Audacious

Audacious

Audacious mit einem der Standard-Skins.
Basisdaten
Entwickler:Audacious-Entwicklerteam
Aktuelle Version:2.1.0 (6. Juli 2009)
Aktuelle Vorabversion:2.2.0-beta1 (21. Oktober 2009)
Betriebssystem:Unix, Linux
Programmiersprache:C
Kategorie:Audiospieler
Lizenz:GPL
Deutschsprachig:Ja u.a.
audacious-media-player.org

Audacious (engl. für „kühn“) bzw. Audacious Media Player („kühner Medienspieler“) ist ein in C programmierter, freier Audioplayer für unixoide Systeme.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklungsgeschichte

Die Software ging als Abspaltung vom Beep Media Player (BMP) hervor, dessen Entwicklung zum Erliegen kam. BMP war wiederum eine Abspaltung des X Multimedia Systems (XMMS), welches von seinen Entwicklern ebenfalls nicht mehr gepflegt wurde, jedoch zwischenzeitlich mit XMMS2 in neuer Version weitergeführt wird. Das Audacious-Entwicklerteam konnte sich mit den für XMMS2 gesetzten Prioritäten nicht arrangieren und beschloss deshalb einen eigenen Audioplayer zu entwickeln. Ursprünglich ins Leben gerufen wurde das Projekt von William nenolod Pitcock dem Motto folgend „die höchstqualitative Audioreproduktion zu ermöglichen, vergleichbar mit der Windowssoftware foobar2000, aber mit dem Aussehen von Winamp[1]

Details

Ziele

Wie seine Vorgänger orientiert sich auch Audacious primär am Medienspieler Winamp, der in der Windowswelt große Verbreitung fand. Die Oberfläche ist dem Vorbild exakt nachempfunden und kann ferner auch dafür erstellte Skins verwenden, dies allerdings nur, solange es sich dabei um die sogenannten „Classic Skins“ handelt, welche im Gegensatz zu den „Modern Skins“ die Architektur der Oberfläche nicht modifizieren. Einzig die in späteren Winamp-Versionen hinzugekommene Unterstützung für Videos wird von den Entwicklern rigoros ausgeschlossen, da man sich auf einen Betriebsmittel schonenden Audiospieler konzentrieren wolle.

Technisches

Audacious verfügt über eine Plug-in-Schnittstelle, die das Programm modular macht. Es gibt vier für den Anwender sichtbare Plug-in-Kategorien:

  • Dekoder ermöglichen die Dekodierung und stellenweise auch Enkodierung von zusätzlichen Audioformaten.
  • Allgemein beschreibt generelle Funktionserweiterungen, beispielsweise Last.fm-Unterstützung.
  • Visualisierungsmodus umfasst Plug-ins, welche grafische Animationen passend zum gespielten Audiomaterial generieren.
  • Effekte modifizieren das Audiomaterial in Echtzeit während der Wiedergabe.

Viele der verfügbaren Plug-ins werden auf der offiziellen Webseite zusammengefasst in einem separaten Paket angeboten, dessen Verwendung empfohlen wird [2]. Da so ein Großteil des Funktionsumfangs von Audacious auf Plug-ins beruht, ist es dem Benutzer möglich, dass Programm schnell auf seine persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Nativ ist die Software von Haus aus in der Lage, verschiedene Soundarchitekturen (ALSA, PulseAudio, OSS…) zu bedienen. Weitere typische Funktionen wie der Empfang von Internetradio, das Erstellen von Wiedergabelisten oder die Feinabstimmung des Audiomaterials per Equalizer sind ebenfalls vorhanden. Audacious findet sich in den Repositorys der meisten Linux-Distributionen.

Einzelnachweise

  1. nenolods Webseite (eng)
  2. Hinweis im Downloadbereich

Internetpräsenz
  • Testbericht von softpedia.com (eng)
  • © Dieser - Artikel zu Audacious stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Audacious , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen. © Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
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