Ordenspriester

Ein Ordenspriester ist ein Priester, der einem römisch-katholischen Männerorden angehört. Er legt die Gelübde nach den evangelischen Räten (Armut, Keuschheit und Gehorsam) ab, lebt nach einer Ordensregel und untersteht dabei einem Ordensoberen.

Viele Ordenspriester arbeiten in einer Diözese in der Seelsorge. Andere widmen sich dem Gebet und dem Dienst an den Mitbrüdern und Gästen in der Klausur eines kontemplativen Klosters. Ihre Tätigkeit wird vom Profil des Ordens und den Bedürfnissen der Ortskirche bestimmt. Einsätze sind möglich in einer Pfarrei, in einem Krankenhaus oder auch in der Mission. Überall wo Ordenspriester nach außen wirken, unterstehen sie dem Bischof der jeweiligen Diözese. Über die Einsätze und Versetzungen bestimmt der Ordensobere.

Das Gegenstück zum Ordenspriester ist der Diözesanpriester, der direkt dem Ortsbischof untersteht. Der Ordenspriester wird oft mit der lateinischen Anrede Pater angesprochen.

Die Priester in den kontemplativen Orden dienen ihren Klostergemeinschaften durch die Spendung der Sakramente, vor allem der Eucharistie und Beichte. In ihrer Zurückgezogenheit geben sie Zeugnis von Gottes Herrschaft über die Geschichte und nehmen die künftige Herrlichkeit vorweg. Sie leben in Einsamkeit und Stille, damit sie auf das Wort Gottes hören können. Sie üben die persönliche Askese und das Gebet. Ihr verborgenes Leben wird von der Kirche auch als apostolisch verstanden (Vita consecrata, 8).

Nach außen aktiv sind die Priester der Regularkanoniker, der Bettelorden und der Regularkleriker; aber auch die benediktinischen Ordenspriester können nach außen wirken, d. h. in der Missionstätigkeit und den vielfältigen Werken der Nächstenliebe. Auch ihre apostolische Tätigkeit soll von Kontemplation erfüllt sein (Vita consecrata, 9).

Siehe auch

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