Expedition

Dieser Artikel erläutert die Expedition als Entdeckungs- oder Forschungsreise; zu anderen Bedeutungen siehe Expedition (Begriffsklärung).
Die Routen der Südseexpeditionen von James Cook

Eine Expedition (urspr. lat. expeditio „Erledigung, Feldzug“) ist nach Oxford English Dictionary eine Reise in einer Gruppe in entlegenem, schwierigem und weglosem Gelände, früher zumeist als Entdeckungs- oder Forschungsreise.

Expeditionen wurden in früheren Zeiten oftmals von Geographischen Gesellschaften und im Auftrag von Regierungen durchgeführt. Gründe waren die Inbesitznahme entdeckter Gebiete als Kolonie oder Protektorat und deren Erforschung sowie bis in die Gegenwart Exploration von Rohstoffvorkommen. Seit dem 18. Jahrhundert dienten Expeditionen häufig der wissenschaftlichen Forschung zur Entdeckung von neuen Pflanzen- und Tierarten oder um herausragende geografische Ziele wie den Nord- und Südpol zu erreichen.

Forschungsreisen als Expeditionen werden auch heute noch von Universitäten oder Forschungsanstalten, wie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe[1] oder dem Alfred-Wegener-Institut[2] sowie der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten unternommen. Im Bereich der Naturwissenschaften gilt als eine herausragende internationale Lehrstätte für arktische Wissenschaften das University Centre auf Svalbard UNIS[3] in Longyearbyen. Ziele wissenschaftlicher Expeditionen stammen zu meist aus den Bereichen Biologie mit Zoologie oder Paläontologie, Botanik, Geowissenschaften mit Glaziologie, Geografie, Geophysik sowie Atmosphärenwissenschaften mit Metrologie. In früheren Zeiten wurden häufig Studien im Bereich der Anthropologie und Ethnologie unter anderen für Museen für Völkerkunde wie dem Überseemuseum Bremen unternommen.

Im privaten Bereich werden Trekkingexpeditionen als besondere Form von Natursport und Outdooraktivitäten[4] unternommen. Für ein naturverträgliches Reisen hat der WWF für Expeditionen in der Arktis Grundsätze und Reisehinweise erarbeitet[5], die eine Richtlinie für Arktisbesucher[6] darstellt und einen Kodex für Arktis-Reiseveranstalter [7] bilden. Selbstverpflichtung von Expeditionsreisenden sollte es sein darauf zu achten, dass diese Richtlinien eingehalten werden und allgemein als Richtlinie für Reisen in einer Gruppe in schwierigem Gelände dienen. Bergexpeditionen werden durch den Deutschen Alpenverein im Bereich von Jugendarbeit unterstützt[8] und für und durch seine Mitglieder durchgeführt. Weiteres Ziel einer Expeditionen kann die Produktion von Tier- und Naturfilmen sein.

Inhaltsverzeichnis

Expeditionsvorbereitung

Expeditionsplanung

Bestandteile der Expeditionsvorbereitung ist neben der Finanzierung die Expeditionsplanung mit der Definition des(r) Expeditionsziel(e) unter Berücksichtigung der Klimazone sowie der Beschaffung und Aufbereitung von Informationen durch Reisebeschreibungen, geographische Abhandlungen und in Folge die graphische Planung an Hand von großräumigen Übersichtskarten (Generalstabskarten 1:250.000 und größer) wie TPC-Luftfahrtkarten und Sowjetische Generalstabskarte. Die „Feinplanung“ mit topographischen Karten 1:100.000 und kleiner mit Höhenlinien sowie Luft- und Satellitenbildern legt den geplanten Expeditionsweg mit UTM-Koordinaten von Wegeckpunkten fest und bestimmt dabei Geländehindernisse und Tagesentfernungen und den daraus resultierenden Zeitbedarf sowie vorzubereitende Sicherungsmassnahmen.

