Infix Linguistik
Infix (lateinisch) ist in der Linguistik ein Wortbildungselement, das weder vor (wie beim Präfix) noch hinter (wie beim Suffix) die Wurzel des Wortes gestellt wird, sondern in die Wurzel hinein.
Beispiele:
- Kurdisch: „ich stehe auf“, ez radibim (aus dem Infinitiv rabûn, „ich stehe nicht auf“, ez ranabim Verneinungsinfix na hier :Indikativ)
- Lasisch: „ich reiße ab“, bribs-are (aus der Wurzel bris-, -b- ist das Zeichen der 1. Person Präsens, das in anderen Fällen auch als Präfix erscheint, wie bei b-dis-dare, „ich lache“)
- Sanskrit: „ich schirre an“, yunájmi (aus der Wurzel yuj-, 1. Person Singular Präsens, -na- bezeichnet eine Handlung im Präsens)
- Türkisch: „ich komme nicht“, gelmiyorum („ich komme“, geliyorum mit Verneinungsinfix -m-)
- Deutsch: „störunanfällig“, d.h. für Störungen nicht anfällig („störanfällig“ mit Verneinungseinschub -un-) [1]
- Englisch: „verdammt unglaublich“, unfuckingbelievable („unglaublich“, unbelievable mit Einschub -fucking-) [2]
Referenzen
Wiktionary: Infix – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Infix_(Linguistik) , die Versionsgeschichte
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