Unione dei Democratici Cristiani e Democratici di Centro

Unione dei Democratici Cristiani e Democratici di Centro
Partei­vor­standPier Ferdinando Casini
Leader )
Lorenzo Cesa
Segretario )
Rocco Buttiglione
Presidente )
Gründung6. Dezember 2002
Haupt­sitzVia Due Macelli 66, Rom
KoalitionUnione di Centro
Ideologiechristdemokratisch
Internationale VerbindungenChristlich Demokratische Internationale
Europäische ParteiEuropäische Volkspartei
EuropagruppeEVP-ED
Abgeordnete32
Senatoren3
Europaabgeordnete2
ParteizeitungNoi Press
Webseitewww.udc-italia.it

Die Unione dei Democratici Cristiani e Democratici di Centro (Union der Christdemokraten und Zentrumsdemokraten, UDC) ist eine christdemokratische Partei der Mitte in Italien.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Die UDC ist 2002 aus dem Zusammenschluss des 1994 gegründeten Centro Cristiano Democratico (CCD) von Pier Ferdinando Casini und der 1995 formierten Cristiani Democratici Uniti (CDU) von Rocco Buttiglione entstanden. An der Fusion beteiligte sich auch die kleinere Democrazia Europea.

Marco Follini vom CCD wurde Nationaler Sekretär, Buttiglione von der CDU Parteipräsident. Die UDC trat sogleich in die Regierung Berlusconi ein, der ihre Vorgängerparteien bereits angehört hatten. Buttiglione und Carlo Giovanardi (CCD) waren Minister. Der eigentliche Spitzenpolitiker und -kandidat der Partei (”Leader”) ist jedoch seit ihrer Gründung Pier Ferdinando Casini, der von 2001 bis 2006 das hohe Amt des Präsidenten der Abgeordnetenkammer bekleidete.

Das Wappen der Partei ist das rote Kreuz auf weißem Grund - dasselbe Symbol der Democrazia Cristiana, das die Nähe zur katholischen Kirche ausdrückt, ihre Zeitung ist Noi Press. Die UDC ist Mitglied in der Europäischen Volkspartei und der Christlich Demokratischen Internationale.

Abspaltungen

Die UDC ist oftmals von Abspaltungen betroffen, was in Italien nicht unüblich ist. So entstanden unter maßgeblicher Beteiligung ehemaliger Mitglieder 2005 die Democrazia Cristiana per le Autonomie und der Movimento per l’Autonomia, die weiterhin in der Mitte-Rechts-Koalition geblieben sind.

Marco Follini, der bereits 2005 aufgrund der Regierungspolitik als Nationaler Sekretär zurückgetreten und durch Lorenzo Cesa ersetzt worden war, verließ die Partei nach den Parlamentswahlen, um - zusammen mit zwei anderen Abgeordneten - die neue Partei Italia di Mezzo zu gründen, die sich an das Mitte-Links-Bündnis anlehnte und schließlich im Partito Democratico aufgegangen ist.

Carlo Giovanardi und andere Parteimitglieder verließen ebenfalls die UDC, um sich der neuen Mitte-Rechts-Partei Popolo della Libertà anzuschließen.

Wahlergebnisse

CCD und CDU waren bereits 2001 als gemeinsame Liste Biancofiore innerhalb Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis Casa delle Libertà angetreten und hatten 3,2% der Wählerstimmen und 40 Sitze in der Abgeordnetenkammer bzw. 29 im Senat errungen.

Bei den Europawahlen 2004 erreichte die Union 5,9% und konnte 5 Abgeordnete in die Fraktion der Europäischen Volkspartei entsenden. Trotz der Niederlage des Mitte-Rechts-Bündnisses bei den Parlamentswahlen 2006, konnte die UDC auf 6,8% zulegen. Aufgrund des neuen Wahlrechts hatte sie aber nur noch 39 Sitze in der Abgeordnetenkammer und 20 im Senat.

Bei den Parlamentswahlen am 13. und 14. April 2008 trat die UDC als Unione di Centro zusammen mit der Rosa per l’Italia an und erreichte einen Stimmenanteil von über 5,6 Prozent, womit sie die größte nicht an einem Wahlbündnis angeschlossene Partei und die viertgrößte Parlamentsfraktion ist.

Bei Regional- und Kommunalwahlen tritt sie in unterschiedlichen Bündnissen an. Während sie in Friaul-Julisch Venetien mit Lega Nord und PDL zusammen regiert, ist sie bei den Landtagswahlen im Trentino gar nicht angetreten, um den autonomistischen Mitte-Links-Kandidaten Lorenzo Dellai zu unterstützen. In den Abruzzen ist die UDC hingegen in einer blockfreien Liste mit der UDEUR angetreten.

Weblinks zu zu

© Diese Definition / dieser Artikel zu Unione_dei_Democratici_Cristiani_e_Democratici_di_Centro stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Unione_dei_Democratici_Cristiani_e_Democratici_di_Centro , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen.
© Dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert
unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte
und die Liste der Autoren einsehen.