Blue Mountains Australien

Die Three Sisters im Blue-Mountains-Nationalpark
Blue Mountains in New South Wales
Lebensgroße Bronze-Plastiken zur Erinnerung an die ersten Straßenbauer durch die Blue Mountains: zwei Sträflinge, engl. Soldat, zwei Aborigines (einer verdeckt). Ort: Katoomba, unweit Echo-Point

Die Blue Mountains (dt. Blaue Berge) sind ein Gebirge im australischen Bundesstaat New South Wales, deren Ausläufer circa 60 km westlich von Sydney beginnen. Der Name Blue Mountains rührt von aus der Blattoberfläche verdunstendem Öl der für diese Gegend typischen Eukalyptusbäume. Deren feiner Nebel verursacht bei Tageslicht einen blauen Schimmer, der oft über den Bergen liegt. Das Gebirge der Blue Mountains ist Teil der Metropolregion Sydney (Sydney Statistical Division) und wurde im Dezember 2000 zum Weltnaturerbe erklärt.

Inhaltsverzeichnis

Gebiet

Die größte Stadt innerhalb des Gebirges der Blue Mountains ist Katoomba. Weitere Städte in dem Gebiet sind Hawkesbury, Lithgow und Oberon. Der Verwaltungsbezirk, die sogenannte City of Blue Mountains, hat 73.675 Einwohner (Volkszählung 2001).

Die Blue Mountains sind über 1.000 m hoch und Teil der Great Dividing Range. Es herrscht ein gemäßigtes Klima; die Temperaturen variieren zwischen 0 bis 3 °C im Winter; Schnee fällt nur selten und die Temperatur steigt im Sommer bis zu 30 °C. An wenigen feuchten Stellen gibt es Regenwälder, sonst dominiert Eukalyptus, von dem es hier 91 Arten gibt. Die Eukalyptusbewaldung ist sehr anfällig für Buschbrände; regelmäßig brennen große Teile des Waldes in den Blue Mountains.

Bekannt geworden ist die Wollemie (Wollemia nobilis), eine urtümliche Koniferenart, die nur hier vorkommt und deren Entdeckung im Jahr 1994 als einer der wichtigsten botanischen Funde des 20. Jahrhunderts gilt.

Die in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommene sogenannte Greater Blue Mountains World Heritage Area umfasst sieben Nationalparks:

1813 überquerten Blaxland, Wentworth und Lawson als erste Europäer die Blue Mountains, zwei Jahre später wurde die erste Straße gebaut, etwa 40 Jahre später eine Eisenbahnstrecke. Heute kann das Gebiet auf Routen mit Bussen befahren werden, die an Aussichtspunkten anhalten, an denen die Touristen an Haltepunkten ihrer Wahl aus- bzw. einsteigen können. In der Nähe von einer Aussichtsplattform bei Katoomba, dem sogenannten Echo-Point, unmittelbar in der Nähe der The Three Sisters, gibt es eine Seilbahn, die beim Transport von einem Hochplateau zum anderen über eine Schlucht unter anderem einen Ausblick auf die Three Sisters ermöglicht.

Sehenswert ist das riesige Kalksteinhöhlensystem der Jenolan Caves, die ZigZagRailway, die in den 1860ern erbaute erste Eisenbahn über die Berge, sowie zahlreiche Wasserfälle.

Aborigines

Die Blue Mountains waren seit mindestens 25.000 Jahren von Aborigines bewohnt. Sechs Sprachgruppen zählen die Blue Mountains zu ihrem Heimatgebiet: Dharawal und Gundungurra im Süden; Wiradjuri im Westen und Nordwesten; Wanaruah, Darkinjung und Darug im Nordosten.

Fauna

Zur Tierwelt des Areals zählen 52 einheimische und 13 eingeführte Säugetierarten. Dominierend unter den größeren Arten sind verschiedene Kängurus, wie das Östliche Graue Riesenkänguru (Macropus giganteus), das Rotnackenwallaby, das Bergkänguru und das Bürstenschwanz-Felskänguru. Daneben sind die Beuteltiere durch Nacktnasenwombat, Koala, Riesenbeutelmarder, Riesengleitbeutler, den Mittleren Gleithörnchenbeutler (Petaurus norfolcensis), den Großen Gleithörnchenbeutler (Petaurus australis), den Hundskusu (Trichosurus caninus) und Kaninchenkängurus (Potorous tridactylus) vertreten. Zwei Arten von Kloakentieren, das Schnabeltier und der Kurzschnabeligel kommen im Gebiet vor. Darüber hinaus ist der Schutzgebiets-Komplex die Heimat von 265 Vogelarten, 63 Reptilienarten und 30 Froscharten.

 Commons: Blue Mountains, New South Wales – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO auf Englisch und auf Französisch

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