen:

  • Einige Wunden, die Kennedy und Gouverneur Connally erlitten, und die Position des Fahrzeugs beim Zeitpunkt der Schüsse deuten darauf hin, dass Kugeln von oben und hinten abgegeben wurden.
  • Eine vergleichende Analyse der chemischen Zusammensetzung des Bleimantels, die das FBI hier erstmalig anwandte, ergab, dass sowohl die Kugel, die auf Connallys Trage im Parkland Memorial Hospital gefunden wurde, als auch die Kugelfragmente, die sich in der Präsidenten-Limousine fanden, zum aufgefundenen 6,5-Millimeter-Mannlicher-Carcano-Gewehr gehörten. Es wurden keine Spuren von Munition anderer Waffen gefunden. Die dabei angewandte Methode wurde aber 2004 von der National Academy of Sciences als unzuverlässig und potentiell irreführend beurteilt.[129]
  • Die Windschutzscheibe in der Limousine war von einem Kugelfragment auf der Innenseite angeschlagen worden, woraus geschlossen werden kann, dass diese Fragmente von hinten und nicht von vorne kamen.

„Mehrere Schützen“

Zeugenaussagen und Indizien, die auf das Vorhandensein mindestens eines weiteren Schützen hindeuten:

  • Über fünfzig Zeugen, darunter Abraham Zapruder, sagten aus, sie hätten Schüsse gehört, die von vorne abgegeben wurden, nämlich von dem Grashügel an der Dealey Plaza. [130] Ungefähr dieselbe Anzahl von Zeugen sagte, dass die Schüsse von hinten abgegeben wurden, also von dem Schulbuchdepot. [131] Viele Zeugen gaben an, sie hätten in einem Bereich des Zauns auf dem Grashügel Rauch bzw. Pulverdampf aufsteigen sehen.[132] [133] [134] [135] [136] [137] [138] [139] [140] [141]
  • Zeugen berichteten, sie hätten auch den Geruch von Pulverdampf im Bereich des Grashügels wahrgenommen, wie der Polizist J.M.Smith und der Senator Yarborough, der in der Kolonne im Wagen von Lyndon B. Johnson fuhr. Wegen des herrschenden leichten Westwindes konnte dieser Geruch von Pulverdampf nicht von dem östlich des Grashügels liegenden Schulbuchlagerhaus gekommen sein. [142]
  • Es wurden Polizisten beobachtet, die sofort nach den Schüssen auf den Grashügel zuliefen.[132]
  • Der Zapruder-Film zeigt den tödlichen Kopftreffer, bei dem sich Kennedys Kopf schräg nach links hinten bewegt. Das deutet darauf, dass die Kugel von rechts vorne kam, also etwa aus Richtung des Grashügels. Ein hinter Kennedy fahrender Motorradpolizist und andere Zeugen sagten aus, dass der Schuss von vorne gekommen sei.[143]
  • Von zwei dicht aufeinander folgenden, oder fast gleichzeitigen Schüssen berichteten mehr als 40 Zeugen, obwohl das Nachladen bei dem Laut Warren-Bericht verwendeten Gewehr rund zwei Sekunden dauert. [144]
  • Da Eintrittswunden kleiner als Austrittswunden zu sein pflegen, kamen mehrere Ärzte des Parkland Memorial Hospital zu dem Schluss, dass die Kugel von vorne Kennedys Hals durchschlagen habe und neben dem rechten Schulterblatt wieder ausgetreten sei. [145][146][147]. Bei der Obduktion in Washington konnte eine Sonde von der größeren Wunde am Rücken bis über die zweite Wunde am Kehlkopf hinaus bewegt werden. [148]. Ärzte des Parkland Krankenhauses von Dallas, die Kennedy aus nächster Nähe gesehen hatten, beschreiben übereinstimmend ein faustgroßes Loch am Hinterkopf. Auch die beim Kopftreffer an der Elm Street in unmittelbarer Nähe gestandenen Zeugen, wie Beverly Oliver, das Ehepaar Phillip und Marilyn Willis beschrieben ein etwa faustgroßes Loch am Hinterkopf. Fotos, auf denen die Zeugen die Wunde am Hinterkopf beschreiben siehe [149] Auch die Größe der Hinterkopfwunde legt nahe, dass es sich um eine Austrittswunde handelt.
  • Während der Autopsie wurde eine weitere, nur fingertiefe und abwärts gerichtete Einschusswunde in der rechten Schulter entdeckt, die keinen Ausgang hatte und in der keine Kugel steckte.[150][151] Das dazu gehörende Projektil sei laut Aussagen von Zeugen beim Anheben des Leichnams herausgefallen. [152][153][154] Dies würde zu dem Ergebnis der Auswertung von Film- und Fotomaterial durch den Photospezialisten Robert J. Groden passen, Kennedy sei insgesamt von fünf Kugeln getroffen worden, drei bis vier weitere Schüsse seien fehlgegangen. Die Schüsse seien von mindestens vier Schützen abgegeben worden.[155] Hierzu passt auch, dass kurz nach dem Attentat von einem Polizisten eine Kugel gefunden wurde. Fundort: im Gras neben einem Gullydeckel dicht beim Tatort. Zeitungsreporter und Fotografen hatten ihre Existenz dokumentiert. In der Ausgabe des Dallas Times-Herald vom 23. November 1963 und in der Zeitschrift New Republik wurde davon berichtet. “Die Kugel taucht nie wieder auf und es findet sich auch kein Bericht darüber in der offiziellen Gerichtsakte.” [152][156]
  • Zeugen berichten von Männern, die nach den Schüssen vom Grashügel zum nahe gelegenen Rangierbahnhof liefen. Verfolgende Zeugen wurden dort von Männern zurückgewiesen, die sich als zum Secret Service gehörig auswiesen. Auf dem Güterbahnhof wurden angebliche Landstreicher in einem Güterzug festgenommen, die über gutes Schuhwerk verfügten und frisierte Haare trugen. Diese Spur war von der Warren-Kommission nicht weiter verfolgt worden.[132]
Die „magische“ Kugel, welche zwei Körper, ein Handgelenk, festes Gewebe und Knochen durchschlagen und in einem fast unversehrten Zustand auf einer Trage gefunden worden sein soll.
  • Gegen die so genannten „Theorie der magischen Kugel“ der Warren-Kommission und des HSCA spricht, dass das auf einer Trage aufgefundene Projektil nahezu unversehrt war, obwohl es doch mehrere Körperteile von Kennedy und Gouverneur John Connally durchschlagen hatte und dabei eine Rippe und einen Unterarmknochen von Connally zertrümmerte (comminutated), gemäß den Operationsberichten vom 22. Nov. 1963 der beiden Chirurgen Dr. Shaw und Dr. Gregory [157]. Normalerweise werden Kupfermantelgeschosse dieser Art schon beim Aufprall auf bloßes Fleisch erheblich deformiert. Zudem waren keinerlei Anhaftungen von Blut oder Gewebe an ihr feststellbar.[158][159] Laut Aussage des FBI-Beamten Robert Frazier wurden dagegen an zwei in der Limousine des Präsidenten gefundenen Kugelfragmenten Blutspuren gefunden.[160] Sowohl im rechten Handgelenk von Gouverneur Connally, als auch in dessen linkem Oberschenkel fand man Bleifragmente, was ebenfalls nicht zu der nahezu unversehrten Kugel passt, die man auf seiner Trage fand.[161][162][163][164] [165]
  • Darüber hinaus lieferte die mit ersichtlichen Mängeln behaftete Mannlicher-Carcano, welche zum Zeitpunkt des Attentats bereits 23 Jahre alt war (Baujahr 1940),[166] in Bezug auf ihre Bauart bereits vor dem Ersten Weltkrieg viel Zündstoff für Diskussionen. Kritisiert wurde vor allem die Munition mit ihrer geringen ballistischen Leistung, der zu geringen Durchschlagskraft aufgrund der abgerundeten Spitze des Geschosses und die entschieden zu kurze effektive Reichweite. Die als technisch veraltet geltende Waffe und deren Munition wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg überarbeitet und verbessert.[167]
  • Eine metallurgische Analyse, die 2007 in den Annals of Applied Statistics publiziert wurde, ergab, dass die beim Attentat auf John F. Kennedy erstmals[168] angewandte Methode zur Bestimmung der Zugehörigkeit von Kugelfragmenten unzureichend war. Das FBI hatte als Ergebnis dieser Methode festgestellt, dass die im Zusammenhang mit dem Attentat gefundenen Kugelfragmente mit Sicherheit von nur zwei Projektilen stammten, die sich dem Gewehr Oswalds zuordnen ließen. Die Autoren der Untersuchung, Wissenschaftler der Texas A&M University sowie ein ehemaliger Mitarbeiter des FBI, bezeichneten die Beweismittel der Ermittlungsbehörde als „grundsätzlich fehlerhaft“ („evidence used to rule out a second assassin is fundamentally flawed“).[169]
  • Die Warren-Kommission behauptet, dass keine Spuren von Munition anderer Waffen gefunden wurden. Diese Aussage der Warren-Kommission stützt sich auf eine erstmals bei der Untersuchung des Kennedy-Attentats vom FBI angewendete Methode zur Untersuchung von Bleikugeln und deren Fragmenten. Diese sogenannte “Comparative Bullet-Lead Analysis” wurde jedoch im Jahre 2004 von der amerikanischen “National Academy of Science” als “unzuverlässig und potentiell irreführend beurteilt.”“FBI’s Forensic Test Full of Holes”[170]
  • Die laut Warren-Kommission verwendete Kupfermantel-Munition der Mannlicher-Carcano hätte an den Schusslöchern der Kleidung des Präsidenten Spuren von Kupfer hinterlassen müssen. Eine spektografische Untersuchung ergab jedoch keinerlei Spuren von Kupfer. “Das Fehlen [dieser Spuren] bedeutet, dass die Kugel [magische Kugel] nicht die Löcher verursachte [...] und diese Tatsache allein zerstört die erfundene magische-Kugel-These und verlangt ein weiteres Gewehr und einen weiteren Schützen zur Erklärung der zahlreichen Wunden [...].”[171]
  • Oswald war kein guter Schütze und hatte kein Interesse an Waffen.[172][173] [174] Er hatte Mühe, die geforderte Qualifikation als Schütze bei den Marines zu erfüllen.[175] [176]
  • Drei Meisterschützen der National Rifle Association gaben in einem Test mit der beim Attentat laut Warren-Bericht benutzten Mannlicher-Carcano vom Kaliber 6,5mm auf eine ruhende und zudem größere Attrappe eines Oberkörpers insgesamt 18 Schüsse in verschiedenen, aber geringeren Entfernungen als beim Attentat ab. Sie hatten zudem für den ersten Schuss beliebig viel Zeit. Keiner der drei Meisterschützen hatte auch nur einmal den Kopf oder den Hals der Attrappe getroffen.[177][178] Auch der große, für das Abfeuern der veralteten Waffe erforderliche Abzugsdruck habe den Schützen Schwierigkeiten gemacht.[179] Die Mannlicher-Carcano gilt allgemein als eine minderwertige Waffe. [180][181]
  • Waffentechnische Untersuchungen italienischer Experten kamen 2007 zu dem Ergebnis, dass es ihrer Ansicht nach unmöglich sei, drei Schüsse aus einem Mannlicher-Carcano-Gewehr in weniger als neunzehn Sekunden abzugeben. Der Warren-Kommission nach soll der Schütze nur maximal sieben Sekunden benötigt haben.[182]
  • Der Schütze im Schulbuchlager hätte eine bessere Möglichkeit gehabt, auf Kennedy zu schießen, als dessen Wagen auf ihn zurollte, anstatt zu warten, bis er sich von ihm entfernte.
  • Die Wahl eines umständlichen Repetiergewehrs, im Falle des Carcano-Gewehrs sogar eines als besonders unpräzise geltenden, gegenüber Scharfschützen- oder Maschinengewehren ist schwer nachvollziehbar.
  • Normalerweise ist der erste Schuss eines Schützen immer der beste, weil dieser dann Zeit zum Zielen hat und die Gelegenheit, auf den richtigen Augenblick zu warten, auf seine Atmung zu achten und den Schuss „erfühlen“ kann (Brechen des Schusses). Dieser Schuss unter guten Voraussetzungen soll jedoch vollends daneben gegangen sein, während die hektisch und unter Stress und Zeitdruck abgegebenen Schüsse 2 und 3 angeblich trafen.
  • Es ist unklar, wie beim ersten Schuss vom Schulbuchgebäude gezielt worden sein soll, da eine immergrüne Lebenseiche den Blick versperrte.

