Horst Niesters

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Horst Niesters

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Weißkopfseeadler

Horst Niesters (* 21. April 1937 in Köln; † 16. Oktober 2009 in Schmallenberg) war ein deutscher Wildfotograf, Umweltschützer und Falkner.[1]

Inhaltsverzeichnis

Erfolge als Fotograf

Niesters veröffentlichte über 5000 Fotos und wirkte bei der Gestaltung von 51 Büchern und vielen Naturfilmen mit. Er gestaltete über 40 Jagd- und Naturkalender, die weltweit vertrieben wurden.

Leben und Werk

Als gelernter Konditor erkannte Niesters in den 1960er Jahren den Vermarktungswert der “Vögel der Könige”. Im Jahre 1967 wurde Niesters von Guillermo Staudt gebeten, in seinem geplanten Wildpark Hellenthal eine Greifvogelstation zu bauen. Dort gelang ihm weltweit als erstem die Zucht des Weißkopfseeadlers, des amerikanischen Wappenvogels. Durch seine Aktivitäten wurde der Wildpark weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Den Deutschen Falkenorden, den ältesten und bekanntesten Zusammenschluss der deutscher Falkner, verließ Niesters, da kommerzielle Flugvorführungen zum damaligen Zeitpunkt nicht mit den Statuten des Ordens konform gingen. Die Absicht des argentinische Eigentümers des Wildgeheges, sich von seinem Park zu trennen, nutzte Niesters 1977 dazu, dieses Objekt an einen arabischen Kaufmann zu vermitteln. Dieser war bis 1996 Eigentümer von Wildpark und Greifvogelstation. Aufgrund dieser langjährigen Zusammenarbeit entwickelte sich eine attraktive Beziehung in die Arabischen Emirate, ohne dass sich zwangsläufig Probleme mit den Artenschutzgesetzen in Deutschland ergaben.

Niesters starb im Oktober 2009 in einer Rehaklinik im Sauerland, in der er sich seit längerer Zeit von einer Herzoperation erholte. Niesters hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Konflikte mit dem Gesetz

1984 wurde am Grenzübergang Mützenich bei der Einreise aus Belgien unter der Motorhaube eines Fahrzeuges, in dem Niesters als Beifahrer saß, ein 30 Jahre altes Präparat eines Baumfalken gefunden und beschlagnahmt, welches allerdings nach einigen Stunden wieder dem Eigentümer übergeben werden musste.[2]

1995 stellte das Landgericht Aachen ein Strafverfahren gegen die Greifvogelstation Hellenthal wegen 14 illegal nach England verkauften Greifvögeln ein. Da bei dieser Aktion gleichfalls ein Fehlverhalten der involvierten Behörden vorlag, wurde das Verfahren gegen Zahlung einer Spende von 20.000 DM an Natur- und Tierschutzeinrichtungen eingestellt.[3]

Öffentliche Wirkung und Ehrungen

Niesters verstand es brillant, seine Person ins Rampenlicht von Publikationen zu stellen. So wurde er u. a. vom Bund Deutscher Falkner zum Ehrenmitglied und Falknermeister ernannt.

Die Erhaltung der Greifvogelstation in Hellenthal war für Niesters eine Lebensaufgabe, zu der er sich berufen fühlte. Dabei sind seine Erfolge mit Greifvogelzucht und den Flugshows unbestritten. Viele Natur- und Tierschutzverbände ehrten ihn oder ernannten ihn zum Ehrenmitglied. Niesters erreichte es, in vier Jahrzehnten regelmäßig ins Beiprogramm für Staatsbesuche aufgenommen zu werden.

Für seine Verdienste um die Falknerei wurde Niesters vielfach geehrt, z. B. durch die Verleihung des „Goldenen Dolches“ anlässlich des Weltkongresses über Falknerei in Abu Dhabi 1976. Seine Vorträge und Publikationen erreichten höchsten Standard (z. B. 1.000 Jahre Falknerei). Viele Staatsmänner und Persönlichkeiten empfingen Niesters, u. a. Ronald Reagan, Michael Gorbatschow und George H. W. Bush.

Horst Niesters war Mitglied des Alexander Ordens pour le Mérite.

Einzelnachweise

  1. Artikel in der Kölnischen Rundschau
  2. Kölner Stadt-Anzeiger 27. Februar 1984
  3. Kölner Stadt-Anzeiger 30. Mai 1995

B. John Zavrel: Horst Niesters, der „König der Adler”, ist tot. Der große Adler-Züchter, Umweltschützer und Wildfotograf wurde 72 Jahre (umfangreiche biografische Würdigung mit zahlreichen Fotos)
  • Artikel in Rurweb mit Foto von Niesters
  • Literatur von und über Horst Niesters im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek und auf anderen Websites
  • Namensräume
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