Esquilin
Der Esquilin (lateinisch: mons Esquilinus, italienisch: Colle Esquilino) ist einer der sieben klassischen Hügel Roms. Der Esquilin gab dem römischen Rione Esquilino seinen Namen, der nach Trastevere die meisten Einwohner der Stadtteile der römischen Altstadt zählt.
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Geographie
Der Esquilin ist eine an ihrer höchsten Stelle 65 m messende Erhebung, die sich vom römischen Hauptbahnhof Termini in Richtung Kolosseum zieht. Er besteht aus drei Einzelerhebungen:
- Cispio - Mons Cespius (Norden)
- Fagutal (Westen)
- Oppio - Mons Oppius (Süden)
Der Fagutal wird häufig als Teil des Oppio angesehen. In der antiken Beschreibung des Fests Septimontium wird zwischen diesen beiden Erhebungen jedoch unterschieden.
Geschichte
In der Kaiserzeit galt der obere Teil des Hügels als bevorzugte Wohngegend, wobei die unteren Bereiche Teil des in Verruf stehenden Subura-Viertels waren.
Über den Esquilin verlief auch der östliche Abschnitt der republikanischen Stadtmauer Roms, der Servianischen Mauer, in der sich dort ein Tor, die Porta Esquilina, befand.
Auf einer der Erhebungen des Esquilin, dem Oppio, befand sich die Residenz des römischen Kaisers Nero, die Domus Aurea. Auf einer weiteren, dem Cispio, die Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore und Santa Prassede. San Pietro in Vincoli befindet sich am Fagutal.
Als Carinae wird jener Teil des antiken Roms bezeichnet, der die Ausläufer des Hügels Esquilin gegen den Palatin umfasst.
Statuenfunde
1506 wurde die Laokoon-Gruppe auf dem Esquilin wiedergefunden.
Im Jahre 1781 wurde von Carlo Fea die auf dem Esquilin gefundene Marmorkopie des Diskobolos als eine von dem Bronzeoriginal von Myron stammende identifiziert.
Eine 1874 in den kaiserlichen Gärten auf dem Esquilin gefundene Statue einer unbekleideten weiblichen Gestalt wird als „Venus vom Esquilin“ bezeichnet.
Literatur
- Filippo Coarelli: Rom. Ein archäologischer Führer. Verlag von Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2685-8, S. 214–240.
Weblinks zu zu
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