Dai Jin Maler

Dài Jìn - Späte Heimkehr von einem Frühlingsausflug, Tusche auf Seide

Dai Jin (chin. 戴進, dài jìn, W.-G. Tai Chin; 1388-1462) war ein chinesischer Maler der Ming-Dynastie.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Geboren in Hangzhou, in der Provinz Zhejiang, befasste sich Dài bereits als Junge mit der Malerei. Gleichwohl ergriff er zunächst den Beruf eines Zimmermanns. Später war er am Hof Kaiser Xuanzongs tätig, wo ihm als Berufsmaler aber die Verachtung der Beamtengelehrten entgegenschlug. Aufgrund von Intrigen musste sich Dài bereits nach einigen Jahren in seine Heimat nahe Hangzhou zurückziehen. Dort hoffte er, seinen Lebensunterhalt als freier Maler verdienen zu können, starb aber 1462 völlig verarmt.

Werk

Dài Jìn gilt als Gründer der Zhe-Schule (benannt nach seiner Heimatprovinz Zhejiang), die an die Tradition der Akademiemalerei der südlichen Song-Dynastie anknüpfte. Zu seinen Vorbildern zählten insbesondere Ma Yuan und Xia Kuai. Seine Landschaftsbilder zeichnen sich durch lyrisch-atmosphärischen, der Wiedergabe momenthafter Stimmungen verpflichteten Stil aus. Charakteristisch ist auch der kontrastreiche und betont graphische Einsatz von Texturzeichnungen, etwa an Fels-, Baum- oder Laubpartien.

Zu Dài Jìns bedeutendsten Werken gehören Späte Heimkehr von einem Frühlingsausflug, An einem Bach rastender Einsiedler, Heimkehrendes Boot im Regensturm oder Die Suche nach dem Paradies. Ein bevorzugtes Motiv waren auch stets Fischerboote auf Flüssen.

 Commons: Dai Jin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Literatur

  • James Cahill: Die Chinesische Malerei. Genf 1960, ASIN B0000BL9NB.
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