Der Expeditionszeitplan zeigt den Ablauf vor dem eigentlichen Beginn, während und nach der Expedition auf. Der Kosten- und Finanzplan legt den wirtschaftlichen Rahmen der Expedition fest und zeigt entstehende Kosten und deren Finanzierung. Zu diesen gehören unter anderem Flug- und sonstige Transportkosten, Ausrüstung und Verpflegung, Genehmigungen und Versicherungen. Diese Einzelpläne stehen, nach einer generellen Beschreibung der Expedition, vor einer weitern Detailplanung.

Bereits in der Planung wird festgelegt, in welchem Rahmen die Expeditionsführung geschieht und wer sie mit welchen Rechten übernimmt. Die Planung wird meist schriftlich in einem Expeditionsvertrag festgehalten – in dem auch die Finanzierung und die Verwertung geregelt wird. Für einige Expeditionsgebiete sind vorher Genehmigungen von den jeweiligen Naturschutz- oder Innenbehörden zu beantragen. Der Abschluss einer Bergeversicherung kann ebenso wie die Mitnahme gesonderter Sicherheitsausrüstung durch die Genehmigungsbehörde vorgeschrieben werden.

Expeditionsvorbereitung Sport und medizinische Expeditionstauglichkeit

Grundvoraussetzung für die Teilnahme an einer Expedition ist je nach Belastungsumfang eine ärztliche Untersuchung mit der Erkrankungen oder Vorschäden ausgeschlossen werden können, die zu Expeditionsuntauglichkeit führen könnten. Das AWI hat dazu einen medizinischen Fragebogen entwickelt, der auch für andere Expeditionen als Anhalt dienen kann.[9] Eine wesentlicher Bestandteil der Expeditionsvorbereitung auch zur Unfallverhütung ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch gezieltes Sporttraining und Leistungssteigerung durch mehr Ausdauer sowie Sicherheitsreserven in Stresssituationen. Durch einen Schutzmechanismus des Körpers ist die maximal mögliche Leistung eines Menschen normalerweise nur zu zirka 70 % willentlich mobilisierbar, bei Trainierten steigert sich diese auf bis zu 90 %. Die restlichen Energiereserven sind nur bei außergewöhnlichen Stress- und Notfallsituationen sowie durch Doping verfügbar. Durch Training kommt es an einzelnen Organen unter anderem zu Volumenvergrößerungen, verbesserten Transportmechanismen oder erhöhter Energiespeicherung. Der Organismus arbeitet dadurch ökonomischer und erholt sich auch rascher nach Belastungen.[10] Entsprechend dem Vorhaben beginnt die sportliche Vorbereitung je nach Vorhaben bis zu einem Jahr vorher nach den Grundsätzen der Trainingslehre und nach vorheriger sportmedizinischer und ggf höhenmedizinischer Beratung. Hinreichende sportliche Leistungsfähigkeit für Kraftausdauer kann beim Sportabzeichen, zusätzlich dem Laufabzeichen und dem Walkingabzeichen angenommen werden. Trainingsbestandteil kann unter anderem das Ziehen von betongefüllten Reifen statt eines Pulka während der Expedition sein.

Expeditionsversorgung

Die geplante und vorbereitete Versorgung der Expedition kann im Voraus durch Depot, Anschlussversorgung durch ein Luftfahrzeug oder begleitend Akia, Zugkarren, Träger oder Tragtiere erfolgen, oder beim Alpinstil für eine begrenzte Zeit von maximal 14 Tagen durch Selbsttragen. Seltener werden heute noch Schlittenhunde benutzt. Bezeichnend ist jedoch, dass die Sirius-Patrouille in Nordost-Grönland diese immer noch eingesetzt.

