VIVA

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Viva.
VIVA
Senderlogo
Allgemeine Informationen
Empfang:Kabel, Satellit, DVB-T & IPTV
Länder:Deutschland, Österreich
Eigentümer:Viacom
Geschäftsführer:Catherine Mühlemann, Tim Ellis
Sendebeginn:1. Dezember 1993
Programmtyp:Spartenprogramm
Liste der Fernsehsender

VIVA ist ein deutscher Fernsehsender mit Sitz in Berlin, der heute hauptsächlich Shows, Doku-Soaps, Star-Magazine und Musikvideos sendet. Laut Eigendarstellung ist er ein „Jugend- und Musiksender für Pop und Fun“. Zielgruppe sind hauptsächlich weibliche Teenager.[1] VIVA wurde 1993 in Köln gegründet und trat damals, als zweiter Musiksender in Deutschland, in Konkurrenz zu MTV. Inzwischen gehören beide Sender zum amerikanischen Medienkonzern Viacom. VIVA ist die Abkürzung für “Video-und Informations-Verwertungsanstalt”.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

VIVA sollte von Anfang an eine Art Gegenpol zu MTV, das vornehmlich Videos englischsprachiger Künstler spielte, sein. Im Rahmen der Musikmesse Popkomm wurde die Musikförderungsgesellschaft MusikKomm GmbH gegründet. Grundidee war unter anderem die „Musikwirtschafts-Strukturförderung“, aus der sich schnell die Idee eines deutschen Musiksenders entwickelte. 1992 wurde unter dem Vorsitz des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden von VIVA, Dieter Gorny, eine Vorbereitungs-GmbH gegründet, die ein Programmschema entwickeln sollte. Der Projektname des Senders war Videoverwertungsanstalt, abgekürzt VIVA. Obwohl der Name wegen einer gleichnamigen Sendung auf RTL und einer Frauenzeitschrift, die beide gefloppt waren, kein gutes Image hatte, blieb er.

Am 1. Dezember 1993 nahm VIVA den Sendebetrieb auf. Das erste gespielte Musikvideo war Zu geil für diese Welt von den Fantastischen Vier. Das Profil des Senders wurde maßgeblich von Rudi Dolezal und Hannes Rossacher (DoRo Produktion) definiert.

Von Anfang an wurde auf ein deutschsprachiges Sendekonzept Wert gelegt, wodurch 1994 zum ersten Mal (laut eigenen Angaben) die Marktführerschaft errungen werden konnte. Nach dem Wiedereintritt von MTV in das Free-TV verlor VIVA zwischenzeitlich die Oberhand, liegt aber mittlerweile (nach Daten von Mitte 2004) bei den Zuschauerzahlen in der werberelevanten Zielgruppe leicht in Führung.

Seit 1995 vergibt der Sender den Musikpreis Comet. Im gleichen Jahr wurde zum 21. März der Ableger VIVA Zwei ins Leben gerufen, der lange defizitär betrieben wurde. Das Hauptaugenmerk von VIVA Zwei lag auf einem alternativeren Musikstil, vornehmlich Rock. Im Zuge der Konsolidierung auf dem Markt wurde VIVA Zwei am 1. Januar 2002 in VIVA Plus umbenannt und auf einen ertragreicheren Weg zurückgeführt. Dazu gehörte auch die Rückführung des musikalischen Stils in Richtung Popmusik.

Logo des geplanten Radiosenders VIVAradio. Es sollte in Kooperation mit Radio NRW entstehen.

Ab dem Jahr 2000 setzte VIVA mit seinem Konzept stark auf europäische Expansion mit Tochtersendern in der Schweiz, Österreich und Polen. Dazu kamen diverse Beteiligungen an anderen Sendern.

2003 geriet VIVA in die Kritik, als bekannt wurde, dass bei der Rotation der Musikvideos heimlich Plätze für die Plattenfirma Universal reserviert wurden, die dadurch ihre Titel besser positionieren wollte.

2004 wurde VIVA von Viacom übernommen, zu denen auch die internationale MTV Group gehört.

2005 zeigte VIVA anstatt den maximal erlaubten 12 Minuten Werbung pro Stunde mehr als 18 Minuten lang Werbung und wurde von den Medienwächtern verwarnt.

2007 wurde der Sendebetrieb von VIVA Plus eingestellt und in Comedy Central umgestaltet. Das Hauptformat von VIVA Plus, Get The Clip, wurde auf VIVA übertragen und wird seit dem 15. Januar 2007 täglich mehrmals ausgestrahlt. Außerdem gibt es Spezialausgaben des Programms. Ein Teil der Call-in-Sendungen, die auf VIVA Plus ausgestrahlt wurden, werden jetzt ebenfalls auf VIVA ausgestrahlt.

VIVA International

Neben VIVA in Deutschland betreibt VIVA weitere Sender unter dem Namen VIVA in Polen (Start 1. Juni 2000 als VIVApolska!), Ungarn (Start Februar 2001 als VIVA+, davor Z+), in der Schweiz (Start 6. September 2000 als VIVA Swizz, davor Swizz) und in Österreich (Seit 1. Juni 2006, vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2003 als VIVAaustria) und in den Niederlanden den Sender The Box (Seit 19. April 2002). Seit 2001 gab es ebenfalls für Italien VIVAitaly (Von 2001 bis 2002, in Zusammenarbeit mit RETE A). Darüber hinaus wurden für Litauen (LTV) und China jeweils eine wöchentliche Sendung unter dem Namen VIVA-Show produziert. Im Juni 2006 startete erneut ein VIVA-Programmfenster für Österreich, welches sich die Frequenz mit Nick Österreich teilt.

