Vorort

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Vorort (Begriffsklärung) aufgeführt.

Als Vorort bezeichnet man eine am Stadtrand einer größeren Stadt gelegene Siedlung. Sie ist üblicherweise Teil eines Verdichtungsgebiets und besitzt keine oder nur eine geringe zentrale Bedeutung für den Ballungsraum. In den letzten Jahrzehnten gab es besonders in Europa und in Nordamerika den Trend der Bevölkerungsmigration von den Innenstädten in die Vororte. In Deutschland hatte das zur Folge, dass die Innenstädte mangels Steueraufkommen finanziell oft in Schwierigkeiten gerieten und als politisches Sanierungskonzept und/oder zur Verbesserung ihrer Bevölkerungsstatistik (Fördermittel) zur Eingemeindung ihrer Vororte schritten.

Während in Deutschland die Vororte zahlreicher Städte mittlerweile oft eingemeindet und damit zu Stadtteilen geworden sind, sind Vororte in vielen anderen Ländern, wie beispielsweise in den USA oder in Australien, nach wie vor selbstständig. In Frankreich gelten die Banlieues als soziale Problemzonen (siehe Unruhen in Frankreich 2005). Ähnlich verhält es sich mit den Randbezirken US-amerikanischer Innenstädte.

Vororte sind häufig durch den öffentlichen Personennahverkehr, z. B. S-Bahn, gut mit dem Stadtzentrum verbunden, was für Pendler und Schüler, die in der Stadt arbeiten bzw. lernen, besonders wichtig ist.

Siehe auch

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