Expeditionsführung

Expeditionsführung als das Führen von Menschen in einer Gruppe in schwieriger Umgebung, ist richtungsweisendes Einwirken zum Erreichen definierter Expeditionziele, bei Akzeptanz dieser Führung durch die Expeditionsteilnehmer. Unterschieden werden Individualführung – bezogen auf den Einzelnen – und Teamführung – bezogen auf die Expeditionsgruppe. Der wesentliche Faktor für die Zusammenarbeit der Expeditionsgruppe ist die Teamfähigkeit des Einzelnen.
Umweltfaktoren wie Wetter, ungewohnte Lebensumstände und Naturgefahren wie Bergsturz, Lawinen, heiße oder tiefe Lufttemperatur oder Wildtiere haben wesentliche psychologischen Einfluss auf das Durchhaltevermögen von Menschen aus urbanen Gebieten. Persönliche Bedürfnisse können sich durch Gruppendynamik negativ auf das Erreichen wollen des Expeditionsziel auswirken und persönliche Bequemlichkeit zu einem negativen Verhalten gegenüber der Expeditionsgruppe oder Einzelnen führen. Der Selbstdisziplin kommt hier ein hohes Maß zu.
Menschführung unter diesen Umständen unterscheidet sich von den Grundsätze her nicht von denen für Führungskräfte im Wirtschaftsleben, da auch eine Expeditionsleitung Personal- und Kostenverantwortung bedeuten. Warren Bennis als Theoretiker von Führung und Leitung unterscheidet Manager als Verwalter und Führungskräfte die Ziele aktiv definieren. Dabei werden Führungspersönlichkeiten nach Bennis nicht geboren sondern gemacht. Erkenntnis ist nach seinen Untersuchungen dabei ist, dass es nicht den perfekten Stil gibt, aber als wesentliche Gemeinsamkeit ein definiertes und vermitteltes Ziel, Kontinuität und Glaubwürdigkeit des Führenden und Bewusstsein der eigenen Schwächen des Führenden. Eine Führungspersönlichkeit muss nach Bennis in der Lage sein berechtigte Kritik zu akzeptieren und sich, wenn es notwendig ist, verändern können und trotzdem weitermachen. Dieser Prozess des Erlernens von Führen kann auch als horizontale Sozialisation des Lernens von Führen in einem langfristigen Prozess verstanden werden, bei dem das Wie und das Wann des richtungsweisenden Einwirkens erlernt wird. Insofern widerspricht der Begriff des „geborenen Führers“ nicht der Definition von Bennis. Führung und deren Glaubwürdigkeit wird nicht unwesentlich durch die Tugenden der Führungskraft geprägt.

Wildnisfähigkeiten

Wildnisfähigkeiten sind die Kenntnissen und Fähigkeiten, die der Sicherung des Vorwärtskommens und (Über-)Lebens in der jeweiligen Klimazone dienen. Eine Expedition ist kein „Überleben im Busch“. Kenntnisse und Fähigkeiten wie sie sich unter den Stichworten Survival, Einzelkämpferlehrgang oder Combat Survival Course finden lassen, sind im eigentlichen nicht erforderlich. Die Anwendung von Kenntnissen und Fertigkeiten aus dem Combat Medical Course sind nach dem deutschen Strafrecht für Ersthelfer verboten. Hinreichende Kenntnisse und Fertigkeiten für ein Leben in der Wildnis sind allerdings unabdingbar und dienen der eigenen Sicherheit. Um wissenschaftlichen Expeditionsteilnehmern in hinreichenden Wildnisfähigkeiten auszubilden, werden von einigen Instituten ausschließlich für ihre Studierenden und akademischen Teilnehmer Lehrveranstaltungen zu Wildnisfähigkeiten [11] [12] angeboten. Expeditionskenntnisse sind allgemeine Kenntnisse und Fertigkeiten mit staatlich geprüften Berechtigungen wie Sprechfunkzeugnis (Luftfahrt), Funkbetriebszeugnis (Schifffahrt), Erste-Hilfe, Sportbootführerschein See, Jagdschein und Sachkunde Waffen zur Erteilung einer WBK werden teilweise von den jeweiligen nationalen Behörden gefordert und deren Besitz geprüft, bevor eine Expedition genehmigt wird. Grundkenntnisse und Fertigkeiten im Fischfang, Skifahren Alpin und Langlauf sowie Berggehen und Bergsteigen mit Knotenkunde werden häufig auf Expeditionen[13] dem Expeditionsteilnehmer abgefordert. Letztere können über die DAV-Kletterausbildungen Toprope und Vorstieg[14] erworben werden.