Weitere Sachverhalte, die Anlass zu Zweifeln geben

  • Die beiden offiziellen Regierungsuntersuchungen bestätigten, dass das Sicherheitspersonal rund um Kennedys
    Die gesäuberte Präsidentenlimousine
    Fahrzeugkolonne deutlich gegenüber dem üblichen Grad reduziert worden war. Daraus schließen Kritiker, die Ermordung des Präsidenten könne von Personen, die einflussreiche Positionen im Staatswesen innehatten, koordiniert worden sein.
  • Die Präsidenten-Limousine wurde auf Befehl von Präsident Johnson unmittelbar gesäubert und wiederhergestellt, anstatt sie als Beweisstück für ballistische Untersuchungen zu sichern. Dieses Vorgehen hat möglicherweise wichtige Beweise vernichtet.
  • Der Transport der Leiche nach Washington verstieß gegen texanisches Recht, das die Untersuchung durch den örtlichen Leichenbeschauer vorschrieb.
  • Gouverneur Connallys Hut, den er in der rechten Hand hielt, als eine Kugel in sein Handgelenk eindrang, verschwand aus der Beweiskette, nachdem er zuletzt am Abend des 22. November in einem Polizeibüro in Dallas gesehen worden war.
  • Die Polizei von Dallas hatte das Schulbuchdepot bis 12:39 Uhr nicht abgeriegelt, da Polizisten und Zeugen zunächst den Grashügel und den Parkplatz durchsucht hatten.
  • Die Dealey Plaza selbst war nicht abgesperrt worden. Fotos zeigen, dass noch neun Minuten nach dem Attentat Fahrzeuge die Elm Street herunterfahren.
  • Während auf der restlichen Route die Schaulustigen in drei Reihen gedrängt standen, war die Plaza nahezu menschenleer und bot ein perfektes Schussfeld, etwa vom Grashügel.
  • Mehrere Autopsiefotos fehlen.
  • Der Marinearzt, der die Autopsie in Washington leitete, hatte noch nie eine Autopsie durchgeführt. Nicht einmal die Kleidung wurde auf Einschusslöcher untersucht.
  • Die verwirrende Zahl von immer neuen Verschwörungstheorien wird von einigen Konspirologen wie Mathias Bröckers als Indiz für eine absichtsvolle Verwirrung durch Desinformation der Öffentlichkeit und damit wiederum für eine Verschwörung gedeutet.[183]
  • Zweifel an der offiziellen Darstellung werden auch dadurch genährt, dass die Untersuchungen einseitig geführt oder behindert wurden und dass von Regierungsseite wiederholt die Unwahrheit gesagt wurde. Erst auf öffentlichen Druck wurden Kommissionen wie HSCA und ARRB eingesetzt.
  • Der Sohn des ehemaligen CIA-Agenten E. Howard Hunt erklärte, sein Vater habe ihm kurz vor dessen Tod seine Beteiligung an dem Attentat gestanden und eine Verwicklung von Lyndon B. Johnson hervorgehoben.[184]

Gegenargumente

Den zahlreichen Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung werden auch zahlreiche Argumente entgegengehalten: [185]

