Wikipedia:Kurier

Abkürzung: WP:K

Mission: Der Kurier ist das Boulevardblatt der Wikipedia-Gemeinschaft. Nicht neutral, nicht enzyklopädisch, aber hoffentlich unterhaltsam und informativ berichtet er, was die Wikipedia gerade bewegt.

Termine

24.09.Stammtische in Freiburg und Bremen
25.09.Stammtisch in Wien
25.09.–27.09.RegioWikiCamp in Furtwangen im Schwarzwald
28.09.Stammtisch Dresden
01.10.Stammtisch in Karlsruhe
02.10.Stammtische in Linz und Hamburg
03.10.–04.10.Wikipedia-Tag Dresden in der Scheune
08.10.Stammtisch in Hannover
09.10.Stammtisch in Halle (Saale)
10.10.Regionalstammtisch Rheinhessen und Stammtisch in München

Links

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Endspurt zur Zedler-Medaille

Zedler-Medaille

2.500 Euro winken jedem der beiden Sieger im Wettbewerb um die Zedler-Medaille 2009. Wie das letzte Jahr gezeigt hat, haben Wikipedianer gute Chancen: Ihr wisst aus Erfahrung, wie man einen Wikipediaartikel schreibt. Ihr wisst, wie man ihn strukturiert, formuliert und aufbaut, kurz: ihr wisst, wie man gute Artikel schreibt – und das wird auch die Jury merken. Ihr habt damit unter Umständen einen Vorteil gegenüber denjenigen, die sich erst in die Textsorte Lexikonartikel einarbeiten müssen. Diese Chance solltet ihr nutzen! Neben dem Preisgeld und der hübschen Zedler-Medaille dürfte ein weiterer Ansporn sein, dass eure Artikel im Zedler-Wettbewerb von ausgewiesenen Experten gelesen und beurteilt werden. Außerdem hat der Verlag Spektrum der Wissenschaft angekündigt, nicht nur gelungene Beiträge auf seiner Webseite veröffentlichen, sondern auch, den Gewinnerartikel in einer seiner Zeitschriften abdrucken zu wollen.

Die Zedler-Medaille lässt sich auch wunderbar mit dem Schreibwettbewerb verbinden. Wer einen Schreibwettbewerbsbeitrag geschrieben hat, der nicht mehr als 6.000 Wörter umfasst, kann ihn problemlos auch für die Zedler-Medaille einreichen. Auch lesenswerte und exzellente Artikel der letzten Monate können eingereicht werden. Sie werden anonymisiert und an die Jury weitergeleitet. Einsendungen und Fragen sollten an zedler|at|wikimedia|punkt|de gerichtet werden; die Teilnahmebedingungen finden sich unter http://wikimedia.de/zedler. Einsendeschluss ist der 15. Oktober, die Preisverleihung findet am 8. Dezember 2009 im Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt am Main statt. tol 22.09.2009

Nummer Fünf lebt: Fotoworkshop in Nürnberg

5. Foto-Workshop

In Nürnberg fand vom 11. bis zum 13. September der 5. Foto-Workshop statt

Mit neuem Teilnehmerrekord von fast 40 Teilnehmern schloss gestern der zweitägige 5. Foto-Workshop. Die Teilnehmeranzahl zwang uns, für die meisten Programmpunkte eine Zweiteilung vorzunehmen. Neben allgemeinen Fragen zur Ethik und Politik des Fotografierens wechselten sich praktische wie theoretische Programmpunkte ab. Neben einem Kern der „Stammgäste“ besuchten auch viele Neulinge den Workshop. Die Veranstaltung zeigte wieder einmal, dass das persönliche Kennenlernen mindestens ebenso wichtig ist wie der fachliche Austausch untereinander. Auch sogenannte „alte Hasen“ lernen immer wieder dazu. Unser diesjähriger auswärtiger Referent war Peter Smolka, der vier Jahre lang 71.000 km um die Welt geradelt war. Eine ebenso eindrucks- wie stimmungsvolle Fotoshow vermittelte eine gehörige Portion Fernweh. Daneben gab es technische Details zur Fahrradreise und zum Fotoequipment. Bereits jetzt steht fest, dass es mit Sicherheit einen sechsten Workshop geben wird. Zahlreiche Ideen wurden bereits geäußert und die Verlagerung von Nürnberg ins Ausland steht ebenfalls im Raum. Ausdrücklich zu danken ist Ralf und Gnu für die Organisation, aber auch allen Teilnehmern, die das Treffen zu einer interessanten und tollen Veranstaltung gemacht haben. (wlady, 14.9.)

Enzyklopädie ist anders

Wikipedianer sind nicht repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung

Altersgefälle der Wikipedia (2008).

Idealisiert verkörpern Enzyklopädien universale Wahrheit. Wir ahnen aber: Jedes Schriftwerk bildet die Gedanken seiner Verfasser ab. Ob bewusst oder unbewusst, sie formen den Inhalt. Also kann es nur Näherungen an das Ideal geben. Sich ohne Einschränkung Enzyklopädie nennen, gleicht einer Anmaßung, noch dazu frei. Hybris. Sei mutig!

Wikipedia ist die kollektivierte selektive Wahrnehmung einer peer group der unter 30-jährigen gebildeten onlinophilen Männer (fortan U30goM). Ihr Weltbild, ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit konstruiert eine selektive Weltsicht. Sie erheben den Anspruch, das Wissen der Welt darzustellen, eine universale, freie Enzyklopädie zu schaffen. Sie dominieren das Projekt.

Das Weltbild der U30goM findet Eingang in alle Artikel und ihre Auswahl. In die Selektion der dargestellten Wirklichkeit, die immer nur ein Ausschnitt bleiben kann. Es wird erschrieben und erkämpft, das eigene Weltbild über die Wirklichkeit gestülpt. Das bleibt weitgehend unbekannt.

Sie schreiben die Wikipedia.

Natürlich zeigt sich das Problem nicht bloß in der Wikipedia. Anderswo nehmen Redakteurszirkel, Verfasser oder Verleger Einfluss. Dort ahnen es viele. Wenige behaupten, diese Werke seien in irgendeiner Hinsicht frei.

