Raising the Flag on Iwo Jima

Das USMC War Memorial in Rosslyn/Virginia, das dem Foto Raising the Flag on Iwo Jima nachempfunden ist.
Filmsequenz von Marine-Kameramann Bill Genaust mit der Fahnenaufstellung in voller Länge.

Raising the Flag on Iwo Jima (deutsche Übersetzung: „Hissen der Flagge auf Iwojima“) ist der Titel einer vom US-amerikanischen Kriegsfotografen Joe Rosenthal am 23. Februar 1945 gemachten Fotografie, die vor allem in den Vereinigten Staaten einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Das Bild zeigt fünf Soldaten des United States Marine Corps und einen medizinischen Assistenten im Dienste der US Navy, die während der Schlacht um Iwojima gemeinsam die Flagge der Vereinigten Staaten auf dem Gipfel des Suribachi-Berges, der höchsten Erhebung der japanischen Insel Iwojima, aufstellen.

Der große Symbolcharakter der Aufnahme gründet darauf, dass sie vermittelt, den endgültigen Wendepunkt in der Schlacht darzustellen. Tatsächlich wurde sie jedoch bereits vier Tage nach Beginn der Offensive gemacht, als der Ausgang der Kriegshandlungen noch offen war. Zudem zeigte sie nicht das tatsächliche Hissen, sondern den Austausch der ursprünglichen Flagge wenige Stunden nach deren Aufstellung gegen eine größere.

Zusätzlich zu Joe Rosenthals Foto gibt es auch eine vom Marine-Kameramann Bill Genaust zeitgleich aufgenommene farbige Filmsequenz, auf der die zweite Fahnenaufstellung in voller Länge zu sehen ist.

Inhaltsverzeichnis

Folgen

Raising the Flag on Iwo Jima wurde zu einem der bekanntesten Fotos des Zweiten Weltkrieges und brachte Joe Rosenthal 1945 den Pulitzer-Preis ein. Das Foto ist eine der am häufigsten reproduzierten Aufnahmen weltweit und diente zahlreichen offiziellen und inoffiziellen Nachbildungen als Vorbild, die teilweise Überlebensgröße erreichen. Die bekanntesten Nachbildungen finden sich in Washington, D.C. und auf dem Gelände des United States Marine Corps War Memorial im US-Bundesstaat Virginia, das an den Nationalfriedhof Arlington angrenzt.

Drei der auf dem Foto abgebildeten Soldaten (Harlon Block, Franklin Sousley und Michael Strank) überlebten die Schlacht um Iwojima nicht, wurden aber zusammen mit den übrigen drei (John „Doc“ Bradley, Rene Gagnon und Ira Hayes) durch die Kriegspropaganda zu US-amerikanischen Berühmtheiten. Der Pima-Indianer Ira Hayes kam mit seinem unerwarteten Ruhm jedoch nicht zurecht, wurde alkoholkrank und starb 1955 im Alter von nur 32 Jahren. Auch Rene Gagnon, der zunächst versucht hatte, finanzielle Vorteile aus seiner Prominenz zu schlagen, wurde alkoholkrank und starb nach mehreren gescheiterten Jobs arbeitslos und verarmt im Jahr 1979. John „Doc“ Bradley zog sich in den 1960er Jahren aus der Öffentlichkeit zurück und äußerte sich bis zu seinem Tod 1994 kaum noch zu den Ereignissen auf Iwojima.

Verfilmungen

Ira Hayes’ Leben wurde 1961 mit Tony Curtis in der Hauptrolle unter dem Titel „The Outsider“ („Der Außenseiter“) verfilmt.

Flags of Our Fathers (2006, Regie: Clint Eastwood) ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von James Bradley, dem Sohn von John „Doc“ Bradley, und stellt die historischen Ereignisse um das Flaggehissen auf Iwojima in Rückblenden dar.

Hintergrundinformationen

Hauptartikel: Schlacht um Iwojima

Der Suribachi ist das Wahrzeichen Iwojimas.
Marines in der Landezone am 19. Februar 1945, dem ersten Tag der Schlacht (im Hintergrund der Suribachi).

Politisch ist Iwojima Teil der Präfektur Tokio und wird vom Bürgermeister Tokios verwaltet. Für viele Japaner war es während des Zweiten Weltkriegs eine Frage der Ehre, den Gegner daran zu hindern, hier zum ersten Mal einen Teil des japanischen Mutterlandes einzunehmen.

Iwojimas Form, die der eines Trapezes ähnelt, wird vom 166 Meter hohen Vulkan Suribachi dominiert, der im südlichen Teil der Insel gelegen ist und eine der wichtigsten Stellungen der Insel ist. Von hier aus waren die japanischen Verteidiger in der Lage, Artilleriefeuer auf die Angreifer zu koordinieren und auch direkt auf die Landungsstrände zu richten.

Die amerikanischen Bestrebungen konzentrierten sich folglich zuerst darauf, den Suribachi zu isolieren und einzunehmen. Dieses Ziel wurde vier Tage nach Beginn der Schlacht erreicht, am 23. Februar 1945 – dem Tag der Entstehung des Fotos. Trotz der Einnahme des Suribachi dauerten die Gefechte aber an, da die japanische Armee aus schwer befestigten Bunkeranlagen heraus weiterhin erbittert Widerstand leistete. Erst am 26. März 1945 wurde Iwojima von den US-amerikanischen Truppen für sicher erklärt, obwohl es auch danach vereinzelt zu weiteren Gefechten kam.

Bei der Schlacht um die nur etwa 21 km² große Insel starben insgesamt über 8.200 US-amerikanische Soldaten und etwa 23.300 japanische Soldaten. Iwojima erlangte allerdings nie die ihr ursprünglich zugeschriebene strategische Bedeutung.

Die Insel war bis 1968 von den USA besetzt und wurde anschließend an Japan zurückgegeben. Heute ist sie ein japanischer Militärstützpunkt, für den Zutritt ist eine besondere Erlaubnis erforderlich.

Literatur

  • Dülffer, Jost: Über-Helden – Das Bild von Iwo Jima in der Repräsentation des Sieges. Eine Studie zur US-amerikanischen Erinnerungskultur seit 1945, in: Zeithistorische Forschungen/Studies In Contemporary History, Seite 247 – 272. Vandenhoek und Ruprecht, 3. Jahrgang, 2. Ausgabe 2006. ISSN 1612-6033

Raising the Flag on Iwo Jima im Nationalarchiv der Vereinigten Staaten
  • Geschichte des Flaggehissens (englisch)
  • © Dieser - Artikel zu Raising_the_Flag_on_Iwo_Jima stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Raising_the_Flag_on_Iwo_Jima , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen. © Dieser Artikel zu derOffensivegemacht,alsderAusgangderKriegshandlungennochoffenwar.ZudemzeigtesienichtdastatsächlicheHissen,sonderndenAustauschderursprünglichenFlaggewenigeStundennachderenAufstellunggegeneinegrößere.

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    IraHayes’Lebenwurde1961mitTonyCurtisinderHauptrolleunterdemTitel„TheOutsider“(„DerAußenseiter“)verfilmt.

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    Verfilmungen

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