Mindanao

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Mindanao

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Mindanao
Inselgruppen der Philippinen
GewässerPazifischer Ozean
InselgruppePhilippinen
Geographische Lage7° 32′ 38″ N, 124° 56′ 26″ O7.5438888888889124.940555555562954Koordinaten: 7° 32′ 38″ N, 124° 56′ 26″ O
Fläche95.581 km²
Höchste ErhebungMount Apo
2.954 m
Einwohner14.000.000
146,5 Einw./km²
HauptortDavao City
Fischer bei Mindanao

Mindanao ist sowohl die zweitgrößte Insel der Philippinen als auch deren südlichste Inselgruppe.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Insel bzw. die Inselgruppe Mindanao liegt zwischen der Sulusee im Westen und der Philippinischen See im Osten. Gemeinsam mit den beiden nördlicher gelegenen Inselgruppen Visayas und Luzón (traditionelles Chinesisch: / vereinfachtes Chinesisch: , Pe̍h-ōe-jī: Lūsòng/ Pinyin: Lǚsòng, traditionelles Baybayin: ᜎᜓᜐᜓkoloniales Baybayin: ᜎᜓᜐᜓᜈ᜔) bildet Mindanao den Inselstaat der Philippinen.

Insel Mindanao

Die Insel Mindanao ist mit einer Fläche von 95.581 km² nach Luzón die zweitgrößte Insel der Philippinen. Zusammen verfügen diese beiden Hauptinseln über etwa 2/3 der gesamten Landfläche der Philippinen und beherbergen über 70 % der Bevölkerung. Allein Mindanao hat über 14 Millionen Einwohner. Hauptstadt und größte Stadt auf Mindanao ist Davao City – rein flächenmäßig soll dies sogar die größte Stadt der Erde sein. Die höchste Erhebung der Insel ist der südlich von Davao City gelegene Mount Apo, mit 2.954 m Höhe der höchste Berg des Landes. Auf Mindanao befindet sich der Mount Sumagaya.

Inselgruppe Mindanao

Zur Inselgruppe gehören folgende Inseln und Inselgruppen:

Provinzen

Mindanao ist in fünf Regionen aufgeteilt, diese wiederum in Provinzen:

Geschichte

Durch Japan gefangene US-Soldaten

1976 wurden in Butuan City im Stadtteil Libertad 600 Jahre alte Reste der Balanghai, große hochseetüchtige Boote, gefunden. Nach weiteren archäologischen Ausgrabungen wurden auch die Umrisse einer vorkolonialen Hafenanlage, Skelette und wertvolle Grabbeigaben entdeckt, die die Vermutung zu bestätigen scheinen, dass Butuan die älteste befestigte Siedlung auf den Philippinen ist.

Der Islam auf den Philippinen kam im 14. Jahrhundert in Mindanao an und verbreitete sich in südliche Teil der Insel. Das Sultanat von Sulu wurde 1450 gegründet und bestand bis ins frühe 20. Jahrhundert. Das Sultanat von Maguindanao hatte um 1690 seine große Zeit.

Insgesamt ist die Geschichte Mindanaos wie die des gesamten Archipels der Philippinen wechselhaft und von Konflikten und Kolonisation geprägt. Nach Jahrhunderten spanischer Herrschaft fiel die Insel an die USA. Mindanao selbst war zu dieser Zeit noch vergleichsweise dünn besiedelt, jedoch war die Region durch ihre Naturschätze wirtschaftlich von höchstem Interesse. Um die Kontrolle über die zu dieser Zeit bestehenden Sultanate Sulu und Maguindanao zu erlangen, begannen lange Konflikte um Landrechte und Bodenschätze; es gab de facto eine Enteignung der örtlichen Bevölkerung. Obendrein wurde jegliche Landvergabe durch die herrschenden Sultane von der Zentralregierung in Manila für nichtig erklärt.

