Lanuvio

Lanuvio
Staat:Italien
Region:Latium
Provinz:Rom (RM)
Koordinaten:41° 41′ N, 12° 42′ O41.67527777777812.698333333333324Koordinaten: 41° 40′ 31″ N, 12° 41′ 54″ O
Höhe:324 m s.l.m.
Fläche:43 km²
Einwohner:12.519 (30. September 2008)
Bevölkerungsdichte:291 Einw./km²
Postleitzahl:00040
Vorwahl:06
ISTAT-Nummer:058050
Demonym:Lanuvini oder Civitani
Schutzpatron:San Flippo e Giacomo
Website:Lanuvio

Lanuvio (in der Antike Lanuvium) ist eine Stadt in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium. Sie liegt 33 Kilometer südöstlich von Rom und 35 km nordwestlich von Latina.

Lanuvio

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lanuvio liegt an der Südseite der Albaner Berge mit einem beherrschenden Blick über die Ebene bis hin zum Meer. Es gehört zu den Gemeinden der Castelli Romani.

Die Nachbarorte sind Aprilia (LT), Ariccia, Genzano di Roma und Velletri.

Verkehr

Lanuvio wird über die Via Appia (Staatsstraße SS 7) mit Rom verbunden. Es hat einen Bahnhof an der Regionalbahnstrecke FR4 Rom-Velletri.

Geschichte

Lanuvium soll der Legende nach von Diomedes nach dessen Rückkehr vom Trojanischen Krieg gegründet worden sein.

Das antike Lanuvium (während der Kaiserzeit auch Lanivium) war ein Mitglied der Latinischen Liga und blieb bis zur Eroberung durch Rom 338 v. Chr. unabhängig. Anfangs erhielt Lanuvium nicht das römische Bürgerrecht, später dann doch; noch in kaiserlicher Zeit trugen der oberste Magistrat und der Gemeinderat die Titel Diktator beziehungsweise Senat.

Lanuvium war berühmt für seinen reichen und stark verehrten Tempel der Juno Sospes, von dem sich Octavian 31 v. Chr. Geld lieh, und für seine Besitzungen, die sich bis an die Küste erstreckten. Lanuvium besaß viele weitere Tempel, die Antoninus Pius, der ebenso wie Commodus in der Nähe geboren wurde, restaurieren ließ.

Reste des alten Theaters und der Stadtmauern existieren noch in der modernen Stadt; oberhalb der Mauern gibt es ein Gebiet, das von einer Portikus in opus reticulatum umgeben ist, an deren Nordseite sich ein rechteckiges Gebäude in opus quadratum anschließt, das vielleicht mit dem Juno-Tempel verbunden war. Hier wurde bei Ausgrabungen, die Lord Savile vornehmen ließ, archaische dekorative Terrakotta entdeckt. Die Akropolis der ursprünglichen Stadt lag vermutlich auf dem höchsten Punkt nördlich des Tempels. Die Nachbarschaft, die jetzt aus Weingärten besteht, enthält Reste vieler römischer Villen, von denen eine traditionell Antoninus Pius zugerechnet wird.

Mit der Schließung des Tempel der Juno Sospes, der gut ein Jahrtausend das pulsierende Herz Lanuviums war, per Edikt des Kaisers Theodosius I. 391, begann der Verfall der Stadt. Im Mittelalter wurde an dem Ort ein Benediktinerkloster gegründet. Lanuvium kam unter dem Namen Civita Lanuvina (später Civita Lavinia ) an die Colonna, bis es ihnen 1564 Giuliano Sforza Cesarini für 105.000 Scudi abkaufte. 1914 wurde Civita Lavinia wieder in Lanuvio umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt Lanuvio beim Vormarsch der Alliierten starke Zerstörungen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr18811901192119361951197119912001
Einwohner9261.4812.2042.6363.8465.2288.1779.994

Quelle: ISTAT

Politik

Umberto Leoni vom Mitte-Links-Bündnis L’Unione wurde im Mai 2007 zum Bürgermeister gewählt. Das Mitte-Links-Bündnis stellt auch 11 der 16 Gemeinderäte.

Sehenswürdigkeiten

  • Die mächtige mittelalterliche Burg geht auf das 9. Jahrhundert zurück.
  • Der Palazzo Colonna bleib beim Verkauf an Giuliano Sforza Cesarini 1564 unvollendet.
  • Die antike Ruinen des Theaters und des Tempels der Juno Sospes.

Kulinarische Spezialitäten

In Lanuvio werden die DOC Weine Colli Lanuvini und Colli Lanuvini superiore produziert.

Söhne und Töchter der Stadt

Lanuvio online (italienisch, englisch)
  • romeartlover (italienisch, englisch)
  • Lanuvio auf www.comuni-italiani.it (italienisch)
  •  Commons: Lanuvio – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

    © Dieser Artikel zu Lanuvio stammt von Wikipedia und ist lizensiert
    unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Lanuvio , die Versionsgeschichte
    und die Liste der Autoren einsehen.
    © Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
    unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte
    und die Liste der Autoren einsehen.