Die Meinungstendenz ist klar beeinflusst. Das heißt nicht, die Gruppe der U30goM bilde eine homogene Masse. Aber es ergeben sich aus der Zugehörigkeit zur gleichen sozialen Gruppe unvermeidliche Häufungen von Denkmustern. Knapp 60 Prozent der Wikipedianer sind unter 30, 90 Prozent männlich, vornehmlich mit Bildungshintergrund und Erfahrung im Umgang mit dem Internet. Sie schreiben Artikel und besetzen Schlüsselpositionen.

Das hat Folgen. Wikipedia sei die freie Enzyklopädie. Frei wovon? Bitte genau schauen: Frei existiert bei Wikipedia nur in der Methodik, nicht im Wissen. Das wird unvermeidlich massiv beeinflusst. Beeinflusst durch die Struktur seiner Autoren und Entscheider. Darüber täuscht sich der unbedarfte Konsument leicht. Niemand klärt ihn auf.

Wikipedia gilt besonders bei Jugendlichen als attraktiv. 94 Prozent der Jugendlichen in Deutschland vertrauen auf Wikipedia (spiegel.online, 03.08.09). Sie konsumieren passiv. Nehmen als wahr, was ihnen geboten wird.

Frauen bleiben bei Wikipedia oft außen vor.

Die U30goM bilden in der Gesellschaft nur eine Minderheit. Eine geltungshungrige Minderheit. Diese Minderheit besitzt ein unerschütterliches Sendungsbewusstsein. Die bornierte Überzeugung, vom Wissen der Welt zu künden. Also Vorsicht! Wo bleibt der Warnhinweis?

Nähern könnte sich Wikipedia dem Ideal einer wirklich freien und universalen Enzyklopädie, wenn es mehr Befruchtung von außen gäbe. Mehr Durchlässigkeit. Für eine Enzyklopädie, die Menschen in ihrer Buntheit, mit ihren vielfältigen Weltsichten verkörpert. Dann dürfte sie sich frei nennen.

Brauchen wir mehr Internet-Laien, mehr Frauen, mehr Alte, mehr sozial Benachteiligte, mehr Migranten, mehr Fachleute, kurz: einen gesellschaftlichen Querschnitt? Schön klingt das. Aber ist Wissen demokratisch bestimmbar? Was ist Wahrheit? Jetzt wird es kompliziert. Machen wir es einfach – vielleicht tut’s ja ein Hinweis. Wie wär’s mit einem neuen Logospruch:

„Wikipedia:
Die mehrheitlich von unter 30-jährigen gebildeten onlinophilen Männern geschriebene Enzyklopädie?“

Ein Vorschlag für mehr Fairness gegenüber den Konsumenten der Wikipedia. MJL

Anm.: Überschrift wurde nachträglich angepasst. MJL

Wikipedia und Statistik

Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass die Wikipedia tatkräftige Unterstützung bei der Verbesserung der Qualität der Artikel im Bereich Statistik erhält. Im Zuge der Qualitätsverbesserung eines bis dato innerhalb der Wikipedia ziemlich vernachlässigten Bereichs soll im Rahmen des Multimediaförderprogramms 2009 der Humboldt-Universität zu Berlin auch der Zugang zu den Artikeln und den Verlinkungen zwischen den in der Kategorie Statistik aufgeführten Artikeln verbessert werden.

Das Projektteam wird geleitet von Sigbert Klinke (Benutzer:Sigbert & Benutzer:MM-Stat). Zur Projektbeschreibungsseite. Meisterkoch 12:05, 8. Sep. 2009 (CEST)

Wikipedia ist super!

Redaktion

Wo man auch hinhört, im privaten Umfeld oder im Radio, oder man liest, im Internet oder in der Zeitung, Wikipedia ist allgegenwärtig. Die wenigsten, die dabei die Wikipedia im Munde führen, arbeiten selber mit. Aber sie nutzen sie intensiv und in den meisten Fällen wird die Wikipedia als ein unermesslicher Born des Wissens wahrgenommen.

Die wenigsten wissen, wie es hinter den Kulissen aussieht. Und das ist auch gut so. Oder wollen wir jeden Tag wissen, welcher Streit in den Zeitungsredaktionen herrscht, über die Artikel, die erscheinen sollen und in welchem Umfang? Wollen wir wirklich wissen, wenn die Herren Chefredakteure oder Verleger selbstherrlich über die Inhalte entscheiden?

Wir arbeiten in einem Projekt mit, das in der bisherigen Geschichte des Internets und auch in der Geschichte der Enzyklopädie-Erstellung einmalig ist. Dass es dabei zu vielen, nicht vorhersehbaren Schwierigkeiten kommt, ist eigentlich klar. Wenn man sich demgegenüber aber das Ergebnis anschaut, dann muss man schon staunen. Wo ständen wir denn, wenn hier nur Autoren ihre Artikel schreiben würden? Es sähe aus wie eine Mischung aus Knol und Wikiweise.

Ich finde es toll, hier mitmachen zu können. Man trifft Leute, die manchen Aspekt von einer anderen Seite sehen, die einen anderen Bildungshintergrund haben oder auf einem anderen Weg an eine Sache herangehen.

Ich finde es toll, dass man ohne Problem fachübergreifend Sachen bearbeiten kann, ohne irgendwelche Prozedere oder Gepflogenheiten einhalten zu müssen.

Ich finde es toll, dass hier für fast jeden eine Ecke zu finden ist, wo er im Ruhigen werkeln kann. Ob es sich dabei um Vorlagenprogrammierungen, Bilderbearbeitungen, Vandalenjagden, Artikelsichtungen, Löschdiskussionen oder Rechtschreibfehlerbeseitigungen handelt.

Platzhirsch

Wo wären wir denn, wenn die Wikipedia in die Reviere einiger Platzhirsche aufgeteilt wäre? Da hätten es neue Autoren extrem schwer. Sie müssten sich ihre Meriten erst verdienen. Dies würde viele vom Mitarbeiten abschrecken. Da wird auch mancher Fachmann lieber nicht mitarbeiten wollen, weil er gar keine Lust hat, sich von irgendwelchen selbsternannten Projektchefs sagen zu lassen, was er wie zu machen hat. Von den Revierkämpfen um Artikel, die mehrere Gebiete betreffen, ganz zu schweigen.

