Bulgarisch-katholische Kirche

HTTP/1.0 200 OK Date: Mon, 11 Oct 2010 11:22:04 GMT Server: Apache Cache-Control: private, s-maxage=0, max-age=0, must-revalidate Content-Language: de Vary: Accept-Encoding,Cookie Last-Modified: Sun, 23 May 2010 11:41:54 GMT Content-Length: 26882 Content-Type: text/html; charset=UTF-8 X-Cache: MISS from sq64.wikimedia.org X-Cache-Lookup: MISS from sq64.wikimedia.org:3128 X-Cache: MISS from amssq32.esams.wikimedia.org X-Cache-Lookup: MISS from amssq32.esams.wikimedia.org:3128 X-Cache: MISS from amssq46.esams.wikimedia.org X-Cache-Lookup: MISS from amssq46.esams.wikimedia.org:80 Connection: close < !DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">

Bulgarisch-Katholische Kirche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bulgarisch-katholische Kirche)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Bulgarisch-Katholische Kirche ist eine mit der römisch-katholischen Kirche unierte Glaubensgemeinschaft, die den Papst als ihr geistliches Oberhaupt anerkennt.

Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Errichtung einer von Konstantinopel unabhängigen bulgarischen Kirchenhierarchie kam es im 19. Jahrhundert zu einer Union der bulgarischen Orthodoxie mit Rom. Dazu reiste eine Delegation nach Rom, wo Papst Pius IX. den Führer der 60.000 bulgarischen Katholiken des byzantinischen Ritus, Sokolsky, am 8. April 1861 zum Bischof weihte. Unmittelbar nach seiner Rückkehr verschwand der neue Bischof unter mysteriösen Umständen und verbrachte die restlichen 18 Jahre seines Lebens im Höhlenkloster zu Kiew. Schon bald begannen die Bemühungen um die Rückgewinnung in das orthodoxe Lager, was dann auch tatsächlich gelang, als 1870 die Wiederherstellung einer unabhängigen bulgarischen orthodoxen Hierarchie zustande kam. Die meisten Gläubigen der Bulgarisch-Katholischen Kirche gingen nun wieder zu dieser bulgarischen orthodoxen Kirche zurück. In der Union verharrten vor allem die Gebiete Thrakiens und Makedoniens, für die 1883 je ein eigenständiges Apostolisches Vikariat in Thessaloniki (Mazedonien) und Adrianopolis (Thrakien) errichtet wurde. In Konstantinopel verblieb ein Apostolischer Verwalter mit dem Titel eines Erzbischofs.

Der Balkankrieg von 1912 bis 1913 ließ nur wenige Gläubige der Kirche überleben, die sich nun auch in das neue Königreich Bulgarien retteten. 1926 kam es dann zu einer Neuorganisation der Bulgarisch-Katholischen Kirche. Die beiden Vikariate von Thessaloniki und Adrianopolis wurden abgeschafft und durch ein neues Apostolisches Exarchat in Sofia ersetzt.

In der Zeit des Kommunismus war die Bulgarisch-Katholische Kirche zahlreichen Verfolgungen ausgesetzt. Der Exarch kam 1950 auf mysteriöse Weise ums Leben und viele Priester wurden inhaftiert.

Heute zählt die Kirche, die lediglich ein Exarchat in Sofia besitzt, rund 10.000 Gläubige und feiert ihre Liturgie in Kirchenslawisch. 2004 zählte sie in ihrer einzigen Diözese 21 Pfarreien, sechs Diözesanpriester, 15 Ordenspriester und 40 Nonnen, 70 Kirchengebäude. 2006 gab es in Bulgarien[1] 65.000 Roemische Katholische Christen, vor allem in Plovdiv, Swishtow, Belene und Plewen. 5.000 in der Hauptstadt Sofia. Die Bulgarisch-katholische Kirche gehört heute organisatorisch zur Katholischen Kirche in Bulgarien.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Römisch-katholische Kirche in Bulgarien http://www.rilaeu.com/welcome/d/chrismuslim.htm#rom

Informationen über das Apostolische Exarchat (englisch)

Namensräume
Varianten
Aktionen
© Dieser Artikel zu Bulgarisch-katholische_Kirche stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Bulgarisch-katholische_Kirche , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.
© Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.