Laienapostolat

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Laienapostolat

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Der Begriff Laienapostolat wird erstmals um die Wende zum 20. Jahrhundert verwendet, um das Wirken von katholischen Laienorganisationen zu beschreiben. Bis dahin wurde eine Weihe oder die Zugehörigkeit zu einem Orden als Voraussetzung für missionarisches Wirken verstanden. Mit dem neuen Ausdruck wurde deutlich, dass auch Laien am apostolischen Auftrag der Kirche teilhaben. Das Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Laienapostolat, Apostolicam Actuositatem, würdigt die große Bedeutung der Laien und leitet den apostolischen Auftrag der Laien nicht mehr vom Auftrag der kirchlichen Hierarchie, sondern vom Auftrag Jesu Christi selbst ab. Das Laienapostolat ist Ausdruck des allgemeinen Priestertums der Gläubigen.

Das Zweite Vatikanum bestätigte somit eine Entwicklung, die zu der Zeit bereits stark herangewachsen war. Zu den ältesten Bewegungen des Laienapostolats in der Katholischen Kirche gehört die Legion Mariens, heute gibt es weltweit zahlreiche apostolische Einrichtungen, die sowohl beruflich vollangestellte wie auch freiwillig mitwirkende Laien engagieren. Der Vatikan hat den Päpstlichen Rat für die Laien errichtet, um diese Initiativen zu koordinieren.

Literatur

  • Adolf Bertram: Laienapostolat - ein “königliches Priestertum”. 1. Petr. 2,9, Breslau 1921, Schlesische Volkszeitung.
  • Sabine Demel: Zur Verantwortung berufen. Nagelproben des Laienapostolats, Freiburg im Breisgau 2009.
  • Adolf Exeler: Laienapostolat und Glaubensverkündigung, Freiburg i. Br. 1962, Seelsorge-Verlag.
  • Päpstlicher Rat für die Laien: Zur bischöflichen Verantwortung für das Laienapostolat. Europäischer Kongress 1981 in Wien.
  • Wilhelm Wiesen: Das Laienapostolat. Ein Leitfaden in Frage u. Antwort, Freiburg Br. 1936, Freie Vereinigung für Seelsorgehilfe.
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