Nein, in einer Wikipedia, wo arrogante, selbstverliebte Autoren nur noch um sich selber drehen und selbst beweihräuchern, andere Autoren, die nicht mit der Meute kläffen, wegbeißen, möchte ich nicht mitarbeiten wollen.

Ich finde es toll, dass hier etwas entsteht, das es bisher so in der Geschichte der Menschheit nicht gegeben hat. Menschen aus aller Welt, allen Sprachen und Nationen arbeiten zusammen, um das Wissen der Welt zusammenzutragen. Hier wird Zukunft gebaut. Ll 09:12, 7. Sep. 2009 (CEST)

Yeah, Wikipedia ist was Geiles!

Hier sehen wir, wohin Zerwürfnis und Streit uns führen können

Das Leben ist schon Klasse. Man findet sich in einem Projekt zusammen, um gemeinschaftlich auf möglichst hohem Niveau und doch allgemeinverständlich eine Enzyklopädie zu schreiben. Idealerweise finden sich dabei Personen mit ähnlichen Interessen und oft mit viel Ahnung in einem Bereich zusammen. Diese schreiben dann meist die besten Artikel des Bereiches. Sie ordnen, sie regeln, sie verbessern, sie machen all die Drecksarbeit. Manchmal dümpelt ein Bereich in diesem Projekt ewig in seinem eigenen abgestandenen Saft – und dann kommen sie, die Autoren mit dem Wissen, das wir brauchen, und mit dem Können, das wir benötigen. Hervorragend war das zuletzt im Bereich der Bildenden Kunst passiert. Bis vor kurzem die Jagd eröffnet wurde. Wieder einmal wurde Wikipedia-idealtypisch vor Augen geführt, wie einfach es für ein paar Besserwisser ohne Ahnung von der Materie ist, die Leute zu sabotieren, die dieses Projekt tragen. Und nun haben wir in etwa die Hälfte der Kunstautoren verloren, die zum Teil grandiose Artikel geliefert haben. Und der Großteil des Restes hat nur noch wenig Lust, sich hier einzubringen.

Und nun? Werden die Besserwisser diese Lücken füllen? Nein! Dazu sind sie gar nicht in der Lage. Große Klappe, nichts dahinter, wie so oft. Aber das ist ja offenbar OK. Autoren fertig machen und das Projekt schädigen ist leider salonfähig, dahingegen sind Autoren Freiwild und in keiner Weise schützenswert. Ein Blick in die täglichen Vandalismusmeldungen zeigt, wie unbrauchbar alles Regelwerk hier ist. Gehe von guten Absichten aus (AGF) wird bis zum Letzten ausgewalzt, egal wie sehr hier die Autoren mit Wissen von Großklappen gequält und verfolgt werden. Und im Bereich Archäologie geht es schon weiter, wo dem Fachmann, der in einem Bereich aktiv ist, dort sogar an Ausgrabungen teilgenommen hat, von einem Nichtfachmann erklärt wird, wie der Hase läuft. Und das mit Literatur, die hundert Jahre alt ist. Aber wir haben ja AGF und die Diskussionskilobytes gehen in die Hunderte. An vielen Stellen geht es in diesem Projekt qualitativ voran, doch auf der anderen Seite werden immer öfter und immer aggressiver diese Personen von denen weggebissen, die offenbar sehen, dass sie nicht mehr so mithalten können wie früher. Aber anstatt sich andernorts einzubringen – das Projekt ist schließlich riesig – geht man die an, die wirklich etwas beitragen können. Fachleute müssen heute immer mehr Zeit in unsinnigen Diskussionen verbringen, eigentlich könnten sie die Zeit weitaus besser nutzen. In diesem Projekt vertreibt man aber lieber die Guten, statt den Trollen und auch den Möchtegerns Einhalt zu gebieten.

So geht es auch: Eine fachliche Diskussion gebildeter Autoren aller Altersgruppen

Man wirft dem Bereich Kunst Selbstherrlichkeit vor, Kreierung eigener Regeln vorbei etwa an einer der größten Blödsinnsseiten Wikipedia:Relevanzkriterien (hier reden ja auch soooo viele „Fachleute“ mit, die sich aber übergangen fühlen, wenn wirklich Fachleute in ihrem Bereich die Regeln machen und nicht ihre unegale Meinung Beachtung fand, obwohl auch diese Diskussionen immer in der Wikipedia-Öffentlichkeit statt fanden!). Ich sage aber – „na und“ und „gut so“! Wenn dann das heraus kommt, was die „Künstler“ geleistet haben, oder die „Wintersportler“, oder die „Mediziner“, oder die „Biologen“ oder das, was sich derzeit bei den „Archäologen“ abzeichnet, ist das gut für dieses Projekt. In der englischsprachigen Wikipedia hat diese „Partei“ es ja fast komplett geschafft, die Fachleute wegzubeißen. Der Unsinn, dass jeder überall mitreden kann, jeder überall mitschreiben kann und jeder überall gleich viel zu sagen hat, muss im Sinne dieses Projekts beendet werden. Autoren und Fachbereiche müssen in Zukunft geschützt werden und das Sagen haben. Alles andere bedeutet eine sich selbst verwaltende Bürokratie, die zwangsweise einen immer unterirdischeren Bestand verwaltet! Oder ganz deutlich: Was würdet ihr Dauerdiskutanten, Kat- und Bausteinschubser, Recent Changeler und Vandal Fighter (ausdrücklich ohne die Arbeit der letzten beiden Gruppen minder schätzen zu wollen!) ohne das eigentliche Rückgrat der Wikipedia tun, der Autoren, die in Spitze und Breite die Artikel schreiben, das, was die Leser lesen wollen? Denn man mag es kaum glauben, die haben kein Interesse an unseren Diskussionsseiten! Vielleicht sollten einige Leute mal daran denken, bevor sie die nächsten Autoren aus dem Projekt drängen, die hier gute Arbeit leisten. Mal sehen, was als Nächstes kommt. Biologen? Mediziner? Bei diesem Zoo der Eitelkeiten und Egomanen kann man nur raten. (MC, 06.09.)

Wikimania 2009: Tag 2 & 3

Mit etwas Verspätung nun der Rest des Berichts: Der zweite offizielle Tag der Wikimania begann mit einer Keynote des Wikipedia-Gründers Jimmy „Jimbo“ Wales. In seiner Rede The State of the Wiki diskutierte er das verlangsamte Wachstum der Wikipedia und sprach verschiedene mögliche Gründe dafür an. Er warb für das Strategie-Wiki und bat die Community um Beteiligung.