  • Praktische Versuche, die sowohl die Warren-Kommission als auch das HSCA in Auftrag gaben, bewiesen, dass die Abgabe dreier erfolgreicher Schüsse aus einem Carcano-Gewehr inklusive Nachladen unter Idealbedingungen in weniger als sechs Sekunden möglich ist.[186]
Die „Theorie der magischen Kugel“ bei korrigierter Sitzordnung, jedoch mit nicht übereinstimmender Schussbahn zur Garrison-Darstellung
  • Die Kritik an der „Theorie der magischen Kugel“ geht von einer falschen Sitzordnung Kennedys und Connallys aus: Dieser saß auf einem Notsitz unmittelbar vor dem Präsidenten, aber deutlich niedriger. Bei einer jeweils versetzten Sitzposition soll es einer Theorie zufolge möglich sein, dass eine einzelne Kugel bei minimaler Ablenkung durch eine zerschmetterte Rippe des Gouverneurs alle sieben Wunden verursacht haben könnte.[188] Ein praktischer Beweis für diese These steht noch aus.
  • Die unterschiedlichen Aussagen der Ohrenzeugen, was die Richtung betrifft, aus der die Schüsse kamen, könnten durch Echoeffekte erklärt werden. Diese These wirft jedoch die Folgefrage auf, weshalb nur eines statt drei Echos erzeugt wurde.
  • Die Deutung und zeitliche Einordnung der DictaBelt-Aufnahme, mit der der HSCA sich von einem vierten Schuss überzeugen ließ, sind außerordentlich umstritten: Jüngste Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass auf dem Band keine Schüsse, sondern atmosphärische Störungen zu hören sind.[189]
  • Eine Kugel kann nach Aussage des Clark-Berichts von 1968, wenn sie in ein rundes Objekt wie einen Schädelknochen eindringt, durchaus eine Wunde hinterlassen, die größer ist als sie selbst.[190]
  • Die beobachtete Rückwärtsbewegung des Kopfes kann durch die Sprengwirkung des Treffers oder durch eine neurologische Reaktion auf die Verletzung erklärt werden.[191]
  • Der amerikanische Experte für Computeranimation Dale Myers entwarf auf der Grundlage sämtlicher zur Verfügung stehender Filme, Photographien und Baupläne in zehnjähriger Arbeit eine 3D-Simulation des Attentats. Das Ergebnis wurde 2003 in der Dokumentation The Kennedy Assassination: Beyond Conspiracy („Der Kennedy-Mord – jenseits der Verschwörung“) auf ABC gezeigt, die einen Emmy gewann. Diese Simulation erlaubte das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven mit größter geometrischer Zuverlässigkeit zu betrachten. Sie zeigt, dass Schusswunden von Kennedy und Conally exakt zu den Positionen passen, die sie eingenommen hatten, als die Schüsse fielen. Verfolgt man die ballistische Flugbahn der Kugeln in dieser Animation, kommt man auf einen schmalen Winkel, in dem sich auch einige Fenster im sechsten Stock des Schulbuchlagers befinden, darunter auch das, von dem aus Oswald geschossen haben soll.[192]
  • Die fehlende Austrittswunde der angeblichen magischen Kugel an Kennedys Hals könnte durch den Luftröhrenschnitt zu erklären sein, den die Ärzte in der Notaufnahme vornahmen.[193]
Eines der umstrittenen „Backyard-Photos“ vom 31. März 1963
  • Photos vom 31. März 1963, auf denen Oswald mit kommunistischen Zeitungen und einem Gewehr auf seinem Hinterhof posierte, werden von Kritikern der Alleintäterthese als Fälschungen bezeichnet, weil Oswald nach seiner Festnahme ihre Authentizität bestritt und der Schatten in seinem Gesicht und der seines Körpers nicht parallel fielen.[194] Oswalds Witwe sagte aber später wiederholt aus, sie selbst habe die Aufnahmen gemacht.[195] Der amerikanische Informatikprofessor Hany Farid kam 2009 bei seiner Untersuchung der Bilder zu dem Schluss, es sei „in hohem Maße unwahrscheinlich, dass irgendjemand eine so perfekte Fälschung mit der Technologie habe bewerkstelligen können, die 1963 zur Verfügung stand“.[196][197]
  • Die angeblich gefälschten Röntgenaufnahmen und Photographien der Autopsie in Washington wurden von dem Röntgentechniker John Stringer im November 1966 in den National Archives geprüft und als genau die Bilder erkannt, die er vier Jahre zuvor angefertigt hatte. Sie bestätigen, dass Kennedy von Schüssen getroffen wurde, die von hinten kamen.[14]

Verschwörungstheorien

Im Folgenden werden Anhaltspunkte sowohl für die Version der Warren-Kommission vorgestellt, es habe nur einen Schützen gegeben, als auch dafür, dass Oswald nicht allein handelte oder, wie er selber sagte, nur der „Sündenbock“ für die im Hintergrund agierenden Drahtzieher war. Die populärsten Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem Attentat schließen sich nicht gegenseitig aus, da sie sich zum Teil aufeinander beziehen:

Lyndon B. Johnson

Vize-Präsident Lyndon B. Johnson wird ein Motiv an Kennedys Tod nachgesagt, da er hierdurch selbst Präsident wurde und einen Politikwechsel herbeiführen konnte. Kennedy hatte zuvor mit Personen aus seinem engsten Umfeld darüber diskutiert, ob man Johnson vor der Wahl im Jahre 1964 nicht fallen lassen sollte. Ähnliche Gerüchte verbreitete Richard Nixon in einer Zeitung aus Dallas, denn dieser sei in einer Reihe Skandale verwickelt. Die Ermittlungen hierüber „verschwanden“ nach seinem Amtsantritt.[198]

Johnson strich die von Kennedy angeordneten Rückzugspläne von CIA-Agenten aus Südostasien und führte stattdessen sein Land in den Vietnamkrieg, welcher der schwächelnden texanischen Rüstungsindustrie wie Bell Helicopters lukrative Aufträge bescherte. Als texanischer Gastgeber hatte Johnson selbst auf eine Änderung des Fahrtziels hingewirkt und damit die neue Fahrtroute über die Dealey Plaza bewirkt. Im sechsten Stockwerk des Schulbuchdepots wurde ein zunächst unidentifizierter Fingerabdruck auf einem Pappkarton gefunden. Dieser Fingerabdruck wies spezifische Ähnlichkeiten mit Fingerabdrücken von Malcolm Wallace auf. Wallace, ein verurteilter Mörder, war seit 1950 mit Johnson befreundet und hatte eine Affäre mit Johnsons Schwester Josepha Johnson.[199] 1998 unterschrieb der Fingerabdrucksexperte A. Nathan Darby eine beglaubigte Erklärung, in der eine 14-Punkt-Übereinstimmung im Vergleich der Abdrücke festgestellt wurde.[200]

Verschwörung des militärisch-industriellen Komplexes

Der so genannte militärisch-industrielle Komplex der USA, der sich angeblich auf eine Eskalation des Vietnam-Krieges vorbereitete, nachdem sich Frankreich 1954 aus Indochina zurückgezogen hatte, soll gewusst haben, dass Kennedy bereits einen Rückzugsplan ab dem Jahr 1965 erwog. Zusätzlich habe es starke Verärgerung im amerikanischen Militär- und Geheimdienstapparat über den Umstand gegeben, dass Kennedy keine offene Militärunterstützung für die Schweinebucht-Invasion auf Kuba gewährt hatte, die von der CIA mit organisiert worden war. Im Gegenteil hatten die USA im Rahmen der Kuba-Krise der Sowjetunion zugesagt, von weiteren Versuchen der Invasion Kubas abzusehen. Vor dem gestiegenen Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes in den USA hatte bereits Kennedys Vorgänger Dwight D. Eisenhower gewarnt.

CIA-Verschwörung

Kennedy soll die CIA nicht unter Kontrolle gehabt haben. Die für die CIA arbeitenden Exilkubaner hatte er sich nach der fehlgeschlagenen Invasion in der Schweinebucht vom April 1961 zum Feind gemacht, weil er die von den Beteiligten erhoffte Luftunterstützung durch die Air Force verweigert hatte. Während der Aktion versuchte der stellvertretende CIA-Direktor Charles Cabell vergeblich, von Kennedy eine Einsatzerlaubnis zu erhalten. Kennedy übernahm später in der Öffentlichkeit die volle Verantwortung für das fehlgeschlagene Unternehmen, entließ aber CIA-Direktor Allen Dulles und seinen Stellvertreter Cabell.[201]

Nach dem Kennedy-Mord wurde Dulles Mitglied der Warren-Kommission, wo er vertiefte Untersuchungen in Richtung CIA verhinderte. Die CIA war unter Druck geraten, weil sie die Repatriierung des bekennenden Marxisten-Leninisten Oswald nicht verhindert hatte, obwohl dieser mit der Tochter eines KGB-Offiziers verheiratet war. Ferner hatten CIA-Agenten Oswald angeblich beim Betreten der kubanischen und der sowjetischen Botschaften in Mexiko beobachtet.[202]

Im Januar 1967 gab die CIA Hinweise zum Umgang mit der Kritik am Warren-Report an ihre Mitarbeiter mit dem Ziel, die um sich greifenden Verschwörungstheorien zu diskreditieren und ihnen entgegenzuwirken.[203]

Verschwörung des organisierten Verbrechens (Ostküste)

Ein naheliegendes Mordmotiv hatte das organisierte Verbrechen. Das Attentat könnte in dieser Perspektive eine Vergeltungsmaßnahme für eine steigende Zahl von Razzien und Aktivitäten des FBI gewesen sein.

