Schwarzwald-Baar-Kreis

WappenDeutschlandkarte
48.058.4
Basisdaten
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk:Freiburg
Region:Schwarzwald-Baar-Heuberg
Verwaltungssitz:Villingen-Schwenningen
Fläche:1.025,24 km²
Einwohner:

208.691 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte:204 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen:VS
Kreisschlüssel:08 3 26
Kreisgliederung:20 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung:Am Hoptbühl 2
78048 Villingen-Schwenningen
Webpräsenz:www.schwarzwald-baar-kreis.de
Landrat:Karl Heim
Lage des Schwarzwald-Baar-Kreises in Baden-Württemberg

Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Regierungsbezirk Freiburg. Er grenzt im Norden an den Ortenaukreis und an den Landkreis Rottweil, im Osten an den Landkreis Tuttlingen, im Südosten an den Landkreis Konstanz, im Süden an den zur Schweiz gehörenden Kanton Schaffhausen, im Südwesten an den Landkreis Waldshut und an den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und im Westen an den Landkreis Emmendingen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Schwarzwald-Baar-Kreis umfasst Teile des Schwarzwaldes sowie die Landschaft Baar, eine Gäu- bzw. Albvorlandschaft, die sich zwischen dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb ausbreitet. Die höchste Erhebung im Schwarzwald-Baar-Kreis mit 1.163 m liegt etwas verborgen innerhalb des langgestreckten, in Nord-Südrichtung verlaufendem Farnberg-Plateaus südlich des bekannteren Gipfels des Rohrhardsberges in der Nähe des Griesbacher Ecks. Der tiefste Punkt des Landkreises befindet sich an der Gutach zwischen Triberg und Hornberg im Bereich der so genannten Himmelreichkurve der Bundesstraße 33 mit 472 m. Die durchschnittliche Höhe des Landkreises beträgt ca. 800 m, keine der selbständigen Städte und Gemeinden liegt unter 600 m Höhe. Damit dürfte der Schwarzwald-Baar-Kreis der insgesamt im Mittel höchstgelegene Landkreis in Baden-Württemberg sein, sozusagen der “Scheitel Alemanniens”.

Im Landkreis entspringen die Donau, der zweitlängste Strom Europas, und der Neckar, längster Fluss innerhalb Baden-Württembergs. Zwei Städte, Donaueschingen und Furtwangen, beanspruchen jeweils die Donauquelle. Beide Städte, ebenso die beiden Quellflüsse Brigach und Breg, gehören zum Landkreis. Der Neckarursprung befindet sich im Stadtbezirk Schwenningen der Stadt Villingen-Schwenningen. Das Wasser beider Flüsse nimmt unterschiedliche Wege; während die Donau in das Schwarze Meer mündet, schickt der Neckar sein Wasser über den Rhein in die Nordsee. Somit durchquert die Europäische Hauptwasserscheide das gesamte Kreisgebiet, zum Teil liegen Häuser (z. B. die Escheck bei Furtwangen, die Kalte Herberge bei Vöhrenbach-Urach) oder sogar ganze Ortschaften (wie Blumberg-Kommingen, Bräunlingen-Döggingen und Mönchweiler) genau auf der Wasserscheide. Weitere Flüsse wie die Elz, die Wilde Gutach, die Gutach, die Schiltach und ein Nebenbach des Biber beginnen im Kreis ebenfalls ihren Lauf, die Wutach tangiert ihn. Damit entwässert das Kreisgebiet in alle vier Himmelsrichtungen (Von Süd im Uhrzeigersinn) zum Hochrhein/Bodensee, zum Oberrhein, in den Neckar und in die Donau. Aufgrund dieses Alleinstellungsmerkmals bezeichnet sich der Kreis gerne als Das Quellenland.

Die Liste der Orte im Schwarzwald-Baar-Kreis enthält die ungefähr 846 Orte (Städte, Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Wohnplätze) des Schwarzwald-Baar-Kreises im geographischen Sinne.

Geschichte

Der Schwarzwald-Baar-Kreis wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 durch Vereinigung der Landkreise Donaueschingen und Villingen sowie einiger Orte der Landkreise Rottweil, Tuttlingen und Hochschwarzwald sowie einer zuvor aus dem Landkreis Konstanz eingegliederten Gemeinde gebildet. Die beiden Altkreise Donaueschingen und Villingen gingen 1936/1939 aus den alten gleichnamigen Amtsbezirken hervor, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden errichtet worden waren. Im Laufe der Geschichte wurden diese mehrmals verändert (1924 Aufhebung des Bezirksamtes Triberg). Die ehemals badische Stadt Villingen und die ehemals württembergische Stadt Schwenningen wurden am 1. Januar 1972 zur Stadt Villingen-Schwenningen vereinigt, die nach Errichtung des Schwarzwald-Baar-Kreises Kreisstadt des neuen Landkreises wurde.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Schwarzwald-Baar-Kreis 20 Gemeinden, darunter 10 Städte und hiervon wiederum 2 Große Kreisstädte (Donaueschingen und Villingen-Schwenningen). Größte Stadt ist Villingen-Schwenningen, kleinste Gemeinde ist Gütenbach.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

