Broderieparterre

Broderieparterre vor Schloss Vaux-le-Vicomte.
Elemente eines Broderieparterres (49 Sekunden, 1,54 MB)

Das Broderieparterre (von frz. broderie „Stickerei“) ist die typische Form französischer Gartenarchitektur des Barock. Es zeichnet sich durch symmetrische Durchstrukturierung der Beete und zugeschnittenen Buchsbaumhecken aus, die Ziermuster ergeben, so genannte Broderie. Auch die Anordnung der Blumen ist genau auf ein harmonisches Farbspiel hin ausgelegt. Häufig finden sich in den französischen Barockgärten auch Wasserspiele, Kaskaden, Grotten oder Statuen. In Entfernung vom Schloss gehen die Parterres in die Boskette über.

Bekannte Beispiele sind die Gärten von Schloss Versailles, in Deutschland die des Schlosses Augustusburg zu Brühl (bei Köln), das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Viele Broderieparterres der Schlösser mussten im 19. Jahrhundert den Englischen Landschaftsgärten Platz machen und wurden nicht wiederhergestellt.

Literatur

Klaus-Jürgen Evert, International Federation of Landscape Architects (Hrsg.): Landschafts- und Stadtplanung: Mehrsprachiges Wörterbuch über Planung, Gestaltung und Schutz der Umwelt, Birkhäuser 2001, ISBN 3540679081, Seite 466

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