Es ist dokumentiert, dass FBI-Chef J. Edgar Hoover die Existenz eines landesweiten Mafia-Syndikats in den USA bestritt, jedoch gute Kontakte zu Unterweltgrößen wie Frank Costello pflegte. Angeblich soll ihn die Mafia erpresst haben, weil dieser homosexuell gewesen sei. Kennedys Bruder Robert hatte sich demgegenüber im Kefauver-Komitee pressewirksam als Kämpfer gegen das landesweit organisierte Verbrechen profiliert. Pikanterweise hatte ausgerechnet Kennedys Vater Joseph P. Kennedy während der Alkoholprohibition mit der italo-amerikanischen Mafia gemeinsame Geschäfte gemacht, aber auch gewaltsame Konflikte ausgetragen. Ausgerechnet Costello hatte sich im Wahlkampf zugunsten der Kennedys engagiert, Italoamerikaner zur Wahl des Katholiken Kennedy aufgefordert und die knapp entschiedenen Wahlen in fünf Bundesstaaten entscheidend manipuliert, wovon sich das Syndikat Wohlgefallen erhoffte. Als Kennedy Präsident wurde, verelffachten sich jedoch die Zahl der Anklagen von Mobstern unter dem von Robert F. Kennedy geführten Justizministerium. Zudem zeigte sich die Regierung Kennedy undankbar gegenüber dem Engagement der Mafia bei der CIA-gesteuerten Invasion in der Schweinebucht sowie bei der Operation Mongoose, in welcher bei verschiedenen Anschlagsversuchen auf Castro zusammengearbeitet wurde. Hintergrund war eine Interessenkonvergenz gewesen, da Kennedy Castro aus politischen Gründen beseitigen wollte, während die Mafia ihre Milliardenverluste zu kompensieren suchte, die dadurch entstanden waren, dass Castro 1959 die Glücksspiel- und Drogeninfrastruktur der Mafia beschlagnahmt hatte.[204] Kennedy jedoch hatte nach der Kuba-Krise eine Militäraktion ausgeschlossen. Nach der Ermordung von Kennedy fiel die Rate der Anklagen gegen die Mafia wieder auf das Maß vor dessen Wahl zurück.

Verschwörung des organisierten Verbrechens (Südstaaten)

Dem Historiker John Davies zufolge soll der Südstaatenmafioso Carlos Marcello den Kennedy-Mord organisiert haben, da er auf diese Weise seinen Privatkrieg mit Justizminister Robert Kennedy beenden konnte. Robert Kennedy hatte den in den USA aufgewachsenen „Big Boss“ der in Louisiana ansässigen Südstaatenmafia mit allen Mitteln bekämpft und wegen fehlender Staatsbürgerschaft zunächst illegal ausweisen lassen. Marcello, der für Wahlkämpfe von Vize-Präsident Lyndon B. Johnson und Richard Nixon gespendet hatte, hatte im Rahmen seiner Feindschaft zu den Kennedys die Bekanntschaft mit dem mysteriösen David Ferrie gemacht, der wegen seiner paramilitärischen Erfahrungen der geeignete Planer für eine solches Attentat gewesen sei. Einem FBI-Zeugen gegenüber soll Marcello den Mord angekündigt haben, der in gewisser Weise dem ebenfalls mysteriösen Mord an Louisianas Gouverneur Huey Long ähnelte, bei dem der angebliche Attentäter ebenfalls umgehend getötet wurde. Der Kennedy-Mord ereignete sich in Texas, also innerhalb des Reviers Marcellos, und fand während des laufenden Prozesses um Marcellos Aufenthaltsgenehmigung statt. Infolge des Wegfalls von Robert Kennedys Autorität und des Desinteresses Präsident Johnsons verlief das Verfahren im Sande. Der Verdächtige Oswald wurde von dem Mafioso Jack Ruby erschossen, der die Polizisten-Bar „Carrussel Club“ leitete und für Marcello entsprechende Kontakte zur damals für Korruption auf allen Ebenen bekannten Polizei von Dallas pflegte. Louisianas Staatsanwalt Jim Garrison, der den Kennedy-Mord der CIA in der Person von Clay Shaw anlastete und den bisher einzigen Prozess in diesem Fall im Sinne der Anklage verlor, ging Marcello nie an, bekam von diesem jedoch Aufenthalte in Las Vegas spendiert und den günstigen Kauf einer Immobilie vermittelt.[205].

Gegen die Mafia als alleinige Drahtzieherin des Attentats wird eingewandt, sie sei kaum in der Lage gewesen, die zahlreichen Unregelmäßigkeiten bei den diversen Untersuchungen kontrolliert zu haben.[206] Zudem sei ein generalstabsmäßig durchgeführter Mordanschlag, der die Handschrift des Militärs trage, für die Mafia untypisch, da deren Methoden erfahrungsgemäß deutlich primitiver seien.[207] Marcellos Biograph Davis wiederum verweist auf Marcellos Kontakt zum Paramilitär Ferrie, der unstreitig Oswald das Schießen beigebracht hatte und definitiv über das Know-how eines entsprechenden Komplotts verfügt hätte.

Verschwörung der Kubaner

Kennedys politischer Gegenspieler Fidel Castro wurde oft als Drahtzieher des Attentats verdächtigt. Seit dessen Machtergreifung 1959 in Kuba versuchte die CIA mittels der Mafia erfolglos, Castro ermorden zu lassen.[208] Die Geheimdienste hatten in der Operation Mongoose Sabotagen und terroristische Anschläge auf Kuba verübt, die bislang 25 Kubanern das Leben gekostet hatte. Im September 1963 warnte Castro öffentlich, dass führende Politiker der USA nicht sicher würden leben können, wenn sie glaubten, ihn töten lassen zu können. Nach der Kuba-Krise hatten John und Robert Kennedy der CIA 1962 zunächst befohlen, weitere Mordanschläge auf Castro auszusetzen. Das Programm war jedoch wiederaufgenommen worden. Am 22. November soll ein CIA-Agent beauftragt worden sein, Castro mit einer vergifteten Füllfederhalterwaffe zu ermorden. Seit der zweiten Jahreshälfte 1963 hatte Kennedy über Hintergrundkanäle Castro angeboten, die diplomatischen und auch die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Kuba zu normalisieren. Die CIA habe diese Anweisung allerdings ignoriert, ohne dass der Präsident oder sein Bruder davon wussten.

2006 erhob der deutsche Journalist Wilfried Huismann mit seinem Dokumentarfilm „Rendezvous mit dem Tod“ den Anspruch, zu beweisen, Oswald selbst habe sich bei seiner Mexiko-Reise im September 1963 freiwillig in der kubanischen Botschaft erboten, Kennedy umzubringen. Dafür seien ihm 6.500 US-Dollar gegeben worden. Der Film erklärt weiterhin, die US-Regierung habe diese Spur absichtlich nicht weiter verfolgt, um keinen Krieg heraufzubeschwören, wie ihn ein Großteil der Öffentlichkeit bei Bekanntwerden eines kubanischen Attentats mit Sicherheit gefordert hätte. In den deutschen Medien wurde Huismanns These jedoch mit erheblicher Kritik aufgenommen, unter anderem, weil die angebliche Übergabe des Mordlohns in der kubanischen Botschaft in Mexiko-Stadt stattgefunden haben soll, die aber, wie die Kubaner sehr wohl wussten, von den Amerikanern abgehört wurde.[209]

Eine wesentliche Schwäche dieser These besteht im angeblichen Motiv. Kuba hätte von Kennedys Ermordung keinen strategischen Vorteil zu erwarten gehabt, da in der US-Politik bei der harten Haltung gegen Kuba weitgehend Einigkeit herrschte, Kennedy sogar als eher gemäßigt galt. Im Gegenteil hätte eine kubanische Urheberschaft Castro international isoliert und eine militärische Reaktion provoziert.