Die Keynote von Sue Gardner am dritten und letzten Tag fand nicht am Morgen, sondern nachmittags, am Ende der Konferenz statt. In ihrer Funktion als Executive Director sprach sie in ihrem Vortrag The Wikimedia Foundation: The Year In Review and The Year Ahead ebenfalls das Strategy-Wiki sowie die zunehmende Anerkennung der Wikipedia in der öffentlichen Wahrnehmung an. Sie betonte den Einsatz der Community für das Projekt, der sich unter anderem in Spezialwissen äußert: “You all know more about copyright law than any sane sensible human being ought to”.

Im Anschluss der Keynote stellte sich das Board of Trustees der Foundation den Fragen der Community, die auch per IRC eingereicht werden konnten. In der Closing ceremony wurde ein filmischer Ausblick auf die Wikimania 2010 in Danzig gegeben.

Einige Eindrücke von der Konferenz bietet der nebenstehende Podcast.

Neben den Videos (derzeit noch zwischengespeichert, später werden sie auf Commons hochgeladen) wurden auch schon zahlreiche Fotos veröffentlicht. (CoE, bue, 30.08.)

Wikimania 2009: Tag 1

Die Wikimania wurde durch eine Keynote von Richard Stallman gestern offiziell eröffnet. In seiner Rede erklärte Stallman die Prinzipien der freien Software und ihre Bedeutung für freie Inhalte (bzw. „Werke“) und Wikipedia. Der zweite Teil der Rede bestand im Wesentlichen aus kritischen Anmerkungen zu konkreten Problemen, denen Stallman in der Wikipedia begegnet ist. So kritisierte er zum Beispiel die Wahl der Namensgebung der Lemmata, wenn diese als „Propagandabegriffe“ interpretiert werden können. Auch kritisierte er das Verfahren, Webseiten über die Spam-Blacklist zu sperren. Wie ein Tweet anmerkte, hätte Stallman das E-Mail-Support-Team vielleicht eher weiterhelfen können.
Im Anschluss an die Keynote begannen die regulären Vorträge, welche sich mit den Themen Kommunikation, Content, Lateinamerika, Technik und Bildung auseinandersetzten.

Es gibt einen Livestream der Vorträge und Videoaufzeichungen (Ogg Theora :-) ). (CoE, jj, bue, 27.8.)

Wikimania 2009: Tag 0

Die internationale Wikimania ist die größte Wiki-Konferenz der Welt. Die fünfte Wikimania startet in diesen Tagen in Buenos Aires, Argentinien, und ist die erste Wikimania auf der Südhalbkugel. Mit dem aus fast 90 Vorträgen und Workshops bestehenden Programm werden viele Themen rund um Wikimedia- und andere Wiki-Projekte abgedeckt. Am Tag vor dem offiziellen Start gab es bereits einen Vortrag von Richard Stallman (in spanischer Sprache) und die Hacking days wurden eröffnet (auf Wunsch eines Sponsors offiziell als „Wikimania Codeathon“ bezeichnet). Außerdem fand eine Pressekonferenz statt, auf der unter anderem eine Spende des Omidyar Network in Höhe von zwei Millionen Dollar verkündet wurde. (CoE, 26.08.)

Die Kleine Anfrage in der kleinschen Flasche, oder wie war das noch mit 1984?

„Als Kleine Anfrage bezeichnet man eine auf wenige Punkte begrenzte Fragestellung eines Parlamentariers an die Exekutive, beispielsweise eines Bundestagsabgeordneten an die Regierung“

Etliche Wissenschaftler rätseln schon länger, ob die Geisteswissenschaften als wissenschaftlich zu bezeichnen sind. Bezogen auf fachsprachliche Termini schrieb die Sprachwissenschaftlerin Ingrid Wiese, Forschungsgebiete Fachsprachen und Lexikologie, 2001 (selbst)kritisch:

„Besonders in den Geistes- und Sozialwissenschaften wird die terminologische Situation als unbefriedigend empfunden. Die in diesen Disziplinen geprägten Termini zeichnen sich durch ein hohes Maß an Theorieabhängigkeit aus. [... und demgegenüber:] Die Bemühungen zur Vereinheitlichung im wissenschaftlich-technischen Sprachgebrauch haben verstärkt gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingesetzt. Ein Ergebnis solcher Normungsarbeit sind die Nomenklaturen in den naturwissenschaftlichen Disziplinen [...]“

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begannen deutschsprachige Geisteswissenschaftler unter der Tarnbezeichnung Rechtschreibreform diese etablierte Nomenklatur der Naturwissenschaften, zumindest auf der orthographischen Ebene, völlig fachfremd aber mit großem Sendungsbewusstsein, zu ruinieren. Man könnte auch sagen: ihrem Niveau anzugleichen. Kodifiziert wurden diese Bemühungen in einem langen Text, der die Bezeichnung Amtliches Regelwerk trägt und heute kostenfrei im Internet zum Download angeboten wird. Die Details der langen und kontroversen Entstehungsgeschichte – so wurden die ursprünglichen Hauptautoren des Textes inzwischen gesperrt – haben weder zu dessen Reputation noch zu dessen OMA-Tauglichkeit beigetragen. Der wichtig klingende Titel und seine freie Verfügbarkeit im Netz haben aber dazu geführt, dass sich einige Wikipedia-Autoren mitunter darauf berufen.

Der wirre Textinhalt führt in der de.Wikipedia zu zahlreichen interdisziplinären Diskursen, die sonst möglicherweise nie zustande gekommen wären und den Wissenschafts- und Forschungsstandort D-A-CH mit Sicherheit beflügeln werden. So fragen sich beispielsweise eher naturwissenschaftlich interessierte Wikipedianer heute auch, was denn unter dem sprachwissenschaftlichen Terminus[?] Eigenname zu verstehen sei.

Nichtsdestotrotz störten sich einige an den konkreten Ergebnissen innerhalb der de.Wikipedia. Deshalb wurde namens der de.Wikipedia-Autorengemeinschaft eine Anfrage an den Rat für deutsche Rechtschreibung (der aktuelle Hauptautor des Artikels Amtliches Regelwerk) gerichtet. Auch und gerade um darauf hinzuweisen, dass die Umsetzung einer der zahlreichen geisteswissenschaftlichen Ideen bei den naturwissenschaftlichen Fachautoren und ihren Fachverlagen, wie Politiker wohl formulieren würden, „schwer vermittelbar“ ist.

