Pentekontaetie

Als Pentekontaetie (auch: Pentekontaëtie von πεντήκοντα pentēkonta = 50, ἔτος etos = Jahr) wird der Zeitraum von 479 v. Chr. – der Schlacht von Plataiai – bis 431 v. Chr. – dem Beginn des Peloponnesischen Krieges bezeichnet. Der Begriff wurde von dem antiken Historiker Thukydides geprägt.

Begriff und Geschichte der Zeit in Grundzügen

Neben dem Geschichtswerk des Thukydides gibt es noch einige weitere antike Quellen zu dieser Epoche. So berichtet Cornelius Nepos in seinem Werk „De viri illustratibus“ im besonderen über Kimon und Pausanias. Die Ablehnung der athenischen Demokratie tritt besonders in der „Athenaion politeia“ (Der Staat der Athener, verfasst von Aristoteles oder einem seiner Schüler) sowie bei Pseudo-Xenophon auf. Plutarch berichtet uns, wenn auch aus einer zeitlich nicht zu unterschätzenden Distanz, ebenfalls über jene Epoche des Dualismus der beiden antiken Großmächte Griechenlands: Athen und Sparta.

In diesem Zeitraum änderte sich das Verhältnis der Beziehung zwischen den beiden großen politischen Lagern Athen und Sparta grundlegend. Somit kann als prägendes Merkmal der Pentekontaetie der sich bis zur offenen Gegnerschaft entwickelnde Antagonismus zwischen Sparta und Athen gelten. Sparta, Athen und das Persische Reich nutzten die in den Poleis stattfindenden Auseinandersetzungen und Bürgerkriege für ihre politischen Ziele und versuchten die eine oder andere Stadt auf ihre Seite zu bringen. Im Herbst des Jahres 479 v. Chr., im Verlauf der Samos-Konferenz, trat der Antagonismus zwischen Sparta und Athen offen zu Tage.

Die Athener hatten ihre sehr großen Flottenverbände im Perserkrieg von 480 bis 477 unter spartanischen Oberbefehl gestellt. Dann bot den Athenern aber der Dissens in der Frage, wie mit den Griechen in Kleinasien zu verfahren sei, die Gelegenheit die Flottenpolitik zu ändern. Im Winter 478/477 v. Chr. war auf Drängen vor allem der Inselstaaten Chios und Samos der Oberbefehl der in Byzantion liegenden Flotte des Hellenenbundes, welche noch durch zahlreiche Schiffe der ionischen Griechen verstärkt worden war, an den Befehlshaber der athenischen Flotte Aristides übergegangen. Danach ging Athen dazu über, ein ganz neues Bündnissystem aufzubauen, welches weit festere Organisationsstrukturen besaß als der Hellenenbund: Die Gründung des Attisch-Delischen Seebundes durch zeitlich unbefristete zweiseitige Verträge. Diese Verträge verpflichteten zur gegenseitigen Hilfeleistung gemäß dem Motto „gleiche Freunde und Feinde“.

Sparta war in diesen fünfzig Jahren vor Ausbruch des Peloponnesischen Krieges damit beschäftigt, seine Macht innerhalb der Peloponnes zu sichern. Während Spartas Außenpolitik also überwiegend auf die Peloponnes begrenzt blieb, begann Athen eine expansive Außenpolitik. Maßgebend für die Außenpolitik der 470er und 460er Jahre war Kimon. Die Prägung seiner Politik war so nachhaltig, dass man von der „kimonischen Ära“ spricht. Zwar hatte Kimon versucht, trotz der offensiven athenischen Außenpolitik jede Konfrontation mit Sparta zu vermeiden, doch änderte sich diese Strategie Ende der 460er Jahre v. Chr., als in Athen mehr und mehr die Gegner Spartas an Macht gewannen. Mit der Aufkündigung des Hellenenbundes 461 v. Chr. besiegelten die Athener ihren Bruch mit Sparta.

Literatur

In jeder allgemeinen Geschichte der klassischen Zeit wird die Pentekontaetie behandelt.

Epochen der politischen und kulturellen Entwicklung Griechenlands

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NebendemGeschichtswerkdesThukydidesgibtesnocheinigeweitereantikeQuellenzudieserEpoche.SoberichtetCorneliusNeposinseinemWerk„Deviriillustratibus“imbesonderenüberKimonundPausanias.DieAblehnungderathenischenDemokratietrittbesondersinder„Athenaionpoliteia“(DerStaatderAthener,verfasstvonAristotelesodereinemseinerSchüler)sowiebeiPseudo-Xenophonauf.Plutarchberichtetuns,wennauchauseinerzeitlichnichtzuunterschätz&action=history”>Autoren einsehen.