Der größte Kritikpunkt an dieser Dokumentation liegt in der Verwendung des vorgebrachten Beweismaterials, welches die These stützen soll. So wurde eine Idee für ein Kennedy-Buch zu einem Geheimdossier umfunktioniert und angebliche Aussagen von Zeugen als Beweis herbeigezogen, die bei ihrer eidesstattlichen Befragung bestätigten, dass es keinen Anhaltspunkt für eine kubanische Tatbeteiligung gegeben hatte.[210]

Verschwörung der Finanzwelt

Amerikanische Verschwörungstheoretiker wie Jim Marrs vertreten die These, das Motiv des Mordes an Kennedy sei dessen Unterschrift unter die Executive Order No. 11110 gewesen. Mit dieser Verordnung vom 4. Juni 1963 sei das Finanzministerium der Vereinigten Staaten ermächtigt worden, unabhängig von dem Federal Reserve System silberbasiertes Papiergeld auszugeben. Damit seien die Privatbankiers, die die Fed kontrollierten, um ihr Monopol der Geldschöpfung gebracht worden, und hätten entsprechend reagiert. Unmittelbar nach Kennedys Ermordung sei die Verordnung wieder aufgehoben und bereits in Umlauf gebrachte Dollarnoten der Regierung aus dem Verkehr gezogen worden.[211] Diese Annahmen sind aber nachweislich falsch: Wie der Finanzwissenschaftler G. Thomas Woodward feststellt, vergrößerte die Verordnung keineswegs die Macht des Finanzministeriums, sondern modifizierte lediglich die bereits bestehenden Vorschriften im bimetallischen Währungssystem der USA und ermächtigte das Federal Reserve System, das im Umlauf befindliche silberbasierte Geld durch selbstemittiertes Geld auch in kleiner Stückelung zu ersetzen. Dadurch sei die Macht des Federal Reserve System bei der Geldemission faktisch gestärkt worden.[212] Die Verordnung wurde 1987 von Präsident Ronald Reagan aufgehoben.[213]

Stand der Diskussion

Bild oben: Einzelbild Zapruder-Film. Bild unten: Blick durch Gewehr-Teleskop. Standort: “Attentatsfenster” im 5. Stock d. Schulbuchlagers

Täterschaft und Hintergründe des Kennedy-Attentats sind bis heute umstritten. Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit der Amerikaner nicht an eine Alleintäterschaft Oswalds glaubt.[214] Nach Ansicht von Mathias Bröckers wurde trotz der offenen Kontroverse in den Vereinigten Staaten lange Zeit die Alleintäterthese in den Medien präferiert.[215] In den letzten Jahren kamen in öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland auch Stimmen zu Wort, die die Alleintäterschaft Oswalds bezweifeln.[216]

Das 1993 erschienene Buch des amerikanischen Anwalts und Sachbuchautors Gerald Posner, das den Anspruch erhebt, im Sinne der Alleintäterschaft den „Fall abgeschlossen“[217] zu haben, stieß nicht auf ungeteilte Zustimmung. So warf man dem Autor vor, in allzu engem Kontakt mit der CIA gearbeitet zu haben, insgesamt hundert nachweisliche Fehler und Irrtümer fänden sich in seinem Buch.[218] Gegen diese Kritik erhob sich wiederum Widerspruch, mehrere Irrtümer konnte Posner in einer zweiten Auflage seines Buches tilgen.[219] 2001 veröffentlichte der Geschichtsprofessor David R. Wrone, einer der schärfsten Kritiker Posners, eine detaillierte Bild-für-Bild-Analyse des Zapruder-Films, die ihn zu dem Schluss brachten, dass die tödlichen Schüsse auf den Präsidenten aus mehreren Richtungen kamen.[220] Ähnlich wie Wrone postuliert ein Großteil der in letzter Zeit veröffentlichten Literatur, dass es mindestens einen zweiten Schützen gegeben habe.[221] 2007 veröffentlichte Staatsanwalt Vincent Bugliosi schließlich ein umfangreiches Werk, das wiederum der Alleintäterthese zum Durchbruch verhelfen will.[222] Die meisten historischen oder politikwissenschaftlichen Darstellungen über Leben und Politik Kennedys folgen, sofern sie auf die Kontroverse überhaupt eingehen, der Alleintäterthese.[223]