Grundlage der Ersten Hilfe ist Handhabungssicherheit zum zielgerichteten Handeln als Ersthelfer in medizinischen Notlagen durch mehrfach wiederholte Erste-Hilfe-Lehrgänge während der Expeditionsvorbereitung. Die erweiteren Kenntnisse der Ersten Hilfe sind durch Fertigkeiten für die Anwendung im Gelände [15] zu ergänzen. Zur erweiteren Ersten Hilfe für eine Expedition gehören Grundkenntnissen in der Notfallmedizin wie Herz-Lungen-Wiederbelebung, Verhalten bei Hypothermie durch Windchillfaktor sowie Grundkenntnisse aus dem Bereich der Ausbildung für Rettungssanitäter mit dem Schwerpunkt Traumatologie, Verbandmittel und Medikamente sowie Grundkenntnisse über Infektionskrankheiten durch Tropenkrankheiten. Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten erfolgt durch Impfungen, soweit für das Expeditionsgebiet von Belang. Allgemeine Hygienemassnahmen der Reisemedizin verhindern die meisten Erkrankungen.

Für die Teilnahme an Expeditionen einiger Institute werden weitere weitergehende Kenntnisse und Fertigkeiten im Brandschutz gefordert, wie sie in Lehrgänge für Selbst- und Brandschutz an der ABC-_und_Selbstschutzschule oder der Marinetechnikschule gelehrt werden sowie Fertigkeiten für die Kfz-Instandsetzung. Zivile Ausbildungseinrichtungen stehen in Deutschland nach Auflösung des Bundesverband für den Selbstschutz nicht mehr zur Verfügung. Grund dafür ist, dass nicht auf eine Feuerwehr zur Brandbekämpfung auf einer Forschungsstation oder eine Kfz-Werkstatt (Überschneefahrzeuge, Geländewagen, Festrumpfschlauchboot) zur Instandsetzung zurückgegriffen werden kann. Große Forschungsstationen halten eigenes technisches Personal, teilweise bereitgestellt durch das nationale Militär wie auf den amerikanischen und argentinischen Forschungsstationen der Antarktis, für diese Aufgaben bereit. In der trocken-kalten Klimazone stellt ein Brand, unter anderem als Elektrobrand, Motorenbrand, unvorsichtiger Umgang mit offenem Feuer im Zelt oder Nothütten, die größte Gefahr dar. Extreme Kälte macht Kunststoffleitungen, Kunststoffisolierungen und Metall extrem brüchig. Aus gebrochenen Leitungen kann dann Kraftstoff ausdringen oder diese elektrische Kurzschlüsse verursachen. Kraftfahrzeuge und Motoren werden daher wo möglich permanent vorgeheizt. Behelfsweise wird die Kühlflüssigkeit auch aus reinem Frostschutzmittel abgelassen. Auf kleineren Forschungsstationen steht Unterstützung durch Fachpersonal nicht zur Verfügung, alle anfallenden Aufgaben auch der Küchendienst müssen von den Expeditionsteilnehmern selbst erledigt werden. Daher kann zur Vorbereitung auch ein Kochlehrgang gehören.