In den 1950er Jahren wurde die systematische Einwanderung christlicher Siedler nach Mindanao durch die philippinische Zentralregierung in Manila gefördert. Die muslimischen Einwohner wurden damit in ihren angestammten Gebieten zur Minderheit. Die Muslime leben vornehmlich im Süden der Insel; dort treten auch immer wieder Rebellen in Erscheinung (Siehe: Konflikt auf den Südphilippinen). Die MNLF (Moro National Liberation Front) setzt sich für einen autonomen Moslemstaat ein, der aus den Inseln Mindanao, Palawan, Basilan und dem Sulu-Archipel bestehen soll. Obwohl am 2. September 1996 bereits einmal ein Friedensabkommen zwischen dem damaligen Präsidenten Ramos und den Rebellenführern geschlossen wurde, flammen immer wieder Unruhen auf. Die MILF (Moro Islamic Liberation Front) und Abu Sayyaf machen durch terroristische Taten, beispielsweise durch die Entführung ausländischer Touristen auf der Insel Jolo im Jahre 2000, auf sich aufmerksam.

Sprache

Auf Mindanao werden Cebuano, Chabacano, Tausug, Maguindanao, Bisaya und Hiligaynon gesprochen.

Religionen

Moschee auf Basilan

Ca. 63% der Bewohner Mindanaos sind Christen, 59% katholisch und 4 % protestantisch, ca. 32% sind Muslime. Damit hat Mindanao landesweit den größten Anteil an islamischen Gläubigen, die vornehmlich im Süden und Westen der Insel leben. Die restlichen fünf Prozent gehören dem Animismus oder anderen Religionen an oder bekennen sich zu keiner Religion.

Im Süden der Insel wurde Anfang der siebziger Jahre eine kleine Wildbeuterhorde, die Tasaday, im Regenwald als neuentdeckter Steinzeitstamm ausgegeben, eine Annahme die sich später als falsch erwies.

Wirtschaft

Latexfabrik auf Basilan
Latexproduktion

Wie in weiten Teilen des südostasiatischen Archipels wird auch auf Mindanao Reis angebaut, trotzdem deckt die Eigenproduktion nicht den wachsenden Verbrauch der Bevölkerung. Außerdem werden Weizen, Kaffee, Zuckerrohr und Baumwolle angebaut. Die Früchte Mango, Kokosnuss, Bananen, Ananas und Papaya spielen landwirtschaftlich ebenfalls ein Rolle, ebenso der eßbare Eibisch. Des Weiteren gibt es Gummibaumplantagen, Okra, Camote und die Abaca-Pflanze, eine Bananenart, aus deren FasernManilahanf“ gewonnen wird.

Wirtschaftlich bedeutender sind die, teilweise noch unerschlossenen, Bodenschätze; beispielsweise sind die Philippinen Asiens wichtigster Goldproduzent. Außer Gold kommen auf Mindanao auch die Metalle Kupfer, Aluminium, Nickel, Mangan, Eisenerz, Chromeisenerz, Silber und Cobalt vor. Nichtmetallische Bodenschätze sind Lehm, Steine, Sand, Kalkstein, Salz, Kies, Basalt, Andesite, Quarz, Guano, und auch Opale.

Sehenswürdigkeiten

María Cristina Falls

Auf der großen Insel Mindanao gibt es eine ganze Reihe touristisch interessanter Orte, z. B. Wasserfälle wie die Cotabato Falls, Maria Cristina Falls (Twin Falls), Lumakot Waterfalls oder die Cathedral Falls. In der Provinz Zamboanga del Norte gibt es an der Sinipang-Bucht viele schöne Strände und für Unterwasserfreunde zahlreiche Korallen. Auch in anderen Provinzen gibt es berühmte Strände wie z. B. Apo Beach, Talomo Beach, Mabua Beach, Tandag Beach oder Tanbis Beach. Ebenfalls einen Besuch wert sind die drei größten Seen der Insel, Lake Lanao, Lake Mainit und Lake Sebu. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Bukagan-Hügel, das Fort Pilar, die Macahambus-Höhle, die Aguinaldo-Perlenzuchtfarm, die Atlas-Minen, die Firma Dole, die Santos-Fischteiche und der eiserne Berg. Für Wanderfreunde ist eine viertägige Besteigung des Mount Apo eine Herausforderung. Weiterhin sehenswert ist die nördlich gelegene Insel Camiguin mit ihren vier Vulkanen.

Weblink

 Commons: Mindanao – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Namensräume
Varianten
Aktionen
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