Nachweise

  1. zit. nach Alan Posener, John F. Kennedy in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten“, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1991, S. 126
  2. Gerald Posner, Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993, S. 233
  3. Robert Dallek: John F. Kennedy. Ein unvollendetes Leben, DVA: Stuttgart, 2003, S. 645
  4. http://www.history-matters.com/analysis/witness/Sort216Witness.htm Auswert.v. Zeugenaussagen bez. d. Herkunft d. Schüsse.
  5. http://www.history-matters.com/analysis/witness/artScience.htm puff of smoke
  6. Charles A. Crenshaw and Gary J. Shaw, Trauma Room One: The JFK Medical Coverup Exposed, Paraview Press, New York, 2001, ISBN 1-931 044-30-9,p.63-76
  7. Sylvan Fox, The Unanswered Questions About Kennedy’s Assassination. Universal-Award Inc., New York, 1965, p.129
  8. Gerald Posner, Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993, S. 300-316
  9. Warren Commission Report, S. 163f.
  10. Oswalds Vermieterin Earline Roberts bestätigt diese Beobachtung, Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy?, Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, S. 237
  11. Warren Commission Hearing, Band 6, S. 448; Warren Commission Hearing, Band 24, CE2003, S. 202, S. 215; Mark Lane, Rush to Judgement, New York 1966, S. 188
  12. Warren Commission Report, S. 165
  13. Warren Commission Hearing, Band 6, S.452 sowie Jim Garrison: „Auf der Spur der Mörder von Dallas“ (198/1992), 15. Kapitel, S. 238
  14. a b Gerald Posner, Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993, S. 273–279
  15. Warren Commission Hearing, Band 7, S. 105 – 109, Warren Commission Hearing, Band 24, CE Waren Commission Exhibit 2003, S. 228
  16. Henry Hurt, Reasonable Doubt (New York 1985), S. 102
  17. Warren Commission Hearing, Band 7, S. 108
  18. Henry Hurt, Reasonable Doubt (New York 1985), S. 102 und zahlreiche Gespräche zwischen Roger Craig und Jim Garrison, Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy?, Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, S. 123 und S. 387
  19. Warren Commission Hearing, Band 19, Niederschrift der eidesstattlichen Aussage Decker Ex. 5323, S. 507
  20. Warren Commission Hearing, Band 24, CE Warren Commission Exhibit 2169, S. 831
  21. Die Bezeichnung „7.65 mauser“ ergibt zum Beispiel über die Google-Suchmaschine zwei YouTube-Links, in denen Livemitschnitte verschiedener Fernsehsender (u. a. CBS, ABC) gezeigt werden, die diese Tatsache belegen.
  22. Warren Commission Hearing, Band 4, S. 23
  23. Warren Commission Report, S. 566
  24. Alan Posener, John F. Kennedy in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1991, S. 132
  25. Gerald Posner, Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993, S. 394ff
  26. Matthew Smith,The Second Plot; Mainstream Publishing Co., Edinburgh 1992, S.168
  27. Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy?; Bastei-Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1992, S.331
  28. Alan Posener, John F. Kennedy in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1991, S. 132f
  29. Original-Interview mit Jack Ruby und englischen Untertiteln Jack Ruby about the conspiracy to kill JFK. Google Video. Abgerufen am 26. Juli 2010. (englisch)
  30. Weiterer Mitschnitt vom Original-Interview Rubys Jack Ruby Press conference . YouTube. Abgerufen am 26. Juli 2010. (englisch)
  31. David E. Scheim, Präsidentenmord. Mafia-Opfer John F. Kennedy. S.262
  32. Anthony Summers, JFK. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord. S.432
  33. Mark Lane, Mark Lane klagt an. S.237f
  34. Anthony Summers, JFK. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord. S.400f
  35. Joachim Joesten, Die Wahrheit über den Kennedy-Mord. Schweizer Verlagshaus AG, Zürich, 1966, S.27
  36. David E. Scheim, Präsidentenmord. Mafia-Opfer John F. Kennedy. S.242
  37. Matthew Smith, JFK. The Second Plot. S.168f
  38. David E. Scheim, Präsidentenmord. Mafia-Opfer John F. Kennedy. S.241f
  39. Associated Press, „Ruby Asks World to Take His Word,“ New York Times, Dec. 20, 1966, p. 36.
  40. A Last Wish,“ Time, Dec. 30, 1966.
  41. Andreas Hartmann, Germanicus und Lady Di. Zur öffentlichen Verarbeitung zweier Todesfälle, in: Waltraud Schreiber (Hrsg.): Der Vergleich. Eine Methode zur Förderung historischer Kompetenzen. Ausgewählte Beispiele, ars una Verlagsgesellschaft Neuried 2005, S. 74; vgl. auch Lou Reeds Song: The Day John Kennedy Died von der LP The Blue Mask (1982)
  42. auch zum Folgenden Knud Krakau, John F. Kennedy. 22. November 1963, in: Alexander Demandt (Hrsg.), Das Attentat in der Geschichte, area, Erfstadt 2003, S. 423f
  43. William Manchester, The Death of a President. November 20 - November 25, 1963, Harper & Row, 1967, S. 409
  44. Knud Krakau, John F. Kennedy. 22. November 1963, in: Alexander Demandt (Hrsg.), Das Attentat in der Geschichte, area, Erfstadt 2003, S. 416; zum sozialpsychologischen Mechanismus Andreas Hartmann, Germanicus und Lady Di. Zur öffentlichen Verarbeitung zweier Todesfälle, in: Waltraud Schreiber (Hrsg.): Der Vergleich. Eine Methode zur Förderung historischer Kompetenzen. Ausgewählte Beispiele, ars una Verlagsgesellschaft Neuried 2005, S. 81f
  45. Knud Krakau, John F. Kennedy. 22. November 1963, in: Alexander Demandt (Hrsg.), Das Attentat in der Geschichte, area, Erfstadt 2003, S. 415
  46. Tim Weiner: Legacy of the Ashes. The History of the CIA 2007, ISBN 0-385-51445-X
  47. Peter Grose: Allen Dulles. Spymaster. The Life & Times of the First Civilian Director of the CIA, 2006, ISBN 0-233-00189-1
  48. Knud Krakau, John F. Kennedy. 22. November 1963, in: Alexander Demandt (Hrsg.), Das Attentat in der Geschichte, area, Erfstadt 2003, S. 414
  49. David E. Scheim, “Präsidentenmord. Mafia-Opfer John F. Kennedy”, Knesebeck & Schuler, München, 1991, ISBN 3-926901-37-3, S.296
  50. # Peter Grose: Allen Dulles. Spymaster. The Life & Times of the First Civilian Director of the CIA., 2006
  51. Alan Posener, John F. Kennedy in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1991, S. 135
  52. Evan Thomas, The Real Cover-Up, in: Newsweek vom 22. November 1993 (The Real Cover-Up - Newsweek)
  53. Memorandum von Nicholas Katzenbach vom 25.Nov.1963, adressiert an Bill Moyers (Pressesprecher von L.B.Johnsson).
  54. David E. Scheim, Präsidentenmord. Mafia-Opfer John F. Kennedy., Knesebeck & Schuler, München, 1991, ISBN 3-926901-37-3, S.293
  55. zum Folgenden Jim Garrison: Wer erschoss John F. Kennedy?, Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992; Gerald Posner, Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993, S. 432 - 452
  56. Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy?, Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, S.85 - 89
  57. Patricia Lambert, False Witness. The Real Story of Jim Garrison’s Investigation and Oliver Stone’s Film, M. Evans and Co., New York 1998, S. 72-73
  58. Der Clark-Bericht
  59. Der Bericht des HSCA
  60. a b c Michael L. Kurtz, The JFK Assassination Debates. Lone Gunman Versus Conspiracy. University Press of Cansas, Lawrence 2006, S.2
  61. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Todesschüsse auf Kennedy. Selbstverlag, Berlin 2004, S.92
  62. Warren Commission Hearings, Volume XXI, p.4, CE275 + CE276 ; CE 275 + CE 276
  63. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.94
  64. Warren Report, p.134 “The disassembled rifle was too long to be carried in this manner
  65. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.92f
  66. Joachim Joesten, Die Wahrheit über den Kennedy-Mord. Wie und warum der Warren-Report lügt. Schweizer Verlagshaus AG, Zürich 1966, S.225,226
  67. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.170
  68. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Todesschüsse auf Kennedy. Selbstverlag, Berlin 2004, S.53
  69. Warren Commission Hearings. Volume XVI; p.513, CE 142. CE 142
  70. Lothar Buchholz,Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.99
  71. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.98
  72. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.95
  73. Warren Report, p.135. “Lieutenant Day of the Dallas police wrote on it …
  74. Warren Report, p.136 “On December 1,1963, a replica bag was made…”
  75. Joachim Joesten, Die Wahrheit über den Kennedy-Mord. Wie und warum der Warren-Report lügt. Schweizer Verlagshaus AG, Zürich 1966, S.336-340
  76. Robert J. Groden, The Killing of a President: The Complete Photographic Record of the JFK Assassination, the Conspiracy, and the Cover-up Bloomsbury Publishing, London 1993, S.121
  77. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.16+80-82
  78. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.48
  79. Warren Report S.5, 2. Absatz. Warren-Report; S.5, 2. Absatz
  80. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag. Wien 1967, S.83ff
  81. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag. Wien 1967, S.396
  82. Michael L. Kurtz: The JFK Assassination Debates. Lone Gunman Versus Conspiracy. University Press of Cansas, Lawrence 2006, S.4
  83. Charles A. Crenshaw: Verschwörung des Schweigens. Heyne-Verlag, München 1992, S.64+65
  84. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.98-106
  85. vgl. Warren Commission Report, S. 151,152
  86. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.145
  87. Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, S.10+126
  88. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.150
  89. David S. Lifton, Best Evidence. Disguise and Deception in the Assassination of John F. Kennedy. Macmillan Publishing, New York 1980, S.354
  90. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.150f, Kapitel “Die Mordwaffe”
  91. Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, S.122
  92. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.97
  93. Matthew Smith, JFK. The Second Plot. Mainstream Publishing. Edinburburgh 1992, S.40
  94. Warren Report, p.124 “A palmprint could not be placed on this portion of the rifle, when assembled.”
  95. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.152-155
  96. Henry Hurt, Reasonable Doubt. An Investigation into the Assassination of John F. Kennedy. Holt, Reinhart and Winston, New York 1985, S.109
  97. David S. Lifton, Best Evidence. Disguise and Deception in the Assassination of John F. Kennedy. Macmillan Publishing, New York 1980, S.354+355
  98. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.193+194
  99. Jim Garrison, Wer erschoß John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 1992, S.243
  100. Charles A. Crenshaw, JFK. Verschwörung des Schweigens. Heyne Verlag. München 1992, ISBN 3-453-06267-1, S.97
  101. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.195+196
  102. Anthony Summers, J.F.K. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord., Ullstein Verlag, Berlin 1992, S.100
  103. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.195
  104. a b Matthew Smith, JFK. The Second Plot. Mainstream Publishing. Edinburburgh 1992, S.89
  105. Sylvan Fox, The Unanswered Questions about President Kennedy’s Assassination. Universal-Award House Inc, New York 1975, S.103
  106. Matthew Smith, JFK. The Second Plot. Mainstream Publishing. Edinburburgh 1992, S.87+88
  107. Sylvan Fox, The Unanswered Questions about President Kennedy’s Assassination. Universal-Award House Inc, New York 1975, S.105ff
  108. Jim Garrison, Wer erschoß John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 1992, S.241
  109. Jim Garrison, Wer erschoß John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 1992, S.240+241
  110. a b Matthew Smith, JFK. The Second Plot. Mainstream Publishing. Edinburburgh 1992, S.87
  111. Charles A. Crenshaw: JFK. Verschwörung des Schweigens. Heyne Verlag. München 1992, S.97
  112. Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, S.241
  113. Sylvan Fox, The Unanswered Questions about President Kennedy’s Assassination. Universal-Award House Inc, New York 1975, S.107-110
  114. Matthew Smith, JFK. The Second Plot. Mainstream Publishing. Edinburburgh 1992, S.236
  115. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.177
  116. Warren Commission Hearings, vol. XX, p.571-595
  117. Mark Lane, Mark Lane klagt an. Kritik am Warren-Bericht. Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.177
  118. Ralf Piechowiak, JFK. Der Jahrhundertmord. Fernsehdokumentation, ZDF 1993, [ab 35min:40s]
  119. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.67
  120. Anthony Summers, J.F.K. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord, Ullstein Verlag, Berlin 1992, S.10+103
