Heinrich IX. Bayern

Heinrich der Schwarze (* 1075; † 13. Dezember 1126 in Ravensburg) war als “Heinrich IX.” Herzog von Bayern. Er kam aus dem Haus der Welfen und war ein Sohn Welfs IV. und Bruder Welfs V., nach dessen nachfolgerlosem Tode er 1120 das Herzogtum Bayern übernahm.

Durch seine Ehe mit Wulfhild Billung, der Tochter des letzten Sachsenherzogs Magnus aus dem Hause der Billunger, erlangten die Welfen Besitzungen in Norddeutschland. Die Ehe seiner Tochter Judith mit dem staufischen Herzog Friedrich II. von Schwaben legte den Grundstein für die späteren welfisch-staufischen Konflikte.

Eine besondere Rolle spielte Heinrich der Schwarze bei der Königswahl von 1125. Zunächst förderte er die Kandidatur seines Schwiegersohnes Friedrich II. von Schwaben. Kurz vor dem entscheidenden Wahlgang änderte er jedoch seine Meinung und stimmte für den anderen Kandidaten Herzog Lothar von Sachsen, der dadurch als Lothar III. zum deutschen König gewählt wurde. Diese Meinungsänderung wurde offensichtlich ausgelöst durch das Heiratsversprechen von Lothars Tochter Gertrud mit Heinrichs Sohn Heinrich (der Stolze), das 1127 eingelöst wurde. Die verprellten Staufer riefen danach Friedrichs jüngeren Bruder Konrad zum Gegenkönig aus. Der welfisch-staufische Konflikt nahm seinen Lauf.

Familie

Aus der zwischen 1095 und 1100 geschlossenen Ehe mit Wulfhild Billung von Sachsen gingen sieben Kinder hervor:

Literatur

genealogie-mittelalter.de


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