DatumEinwohnerzahlen
31. Dezember 1973202.138
31. Dezember 1975199.550
31. Dezember 1980199.570
31. Dezember 1985194.211
27. Mai 1987 ¹192.620
DatumEinwohnerzahlen
31. Dezember 1990202.025
31. Dezember 1995208.828
31. Dezember 2000210.347
31. Dezember 2005211.320
30. Juni 2006210.971

Politik

Das Landratsamt in Villingen

Kreistag

Der Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises wird von den Wahlberechtigten auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab bei einer Wahlbeteiligung von 47,5 % folgende Sitzverteilung (64 Sitze):

ParteiWahlergebnisSitze
CDU34,7 %− 3,926 Sitze
Freie Wähler22,3 %+ 4,813 Sitze
SPD20,0 %− 2,211 Sitze
GRÜNE10,2 %+ 1,66 Sitze
FDP9,4 %+ 0,17 Sitze
DLVH3,2 %− 0,21 Sitze

Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von acht Jahren.

Landrat

Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet gehört die Vorbereitung der Kreistagssitzungen und seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Donaueschingen 1945–1972:

  • 1945:–1972 Erwin Trippel (Amtsverweser)
  • 1945:–1972 Max Egon Prinz zu Fürstenberg
  • 1945:–1972 Fritz Mauthe
  • 1945–1972: Robert Lienhart

Die Landräte des Landkreises Villingen 1945–1972:

  • 1945–1947: Karl Paul Bienzeisler
  • 1947–1948: Othmar Diele (kommissarisch)
  • 1948–1972: Josef Astfäller

Die Landräte des Schwarzwald-Baar-Kreises seit 1973:

  • 1973–1996: Rainer Gutknecht
  • seit 1996: Karl Heim

Wappen

Beschreibung: Von Silber und Blau geviert: In Feld 1 ein blau bewehrter und blau bezungter roter Adler

(Wappen-Verleihung 7. Juni 1974)

Bedeutung: Die beiden blauen Felder symbolisieren die Flüsse Donau und Neckar, die im Kreisgebiet entspringen. Die silbernen Felder symbolisieren die beiden Namensgebenden Landschaften, Schwarzwald und Baar. Der rote Adler steht für das Geschlecht der Zähringer, welche die Stadt Villingen gründeten.

Siehe auch: Liste der Wappen im Schwarzwald-Baar-Kreis

Partnerschaften

Der Schwarzwald-Baar-Kreis unterhält eine Kreispartnerschaft mit dem Komitat Bács-Kiskun in Ungarn.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Schwarzwald-Baar-Kreis beheimatet einige besonders wirtschaftlich leistungsstarke Regionen. So weist z. B. die Stadt Furtwangen eine besonders niedrige Arbeitslosenzahl im bundesdeutschen Vergleich auf. Viele mittelständisch geprägte Unternehmen haben sich in der Region angesiedelt, die sich zumeist in ihrer spezifischen Teilbranche einen bekannten Namen erarbeitet haben. Sonder

Verkehr

Schiene

Der Ringzug in Donaueschingen
Nostalgie-Verkehr auf der Wutachtalbahn

Das Kreisgebiet wird durch insgesamt sechs aktive Eisenbahnstrecken erschlossen. Im einzelnen sind dies:

Der Landkreis ist in den Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar eingegliedert. Durch die Schwarzwaldbahn ist der Landkreis direkt an das bundesweite Intercity-Netz angeschlossen. Es bestehen beispielsweise umsteigefreie Fernverkehrsverbindungen von Donaueschingen, Villingen, St. Georgen oder Triberg nach Hamburg, in das Ruhrgebiet oder Hannover. Seit Einführung des Ringzugs 2003 hat sich insbesondere der Schienennahverkehr im Kreisgebiet erheblich verbessert.

Straße

Das östliche Kreisgebiet wird von der Bundesautobahn 81 StuttgartSingen (Hohentwiel) berührt. Ferner erschließen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Landkreis. Wichtigste Bundesstraße ist die B 33 OffenburgVillingen-Schwenningen sowie die B 500 Baden-BadenWaldshut-Tiengen.

Kreiseinrichtungen

Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist Träger folgender Beruflicher Schulen:

  • Gewerbeschule Villingen-Schwenningen,
  • Gewerbliche Schulen Donaueschingen,
  • Robert-Gerwig-Schule (Gewerbliche und Kaufmännische Schule) Furtwangen,
  • Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe mit Internat Villingen-Schwenningen,
  • Kaufmännische Schulen I Villingen-Schwenningen,
  • David-Würth-Schule (Kaufmännische Schule) Villingen-Schwenningen,
  • Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen Donaueschingen,
  • Technisches Gymnasium Villingen-Schwenningen,
  • Albert-Schweitzer-Schule (Hauswirtschaftlich-sozialpflegerische und landwirtschaftliche Schule) Villingen-Schwenningen und
  • Fachschule für Landwirtschaft Donaueschingen.