Meteorologie und lokale Wettervorhersage

Klimazonen und Wetter bestimmen die Ökozonen, nach denen sich die Anforderungen an eine Expedition richten.
Kenntnisse über Wolken und allgemeine Zusammenhänge der Meteorologie sind für die lokale Wettervorhersage notwendig, da das lokale, tägliche Wettergeschehen die Möglichkeiten während der Expedition insbesondere beim Bergsteigen bestimmen. Die gesamte Erde unterteilt sich in von Nord nach Süd gleiche Wind und Luftdruckgürtel bzw. Winde und Windsysteme, in denen ein grundsätzlich gleichbleibendes Wetter herrscht. Wind weht in einer plantarischer Zirkulation über die Erdoberfläche.
Aufgeteilt sind die Wetterzonen in die Innertropische Konvergenzzone, die Passatzone mit dem Passat (Windsystem), der Hadley-Zelle und den Rossbreiten, der sich nördlich und südlich anschließenden Westwindzone mit der Westdrift, auf den südlichen Halbkugel sich befindenden Roaring Forties als Starkwindzone und über den Polargebieten der Polarzelle mit dem Polaren Ostwind, an der Übergangszone zur Westwindzone mit der Bildung von Polarfronten.
Für besondere Vorhaben insbesondere Bergsteigen an den Seven Summits ist eine erfolgreiche Durchführung eine gezielte Wettervorhersage durch einen Meteorologen notwendig. Allgemein werden Wetterbeobachtungen durch den Synopcode mit dem Wolkenschlüssel.[16]

Expeditionsausrüstung

Eine angemessene Expeditionsausrüstung ist neben der Verpflegung wichtiger Bestandteil der Expeditionsvorbereitung. Fehlende oder mangelhafte Expeditionsausrüstung kann schwerwiegende Folgen für die sichere Durchführung haben und Rettungsmaßnahmen notwendig machen. Die Beschaffung der Expeditionsausrüstung bildet den Abschluss der Expeditionsvorbereitung. Dabei ist die Klimazone und die jeweilige Jahreszeit zu berücksichtigen.

Expeditionsausrüstung – Bekleidung und Grundausrüstung
Trekking- oder Bergstiefeln, Trekkingbekleidung nach dem Zwiebelprinzip sowie Schlafsack, Isomatte, Zelt[17] und Trekking-Rucksack – bei Trekkingexpeditionen im Alpinstil zu meist nicht unter 100 l bilden den Grundbestandteil der Expeditionsausrüstung.

KlimazoneJahreszeitVegetationszoneLufttemperaturSchutzwirkung
trocken-kaltWinterPolarzone< -20° CWärme- und Windschutz
feucht-kaltWinterboreale Waldzone=trocken-kaltSommer< -5° CWind- und Nässeschutz,
bedingter Wärmeschutz
trocken-heißWinter=feucht-kaltSommer< +15° Cbedingter Wärme- und Nässeschutz
trocken-heißSommerWüste> +25° CSchutz vor Sonnenstrahlung und Hitze
feucht-heißganzjährigRegenwald> +30° CSchutz vor permanenter Hautfeuchtigkeit
durch schnell trocknende Bekleidung

Expeditionsausrüstung – Orientierung
Diese besteht aus Navigationsmittel wie topographische Karten und Luftbilder, Kartenwinkelmesser mit Planzeiger, Fernglas, magnetischer Kompass unter Berücksichtigung von Deklination (Geographie) und Inklination (Magnetismus) – in den Polarregionen und Regionen mit großer magnetischer Abweichung ein Sonnenkompass – sowie Satelliten-NavigationssystemGlobales NavigationssatellitensystemGlobal Positioning System oder Galileo (Satellitennavigation) zur Orientierung nach UTM-Koordinatensystem/MGRS mit GPS-Empfänger dienen zur Bestimmung des eigenen Standorts und des weiteren Expeditionswegs. Behelfsweise kann nach Sonnenuhr oder den Mondphasen orientiert werden.

Als Rettungs- und Kommunikationsmittel dienen Satellitenkommunikationsgeräte wie Iridium (Kommunikationssystem), Funkgeräte und eine Notfunkbake via COSPAS-SARSAT-Notfunksystem.

