Eiland

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem geographischen Begriff „Eiland“. Eiland ist auch ein anderer Name der Gerichtsinsel.
Rockall im Nordostatlantik ist ein sehr abgelegenes felsiges Eiland von rund 570 m².

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Wortgeschichte

Die Herkunft des Begriffs Eiland ist nicht ganz klar. Das altn. eyland (vgl. dän. ejland, nl. eiland, engl.island; ferner mhd. ouwe für „Wasser“, „(Halb)insel“, „bewässertes Wiesenland“) deutet einerseits auf „wasserumflossenes Land“, „Auland“; anderseits das mhd. einlant (vgl. lat. insula; altfries. ei, „Wasser“) auf isoliert in der Flut liegendes Land.[1]

Das altfriesische Wort für „Eiland“ war eyland oder alond. Aus dem Mittelniederländischen sind heylant und eylant überliefert. Das Mittelniederdeutsche hatte mehrere Wörter bzw. Aussprachen hierfür: elant, eilant, einlant, eiglant oder olant. Andere mittelniederdeutsches Wörter für Insel waren och, oie oder oge.

Im 17. Jahrhundert übernahm das Standarddeutsche das Wort „Eiland“. Die damalige Schreibweise war noch „Eyland“. Erst durch die Orthographische Konferenz von 1876 wurde die Schreibweise offiziell geändert. Die vormalige Bedeutung „Insel“ ohne Bezug auf die Größe.[2], veränderte sich seitdem zur heutigen Bedeutung „kleinere (kleine) Insel“, „Inselchen“ (wofür es vorher die Verkleinerungsform Eiländchen gegeben hatte[3]).

Zur Bestimmung

Der Begriff „Eiland“ wurde nicht klar definiert. Man kann also nicht sagen, wie groß ein Eiland höchstens sein darf. Die meisten Eilande sind nicht über 100 km² groß. Es gibt jedoch auch Inseln, die über 1.000 km² groß sind und die man trotzdem als Eiland bezeichnet. Einfluss hat dabei auch die Entlegenheit der Insel. Auf den Färöer-Inseln liegt die Grenze zwischen „Insel“ und „Holm“ bei etwa 0,7 km².

Synonyme

Ein anderes Wort für „kleine Insel“ ist Holm (vgl. Stockholm), das ebenfalls aus dem Niederdeutschen kommt. Die pommerische Bezeichnung für (kleine) Insel ist Oie (vgl. Greifswalder Oie). Das Wort „Oie“ besitzt einen gemeinsamen Ursprung mit dem friesischen oog und dem dänischen Ø.

Ähnliche Bezeichnungen aus anderen Sprachen

Anmerkungen

  1. Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 3, EA 1862, München 1984, Sp. 105 f.
  2. Vgl. noch bei Klopstock: zögerst du von des Albion Eiland herüber?, Grimm a. a. O., Sp. 105.
  3. Grimm a. a. O., Sp. 106

Siehe auch

 Wiktionary: Eiland – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
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