Haguenau

Haguenau
RegionElsass
DépartementBas-Rhin
ArrondissementHaguenau (Unterpräfektur)
KantonHaguenau
Koordinaten48° 49′ N, 7° 47′ O48.8172222222227.7886111111111150Koordinaten: 48° 49′ N, 7° 47′ O
Höhe150 m (115–203 m)
Fläche182,59 km²
Einwohner34.891 (2006)
Bevölkerungsdichte191 Einw./km²
Postleitzahl67500
INSEE-Code67180
Websitewww.ville-haguenau.fr/

Haguenau [agˈno] (deutsch: Hagenau) ist eine Stadt im Elsass (Frankreich) – rund 25 Kilometer nördlich der elsässischen Hauptstadt Straßburg, etwa 50 Kilometer südwestlich der früheren badischen Hauptstadt Karlsruhe und etwa 75 Kilometer südöstlich der saarländischen Hauptstadt Saarbrücken am kleinen Fluss Moder gelegen. Mit rund 35.100 Einwohnern ist sie nach Straßburg die zweitgrößte Stadt im Département Bas-Rhin (Unterelsass). Die Stadt ist Sitz des Verwaltungsbezirks (Arrondissement) Haguenau, und auch Hauptort des Kantons Haguenau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der die Stadt umgebende Forst ist das größte geschlossene Waldgebiet in der elsässischen Ebene. Dieses war Jagdgebiet der Herzöge von Schwaben. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts ließ Herzog Friedrich der Einäugige im Flüsschen Moder eine Wasserburg errichten, die sein Sohn, Kaiser Friedrich I. Barbarossa, zu einer Pfalz ausbaute. Bereits 1164 wurde der Ort als Lieblingssitz des Kaisers Friedrich Barbarossa von diesem zur Stadt erhoben; die Pfalz war jahrzehntelang staufische Residenz und Aufbewahrungsort der Reichsinsignien (in der Pfalzkapelle) sowie eine Stätte glänzender Reichstage.

Um 1260 wurde Hagenau Freie Reichsstadt, dann durch Rudolf von Habsburg Sitz der Oberlandvogtei; seit 1354 war es Haupt des elsässischen Zehnstädtebundes, bis der Dreißigjährige Krieg Macht und Wohlstand der Stadt brach. Durch den Westfälischen Frieden fiel sie 1648 an Frankreich. Beim Hagenauer Religionsgespräch trafen sich 1540 in dem Ort Fürsten und Theologen, um über die Bedingungen eines Religionsgesprächs zwischen Protestanten und Katholiken zu verhandeln.

Im Jahr 1677 wurde Hagenau auf Befehl Ludwigs XIV. durch die Truppen des französischen Generals de Monclar niedergebrannt, die Kaiserpfalz dem Erdboden gleichgemacht (die Trümmer wurden in der Vaubanschen Grenzfestung Fort-Louis verbaut). Von 1871 bis 1919 gehörte die Stadt zum deutschen Reichsland Elsaß-Lothringen.

Sehenswürdigkeiten

  • Musée historique, größtes Museum des Bas-Rhin außerhalb Straßburgs
  • Musée alsacien, untergebracht im Renaissancegebäude der ehemaligen Kanzlei
  • Romanische und gotische Kirche Église Saint-Georges
  • Gotische Kirche mit barocker Ausstattung Église Saint-Nicolas
  • Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung: Porte de Wissembourg, Tour des Pêcheurs, Tour des Chevaliers
  • Brunnen: Georgenbrunnen (Mittelalter), Bienenbrunnen (18. Jahrhundert), Delphinbrunnen (1825)
  • Klassizistische Synagoge (1820, 1940 durch die Nazis zerstört, 1959 wiederaufgebaut)
  • Klassizistisches Theater (1842-46)
  • Historistische Hopfenhalle (1867, erweitert 1881 und 1908)
  • Alte Wassermühle
  • Spätmittelalterliche Ancienne douane
  • Barocke Bürgerhäuser (18. Jahrhundert)

Galerie

Universitäten

In Haguenau befindet sich seit 2006 eine Außenstelle der Universität Straßburg, das Institut universitaire de technologie de Haguenau.

Städtepartnerschaften

Mit Landau in der Pfalz (Rheinland-Pfalz) wird seit 1963 eine Städtepartnerschaft gepflegt.

Söhne und Töchter der Stadt

Mit der Stadt verbundene Personen

  • Joseph Guerber (1824-1909), Schriftsteller und Journalist, Vikar in Hagenau

 Commons: Haguenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

© Dieser Artikel zu Haguenau stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Haguenau , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.
© Dieser Artikel zu des12.JahrhundertsließHerzogFriedrichderEinäugigeimFlüsschenModereineWasserburgerrichten,dieseinSohn,KaiserFriedrichI.Barbarossa,zueinerPfalzausbaute.Bereits1164wurdederOrtalsLieblingssitzdesKaisersFriedrichBarbarossavondiesemzurStadterhoben;diePfalzwarjahrzehntelangstaufischeResidenzundAufbewahrungsortderReichsinsignien(inderPfalzkapelle)sowieeineStätteglänz stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den FriedrichderEinäugigeimFlüsschenModereineWasserburgerrichten,dieseinSohn,KaiserFriedrichI.Barbarossa,zueinerPfalzausbaute.Bereits1164wurdederOrtalsLieblingssitzdesKaisersFriedrichBarbarossavondiesemzurStadterhoben;diePfalzwarjahrzehntelangstaufischeResidenzundAufbewahrungsortderReichsinsignien(inderPfalzkapelle)sowieeineStätteglänz”>Original-Artikel zu des12.JahrhundertsließHerzogFriedrichderEinäugigeimFlüsschenModereineWasserburgerrichten,dieseinSohn,KaiserFriedrichI.Barbarossa,zueinerPfalzausbaute.Bereits1164wurdederOrtalsLieblingssitzdesKaisersFriedrichBarbarossavondiesemzurStadterhoben;diePfalzwarjahrzehntelangstaufischeResidenzundAufbewahrungsortderReichsinsignien(inderPfalzkapelle)sowieeineStätteglänz , die Versionsgeschichte
und die Liste der FriedrichderEinäugigeimFlüsschenModereineWasserburgerrichten,dieseinSohn,KaiserFriedrichI.Barbarossa,zueinerPfalzausbaute.Bereits1164wurdederOrtalsLieblingssitzdesKaisersFriedrichBarbarossavondiesemzurStadterhoben;diePfalzwarjahrzehntelangstaufischeResidenzundAufbewahrungsortderReichsinsignien(inderPfalzkapelle)sowieeineStätteglänz&action=history”>Autoren einsehen.