Ferner folgender Förderschulen:

  • Carl-Orff-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Villingen-Schwenningen
  • Christy-Brown-Schule für Körperbehinderte Villingen-Schwenningen
  • Karl-Wacker-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Donaueschingen
  • Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung Villingen-Schwenningen

Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist Gesellschafter der Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen GmbH, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg. Die GmbH betreibt die Krankenhäuser in Villingen, Schwenningen, Donaueschingen und St. Georgen. Sie ist mit ca. 2700 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Landkreis. Ein neues Zentralklinikum zwischen den Stadtteilen Villingen und Schwenningen ist derzeit in Bau und soll bis 2011 errichtet werden.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2008[2])

Städte

  1. Bad Dürrheim (12.932)
  2. Blumberg (10.266)
  3. Bräunlingen (6102)
  4. Donaueschingen (21.338)
  5. Furtwangen im Schwarzwald (9375)
  6. Hüfingen (7760)
  7. St. Georgen im Schwarzwald (13.347)
  8. Triberg im Schwarzwald (5049)
  9. Villingen-Schwenningen (81.246)
  10. Vöhrenbach (3889)

Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Gemeindeverwaltungsverband Donaueschingen mit Sitz in Donaueschingen; Mitgliedsgemeinden: Städte Bräunlingen, Donaueschingen und Hüfingen
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Furtwangen mit der Gemeinde Gütenbach
  3. Gemeindeverwaltungsverband Raumschaft Triberg mit Sitz in Triberg im Schwarzwald; Mitgliedsgemeinden: Stadt Triberg im Schwarzwald und Gemeinden Schönwald im Schwarzwald und Schonach im Schwarzwald
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Villingen-Schwenningen mit den Gemeinden Brigachtal, Dauchingen, Mönchweiler, Niedereschach, Tuningen und Unterkirnach

Gemeinden

  1. Brigachtal (5200)
  2. Dauchingen (3610)
  3. Gütenbach (1243)
  4. Königsfeld im Schwarzwald (6053)
  5. Mönchweiler (3152)
  6. Niedereschach (6028)
  7. Schonach im Schwarzwald (4041)
  8. Schönwald im Schwarzwald (2419)
  9. Tuningen (2875)
  10. Unterkirnach (2766)

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2008 (Hilfe dazu)
  2. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2008

Literatur

  • Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band VI: Regierungsbezirk Freiburg; Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2

 Commons: Schwarzwald-Baar-Kreis – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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© Dieser Artikel zu enimKreisebenfallsihrenLauf,dieWutachtangiertihn.DamitentwässertdasKreisgebietinallevierHimmelsrichtungen(VonSüdimUhrzeigersinn)zumHochrhein/Bodensee,zumOberrhein,indenNeckarundindieDonau.AufgrunddiesesAlleinstellungsmerkmalsbezeichnetsichderKreisgernealsDasQuellenland.

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Geschichte

DerSchwarzwald-Baar-KreiswurdedurchdieKreisreformam1.Januar1973durchVereinigungderLandkreiseDonaueschingenundVillingensowieeinigerOrtederLandkreiseRottweil,TuttlingenundHochschwarzwaldsowieeinerzuvorausdemLandkreisKonstanzeingegliedertenGemeindegebildet.DiebeidenAltkreiseDonaueschingenundVillingengingen1936/1939ausdenaltengleichnamigenAmtsbezirkenhervor,diezuAnfangdes19.JahrhundertsnachdemÜbergangandasGroßherzogtumBadenerrichtetwordenwaren.ImLaufederGeschichtewurdendiesemehrmalsverändert(1924AufhebungdesBezirksamtesTriberg).DieehemalsbadischeStadtVillingenunddieehemalswürttembergischeStadtSchwenningenwurdenam1.Januar1972zurStadtVillingen-Schwenningenvereinigt,dienachErrichtungdesSchwarzwald-Baar-KreisesKreisstadtdesneuenLandkreiseswurde.

NachAbschlussderGemeindereformumfasstderSchwarzwald-Baar-Kreis20Gemeinden,darunter10Städteundhiervonwiederum2GroßeKreisstädte(DonaueschingenundVillingen-Schwenningen).GrößteStadtistVillingen-Schwenningen,kleinsteGemeindeistGütenbach.

Einwohnerentwicklung

DieEinwohnerzahlensindVolkszählungsergebnisse(¹)oderamtlicheFortschreibungendesStatistischenLandesamtsBaden-Württemberg(nurHauptwohnsitze).

202.138199.550199.570194.211192.620
DatumEinwohnerzahlen
31.Dezember1973
31.Dezember1975
31.Dezember1980
31.Dezember1985
27.Mai1987¹
DatumEinwohnerzahlen31.Dezember1990202.02531.Dezember1995208.82831.Dezember2000210.34731.Dezember2005211.32030.Juni2006210.971

Politik

DasLandratsamtinVillingen