Karibische Gemeinschaft


  •  Mitgliedstaaten
  •  Assoziierte Staaten
  •  Beobachtungsstaatus
GeneralsekretärEdwin W. Carrington
ArbeitsspracheEnglisch
Gründung1. August 1973
HauptsitzGeorgetown, Guyana
Websitewww.caricom.org
Zentrale der CARICOM in Guyana

Die Karibische Gemeinschaft (englisch Caribbean Community and Common Market, CARICOM) ist eine Internationale Organisation mit Sitz in Georgetown (Guyana).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Sie wurde 1973 als Ergebnis 15-jähriger Verhandlungen durch den Vertrag von Chaguaramas gegründet. Die ersten vier Unterzeichnerstaaten waren Barbados, Jamaika, Guyana und Trinidad und Tobago. Vorgängerorganisation war die Karibische Freihandelszone CARIFTA (Caribbean Free Trade Area). Mit der Gründung der CARICOM begann der an der EG orientierte Wandel von einer Freihandelszone zu einer Gemeinschaft, die nicht nur wirtschaftliche Zusammenarbeit anstrebt. 2001 unterzeichneten die Regierungschefs einen neuen Vertrag von Chaguaramas, mit dem eine Karibische Gemeinschaft etabliert wurde.

Mitglieder

Vollmitglieder

Vollmitglieder sind folgende 15 Staaten und britische Überseegebiete:

LageStaatBeitrittBIP (2007)
 Antigua und Barbuda19741.089 Mio. US$
 Bahamas19836.586 Mio. US$
 Barbados19733.739 Mio. US$
 Belize19741.274 Mio. US$
 Dominica1974311 Mio. US$
 Grenada1974590 Mio. US$
 Guyana19731.039 Mio. US$
 Haiti20025.435 Mio. US$
 Jamaika197311.206 Mio. US$
 Montserrat1974k. A.
 St. Kitts und Nevis1974527 Mio. US$
 St. Lucia1974958 Mio. US$
 St. Vincent und die Grenadinen1974559 Mio. US$
 Suriname19951.345 Mill. US-$
(2005)
 Trinidad und Tobago197320.700 Mio. US$

Assoziierte Mitglieder

Assoziierte Mitglieder sind folgende 5 britische Überseegebiete:

LageGebietBeitritt
 Anguilla1999
 Bermuda2003
 Britische Jungferninseln1991
 Kaimaninseln2002
 Turks- und Caicosinseln1991

Beobachter

Beobachterstatus haben folgende Staaten:

LageGebiet
 Antigua und Barbuda
 Aruba
 Dominikanische Republik
 Mexiko
 Puerto Rico
 Venezuela

Ziele

Ziel der CARICOM ist die Koordinierung der Außenpolitik sowie Kooperation in den Bereichen Gesundheit und Soziales, Erziehung, Kultur und Sport, Wissenschaft und Technik. Zur wirtschaftlichen Integration wurde der Karibische Gemeinsame Markt (englisch Caribbean Common Market, CCM) gegründet. Er bildet eine Zollunion mit einem gemeinsamen Außenzolltarif. Außerdem bestehen zwischen den Ländern Doppelbesteuerungsabkommen und Kooperationen im Bereich der Entwicklungsplanung und zur Förderung der Industrialisierung. Der Caribbean Single Market ist seit dem 1. Januar 2006 in Kraft. Zur Zeit nehmen jedoch von den 15 Mitgliedstaaten der CARICOM nur 6 Staaten an dem gemeinsamen Markt teil (Trinidad und Tobago, Barbados, Belize, Guyana, Jamaica und Suriname).

Bedeutung

In den Mitgliedsländern der CARICOM leben etwa 15 Mio. Menschen. Die meisten Staaten gelten als Entwicklungsländer mit niedrigem Einkommen.

Literatur

  • R. A. Abdullah Khan: The Caribbean Court of Justice and Referrals from National Courts: Unavoidable Supremacy?, in: Griffin’s View on International and Comparative Law 5.1 (2004) S. 26-31. Link.

Homepage der CARICOM

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