Zum hohen Rat wurde die Wikipedia nicht vorgelassen. Die Antwort aus dem Mannheimer Elfenbeinturm an die de.Wikipedia kam schnell: alles ok mit dem Halleyschen Kometen und dem ohmschen Gesetz. Diese Antwort war auch kindgerecht formuliert: „[...] eine kleine Anfrage bei einem Unternehmen kann klitzeklein sein, eine Kleine Anfrage eines Abgeordneten hingegen nicht.“ Ob die Antwort auch themenbezogen, fundiert, recherchiert, oder irgendwie wissenschaftlich war, mag aufgrund der per „Ausschlussverfahren“ begründeten Weisheiten bezweifelt werden.

Auch Details der Antwort lassen zweifeln, ob eine ernsthafte Beschäftigung mit dem von uns nachgefragten Thema stattgefunden hat: „Dementsprechend war [Bezogen auf den Duden in seiner 20. unreformierten Auflage von 1991] beispielsweise der Ohmsche Widerstand, aber [...] das ohmsche Gesetz zu schreiben [...]“. Dies war, wie jeder der nicht auf kindliches vertraut, sondern noch gedrucktes aufhebt, leicht feststellen kann im Duden von 1991 genau umgekehrt. Und es war (und ist) auch in der Fachliteratur so – seit 100 Jahren.

Wie schreibt die de.Wikipedia? Der Kurier meint: wo amtlich draufsteht, da kann, je nach Sichtweise, auch Realsatire, Theoriefindung oder 1984 drinstecken. Immer auf seriöse Fachquellen zurückgreifen. Der Kurier wünscht allen: Schöne Ferien! … (Hafenbar, 2009-08-24)

Ergänzende Anmerkungen: [1] (Husl, 1.9.)

Die Wikipedia zugänglicher machen: Naoko Komura über das neue Skin

„Es läuft wie verrückt“, meint Naoko Komura, die Projektmanagerin, die sich im Auftrag der Wikimedia Foundation um eine größere Benutzerfreundlichkeit der Wikipedia kümmert. Besonders viel Arbeit macht jetzt die Ausprobierphase einer neuen Benutzeroberfläche. Trotzdem hat Naoko Komura Zeit für ein Gespräch mit dem Infobrief Wiki-Welt gefunden.

Software-Entwickler sprechen von „Beta“, wenn sie eine fortgeschrittene Version ihres Produkts einem größeren Menschenkreis zum Ausprobieren geben. Das Produkt des Komura-Teams ist ein „Skin“, also ein bestimmtes Aussehen und die Bedienbarkeit der grafischen Oberfläche. Man konnte sich als angemeldeter Benutzer schon längst eines von mehreren Skins auswählen, nun ist ein besonders gut durchdachtes hinzugekommen. Ein Button für dieses „Beta-Skin“ befindet sich der Einfachheit halber in der Benutzerfunktionsleiste, so dass möglichst viele Wikipedianer darauf aufmerksam werden.

Naoko Komura leitet seit diesem Jahr die Usability-Initiative der Wikimedia.

Vorausgegangen waren der Erarbeitung des Skins umfangreiche Tests von Naoko Komura. Testpersonen wurden unter Begleitung gebeten, etwas an einem Wikipedia-Artikel zu ändern. Selbst den Computer-Erfahrenen unter ihnen gelang dies kaum – die vielbesprochene Offenheit der Wikipedia, bei der jeder mitmachen könne, scheint es in der Realität gar nicht zu geben.

Konzepte verstehen

Das Konzept von internen Links beispielsweise verstehen Neulinge anfangs nicht, erklärt Naoko Komura. Und sie tippen nicht etwa flüssig die doppelte eckige Klammer, dann das betreffende Wort und dann wieder eine doppelte eckige Klammer. Sie tippen erst das Wort und versuchen dann, durch Anklicken einen Link daraus zu machen, so wie sie es in Microsoft Word gewohnt sind, wenn sie beispielsweise ein Wort kursiv setzen wollen.

Stichwort Word: Seit Urzeiten fordern Wohlmeinende, den Benutzern WYSIWYG anzubieten, also eine grafische Oberfläche, bei der man sofort den Text so sieht, wie er letztlich erscheinen soll (What you see is what you get). Doch Naoko Komura muss verneinen: Ihre Arbeit wird von der Stanton Foundation finanziert, und die möchte diesen Ansatz nicht. Wenn man das WYSIWYG nicht sehr, sehr sorgfältig programmiert, dann schließt es nicht an das System der Versionsgeschichte eines Artikels an. Daher soll zunächst das Bearbeiten nach bisheriger Art erleichtert werden.

Weltweites Ausprobieren

Logo der Initiative. Usability lässt sich auf Deutsch gut mit Benutzerfreundlichkeit übersetzen, es gibt aber auch das Fachwort Software-Ergonomie.

Testsprachen sind außer Englisch auch Deutsch und einige weitere Sprachen. Man habe sich viele Gedanken darüber gemacht, das Skin universell einsetzbar zu machen, aber es gebe beispielsweise kaum unterschiedliche Rückmeldungen von Menschen unterschiedlicher Muttersprachen. Eine Kleinigkeit: In der Bearbeitungsleiste standen früher die Buchstaben b und i, für „bold“ und „italics“, also die englischen Ausdrücke für Fett und Kursiv. Stattdessen hat man ein fettes und ein kursives a genommen, das ist sprachlich neutraler. Doch Tests haben gezeigt, dass die Benutzer dies nicht intuitiv erkennen. Es soll daher in Zukunft sprachspezifische Bildchen geben.

„Ich sehe da irgendwie gar keinen Unterschied, nur dass die Links und Eingabefenster an anderern Stellen stehen und weniger Linien beim Layout sind“, findet der Wikipedia-Mentor Sargoth auf Wikipedia Diskussion:Mentorenprogramm. Sein Kollege Thomas, der Bader hingegen ist wesentlich positiver, zum Beispiel was die angenehmere Bearbeitungsleiste und die ausklappbare Hilfe angeht.

