Demographie der Schweiz
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz umfasste am 31. Dezember 2008 7,702 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Bevölkerungszuwachs von rund 108′400 Personen (+1,4 %). Ein solch starkes Bevölkerungswachstum wurde letztmals in Sechziger Jahren verzeichnet. Damit ist die Schweiz nach Luxemburg und Irland das europäische Land mit der drittstärksten Bevölkerungszunahme. [1]
Der Zuwachs ist das Resultat von 76′700 Geburten und 61′200 Todesfällen sowie von 184′300 Ein- und 86′100 Auswanderungen. Der Wanderungssaldo beträgt 98′200 Personen, der Geburtenüberschuss 15′500 Personen. Neben der Wachstumsphase zwischen 1961 und 1963 bedeutet dies, dass 2008 der zweitstärkste Bevölkerungsanstieg in einem Jahr in der Geschichte der Schweiz zu verzeichnen war.[1]
Rund 1,67 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner (21,7 % der ständigen Wohnbevölkerung) waren ausländische Staatsangehörige, womit dieser Anteil einer der höchsten in einem europäischen Land darstellt. Zudem arbeiteten 2008 rund 205′100 ausländische Grenzgänger in der Schweiz. Gründe für den hohen Anteil an ausländischen Staatsangehörigen sind neben der Wirtschaftsstruktur und der Kleinstaatlichkeit auch die zurückhaltende Einbürgerungspraxis. Im Jahr 2007 erwarben 43′900 Personen das Schweizer Bürgerrecht.
Im Jahr 2007 wurden rund 40′300 Hochzeiten geschlossen, 2′000 eingetragene Partnerschaften begründet und 21′000 Scheidungen ausgesprochen.
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Kennzahlen
Bundesamt für Statistik, 31.12.2007
- Ständige Wohnbevölkerung am Jahresende (in 1000): 7701.9
- Frauen (in %): 50.8
- Männer (in %): 49.2
- Altersgruppen (in %)
- 0-19 Jahre: 21.2
- 20-39 Jahre: 26.8
- 40-64 Jahre: 35.4
- 65 Jahre und älter: 16.6
- Ausländische Staatsangehörige (in %): 21.7
- Bevölkerungswachstum (in %): 1.4
- Anzahl Kinder je Frau: 1.48
- Lebenserwartung bei der Geburt (Jahre)
- Männer: 79.7
- Frauen: 84.4
- Scheidungen je 100 Heiraten: 47
- Haushalte (Jahr 2000)
- Einpersonenhaushalte (in 1000): 1246.7
- Familienhaushalte mit Kindern (in 1000): 1086.3
- Durchschnittliche Anzahl Personen je Haushalt: 2.20
Definition
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz umfasst alle schweizerischen Staatsangehörigen, die Ausländerinnen und Ausländer mit einer Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung, die Inhaberinnen und Inhaber einer Kurzaufenthaltsbewilligung, die für einen Mindestaufenthalt in der Schweiz von 12 Monaten berechtigt, sowie die internationalen Funktionärinnen und Funktionäre. Ausgeklammert sind die Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen für weniger als ein Jahr (Ende 2007: 61′000 Personen) sowie die Personen im Asylprozess (31. Dezember 2007: 40′700 Personen).[2]
Prognose
Die wichtigsten Resultate der drei neuen vom Bundesamt für Statistik (BFS) ausgearbeiteten Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz sowie zur Entwicklung der Erwerbsbevölkerung sind eine markante Alterung der Wohnbevölkerung zwischen 2005 und 2035 und eine rückläufige Erwerbsbevölkerung ab 2015.
Seit 1984 veröffentlicht das Bundesamt für Statistik im Auftrag des Bundesrates und in Zusammenarbeit mit dem Perspektivstab der Bundesverwaltung periodisch Bevölkerungsszenarien für die Schweiz. Die Bevölkerungsszenarien dienen als Grundlage für die Vorausschätzungen des Bundes, insbesondere für die Wirtschaftsszenarien.
Zwei Alternativszenarien befassen sich eingehender mit der Alterung der Bevölkerung. Das eine baut auf einer Hypothesenwahl auf, bei der das Verhältnis der Anzahl der mindestens 65-Jährigen zur Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (20-64) am stärksten ansteigt. Schliesslich kann auf Grund von 9 Varianten des Szenarios “Trend” untersucht werden.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ a b Medienmitteilung vom BFS, 27. August 2009 (pdf)
- ↑ Medienmitteilung vom BFS, 28. August 2008 (pdf)
Schweizer Bundesamt für Statistik
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