Dreitausender

Dreitausender nennt man Berge mit einer Höhe zwischen 3000 und 4000 Meter über dem Meer. Entsprechend sind auch Bezeichnungen als z. B. Zweitausender, Viertausender oder Achttausender üblich.
Die Ersteigung dieses Höhenbereiches und seiner oft steilen Berghänge erfordert von den Bergsteigern bereits erhebliche Erfahrung und wetterfeste Ausrüstung, was sie – ebenso wie die Plötzlichkeit mancher Wetterumschwünge – von vielen Zweitausendern unterscheidet.

Silvretta-Panorama mit Gipfeln zwischen 3.000 und 3.400 m

Die Bezeichnung „Dreitausender“ wird aus Gründen des Tourismus gerne dort verwendet, wo nur einzelne Gipfel dieses Niveau überragen – z. B. in den Südalpen, im östlichen Teil Österreichs oder in den Kalkalpen.
So ist die Parseierspitze in den Lechtaler Alpen mit 3036 m der einzige Dreitausender der nördlichen Kalkalpen; oft wird hier auch der Dachstein genannt, der mit 2995 m Höhe aber kein Dreitausender ist.

Die östlichsten Dreitausender der Alpen stehen in der Hafnergruppe im Osten der Hohen Tauern, im Dreieck Katschtal (oberstes Liesertal), Maltatal und Murtal. Es sind dies von West nach Ost: Großer Hafner 3076 m, Lanischhafner 3018 m, Lanischeck 3022 m, Großer oder Malteiner Sonnblick 3030 m und Mittlerer Sonnblick 3000 m.

Östlichster Dreitausender der Alpen:Mittlerer Sonnblick3000 mÖsterreich47° 3′ 13″ N, 13° 25′ 55″ O47.05355555555613.4319166666673000
Westlichster Dreitausender der Alpen:Le Rochail3023 mFrankreich44° 58′ 51″ N, 6° 1′ 41″ O44.9808333333336.02805555555563023
Nördlichster Dreitausender der Alpen:Kempsenkopf3090 mÖsterreich47° 11′ 43″ N, 12° 44′ 53″ O47.19533333333312.7479166666673090
Südlichster Dreitausender der Alpen:Mont Clapier3045 mItalien/Frankreich44° 6′ 53″ N, 7° 25′ 11″ O44.1146388888897.419753045

Während Deutschlands Zugspitze – ähnlich wie der o.e. Dachstein – mit 2.964 m die runde Marke knapp verfehlt, haben etwa die Schweiz, Frankreich, Österreich und Italien viele hundert Alpengipfel über 3.000 Meter:

Siehe auch

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