Cer

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Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, OrdnungszahlCer, Ce, 58
SerieLanthanoide
Gruppe, Periode, BlockLa, 6, f
Aussehensilbrig weiß
CAS-Nummer7440-45-1
Massenanteil an der Erdhülle43 ppm[1]
Atomar
Atommasse140,116 u
Atomradius (berechnet)185 () pm
Kovalenter Radius165 pm
Elektronenkonfiguration[Xe]4f26s2
Elektronen pro Energieniveau2, 8, 18, 19, 9, 2
Austrittsarbeit2,9 eV
1. Ionisierungsenergie534,4 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie1050 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie1949 kJ/mol
4. Ionisierungsenergie3547 kJ/mol
Physikalisch
Aggregatzustandfest
Kristallstrukturkubisch flächenzentriert
Dichte6,689 g/cm3
Mohshärte2,5
Schmelzpunkt1071 K (798 °C)
Siedepunkt3699 K (3426 °C)
Molares Volumen20,69 · 10-6 m3/mol
Verdampfungswärme414 kJ/mol
Schmelzwärme5,46 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit2100 m/s bei 293,15 K
Spezifische Wärmekapazität190 J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit1,15 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit11,4 W/(m · K)
Chemisch
Oxidationszustände3, 4
Oxide (Basizität) ? (leicht basisch)
Normalpotential-2,483 V (Ce3+ + 3e- → Ce)
Elektronegativität1,12 (Pauling-Skala)
Isotope
IsotopNHt1/2ZMZE MeVZP
134Ce

{syn.}

3,16 dε0,500134La
135Ce

{syn.}

17,7 hε2,026135La
136Ce

0,19 %

Stabil
137Ce

{syn.}

9,0 hε1,222137La
138Ce

0,25 %

Stabil
139Ce

{syn.}

32,501 dε0,581139La
140Ce

88,48 %

Stabil
141Ce

{syn.}

32,501 dβ-0,581141Pr
142Ce

11,08 %

5 · 1016 aβ-β-4,505142Nd
143Ce

{syn.}

33,039 hβ-1,462143Pr
144Ce

{syn.}

284,893 dβ-0,319144Pr
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [2]
Leicht-
entzündlich
(F)
R- und S-SätzeR: 11
S: 17
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Cer [tseːr] (auch Zer bzw. Cerium genannt) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ce und der Ordnungszahl 58. Das Element wird den Metallen der seltenen Erden zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Cer metallisch blank

Cer wurde 1803 von Jöns Jacob Berzelius und Wilhelm von Hisinger und gleichzeitig von Martin Heinrich Klaproth entdeckt und nach dem Zwergplaneten Ceres benannt. Die Darstellung des Elements gelang Carl Gustav Mosander 1825 durch Reduktion des Chlorids mit Natrium.

Vorkommen

In der Natur kommt Cer vergesellschaftet mit anderen Lanthanoiden in sogenannten Ceriterden vor, wie zum Beispiel im Allanit (Ca, Ce, La, Y)2(Al, Fe)3(SiO4)3(OH), im Monazit (Ce, La, Th, Nd, Y)PO4 sowie im Bastnäsit (Ce, La, Y)CO3F.

Gewinnung und Herstellung

Nach einer aufwendigen Abtrennung der Cer-Begleiter wird das Oxid mit Fluorwasserstoff zum Cerfluorid umgesetzt. Anschließend wird es mit Calcium unter Bildung von Calciumfluorid zum Cer reduziert. Die Abtrennung verbleibender Calciumreste und Verunreinigungen erfolgt in einer zusätzlichen Umschmelzung im Vakuum.

Eigenschaften

Von Cer sind vier Modifikationen bekannt:

Das silbrigweiß glänzende Metall ist hinter Europium das zweitreaktivste Element der Lanthanoide. Oberflächliche Verletzungen der schützenden gelben Oxidschicht entzünden das Metall. Oberhalb von 150 °C verbrennt es unter heftigem Glühen zum Cerdioxid. Mit Wasser reagiert es zum Cerhydroxid.

Cer kommt in Verbindungen als dreiwertiges farbloses oder vierwertiges gelbes bis orangefarbiges Kation vor.

Unter Wärmeeinfluss wird es durch Ethanol und Wasser sehr stark angegriffen. Auch in Laugen wird es unter Bildung von Cer-Hydroxiden stark angegriffen. In Säuren wird es zu Salzen gelöst.

Verwendung

Da sich die chemischen Eigenschaften der Seltenen Erden ähneln, wird selten Cer in Reinform eingesetzt, sondern in der Mischung, in der es bei der Herstellung aus den Seltenerd-Mineralien anfällt, dem sogenannten Mischmetall.

Sicherheitshinweise

Cer ist, wie alle Lanthanoide, leicht giftig. Metallisches Cer kann sich schon ab 65 °C entzünden. Als fein verteiltes Metall kann es sich an der Luft ohne Energiezufuhr erhitzen und schließlich entzünden. Die Zündbereitschaft hängt u.a. sehr stark von der Korngröße und dem Verteilungsgrad ab. Cerbrände dürfen nicht mit Wasser gelöscht werden, da sich gasförmiger Wasserstoff entwickelt.

Verbindungen

Cer(IV)-sulfat


Einzelnachweise

  1. Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3
  2. Eintrag zu Cer in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 28.4.2008 (JavaScript erforderlich)

Weblinks zu zu

 Wiktionary: Cer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Commons: Cer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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