Buddy Rich

Bernard „Buddy“ Rich (* 30. September 1917 in New York; † 2. April 1987) war ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger.

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Leben und Wirken

Buddy Rich 1977 während eines Konzerts in Köln

Rich gilt als einer der besten und technisch versiertesten Jazz-Schlagzeuger der Welt. Er wurde in eine Künstlerfamilie hineingeboren und gab bereits als Vierjähriger Konzerte unter dem Pseudonym Traps the drum wonder. Im Alter von 11 Jahren war er bereits der zweithöchstbezahlte Kinderstar der Welt.

Erste Erfahrungen als Jazz-Schlagzeuger machte er 1937 bei Joe Marsala, wurde dann von Artie Shaw verpflichtet. Internationalen Ruhm erlangte er endgültig in den frühen 40ern bei Tommy Dorsey, wie auch sein noch junger Bandkollege Frank Sinatra, mit dessen finanzieller Hilfe er 1946 seine eigene Big Band gründete, die er bis zu seinem Tod leitete. Zudem gab er auch zahllose Auftritte oder machte Aufnahmen mit anderen großen Jazzmusikern wie Louis Armstrong, Lester Young und Nat King Cole, Dizzy Gillespie, Charlie Parker, Miles Davis, Oscar Peterson, Lionel Hampton, Mel Tormé und vielen anderen. Richs virtuose Beherrschung des Schlagzeugs (aber auch dessen Starallüren) beeinflusste weltweit Generationen von Drummern aus allen Musiksparten. Legendär sind die spektakulären Schlagzeugduelle zwischen ihm und Gene Krupa oder Max Roach, aber auch sein Auftritt in der Muppet Show im Jahre 1978, bei dem er sich mit dem Tier ein Duell lieferte. Sein Charisma und seine starke Persönlichkeit waren hochgeschätzt im Musikbusiness, teilweise aber im Kollegenkreis kritisch betrachtet. Er galt schlichtweg als pedantischer Perfektionist, der die Bühnenpräsenz seiner Big Band sehr ernst nahm, manchmal zum Leidwesen seiner Bandmitglieder, denen er absolute Aufmerksamkeit und Konzentration abverlangte. Ihm wurden cholerische Tendenzen, aber auch Respekt und Achtung vor seinen berühmten Kollegen zugesprochen, verbunden mit Herzenswärme und Loyalität. Am meisten schätzte er die Individualität eines Musikers, sodass er sich stets lobend über verschiedene Schlagzeuger wie Max Roach, Philly Joe Jones, Mel Lewis oder gar Steve Gadd äußerte. Für Schlagzeuger, die ihn zu kopieren versuchten, hatte er hingegen nur Verachtung übrig.

Rich erkrankte 1987 an einem Hirntumor und erlag nach einer sofortigen Notoperation einem Herzinfarkt. Er ist begraben auf dem Westwood Village Memorial Park Cemetery in Los Angeles.

Wirkung

Zwei Jahre nach Richs Tod wurde ihm zu Ehren ein Gedächtniskonzert veranstaltet, bei dem einige der weltbesten Schlagzeuger (u.a. Dave Weckl, Steve Gadd, Vinnie Colaiuta, Dennis Chambers, Marvin Smitty Smith, Steve Smith, Neil Peart, Louie Bellson) mit der Buddy-Rich-Bigband (unter der Leitung von Tenorsaxophonist Steve Marcus) auftraten. Dieses “Buddy Rich Memorial Scholarship Concert” wurde auf DVD dokumentiert und veröffentlicht. Der Schlagzeuger Neil Peart produzierte danach noch zwei CDs mit dem Titel “Burning for Buddy – A Tribute To The Music of Buddy Rich”, bei dem wiederum einige herausragende Schlagzeuger (zusätzlich zu den oben genannten u.a. Joe Morello, Simon Phillips, Bill Bruford) mit der Buddy Rich Big Band einige Arrangements aus dem Repertoire von Rich einspielten.

Diskographische Hinweise

Offizielle Website
  • Literatur von und über Buddy Rich im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Im Text erwähnter Muppets-Ausschnitt
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