Franz-Josef Schmale

Franz-Josef Schmale (* 24. Januar 1924) ist ein deutscher Historiker für Mittelalterliche Geschichte.

Franz-Josef Schmale promovierte 1950 bei Walther Holtzmann mit dem Thema Die precepta prosaici dictaminis secundum Tullium und die Konstanzer Briefsammlung. Nach einem längerem Forschungsaufenthalt in Rom war er Assistent bei Karl Bosl in Würzburg und habilitierte mit einer Studie über das Papstschisma von 1130. In der Folgezeit lehrte er dort als Privatdozent und war seit 1964 bis zu seiner Emeritierung Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bochum.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die bayerische, fränkische und westfälische Landesgeschichte, daneben die Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Papst- und Konzilienhistorie, zum anderen die Quellenedition und -kritik und die Geschichtsschreibung vor allem des Hohen Mittelalters. Franz-Josef Schmale machte zahlreiche Editionen und Übersetzungen zur Geschichte des Investiturstreites und der deutschen Historiographie im Rahmen der Monumenta Germaniae Historica und der Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe. Besonders bekannt wurde er durch die Neubearbeitung der Quellenkunde Wattenbachs, die als Leitfaden zu den Quellen der Geschichte des deutschen Mittelalters gilt.

Schriften

Monografien
  • Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, 2 unveränderte Auflage, Darmstadt 1993, ISBN 3-534-08568-X.
  • Studien zum Schisma des Jahres 1130, Köln 1961.
Herausgeberschaften und Editionen

Literatur

  • Dieter Berg und Hans-Werner Goetz: Ecclesia et regnum : Beiträge zur Geschichte von Kirche, Recht und Staat im Mittelalter. Festschrift für Franz-Josef Schmale zu seinem 65. Geburtstag, 2 Auflage, Bochum 1989, ISBN 3-924517-24-X.

Literatur von und über Franz-Josef Schmale im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

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