Vaduz
| Wappen | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Wahlkreis: | Oberland |
| BFS-Nr.: | 7001 |
| PLZ: | 9490 |
| Koordinaten: | (758008 / 223061)47.1396519.521804Koordinaten: 47° 8′ 23″ N, 9° 31′ 18″ O; CH1903: (758008 / 223061) |
| Höhe: | 455 m ü. M. |
| Fläche: | 17.3 km² |
| Einwohner: | 5111 (31. Dezember 2008) [1] |
| Bevölkerungsdichte: | 295 Einwohner pro km² |
| Website: | www.vaduz.li |
| Karte | |
Vaduz (lokal [faˈdʊʦ] oder [faˈduːʦ], Bühnendeutsch [vaˈduːʦ]) ist der Hauptort und die Residenz des Fürstentums Liechtenstein
Vaduz ist Sitz der Regierung des Fürstentums Liechtenstein und des Erzbistums Vaduz. Besonders bekannt ist Vaduz in seiner Eigenschaft als internationaler Finanzplatz.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Vaduz wurde 1150 erstmals erwähnt. Der Name Vaduz ist entweder romanischen Ursprungs (avadutg = «Wasserleitung», aus lat. aquaeductus) oder entwickelte sich aus Valdutsch – von latein. vallis (= «Tal»), und althochd.: diutisk (= «deutsch»).
Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts war das Schloss Vaduz Sitz der Grafen von Vaduz. 1719 wurden die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg unter dem Namen Liechtenstein zum reichsunmittelbaren Fürstentum. 1723 erhielt es Sitz und Stimme im Reichstag.
Wappen
1932 wurde Vaduz vom Fürsten als erster Liechtensteiner Gemeinde ein Wappen verliehen, das 1978 durch das jetzige ersetzt wurde.
Das Wappen ist viergeteilt. In zwei roten diagonal gegenüber liegenden Feldern zwei und drei ist eine silberne Kirchenfahne (mit drei Hängel und drei Ringen), abgeleitet vom Wappen der Werdenberger. Die anderen beiden Felder eins und vier zeigen auf Silber den roten «Fürstenhut», eine stilisierte Krone, als Zeichen der Eigenschaft als Residenzstadt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Kunstmuseum Liechtenstein: Das im Jahr 2000 eröffnete Kunstmuseum Liechtenstein ist das staatliche Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Vaduz. Der moderne Museumsbau der schweizer Architekten Morger, Degelo und Kerez ist gleichzeitig die staatliche Kunstsammlung des Fürstentums Liechtenstein. Die Fassade - ein eingefärbter und fugenlos gegossener Beton aus vorwiegend schwarzem Basaltgestein und farbigem Flusskies - ist so behandelt, dass ein lebendiges Spiel auf der reflektierenden Oberfläche entsteht. Das Kunstmuseum Liechtenstein gilt als grösster Kunststein der Welt.
- Liechtensteinischen Landesmuseum: im Liechtensteinische Landesmuseum wird die Kultur- und Naturgeschichte Liechtensteins präsentiert
- Engländerbau: 1933/34 errichtetes Ausstellungsgebäude für wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst
- Briefmarkenmuseum Vaduz
- Noldi Beck: Skimuseum
- Schloss Vaduz: ist das Wahrzeichen Liechtensteins und Sitz der Fürstenfamilie. Es ist nicht für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Regierungsgebäude wurde zwischen 1903 und 1905 erbaut. Dort ist der Sitz des Landtages. Es wird im Volksmund auch das «Grosse Haus» genannt.
- Landtagsgebäude Vaduz: 2008 errichtet von dem Architekten Hansjörg Göritz (D)
- Kathedral- und Stadtpfarrkirche St. Florin: neugotischer Bau, errichtet von 1869 bis 1873 nach den Plänen von Friedrich von Schmidt; katholische Kirche
- Das Rote Haus (oder «Vaistlihof»):
- Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein
- Rathaus der Gemeinde Vaduz: 1932/33 von Franz Röckle erbaut
Theater:
- Kleintheater Schlösslekeller
- Operettenbühne
- Opernverein
Regelmässige Veranstaltungen
- Staatsfeiertag: Jedes Jahr wird am 15. August mit grossem Feuerwerk der Staatsfeiertag (im Volksmund noch heute als «Fürstenfest» bezeichnet) gefeiert.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bedeutende Wirtschaftszweige sind der Tourismus und der Obst- und Weinbau. Vor allem ist Vaduz aber ein wichtiger Standort für Banken und die Telekommunikation. Ferner fertigt die Hovalwerk AG Heizsysteme für konventionelle und regenerative Energien. Die Hilti AG – im Liechtensteinischen Schaan gegründet – ist ein in 120 Ländern operierender Hersteller von Werkzeugen und beschäftigt circa 20.000 Mitarbeiter.
Ausserdem am Ort zu finden sind die Hochschule Liechtenstein, die Liechtensteinische Landesbibliothek, der Liechtensteinische Bankenverband, die Mehrzweckhalle Spoerry und die Liechtenstein Bus.
Politik
Vaduz wird oft als Hauptstadt Liechtensteins bezeichnet, was aber insofern nicht korrekt ist, als Vaduz nie das Stadtrecht erhalten hat und daher nur Hauptort und Fürstensitz ist.
- Bürgermeister ist seit Januar 2007 Ewald Ospelt (FBP).
- Der Gemeinderat zählt 12 Sitze: (5 (FBP), 6 (VU), 1 (FL)).
Sport
- VBC Galina
- Rheinpark-Stadion, 7′838 Plätze, Spielstätte des FC Vaduz und der Liechtensteiner Fussballnationalmannschaft, eröffnet 1998
- FIVB Beach Volleyball Satellite Vaduz
- Schwimmbad Mühleholz
- Minigolf-Sport-Anlage Schaan/Vaduz
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter
- Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901), Komponist und Musikpädagoge
- Franz Roeckle (1879–1953), deutscher Architekt, Planer des Vaduzer Rathauses
- Wolfgang Haas (* 1948), erster Erzbischof des Erzbistums Vaduz
- Michael Donhauser (* 1956), österreichischer Schriftsteller
- Fabio Corba (* 1964), Maler, Bildhauer, Journalist und Buchautor aus Liechtenstein
- Marina Nigg (* 1984), Liechtensteiner Skirennläuferin
- Jessica Walter (* 1984), Liechtensteiner Skirennläuferin
- Tina Weirather (* 1989), Liechtensteiner Skirennläuferin
- Stephanie Vogt (* 1990), liechtensteinische Tennisspielerin
Einzelnachweise
www.vaduz.liAusstellungshaus Engländerbau Commons: Vaduz – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien Wiktionary: Vaduz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und GrammatikGemeinden in LiechtensteinUnterland: Eschen | Gamprin | Mauren | Ruggell | Schellenberg
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