Gerade die Hilfe dürfte vielen Anfängern entgegenkommen, die ansonsten nachschlagen müssen, welche Codes man für dies und das braucht. Allerdings ist es unverständlich, warum zum Beispiel erklärt wird, wie man ohne Zeitangabe signiert – es gibt keine Wikipedia-Seite, auf der das erwünscht wäre.

Die bisherigen Verbesserungen sind bereits anwendbar, so Naoko Komura. Sie wollte das neue Skin aber noch nicht als Standard einrichten, bevor nicht viele Benutzer durch ihre praktische Wahl und ihre Rückmeldungen zeigen, dass sie es akzeptieren. Letztliche Verbesserungen werden in den nächsten acht Monaten ausgearbeitet werden. Z. (Infobrief Wiki-Welt 20.8.)

Die Journalisten und das leere Wikipedia-Schwein

Musiker mit 100 Pseudonymen (aber bitte nicht danach fragen)

Dass die Wikipedia von Journalistinnen und Journalisten zur Recherche benutzt wird, ist schon lange bekannt und belegt. So liegt laut einer Studie des Instituts für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) der Zürcher Hochschule Winterthur die Wikipedia auf Platz fünf der Arbeitsinstrumente von Schweizer Medienmachern[2]. Immerhin mehr als jeder zweite (55,3 Prozent) hält Wikipedia für glaubwürdig oder sehr glaubwürdig[3].
Auch deutsche Redakteure verwenden die Onlineenzyklopädie, wie eine Studie des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Uni Münster unter 183 Internetredaktionen ergab: 99 Prozent der Redaktionen nutzen die Wikipedia, und zwar in erster Linie als Nachschlagewerk (83 Prozent). Ihre Zuverlässigkeit schätzen sie als hoch ein.[4]

Was hat das für Folgen auf die Objekte der Medien? Der Musiker Jan Delay muss derzeit anlässlich des Erscheinens seines neuen Albums viele Interviews geben. Dem Mediendienst teleschau [u.a. in: heftig, 14.8.] antwortete er auf die Frage, was er nicht mehr hören kann:

Schwein, leer

Jetzt kann ich es ja verraten: Vor den Interviews habe ich ein Sparschwein besorgt, das Wikipedia-Schwein. Dank meines Wikipedia-Eintrags werde ich nämlich seit Jahren von einfallslosen Journalisten immer wieder zu meinen hundert Pseudonymen befragt. Deshalb wollte ich jedem, der davon anfängt, stumm das Schwein und einen Zettel reichen, auf dem steht: ‚Journalisten, die bei Wikipedia googeln sind wie MCs mit Reimlexikon. Ein Euro für die ‘Rote Hilfe‘‘.

War der Rapper mit seiner Sammlung erfolgreich? Auf die Frage, wieviel Geld schon zusammen gekommen ist, antwortet Delay „positiv überrascht“: „Das Schwein ist noch immer leer.“ Sind Musikredakteure etwa einfallsreicher geworden? Nein, der Absatz mit den Pseudonymen wurde bereits am 8. Juli ersatzlos entfernt. Wegen Irrelevanz. (mh, 19.8.)

Treffen der Redaktion Film und Fernsehen

Teilnehmer des Treffens, ohne Juliana

Nach den offenbar erfolgreichen Treffen anderer Redaktionen wollten wir es gleichtun: Die Wikipedia:Redaktion Film und Fernsehen traf sich am letzten Wochenende vom 14. bis 16. August in Berlin zum Kennenlernen, Diskutieren und Projekte schmieden. Das Programm begann mit der Teilnahme am Berliner Stammtisch im In-Berlin am Freitag, wo man auch Wikipedianer außerhalb der Redaktion kennenlernen konnte und DerHexer gebeten wurde, ausführlich zu erläutern, was man als Steward so alles kann. Am Samstag folgte das eigentliche Treffen in der c-base, wo allerlei Themen, die den Themenbereich bewegen, diskutiert wurden. So hat man sich über die schon seit einiger Zeit neu eingeführten Richtlinien ausgetauscht, sowie über Unklarheiten in den Relevanzkriterien und die Frage, wie man neue Autoren gewinnen und an die Redaktion binden kann, ausgesprochen. Auch eine Zusammenarbeit mit Filmschulen war Thema. Dabei waren Andibrunt, César, DerHexer, DieAlraune, Don-kun, Juliana da Costa José, MSGrabia, Niabot, Queryzo und XenonX3, das Protokoll des Tages kann hier eingesehen werden.

Anschließend bot uns DerHexer einen Stadtrundgang durch Berlin und der Tag klang mit dem Besuch im Kino, man wählte Coraline, und einer gemütlichen Runde im Sony-Center aus. Dabei ließen wir uns vom Trubel um die Leichtatlethik-WM nicht stören. Am Sonntag folgte die Redaktion einer Einladung in das Filmmuseum Berlin. (d-k, 17.08.)

Dateiüberprüfung stellt sich der Kritik

Es ist mal wieder so weit: Die Dateiüberprüfung (DÜP) bittet nun ein zweites Mal um kritische & konstruktive Auseinandersetzung. Dabei soll es vor allem auch um die Probleme der Leute gehen, die normalerweise nicht so viel mit Dateien zu tun haben, aber doch ab und an mal eine mögliche Urheberrechtsverletzung melden wollen. Natürlich sind aber auch die „Experten“ herzlich eingeladen, ihre Verbesserungsvorschläge abzugeben.

Gleichzeitig soll auch um neue Mitarbeiter geworben werden. So lassen sich viele der Aufgaben der DÜP auch ohne besondere Kenntnisse erledigen. Zum Beispiel gibt es viele Dateien, die eine Freigabe haben, aber nicht verwendet werden. (Forrester, 15.08.)

Strukturreform im High-End-Bereich

Die Vorarbeiten für die anstehende Strukturreform im High-End-Bereich laufen auf Hochtouren. Nachdem sich die Autorencommunity in dem vor wenigen Tagen ablaufenden Meinungsbild sehr deutlich für eine Zusammenlegung der Kandidaturen für Exzellente und Lesenswerte Artikel sowie Informative Listen und Portale ausgesprochen hat, hat sich ein kleines Team zur Gestaltung und Umsetzung zusammengetan. Dieses bastelt seit dem Ende des Meinungsbildes an der neuen Struktur unter dem aktuellen Arbeitstitel Artikelkandidaturen und ist für jede Mithilfe dankbar.

