Farbperspektive

Farbperspektive kennzeichnet die Erscheinung, dass Farben auf zweidimensionalen Bildern unterschiedliche räumliche Entfernungen suggerieren. Die Erscheinung ist teils psychologisch, teils durch die Physiologie des menschlichen Auges bedingt.

Bei der sogenannten Luftperspektive suggeriert ein blasserer Hintergrund eine räumliche Tiefe, die auf der Erfahrung alltäglicher Beobachtungen beruht.

Rein physikalisch spielt eine Rolle, dass Farben verschiedene Wellenlängen haben und von optischen Systemen in unterschiedlichen Winkeln gebrochen werden. Die Folge ist, dass blaue Gegenstände durch eine Linse an einer anderen Stelle schärfer abgebildet werden als rote. Rote Objekte werden im Auge “weiter vorne” abgebildet als blaue. Sind auf einem zweidimensionalen Bild gleichgroße Gegenstände in roter und blauer Farbe enthalten, wird die Linse des Auges beim Betrachten des roten Gegenstandes konvexer gestellt und wirkt wie ein Vergrößerungsglas, während sie sich beim Betrachten eines blauen Gegenstandes abflacht, um ein scharfes Bild zu bekommen. Die auf die Netzhaut projizierte rote Fläche ist daher größer als die blaue und erscheint dadurch auch näher.

© Dieser Artikel zu Farbperspektive stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Farbperspektive , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.
© Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.