Neujahrsansprache

Als Neujahrsansprache werden die Reden von Staatsoberhäuptern oder Regierungschefs bezeichnet, die traditionell am Vorabend des Neujahrstages oder am Abend des Neujahrstages selbst gehalten und von Rundfunk und Fernsehen ausgestrahlt werden.

Aber auch Kirchenoberhäupter nutzen diesen Termin für Neujahrsansprachen.

Diese Ansprachen enthalten meist einen Rückblick auf das vergangene Jahr und eine Vorschau auf das kommende. Sie werden aber manchmal auch zu Mahnungen über Themen genutzt, bei denen diese Personen selbst keine Entscheidungsgewalt haben.

Neujahrsansprache in Deutschland

Seit 1970 hält der Bundeskanzler eine Neujahrsansprache, während der Bundespräsident die Weihnachtsansprache hält. Von 1949 bis 1969 war es umgekehrt. 1952 wurde erstmals eine Neujahrsansprache im Fernsehen ausgestrahlt.

Besondere Berühmtheit erlangte die TV-Neujahrsansprache von Bundeskanzler Helmut Kohl, die das Erste Deutsche Fernsehen am 31. Dezember 1986 ausstrahlte: Statt der aktuellen Aufzeichnung wurde die Rede vom Vorjahr 1985 gesendet – nach Angaben des Ersten und des Norddeutschen Fernsehens aus Versehen. Der Sender holte die Ausstrahlung der korrekten Fassung vom 31. Dezember 1986 am 1. Januar 1987 nach (siehe Arte-Sendung in den Weblinks zu zu ).

Neujahrsansprache in Österreich

In Österreich hält der Bundespräsident die Neujahrsansprache. Der Bundeskanzler spricht am 26. Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag zum Volk. Die Neujahrsansprache wird am 1. Januar jeden Jahres nach der ZIB 1 bzw. vor der ZIB 20 in beiden ORF-Programmen ORF 1 und ORF 2 ausgestrahlt.

Weblinks zu zu

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