Moderatoren

Aktuelle Moderatoren
VJbei VIVASendung(en)
Collien Fernandesseit 2003VIVA Top 100, VIVA Live!, Straßencharts, Special Charts
Gülcan Kampsseit 2003NEU, VIVA Top 100
Johanna Klumseit 2005Retro Charts, VIVA Top 100, NEU
Jan Köppenseit 2006VIVA Live!, Retro Charts, NEU
Nadine Vastaseit 2009VASTA
  • Alle moderieren das VIVA Spezial im Wechsel.
Ehemalige Moderatoren
VJbei VIVASendung(en)VJbei VIVASendung(en)
Mola Adebisi1993–2004Interaktiv, VIVA Top 100Bibiana Ballbè Serra2001–2003Planet VIVA, Chartsurfer, Was geht ab?, Ritmo und Inside
Aleksandra Bechtel1993–1999Was geht ab?, InteraktivNils Bokelberg1993–1998Was geht ab?
Sabine Christ1994–1999HousefrauRocco Clein (†)
(Stefan Bickerich)
1993–2001Neuigkeiten
Phil Daub1994–2001Metalla, Planet VIVADaisy Dee
(Daisy Rollocks)
1996-2003Club Rotation, Ritmo
Isabel Dziobek1993–1996Freestyle, Freunde der Nacht als “VIVA TWINS”Natalie Dziobek1993–1996Freestyle, Freunde der Nacht als “VIVA TWINS”
MC Rene1999–2002Mixery Raw DeluxeMate Galić1994–1997Housefrau, VIVA Trance
Daniel Hartwig1998–1999InteraktivJelena Jakopin2003–2004Neuigkeiten, Was geht ab?
Markus Kavka1997MetallaLukas Koch2001–2002Voll VIVA, Was geht ab?, Chartsurfer und Neu bei VIVA.
Steffi Krause1999–2000WeckerRalph Michael Krieger1993–1994Jam, Metalla, Neu
Nadine Krüger1997–1999Film ab, Interaktiv, JamSarah Kuttner2001–2005Interaktiv, Sarah Kuttner – Die Show
Frank Lämmermann1998–1999Lämmermann LiveMilka Loff Fernandes1999–2004Inside, Interaktiv und Face it!
Heike Makatsch1993–1997Interaktiv und Heikes HausbesucheNova Meierhenrich2000–2001Inside
Enie van de Meiklokjes
(Doreen Grochowski)
1996–2000Chartsurfer, Was geht ab?, Neu bei VIVAMatthias Opdenhövel1993–1997Interaktiv, Neuigkeiten
Jelena Lara Jakopin2002–2004Neuigkeiten und ChartsurferNela Panghy-Lee2004–2005Club Rotation, Neu
Falk „Hawkeye“ Schacht2001–2004Supreme, Mixery Raw DeluxeMinh-Khai Phan-Thi1995–1998Interaktiv, Minh-Khai & Friends
Oliver Pocher1999–2005Alles Pocher, Interaktiv, Trash Top 100, Was geht ab?, Planet VIVA, ChartsurferStefan Konrad Raab1993–1998Ma guckn, Vivasion
Janin Reinhardt2001–2005Film ab, Inside, Interaktiv, 17René le Riche1994–1996Neuigkeiten, Jam
Tyron Ricketts1996–2000Word CupCharlotte Elisabeth Grace Roche1998–2005Fast Forward
Niels Ruf1998–2001KamikazeTobias Schlegl1995–2004Interaktiv, Kewl, Schlegl, Das Jüngste Gericht
Jessica Schwarz2000–2003Film ab, InteraktivIll Young Kim2001–2002Electronic Beats
Axel Terporten1993–1997NeuigkeitenShirin Valentine1995–1999Wecker
Annemarie Warnkross2004–2005Charts und Club RotationMartin TietjenJuni 2006–Oktober 2006Ringtone Charts
Jessica Wahls2003–200517, Interaktiv, Your Stars for X-MasSebastian König2006–2009Ringtone Charts, Straßencharts, Mixery Massive Music, NEU, Viva Top 20, Special Charts
Liza Li2007–2008Straßencharts, Viva Top 20Klaas Heufer-Umlauf2004-2009Klaas’ Wochenshow, VIVA Live!, NEU, Retro Charts, Interaktiv, VIVA News

Meistgespielte Videos

In einer Ausgabe der sendereigenen Sendung Retro Charts im April 2007 gab man die meistgespielten Musikvideos der letzten Jahre bekannt.

JahrInterpretTitel
1998LiquidoNarcotic
1999Eiffel 65Blue (Da Ba Dee)
2000AnastaciaI’m Outta Love
2001Safri DuoPlayed-A-Live (The Bongo Song)
2002ShakiraWhenever, Wherever

Einzelnachweise

  1. Zielgruppen der Sender von Viacom

Offizielle Website von VIVA
  • Liste mit aktuellen Sendungen
  • MTV Networks
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