Brasilholz

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Brasilholz

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Brasilholz

C. echinata; Aufnahme in Florianópolis, SC, Brasilien

Systematik
Eurosiden I
Ordnung:Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie:Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie:Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
Gattung:Caesalpinien (Caesalpinia)
Art:Brasilholz
Wissenschaftlicher Name
Caesalpinia echinata
Lam.
Rinde des C. echinata mit rötlicher Färbung; derselbe Baum wie auf dem Foto oben

Brasilholz (Caesalpinia echinata) ist eine vom Aussterben bedrohte Laubbaum-Art aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Baum erreicht Wuchshöhen von 8 bis 30 m. Seine Rinde ist dornenartig. Die Samen der Pflanze sind so hart, dass bis zum ersten Keimen zwei Jahre vergehen.

Verbreitung

Sein Verbreitungsgebiet ist die Mata Atlântica, der Küstenwald entlang der brasilianischen Atlantikküste, zwischen den Bundesstaaten Rio Grande do Norte und Rio de Janeiro.

Geschichte

In den ersten dreißig Jahren der portugiesischen Kolonisation (1503–1533) war Brasilholz das einzige Produkt, das durch die Kolonialmacht genutzt wurde. Aufgrund der großen ökonomischen Bedeutung der Ressource wurde die Kolonie bald Terra do Brasil genannt und lieferte so dem Land den heutigen Namen. Die Ausbeutung dieses Holzes führte bis zum Jahr 1850 zur Vernichtung großer Waldgebiete an der Atlantikküste Brasiliens und zur weitgehenden Dezimierung der Art, die heute unter Naturschutz steht. Am 7. Dezember 1978 wurde der Baum zum Nationalbaum Brasiliens erklärt.

Begriff

Harz und Rinde des Baumes haben eine rötliche Färbung. Sie erinnert an die Glut (port. brasa) des Feuers. Daher wohl pau brasil (glühendes Holz) und später als Lehnwort Brasilholz ins Deutsche. Aus pau brasil wurde der Name des Landes Brasilien abgeleitet.

Auch andere Arten aus der Gattung der Caesalpinien (Caesalpinia) und der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) werden Brasilholz genannt.

Nutzung

Das zu den Rothölzern gehörende Brasilholz wurde zur Gewinnung eines kostbaren roten Farbstoffes, des Brasilins, genutzt. Das Holz wurde seit dem 13. Jahrhundert über italienische Händler aus Indien, Sumatra und Ceylon nach Europa eingeführt. Stoffe, die mit Brasilholz gefärbt wurden, wurden leuchted scharlach oder karminrot. Allerdings verblassten die Farben häufig schnell zu einem dunkleren Rotbraun. Der Mangel an geeigneten roten Farbstoffen führte jedoch dazu, dass Brasilholz bis ins 17. Jahrhundert als Färbemittel sehr geschätzt wurde.[1] Der Name »Brasilholz« ging auf das um 1500 in Brasilien und Jamaika entdeckte Rotholz Fernambuk- (Pernambuk-) und Bahiaholz über. Daneben fand es in der Kolonialzeit Verwendung als Bauholz und für die Herstellung von hochwertigen Möbeln. Heute werden aus Brasilholz vor allem Violinbögen und Bögen für andere Streichinstrumente der unteren und mittleren Qualität hergestellt. Besonders hochwertiges Holz für den Bogenbau wird nach wie vor als Fernambukholz bezeichnet (auch Pernambuk, nach der brasilianischen Provinz Pernambuco), welches von besonders langsam gewachsenen Bäumen auf kargen Böden stammt. Als bestes Bogenholz gilt das englische Fernambuk, die Bezeichnung leitet sich von Vorkommen im ehemaligen Britisch Guayana ab.

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung durch Sägen, Hobeln oder Schleifen wird ein stechender Geruch frei, der zur Reizung der Schleimhäute führt. Daher sollte stets mit Atemschutz gearbeitet werden.

Einzelbelege

  1. Amy Butler Greenfield: A Perfect Red – Empire, Espionage and the Qest for the Color of Desire, HarperCollins Publisher, New York 2004, ISBN 0-06-052275-5, S. 28 und S. 29
Namensräume
Varianten
Aktionen
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