Expeditionsnahrung
Der Proviant besteht aus Grundnahrungsmitteln oder gefriergetrocknete Trekkingnahrung, für deren Zubereitung ein Kocher mit Kochgeschirr benötigt wird. Der Nahrungsbedarf errechnet sich nach dem Leistungsumsatz. Grundsätzlich geht man von einem Nahrungsbedarf[18] von 3000 bis zu 6000 kcal pro Person und Tag bei Trekkingexpeditionen aus. Dieser kann um durch Umweltfaktoren und Belastung um ein vielfaches steigen.[19] Wasseraufbereitung erfolgt mit Hilfe eines Wasserfilters, zum Transport dienen Wassersack bedingt eine Feldflasche, für Warmgetränke eine Thermosflasche – in diese sollten zur Vermeidung von Infektionen nur Trinkwasser oder Getränke aus Trinkwasser gefüllt werden.


Im (Hoch-)Gebirge oder auf Gletschern ist [20] zum Klettern und zur Klettersicherung erforderlich.

Transport und Verbringung

zu Fuß

zu Land motorisiert mit

luftunterstützt

seegestützt

Die Lewis-und-Clark-Expedition

Geschichte der Expeditionen

Die Entdeckungsreisen am Beginn der Expeditionsgeschichte waren geprägt von einer Welle der Neuentdeckungen, bedingt durch ein unvollkommenes Bild der Erde unter Einsatz. Diese Phase ging in die der Forschungsreisen über, deren Ziele es war Kenntnisse im Bereich der Erdwissenschaften zu gewinnen und gleichzeitig unterentwickelte Staaten und deren Rohstoffe im Rahmen der aufkommenden Industriealisierung für die jeweils eigene Nation zu sichern. In dieser Zeit des 19. Jahrhunderts wurden teilweise Kolonialgrenzen gezogen die bis zum heutigen Tag Gültigkeit als Staatsgrenzen haben und Bevölkerungsgruppen in zwei Staaten zerschneiden und zu heutigen Konflikten führen. Diese Konfliktpotential hat entsprechenden Einfluss auf die Durchführbarkeit einer Expedition nach der Sicherheitslage in diesem Gebiet.

Die Geschichte der Nordpolexpeditionen und das Goldenes Zeitalter der Antarktis-Forschung war von nationaler Konkurrenz geprägt, um die letzten unerreichten Ziele der Erde zu “erobern”. Die Expeditionen wurden teilweise in kürzester Zeit geplant und mit unerprobten Mitteln durchgeführt, die bei einigen Expeditionen zu einem tödlichem Ausgang führten.

Liste bekannter Entdeckungs- und Forschungsreisender

Entdeckungsreisende

Forschungsreisende

Expeditionsreisende

Militärische Einheiten und Polizei mit Expeditionsauftrag

Expeditionstierfilmer

Bekannte Tierfilmer die Expeditionen zur Produktion von Natur- und Tierfilmen unternommen haben sind unter anderem Michael Grzimek und Bernhard Grzimek, Heinz Sielmann, David Attenborough, Ernst Arendt und Hans Schweiger, Andreas Kieling, Matto Barfuss, [22] und [23].

Leiter von Meeresexpedtionen

non-commercial Expeditionen der letzten Jahre

  • [24] Expedition „Durchquerung des Changtang by fair means“[25] 1997
  • [26] JDAV Expedition Spitzbergen 1999
  • [27] Grönland Hundeschlittenexpedition 2002
  • [28] Swiss AACB East Greenland Expedition 2005
  • [29] Grönland Transversale 2005/2006
  • [30] Arctic Summits Expedition 2008
  • [31] Antarktisexpedition 2008/2009
  • [32] Expedition magnetischer Nordpol
  • [33] JDAV Spitzbergen 2008
  • [34] JDAV Expedition Spitzbergen 2009

Weitere Expeditionen sind in der Kategorie:Expedition zu finden.

Expeditionsziele und Expeditionsräume

Dass es auch heute noch terra incognita gibt, zeigt die Teilnahme eines NDR-Fernsehteam zur Erforschung des nördlichsten Landpunktes der Welt in Grönland Ultima Thule 2008. [35] Häufige vielfach kommerzielle Expeditionsziele sind die höchsten Gipfel der Welt – die Seven Summits.

