Bahnhof Saalfeld

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Bahnhof Saalfeld

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Bahnhof Saalfeld
Daten
Kategorie3 „Regionalknoten,
Fernverkehrshalt“
BetriebsartDurchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise6
Tägliche Zugfahrtenca. 95
AbkürzungUS
Eröffnung1871
Lage
StadtSaalfeld/Saale
LandThüringen
StaatDeutschland
Koordinaten50° 39′ 3″ N, 11° 22′ 29″ O50.65083333333311.374722222222Koordinaten: 50° 39′ 3″ N, 11° 22′ 29″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Thüringen

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Der Bahnhof Saalfeld (von der Deutschen Bahn als Saalfeld(Saale) oder Saalfeld(S) bezeichnet) ist der Bahnhof der Stadt Saalfeld im Südosten Thüringens. Er ist ICE-Halt der Linie BerlinMünchen und gehört der Bahnhofskategorie 3 an.

Geschichte

Dieseltriebwagen der Baureihe 642 im Bahnhof Saalfeld zur Fahrt nach Leipzig
Busbahnhof vor dem Empfangsgebäude
Bahnhofsgebäude

Die Eisenbahn erreichte Saalfeld am 20. Dezember 1871 mit der Bahnstrecke Gera–Saalfeld aus Richtung Nordosten. Damals wurde auch der Bahnhof angelegt. Er war von vornherein als Eisenbahnknoten geplant und bekam die damals noch unbebauten Flächen östlich der Saale, gegenüber der Altstadt, als großzügige Betriebsflächen. Schon 1874 wurde die Saalbahn von Naumburg über Jena nach Saalfeld in Betrieb genommen. Damit bekam die Stadt einen weiteren Bahnanschluss in Richtung Nordosten. Die Frankenwaldbahn über den Rennsteig nach Lichtenfels konnte 1885 eingeweiht werden. Damit war nach der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn eine zweite, schnellere Strecke von Berlin nach München fertiggestellt und die Bedeutung des Saalfelder Bahnhofs wuchs stark an. Er war der letzte größere Bahnhof vor dem 400 Höhenmeter zählenden Anstieg auf den Frankenwald.

Weitere Strecken nach Saalfeld wurden 1895 von Erfurt, 1900 von Katzhütte/Königsee, 1907 von Hof und 1913 von Sonneberg in Betrieb genommen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der strategisch wichtige Bahnhof bei Luftangriffen zerstört, nach der deutschen Teilung sank seine Bedeutung ab, da der Verkehr zwischen Ostdeutschland und Bayern zurückging. Allerdings fuhren über Saalfeld Interzonenzüge, da die Frankenwaldbahn neben der östlich gelegenen Strecke über Hof eine von zwei Bahnverbindungen zwischen der DDR und Bayern war. Das zweite Gleis zwischen dem Abzweig Saaleck bei Naumburg und Probstzella wurde 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgebaut.

Nach der deutschen Wiedervereinigung stieg die Bedeutung des Bahnhofs erneut an. 1994/1995 wurde die Saalbahn/Frankenwaldbahn elektrifiziert und wieder zweigleisig ausgebaut. Sie ist heute die einzige direkte ICE-Strecke zwischen Berlin und München, während die Bedeutung der zweiten Strecke über Hof zurückgegangen ist. In der Folgezeit wurde der Bahnhof zu einem modernen Fernverkehrshalt ausgebaut und erhielt unter anderem drei neue und barrierefrei zugängliche Bahnsteige. Das Empfangsgebäude wurde saniert und um einen Neubau ergänzt.

Bei einer Fertigstellung der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt würde Saalfeld – ebenso wie die nördlich gelegene Stadt Jena und das bayerische Lichtenfels – seinen ICE-Halt zu Gunsten von Erfurt verlieren. Geplant ist auch ein Wiederaufbau der sechs Kilometer langen Höllentalbahn an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, wodurch Saalfeld wieder an Hof angebunden werden würde.

Der unmittelbar neben dem Personenbahnhof an dessen Ostseite gelegene Rangierbahnhof ist stillgelegt.

Verkehr

2007 halten am Bahnhof folgende Linien:

50.65083333333311.374722222222
Namensräume
Varianten
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