  121. Joachim Joesten: Die Wahrheit über den Kennedy-Mord. Wie und warum der Warren-Report lügt. Schweizer Verlagshaus AG, Zürich 1966, S.18
  122. Anthony Summers: J.F.K. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord, Ullstein Verlag, Berlin 1992, S.10+385
  123. Anthony Summers, J.F.K. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord, Ullstein Verlag, Berlin 1992, S.195
  124. vgl. Fotos von Oswald bzw. Lovelady, Fotos von Oswald und Lovelady
  125. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Selbstverlag, Berlin 2004, S.54+94
  126. Charles A. Crenshaw, Jens Hansen, J. Gary Shaw, JFK. Verschwörung des Schweigens. Neue Enthüllungen über den Tod John F. Kennedys, Heyne, München 1992, S.139
  127. Jim Garrison, Wer erschoß John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 1992, S.70+71
  128. Anthony Summers, J.F.K. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord, Ullstein Verlag, Berlin 1992, S.13+110
  129. John Solomon, “FBI’s Forensic Test Full of Holes”, Washington Post vom 18.November2007
  130. 52 Zeugen für Schüsse vom Grashügel
  131. Zusammenstellung von Zeugenaussagen auf historymatters.com
  132. a b c Garrison, 2. Kapitel
  133. Mark Lane, Mark Lane klagt an. S.40
  134. Matthew Smith, JFK. The Second Plot., S.110
  135. Fernsehdoku, Präsidentenmord. Die unendliche Geschichte Teil 1, Nigel Turner, [ab 1:00:0]
  136. Matthew Smith,JFK. The Second Plot., S.74 + 132
  137. Lothar Buchholz,Labyrinth der Wahrheiten., S.153,154
  138. Fernsehdoku, JFK. Der Jahrhundertmord., Ralph Piechowiak, ZDF 1993, [ab 0:22:35]
  139. Robert J. Groden,The Killing of a President., S.37
  140. David S. Lifton, Best Evidence. S.18
  141. Henry Hurt, Reasonable Doubt. An Investigation into the Assassination of John F. Kennedy. Holt Rinehart and Winston, New York 1985, S.111
  142. Mark Lane, Mark Lane klagt an., S.44
  143. Robert J. Groden, The Killing of a President., Bloomsbury Publishing, London 1993, S. 80
  144. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten., S.163
  145. Charles A. Crenshaw, JFK. Verschwörung des Schweigens. Neue Enthüllungen über den Tod John F. Kennedys, Heyne, München 1992, S. 78
  146. Mark Lane, Mark Lane klagt an, Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S.46-51
  147. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Todesschüsse auf Kennedy, Selbstverlag, Berlin 2004, S. 340
  148. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Todesschüsse auf Kennedy, Selbstverlag, Berlin 2004, S. 268 und 270
  149. Robert J. Groden, The Killing of a President. Bloomsbury Publishing Plc, London, 1993,ISBN 0 7475 1920X, S.86+87
  150. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Todesschüsse auf Kennedy, Selbstverlag, Berlin 2004, S. 246
  151. David S. Lifton, Best Evidence, Macmillan Publishing, New York 1980, S. 83,
  152. a b Charles A. Crenshaw, JFK. Verschwörung des Schweigens. Neue Enthüllungen über den Tod John F. Kennedys, Heyne, München 1992, S. 123
  153. Lothar Buchholz, Labyrinth der Wahrheiten. Todesschüsse auf Kennedy, Selbstverlag, Berlin 2004, S. 268
  154. Robert J. Groden, The Killing of a President. The Complete Photographic Record of the JFK Assassination, the Conspiracy, and the Cover-up, Bloomsbury Publishing, London 1993, S. 79
  155. Robert J. Groden, The Killing of a President: The Complete Photographic Record of the JFK Assassination, the Conspiracy, and the Cover-up, Bloomsbury Publishing, London 1993, S.20-41
  156. Robert J. Groden,The Killing of a President: The Complete Photographic Record of the JFK Assassination, the Conspiracy, and the Cover-up, Bloomsbury Publishing, London 1993, S.41 und 70
  157. Warren Commission Hearings, Vol. XVII, CE 392, p. 16 +18
  158. Charles A. Crenshaw, JFK. Verschwörung des Schweigens. Neue Enthüllungen über den Tod John F. Kennedys, Heyne, München 1992, S. 121
  159. Harold Weisberg, Whitewash. The Report on the Warren Report., Dell Publishing, New York 1965, S.292
  160. Richard H. Popkin,The Second Oswald. Boson Books, Raleigh 1996, S.26
  161. Charles A. Crenshaw, JFK. Verschwörung des Schweigens. Neue Enthüllungen über den Tod John F. Kennedys, Heyne, München 1992, S. 115
  162. Robert J. Groden, The Killing of a President: The Complete Photographic Record of the JFK Assassination, the Conspiracy, and the Cover-up, Bloomsbury Publishing, London 1993, S. 127
  163. Harold Weisberg, Whitewash. The Report on the Warren Report, Dell Publishing, New York 1965, S. 291
  164. Richard H. Popkin, The Second Oswald, Boson Books, Raleigh 1996, S. 23
  165. Warren Commission Hearings, Vol. XVII, CE 392, p.18
  166. http://jfkresearch.freehomepage.com/1940x.htm
  167. http://www.whq-forum.de/cms/602.0.html; http://world.guns.ru/rifle/rfl21-e.htm
  168. The Washington Post: FBI’s Forensic Test Full of Holes
  169. The Washington Post: Scientists cast doubt on Kennedy bullet analysis, 17. Mai 2007
  170. John Solomon, “FBI’s Forensic Test Full of Holes”, The Washington Post vom 18. Nov. 2007
  171. David R. Wrone,The Zapruder Film. Refraiming JFK’s Assassination., University Press of Kansas, Lawrence 2003,S.218
  172. Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy? Bastei-Lübbe Verlag, Bergisch-Gladbach 1992, S. 125
  173. Mark Lane, Mark Lane klagt an, Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S. 121-123, 388 und 389
  174. Stewart Galanor, Cover-Up., Kestrel Books, New York, 1998, S.45 bis 48
  175. Matthew Smith, JFK. The Second Plot, Mainstream Publishing, Edinburgh 1992, S. 193
  176. Mark Lane, Mark Lane klagt an, Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S. 121
  177. Mark Lane, Mark Lane klagt an, Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S. 124-125
  178. Stewart Galanor, “Cover-Up”, Kestrel Books, New York 1998, Documents 24-26
  179. Mark Lane, Mark Lane klagt an, Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S. 126
  180. Mark Lane, Mark Lane klagt an, Wilhelm Frick Verlag, Wien 1967, S. 120
  181. Walter H.B. Smith, The Basic Manual of Military Small Arms., The Telegraph Press, Harrisburg Pennsylvania, 1943, S. 117
  182. Telegraph.co.uk.: Oswald ‘had no time to fire all Kennedy bullets’
  183. Telepolis vom 22. November 2003
  184. Erik Hedegaard: The Last Confessions of E. Howard Hunt, 5. April 2007
  185. http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/oswald/conspiracy/
  186. Bericht der Warren-Kommission, Bd. 3, S. 444 online; Bericht des HSCA, S. 83 online
  187. Dave Reitzes, Nowhere Man. The Strange Story of Gordon Arnold, Teil 4, Zugriff am 22. März 2010
  188. Conspiracy: Cases for and against, auf pbs.org
  189. vgl. DB Thomas: Echo Correlation Analysis and the Acoustic Evidence in the Kennedy Assassination Revisited, in: Science & Justice (2001) (Michael O’Dell: The Acoustic Evidence in the Kennedy Assassination und More on Acoustics Controversy auf pbs.org)
  190. Der Clark-Bericht
  191. Eine Zusammenstellung von Meinungen ballistischer und forensischer Experten zu Kennedys Kopfwunde (englisch)
  192. jfkfiles.com
  193. Gerald Posner, Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993, S. 289
  194. „FAKE: the Forged Photograph that Framed Lee Harvey Oswald“ Dokumentation über die Geschichte des „Backyard“-Fotos von Craig Maurer und Jim Marrs unter Verwendung des Materials von Jack White, 1990
  195. Gerald Posner, Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993, S. 107-109
  196. Dartmouth Professor finds that iconic Oswald photo was not faked, Presseerklärung des Dartmouth College vom 5. November 2009
  197. Christopher Schrader, Der menschliche Makel, in: Süddeutsche Zeitung vom 13. November 2009
  198. Hye Jeong: LBJ Behind JFK Killing, Knight Ridder Newspapers vom 21. August 2003
  199. Barr McClellan: Blood, Money & Power: How LBJ Killed JFK, Hannover House USA (Oktober 2003) ISBN 0-963-78462-5, 400 Seiten
  200. Wallaces Fingerabdruck auf home.earthlink.net
  201. Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy?, Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, S. 129ff
  202. Peter Grose: Allen Dulles. Spymaster. The Life & Times of the First Civilian Director of the CIA, Ort fehlt 2006, Seitenzahlen fehlen
  203. CIA-Anweisung vom 1. April 1967
  204. Jospeh geringer: As Ever, a Conspiracy auf crimelibrary.com
  205. Davis, John: Mafia Kingfish; dt.: „Mafia - Amerikas Schattengeschichte“
  206. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16146/1.html Bröckers (2003)
  207. Oliver Stone, Kommentar auf „JFK - Director’s Cut“, 2002
  208. „Familienjuwelen“
  209. vgl. ARD-Dokumentation: Rendezvous mit dem Tod, Spiegel-Artikel: Steile These, schwache Belege, Blog von Alan Posener: Hat Castro den Mord an Kennedy befohlen?
  210. Lothar Buchholz, Ekkehard Sieker: Rendezvous mit der Quote - Wie die ARD Kennedy durch Castro ermorden ließ. Selbstverlag, Berlin 2006, ISBN 3-9811289-1-5, Seitenzahl fehlt
  211. siehe zum Beispiel Jim Marrs, Crossfire. The Plot That Killed Kennedy, Carroll & Graf, New York 1989; G. Edward Griffin, The Creature from Jeckyll Island. A Second Look at the Federal Reserve, American Media, 2008
  212. G. Thomas Woodward, Money and the Federal Reserve System. Myth and Reality, in: George B. Grey, Federal Reserve System. Background, Analyses and Bibliography, Nova Publishers, 2002, S. 83f
  213. Executive Order 12608 vom 9. September 1987
  214. Umfrage von ABC News, Umfrage von Discovery Channel
  215. Mathias Bröckers, Telepolis vom 22. November 2003
  216. 2006 Rendezvous mit dem Tod: Warum John F. Kennedy sterben musste von Wilfried Huismann in der ARD; 2007 Der Kennedy-Mord - Mythos und Wahrheit im ZDF; Stichtag 27. September 1964. Veröffentlichung des Warren-Berichts über den Mord an J.F. Kennedy, NDR Info, 27. September 2009, abrufbar über die NDR-Info-Mediathek
  217. So der Titel: Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Random House, New York 1993
  218. s. zum Beispiel Harold Weisberg, Case Open: The Unanswered JFK Assassination Questions, Carroll & Graf Pub., 1994; David R. Wrone, Review of Gerald Posner, Case Closed, in: Journal of Southern History 6 (February 1995), S. 186–188, Kritik an Posner auf assassinationscience.com
  219. W. Tracy Parnell, The “Errors” of Case Closed: The Real Story, 2001
  220. David R. Wrone, The Zapruder Film: Reframing Jfk’s Assassination, B&T 2003
  221. Lothar Buchholz, Ekkehard Sieker, Rendezvous mit der Quote - Wie die ARD Kennedy durch Castro ermorden ließ. Selbstverlag, Berlin 2006, ISBN 3-9811289-1-5; Joan Mellen, A Farewell to Justice. Jim Garrison, JFK’s Assassination, and the Case That Should Have Changed History. Potomac Books, Dulles 2005, ISBN 978-1574889734; Dick Russell: The Man Who Knew Too Much: Hired to Kill Oswald and Prevent the Assassination of JFK (2003); Larry Hancock: Someone Would Have Talked: The Assassination of President John F. Kennedy and the Conspiracy to Mislead History . JFK Lancer Productions & Publications, Southlake (Texas) 6. November 2006, ISBN 978-0977465712; John Kelin: Praise from a Future Generation: The Assassination of John F. Kennedy and the First Generation Critics of the Warren Report. Wings Press, San Antonio (Texas) 1. September 2007, ISBN 978-0916727321.
  222. Vincent Bugliosi: Reclaiming History. The Assassination of President John F. Kennedy, W. W. Norton & Company, New York 2007
  223. So die Einschätzung des Berliner Geschichtsprofessors Knud Krakau: „Die Historiographie und seriöse Publizistik neigen im Ergebnis dazu, die Alleintäterschaft Oswalds anzunehmen - und sei es auch nur, weil alle Alternativen noch weniger überzeugen (Norman Mailer; G. Posner)“, Knud Krakau, John F. Kennedy. 22. November 1963, in: Alexander Demandt (Hrsg.), Das Attentat in der Geschichte, area, Erfstadt 2003, S.421; Alan Posener: John F. Kennedy in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1991, ISBN 3-499-50393-X, S. 126–138; Seymour Hersh, Kennedy. Das Ende einer Legende, Hamburg: Hoffmann und Campe, 1998; Robert Dallek: John F. Kennedy: Ein unvollendetes Leben, DVA, München 2003, ISBN 3-421-05200-X, S. 645; Jürgen Heideking, John F. Kennedy 1961-1963. Der imperiale Präsident, in: Die amerikanischen Präsidenten. 42 historische Porträts von George Washington bis George W. Bush, hrsg. von Jürgen Heideking und Christof Mauch, 4. Auflage, C.H. Beck 2005, S. 359; Michael O’Brien, John F. Kennedy. A Biography, Thomas Dunne Books: New York 2005, ISBN 0-312-28129-3, S. 903f; Willi Paul Adams, Die USA im 20. Jahrhundert, 2. Auflage, Oldenbourg, München 2007, S. 99

