Glaserdiagramm

Glaserdiagramm ohne Tauwasseranfall

Das Glaserdiagramm dient zur Beurteilung des Tauwasserausfalls in Bauteilen. Es dient als Alternative zur Berechnung nach dem Glaser-Verfahren. Zur Erstellung des Glaserdiagramms wird das Bauteil in einem kartesischen Achsensystem eingefügt.

Für definierte Klimabedingungen wird der Temperaturverlauf in dem zu untersuchenden Bauteil errechnet. Zu den Temperaturen an den Oberflächen und Trennschichten werden Wasserdampfsättigungsdruck und Wasserdampfteildruck ermittelt und der Verlauf der Wasserdampfdruckkurven über der wasserdampfdiffusionsäquivalenten Luftschichtdicke grafisch dargestellt. Anhand der Kurvenverläufe kann festgestellt werden, ob und in welchem Bereich des Bauteils Tauwasser anfällt.

Das Rechenverfahren und seine Anwendung werden in der Norm DIN 4108 umfassend erläutert. Es gibt anwenderfreundliche PC-Programme, mit denen Diffusionsberechnungen nach DIN 4108 für beliebige Bauteilaufbauten durchgeführt werden können.

Normen und Standards

  • DIN 4108 – Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden

Literatur

  • Peter Lutz: Lehrbuch der Bauphysik. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-5194-5014-3, S. 393f. 
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