Am Montag, 17. August, soll die Reform umgesetzt werden, ein Großteil der dafür notwendigen Struktur steht bereits und bedarf nur noch geringen Nachschliffs. Diskussionspunkte sind derzeit vor allem noch die Abstimmungsdauer und der spätere Seitentitel. Wer Lust zur Mitgestaltung hat sollte sich auf der entsprechenden Diskussionsseite und den bereits vorhandenen Seiten beteiligen. (nec 15. 8.)

Biographie-Portal jetzt online

Bayerische Staatsbibliothek

Blau-weiß präsentiert sich das groß angekündigte Biographie-Portal, das „die zentrale Anlaufstelle“ für Benutzer werden soll, „die wissenschaftlich fundierte Daten suchen“. So formuliert es Christine Gruber vom Österreichischen Biographischen Lexikon, und Peter Schnitzlein von der Bayerischen Staatsbibliothek erklärt, dass in der Wikipedia ja die Zuverlässigkeit der Artikel umstritten sei, weil „alle Internetnutzer“ mitschreiben könnten. Er wolle das Biographie-Portal aber nicht als Konkurrenz zur Wikipedia sehen, während die Presse das Portal gerne als eine Art „Wikipedia-Killer“ ankündigte.

Erst Wochen nach der Ankündigung Anfang Juli (der Kurier berichtete) war das Portal tatsächlich online. Der Nutzer erhält, was er erwarten konnte: Zugang zur deutschen ADB (Allgemeine Deutsche Biographie) und NDB (Neue Deutsche Biographie) sowie zu den entsprechenden Angeboten aus Österreich und der Schweiz (Österreichisches Biographisches Lexikon und Historisches Lexikon der Schweiz). Die gemeinsame Suchmaske jedoch ist noch kein eigentlicher Mehrwert: In Zukunft sollen auch weitere Betreiber sich am Projekt beteiligen, so wünschen es sich die Gründer.

Nach eigenen Angaben können mehr als 120.000 Namen gefunden werden, die zu 60.000 frei zugänglichen Artikeln führen. Die Probe aufs Exempel ist wenig beeindruckend: Neuere Politiker wie der österreichische Bundeskanzler Fred Sinowatz und der Schweizer Bundesrat Adolf Ogi fehlen, und auch jemand wie Friedrich von Payer bleibt ohne Suchergebnis, obwohl er einer der letzten Vizekanzler des kaiserlichen Deutschlands war. Willy Brandt erscheint über Nebeneinträge in vier anderen Biographien, davon nur zwei verlinkt.

Der amerikanische Internet-Historiker Roy Rosenzweig hingegen hatte bereits 2006 die Wikipedia dafür gelobt, dass sie selbst zu Randfiguren der Geschichte mehr als brauchbare Artikel habe. Ihr Problem sei auch nicht so sehr die angebliche Unzuverlässigkeit, sondern das Langatmige und Schwafelige.

Allgemeine oder Neue Deutsche Biographie, sicher nicht nur bei Bismarck ein großer Unterschied.

Fündiger wird man beispielsweise mit „Bismarck“ / „Otto von“, auch wenn man sich an den Nebeneinträgen etwas vorbeisuchen muss. Der NDB-Artikel über den Reichskanzler ist lang, fachkundig und verständlich. Er neigt ein wenig mehr zu wertender Zusammenfassung, als es in der Wikipedia üblich wäre. Für die inhaltliche Qualität kann, außer dem hervorragenden Eindruck prima facie, nur der Namen des Autors bürgen: In typischer Lexikonmanier wird zwar Literatur aufgelistet, Einzelnachweise hingegen fehlen.

Der viel ältere Artikel aus der ADB hingegen hätte Schwierigkeiten, überhaupt in der Wikipedia längere Zeit zu bestehen. Eingangs heißt es dort: „Der Ort, von dem die Bismarcks den Namen tragen, liegt links der Elbe, auf altem Sachsenboden, jedoch schon nahe dem Strome, der einst die deutsche und die slavische Race von einander schied; und die Phantasie könnte uns wohl verlocken, die Ahnen des Vorkämpfers unserer Nation, des großen Polenfeindes unter den Colonisatoren zu suchen, die mit Schwert und Pflug gerüstet die deutschen Marken in die Wendengaue vorgeschoben haben.“ (Infobrief-Wiki-Welt 9, Z. 25. 7.)

National Portrait Gallery vs. Wikipedia

Es ist unbekannt, ob David Teniers der Jüngere bei diesem Gemälde Urheberrechte verletzt hat

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Londoner National Portrait Gallery (NPG) Rechtsmittel gegen die Nutzung ihrer Bilder bei Wikipedia angedroht hat. Gestritten wird über mehrere tausend Gemälde, deren Scans von der Website der NPG heruntergeladen und anschließend bei Wikimedia Commons hochgeladen wurden. Die NPG sieht in dieser Handlung eine Urheberrechtsverletzung, da das britische Urheberrecht einen Schutz für Reproduktionen gemeinfreier Werke vorsieht.

Die Wikimedia Foundation (WMF) hat in einer Stellungnahme ihr Unverständnis ausgedrückt. Erik Möller sieht in dem Verhalten der NPG einen Widerspruch, da die NPG einerseits die Aufgabe habe, ihre bedeutende Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, andererseits aber die Verbreitung freier Inhalte zu blockieren versuche. Nach Ansicht der Wikipedia Foundation sind die Ansprüche der NPG nicht korrekt, der direkt von der National Portrait Gallery angesprochene Benutzer habe keine Urheberrechtsverletzung begangen.

Inzwischen führt die WMF direkte Gespräche mit der NPG in dieser Angelegenheit. Möller verweist in diesem Zusammenhang auf die erfolgreiche Zusammenarbeit der Wikimedia Foundation mit dem deutschen Bundesarchiv und mit der Deutschen Fotothek sowie auf das Projekt Wikipedia loves Art des niederländischen Wikimedia-Vereins (der Kurier berichtete).