Literatur

  • Vincent Bugliosi: Reclaiming History. The Assassination of President John F. Kennedy, Norton, New York 2007 ISBN 0-393-04525-0
  • Charles A. Crenshaw: JFK. Verschwörung des Schweigens. Neue Enthüllungen über den Tod John F. Kennedys, Heyne, München 1992, ISBN 3-453-06267-1; Originalausgabe JFK-Conspiracy of Silence, Verlag Signet, a division of Penguin Books USA Inc. 1992
  • Jim Garrison: Wer erschoß John F. Kennedy? Auf der Spur der Mörder von Dallas. Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 1992, ISBN 3-404-13412-5. Originalausgabe On the Trail of the Assassins; Verlag Sheridan Square Press, 1988
  • Robert J. Groden: The Killing of a President: The Complete Photographic Record of the JFK Assassination, the Conspiracy, and the Cover-up; Bloomsbury Publishing, London 1993. Paperback edition published in 1994.
  • Michael L. Kurtz: The JFK Assassination Debates. Lone Gunman Versus Conspiracy, University Press of Kansas, 2006, ISBN 978-070061625-1
  • Mark Lane: Warum mußte John F. Kennedy sterben? Das CIA-Komplott, ECON-Verlag, 1992, ISBN 3-430-15884-2. Originalausgabe Plausible Denial. Was the CIA Involved in the Assassination of JFK? Verlag Thunder’s Mouth Press New York, 1991.
  • Norman Mailer: Oswalds Geschichte. Der Fall Lee Harvey Oswald. Ein amerikanisches Trauma (Oswald’s Tale, dt.), München 1995, ISBN 3-7766-1903-1
  • William Manchester: The Death of a President. November 20-November 25, 3. Auflage, BBS Publishing Corporation 1996 ISBN 0-883-65956-5
  • Joan Mellen: A Farewell to Justice. Jim Garrison, JFK’s Assassination, and the Case That Should Have Changed History, Verlag Potomac Books, Inc., Washington, D.C., 2005, ISBN 1-57488-973-7
  • Gerald Posner: Case Closed. Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK, Anchor Books 2003, ISBN 1-4000-3462-0
  • David E. Scheim: Präsidentenmord. Mafia-Opfer John F. Kennedy, Verlag Knesebeck & Schuler, München, 1993, ISBN 3-926901-37-3; Originalausgabe Contract on America, Shapolsky Publishers Inc., New York, 1989
  • Larry A. Sneed: No More Silence, University of North Texas Press 1998, ISBN 1-57441-148-9
  • Anthony Summers: J.F.K. Die Wahrheit über den Kennedy-Mord, Ullstein Verlag, Belin 1992, ISBN 3-548-34997-8; Originalausgabe Conspiracy. Who killed President Kennedy?, Verlag Fontana Books/Collins, London, 1989
  • David R. Wrone: The Zapruder Film. Reframing JFK’s Assassination, University Press of Kansas, 2003, ISBN 0-7006-1291-2

Fernseh-Dokumentationen

  • Nigel Turner und Steve Rivele: Präsidentenmord. John F. Kennedy. Die unendliche Legende, Teil 1 und 2, Central-TV, London 1988 und 1989
  • Ralf Piechowiak: JFK. Der Jahrhundertmord., ZDF 1993.
  • Andrea Zimmermann: K1 extra: Die Ermordung von JFK., Kabel1 2001.
  • Wilfried Huismann und Gus Russo: Rendezvous mit dem Tod. Warum John F. Kennedy sterben musste, ARD 2004
  • Christoph Caron und Jörg Müllner: Der Kennedy-Mord. Mythos und Wahrheit, ZDF 2007.

 Commons: Attentat auf John F. Kennedy – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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