Makron

Dieser - Artikel beschäftigt sich mit dem Schriftzeichen, für den Vasenmaler siehe Makron (Vasenmaler).
¯ Āā Ēē Īī Ōō Ūū Ǖǖ

Ein Makron (¯) [ˈmaːkrɔn], auch Macron oder Längestrich genannt, ist ein diakritisches Zeichen zur Kennzeichnung einer besonderen Aussprache oder Betonung eines Buchstabens. Es ist ein waagerechter Strich über dem Buchstaben. Es kommt u. a. im Lettischen, Litauischen, Hawaiischen (Kahakō), Māori (Tohutō) und in der lateinischen Transkription von Japanisch, Chinesisch (Pinyin), Arabisch, Persisch und südasiatischen Sprachen (Hindi, Sanskrit, Nepali …) vor kann aber in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Bedeutung haben..

  • In den meisten Fällen, etwa im Lettischen und Litauischen, bei der lateinischen Schreibung des Japanischen und bei lateinischen und altgriechischen Wörterbüchern, zeigt es einen langen Vokal an. In dieser Verwendung ist das Gegenstück das Breve.
  • Für die Lautumschrift der chinesischen Sprache (Hanyu Pinyin) wird das Makron verwendet, um den ersten Ton (gleich bleibend) zu verdeutlichen.
  • In deutschen Texten bis ins frühe 20. Jahrhundert, insbesondere wenn diese in einer Kurrentschrift geschrieben waren, wurde es auch als Abkürzung einer Konsonantenverdoppelung eingesetzt. Insbesondere bei n und m, da dies gerade bei Kurrentschriften die Lesbarkeit erheblich steigert. M mit Macron wurde zuletzt noch in der Margarinemarke Botterram (also eigentlich Botterramm = ripuarisch Butterbrot) verwendet. [1]


HTML/Unicode-Kodierung für Makron-Zeichen
GroßbuchstabenKleinbuchstaben
BuchstabeCodeBuchstabeCode
ĀĀāā
ĒĒēē
ĪĪīī
ŌŌōō
ŪŪūū
ǕǕǖǖ


Inhaltsverzeichnis

Verwendung

Der Überstrich wird häufig als Formelzeichen verwendet und als Quer gelesen. Er bezeichnet

Darstellung auf dem Computer

Zeichensätze

Im Zeichensatz ASCII kommt das Makron nicht vor. In den Zeichensätzen der ISO 8859-Familie kommen ausgewählte Zeichen mit Makron vor.

Unicode enthält weitere fertig zusammengesetzte Zeichen mit Makron und kann beliebige Zeichen mit Makron durch Nachstellen eines kombinierenden Makrons (U+0304) darstellen.

TeX und LaTeX

TeX und LaTeX können beliebige Zeichen mit Makron darstellen. Es gibt dazu zwei verschiedene Befehle

  • im Textmodus für den Textsatz erzeugt \=a ein ā (um bei i und j den Punkt zu unterdrücken wird z.B. \=\i anstelle von \=i für ī verwendet)
  • im mathematischen Modus für den Formelsatz erzeugt \bar a die Formel

Buchstaben mit Makron und ihre Unicode-Maskierung

Siehe auch

Literatur

  1. “Schlüssel zu alten und neuen Abkürzungen” von Paul Arnold Grun C.A. Starke Verlag Limburg/Lahn

© Dieser - Artikel zu Makron stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Makron , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen. © Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.