Melodie

Der Begriff Melodie (von griech. melos = Lied und odé = Gesang) bezeichnet in der Musik die Aufeinanderfolge von Tönen in der Zeit, genauer: eine „in der Zeit sich entfaltende selbständige Tonbewegung“.[1] Auch eine Tonfolge ist eine zeitliche Folge von Tönen, jedoch legt sie nur Tonhöhen und deren zeitliche Reihenfolge, nicht jedoch Tondauern fest. Der Begriff „Melodie“ dagegen umfasst nicht nur die Tonhöhenfolge, sondern auch die Tondauernfolge, also den Rhythmus.[2]

Melodie bezeichnet im engeren Sinne:

  • eine singbare, in sich geschlossene Folge von Tönen,
  • die Weise bzw. Vertonung eines Liedes und
  • ein Thema eines größeren Musikstückes.

In der klassischen Musik unterliegen Melodien häufig variativer oder thematisch-motivischer Arbeit.

Im Jazz bildet die Melodie noch vor den Harmonien den Ausgangspunkt für die Improvisationen. Im Modern Jazz, speziell im Bebop, ist neben den Begriffen Thema und Melodie auch der Fachterminus bebop head üblich.

Inhaltsverzeichnis

Melodie in der Sprachwissenschaft

Die Sprachwissenschaft kennt Melodie im übertragenen Sinne als die Satzmelodie, also die Modulation der Stimmhöhe während der Äußerung eines Satzes (siehe auch Prosodie, Tonalität).

Einzelnachweise

  1. Zitiert aus Riemann Musiklexikon. Sachteil, hgg. v. Hans Heinrich Eggebrecht. Schott, Mainz 1967, Stichwort „Melodie“.
  2. „M. im engeren Sinn, als konkrete Erscheinung, enthält auch das rhythmische Element in sich. Im Grunde kann man jede Tonfolge als Melodie bezeichnen.“ Zitiert aus Riemann Musiklexikon. Sachteil, hgg. v. Hans Heinrich Eggebrecht. Schott, Mainz 1967, Stichwort „Melodie“.

Siehe auch

 Wiktionary: Melodie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

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