Weitere Expeditionsgebiete der Wildnis sind unter der Kategorie:Wildnisgebiet, für die USA unter Wilderness Area USA zu finden.

Siehe auch

Portal:Berge und Gebirge
Portal:Geowissenschaften


Literatur

  • Johannes W. Grüntzig, Heinz Mehlhorn: Expeditionen ins Reich der Seuchen. Medizinische Himmelfahrtskommandos der deutschen Kaiser- und Kolonialzeit, Elsevier-Verlag, München 2005
  • Fergus Fleming, Annabel Merullo: Legendäre Expeditionen: 50 Originalberichte, National Geographic Verlag; 2. Auflage, November 2006
  • Matthias Hake: Expeditionshandbuch. Planung, Ausrüstung, Krisenmanagement. Pietsch Verlag Stuttgart, 1. Auflage 2005, ISBN 3-613-50490-1
  • Owen Beattie, John Geiger: Der eisige Schlaf: Das Schicksal der Franklin-Expedition, Piper Verlag; Mai 1998.
  • Ariane Audouin-Dubreuil: Expedition Seidenstraße: Mit den ersten Geländewagen von Beirut bis Peking National Geographic Verlag, August 2008.
  • Nigel Gifford: Expeditionen. Handbuch für Planung und Praxis: Konzeption, Finanzierung, Anreise, Nahrung, Ausrüstung, Logistik und Führung, ISBN 3-613-50005-1
  • Sheppard, Tom: Vehicle-dependent Expedition Guide, ISBN 0-9532324-0-9
  • Gregory H. Bledsoe, Michael J. Manyak, David A. Townes: Expedition and Wilderness Medicine: Wilderness, Remote, and Extreme Environments, ISBN 0521868734
  • Stefan Simmerer: Expeditionen zum Selbermachen [27] ZS Outdoor 09/2003

Weblinks zu zu

Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 1891 und 1892-1893, Leitung Erich von Drygalski

Einzelnachweise

  1. http://www.bgr.bund.de/cln_101/nn_323902/DE/Themen/MeerPolar/Polarforschung/Arktis/Expeditionen/expeditionen__node.html?__nnn=true Geowissenschaftliche Expeditionen BGR
  2. http://www.awi.de/de/
  3. http://www.unis.no
  4. http://de.wikibooks.org_____http://de.wikipedia.org/wiki/Outdoor-Aktivitäten
  5. [1]
  6. http://assets.panda.org/downloads/codeofconductforarctictourists(ger).pdf
  7. http://www.polartravel.de/downloads/kodexfuerarktisreiseveranstalter.pdfrktis
  8. [2]JDAV Expedition
  9. [3]AWI medizinischer Fragebogen
  10. [4]Bexmed Expeditionsvorbereitung Sport
  11. [5]Lehrveranstaltung Wildnisfähigkeiten UNIS
  12. [6]AWI Vorausbildung Expeditionsteilnehmer
  13. [7]wikibooks Knotenfibel
  14. [8]Kletterausbildung DAV
  15. [9]wikibooks Erste-Hilfe Gelände
  16. Erläuterung Synopcode
  17. [10]wiki Zelttypen
  18. [11]Energiebedarfsrechner
  19. [12]Bexmed Nahrung
  20. Ausrüstungwikipedia Klettermaterial
  21. http://epic.awi.de/Publications/Polarforsch1990_3_4.pdf
  22. Dieter GlogowskiDieter Glogowski
  23. Norbert RosingNorbert Rosing
  24. [13]Changtang Expedition
  25. [14]Focus
  26. [15]JDAV Spitzbergen
  27. [16]Grönland
  28. [17]Ost-Grönland AACB
  29. [18]Grönland Transversale
  30. [19]Arctic Summits
  31. [20]Antarktisexpedition
  32. [21]Quanok Expedition
  33. [22]JDAV Expedition
  34. [23]JDAV Expedition
  35. [24]Ultimat Thule Expedition
  36. [25]Explorers Club
  37. [26]NOLS
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