Carnotit
Carnotit
| Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen Mängeln an Gestaltung bzw. Form und/oder inhaltlichen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite des WikiProjekts Minerale eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Mineralogie auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Dabei kann es auch vorkommen, dass Artikel gelöscht werden, die sich nicht signifikant verbessern lassen (siehe dazu auch Wikipedia:Was Wikipedia nicht ist). Sei mutig und hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen. |
| Carnotit | |
| Chemische Formel | K2(UO2)2(VO4)2·3H2O |
| Mineralklasse | Phosphate, Arsenate, Vanadate; Uranylphosphate und Uranylvanadate 4.HB.05 (8. Aufl.: VII/E.11-050) (nach Strunz) 40.2a.28.1 (nach Dana) |
| Kristallsystem | monoklin |
| Kristallklasse | monoklin-prismatisch |
| Farbe | gelblich, grüngelb |
| Strichfarbe | gelblich, grüngelb |
| Mohshärte | 2 bis 2,5 |
| Dichte (g/cm³) | 4,5 bis 4,6 |
| Glanz | Seidenglanz, Perlmuttglanz, matt |
| Transparenz | durchscheinend bis undurchsichtig |
| Bruch | uneben, spröde |
| Spaltbarkeit | vollkommen |
| Habitus | tafelig, nadelig, klein |
| Häufige Kristallflächen | |
| Zwillingsbildung | |
| Kristalloptik | |
| Brechzahl | α=1,750 bis 1,780 β=1,901 bis 2,060 γ=1,920 bis 2,080 |
| Doppelbrechung (optische Orientierung) | Δ=0,170-0,300 ; zweiachsig negativ |
| Weitere Eigenschaften | |
| Radioaktivität | stark Radioaktiv |
| Magnetismus | nicht magnetisch |
Carnotit ist ein zur Mineralklasse der Phosphate gehöriges, chemisch aber als Uranylvanadat zu bezeichnendes Mineral mit chemischer Zusammensetzung K2(UO2)2(VO4)2·3H2O. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, hat eine Härte von 2 bis 2,5 und eine gelbliche bis grüne Farbe und Strichfarbe.
Durch seinen hohen Urangehalt ist das Mineral radioaktiv und gibt etwas mehr als 94 kBecquerel (kBq)/Gramm[1] an Strahlung ab (Vergleich: Radonstrahlung in Wohnräumen etwa 50 Bq/m³).
Carnotit tritt nur selten in kristalliner Form auf und ist oft schwierig von anderen Uranmineralen zu unterscheiden; gelegentlich sind dazu Röntgenstrukturanalysen notwendig.
Inhaltsverzeichnis |
Etymologie und Geschichte
Carnotit ist nach dem französischen Chemiker Marie Adolphe Carnot benannt.
Bildung und Fundorte
Carnotit bildet sich durch Ablagerung in vanadium- und uranreichen Gewässern als Sedimentgestein. Ein Begleitmineral ist Tyuyamunit.
Wichtige Lagerstätten liegen im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado, in Namibia (Langer Heinrich Mine) sowie in Marokko. Weitere Fundorte sind unter anderem Demokratische Republik Kongo, Colorado und Utah in den USA, sowie Tyuya Muyun in Usbekistan.
Verwendung
Der hohe Urandioxid-Gehalt von 63 Prozent, der für die Radioaktivität des Minerals verantwortlich ist, macht es zu einem bedeutsamen Uran- und Vanadiumerz.
Siehe auch
Literatur
- Petr Korbel, Milan Novák: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim 2002, ISBN 3-89555-076-0.
Commons: Carnotite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Carnotit , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.