Hassium

Eigenschaften
Eigenschaften (soweit bekannt)
Name, Symbol, OrdnungszahlHassium, Hs, 108
SerieÜbergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block8, 7, d
CAS-Nummer54037-57-9
Atomar
Atommasse265, 269, 270 u
Elektronenkonfiguration[Rn] 5f14 6d6 7s2 (?)
Elektronen pro Energieniveau2, 8, 18, 32, 32, 14, 2
Isotope
IsotopNHt1/2ZMZE MeVZP
268Hs

{syn.}

2 sα264Sg
269Hs

{syn.}

10 sα265Sg
270Hs

{syn.}

20 sα266Sg
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Besonders fragliche Werte sind mit (?) gekennzeichnet

Hassium ist ein chemisches Element mit der Kernladungszahl 108 und dem Symbol Hs. Es zählt zu den Transactinoiden. Es wird auch als Eka-Osmium bezeichnet. Im Periodensystem zählt es zur 8. Nebengruppe.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hassium wurde erstmals am 14. März 1984 bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt durch Verschmelzung von Blei mit Eisen erzeugt.[1] Es bekam zunächst den Namen Unniloctium (Symbol Uno). Die 1994er Empfehlung der IUPAC (siehe Elementnamensgebungskontroverse) für den Namen war Hahnium (nach Otto Hahn).[2] Seit 1997 trägt es seinen aktuellen Namen, der sich vom lateinischen Namen Hassia für das Bundesland Hessen ableitet.[3]

Eigenschaften

Hassium ist wie die meisten Transactinoide sehr kurzlebig. 265Hs hat eine Halbwertszeit von 1,5 ms und 269Hs 10 s.[4] 270Hs ist mit einer Halbwertszeit von 22 s das langlebigste Isotop.[5][6]

Verbindungen

2001 konnte an der GSI in Darmstadt eine Sauerstoffverbindung des Hassiums erzeugt werden.[4][7] Aufgrund der hohen Flüchtigkeit handelt es sich hierbei höchstwahrscheinlich um Hassiumtetroxid 269HsO4, dem Analogon zum homologen Osmiumtetroxid. Trotz der kurzen Halbwertszeit konnten die Forscher im Mittel zwei bis drei Moleküle pro Tag bis zu einem Thermochromatographen leiten. Überraschenderweise zeigte HsO4 eine höhere Abscheidetemperatur auf den Detektoroberflächen und damit eine geringere Flüchtigkeit als OsO4.[4]

Einzelnachweise

  1. G. Münzenberg, P. Armbruster, H. Folger, P. F. Heßberger, S. Hofmann, J. Keller, K. Poppensieker, W. Reisdorf, K.-H. Schmidt, H.-J. Schött, M. E. Leino, R. Hingmann: The identification of element 108, in: Zeitschrift für Physik A Hadrons and Nuclei 1984, 317 (2), 235–236; doi:10.1007/BF01421260.
  2. Names and Symbols of Transfermium Elements (IUPAC Recommendations 1994).
  3. Names and Symbols of Transfermium Elements (IUPAC Recommendations 1997).
  4. a b c Ch. E. Düllmann, W. Brüchle, R. Dressler, K. Eberhardt, B. Eichler, R. Eichler, H. W. Gäggeler, T. N. Ginter, F. Glaus, K. E. Gregorich, D. C. Hoffman, E. Jäger, D. T. Jost, U. W. Kirbach, D. M. Lee, H. Nitsche, J. B. Patin, V. Pershina, D. Piguet, Z. Qin, M. Schädel, B. Schausten, E. Schimpf, H.-J. Schött, S. Soverna, R. Sudowe, P. Thörle, S. N. Timokhin, N. Trautmann, A. Türler, A. Vahle, G. Wirth, A. B. Yakushev & P. M. Zielinski: Chemical Investigation of hassium (element 108); in: Nature 2002, 418, 859–862; doi:10.1038/nature00980.
  5. J. Dvorak, W. Brüchle, M. Chelnokov, R. Dressler, Ch. E. Düllmann, K. Eberhardt, V. Gorshkov, E. Jäger, R. Krücken, A. Kuznetsov, Y. Nagame, F. Nebel, Z. Novackova, Z. Qin, M. Schädel, B. Schausten, E. Schimpf, A. Semchenkov, P. Thörle, A. Türler, M. Wegrzecki, B. Wierczinski, A. Yakushev, and A. Yeremin: Doubly Magic Nucleus 108270Hs162, in: Phys. Rev. Lett. 2006, 97 (24), 242501 (4 Seiten); doi:10.1103/PhysRevLett.97.242501.
  6. Mason Inman: A Nuclear Magic Trick. In: Physical Review Focus. 18, American Physical Society, 14. Dezember 2006 (online; Abgerufen am 21. Dezember 2006; englisch). 
  7. Matthias Schädel und Andreas Türler: Ein Platz für Schwergewichte, in: Physik Journal 2009, 8 (6), 35–40; Abstract.

Weblinks zu zu

 Commons: Hassium – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Hassium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
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