Nicht nur der deutsche Wikimedia-Verein reagierte in seinem Blog auf den Disput, auch Medien wie die taz berichten inzwischen über den Fall. Die deutschsprachige Wikipedia ist bisher nur indirekt von der Auseinandersetzung mit der NPG betroffen, doch da auch bei uns Scans gemeinfreier Werke trotz Copyrightvermerken der betroffenen Institutionen unter Verweis auf deren Copyfraud hochgeladen werden können, dürfte der Fortgang der Angelegenheit von großem Interesse sein. (Ab, 21.7.)

Wikipedia als Quell unerschöpflicher Freuden (Teil 361)

Hier noch recht nackig, dort schon mit unnützem Wissen angereichert.

Das ZEITmagazin bereitet seit längerem unnützes statistisches Wissen über Deutschland auf. Weltbewegende Fragen wie: Wo wird am häufigsten getwittert? oder Wo fahren die meisten Opel? aber auch Wo gibt es seit wie vielen Jahren einen Christopher-Street-Day? werden für den sonst von Buchstaben arg gebeutelten ZEIT-Leser in bunt und farbe auf einer Deutschlandkarte grafisch aufbereitet.

In Ausgabe 30 vom 16. Juli 2009 überraschen uns die Hamburger mit einer Karte, die uns zeigen soll, welche Ortsartikel im Jahr 2008 am häufigsten geändert wurden: „Norderney führt, es folgt Hamm. Dort fanden sich einfach Bürger, denen das virtuelle Bild ihrer Stadt besonders wichtig war.“ Der Kurier vermutet stattdessen, dass es sich schlichterdings auch nur um die beliebtesten Ziele für Vandalen, Editwarrior, Linkspammer und den regionalen Tourismusverband gehandelt haben könnte. Während diese Frage momentan noch andernorts diskutiert wird und auch die Frage welcher Admin den Artikel von Aue betreut, bewegt die ZEIT-Online-Community anderes. Man fragt sich dort wie zuverlässig die Zahlen sind, da sie wohl nur die Versionsgeschichten der Hauptartikel berücksichtigen, aber vermutlich nicht die diversen Ehrenbürger-von- und Freizeit-in-Auslagerungen.

Bleibt dem Kurier nur noch, dem Saarland zu gratulieren, das mit keinem einzigen Ort auf dieser Karte vertreten ist. (ach, 17. 7.) Dafür hatte aber die fiktive Stadt Bielefeld 724 Bearbeitungen. (Ab, 17.7.)

Gute Bücher für gute Autoren – Literaturstipendium expandiert

Nachdem im letzten Herbst das von Wikimedia Deutschland getragene Literaturstipendium bereits auf den Bereich Geschichte ausgedehnt wurde, kommt nun mit der Mathematik ein weiterer wichtiger Bereich hinzu. Ab sofort unterstützt Wikimedia Deutschland auch in diesem Bereich auf Anfrage Autoren durch hochwertige Literatur mit dem Ziel, die Qualität der Wikipedia in Hinsicht sowohl auf Klasse als auch auf Masse zu steigern.

Wie um das zu feiern, hat zugleich die Zahl der anhand von Literaturstipendien verfassten oder überarbeiteten Artikel die 500er-Marke überschritten und wächst – wie auch die Zahl der Stipendien – kontinuierlich an.

Weitere Informationen zum Literaturstipendium für Autoren, Leser und Neugierige finden sich hier. (Denis Barthel, 10. 7.)

„Keine gute Zitierweise gefunden“: Plagiat

Chris Anderson, der Chefredakteur der bekannten Zeitschrift Wired, veröffentlicht derzeit sein neues Buch „Free: The Future of a Radical Price“. Anscheinend hat Anderson es mit der „Freiheit“ übertrieben, denn Waldo Jaquith von der Virginia Quarterly Review hat eine Reihe von Stellen gefunden, die verdächtige Ähnlichkeiten (unter anderem) mit Wikipedia-Artikeln aufweisen. Anderson hat sogar Fehler übernommen, die die Wikipedia selbst beim Zitieren einer Zeitschrift aus dem 19. Jahrhundert gemacht hat.

Chris Anderson

Andersons Reaktion auf die Vorwürfe war gefasst und immerhin das Beste, was man in einer solchen Situation sagen kann. Er behauptete, er habe keine gute Zitierweise für Internetmaterial gefunden, darum habe man sich im Nachbearbeitungsprozess des Buches gegen Fußnoten entschieden. So sei es dazu gekommen, dass einige Stellen versehentlich ohne Herkunftsnachweis verblieben. („All those are my screwups after we decided not to run notes as planned, due to my inability to find a good citation format for web sources…“)

Debora Weber-Wulff, Berliner Informatikprofessorin und „Plagiatejägerin“, meinte gegenüber dem Infobrief Wiki-Welt: „Quatsch. Es gibt mehrere gute Zitierweisen. Ich habe sogar mit meinen Studenten darüber diskutiert, wie man ein Tweet zitiert – es gibt ja einen Permalink für jeden Quatsch. Permalink, Datum und Uhrzeit, und ich bin zufrieden, denn ich kann die Aussage wiederfinden!“

Der britische The Register lästerte, Andersons Verteidigung höre sich an wie: Meine Fußnote wurde vom Hund gefressen. Schon 2006 in „The Long Tail“ habe Anderson von einem Autoren des Magazins Rolling Stone abgeschrieben.

Auch wegen der fast wortwörtlichen, langen Übernahmen ist Andersons Erklärung wenig glaubwürdig, und sie wird auch nicht besser durch seine Ankündigung, die Herkunftsnachweise würden online nachgeliefert werden. Der Verlag von „Free“, Hyperion, hält die Erklärung bezüglich des „unglücklichen Fehlers“ für zufriedenstellend und will das Buch ausliefern.

Viel Verständnis im Netz

In den Kommentaren zu Jaquiths Beitrag zeigte sich viel Verständnis für Anderson. Schließlich handele es sich um einen Autor, dem die Bewegung für Freie Software viel verdanke. Und könnte es nicht sein, dass die Wikipedia-Autoren selber abgekupfert haben? Auch Carolyn Kellogg in der LA Times wollte Anderson nicht angreifen, sondern gab ihm die Gelegenheit, per Telefon sein Verhalten weiter zu erläutern: Verweise mit Datumsangabe hätten bei so einem flüchtigen Medium wie dem Internet keinen rechten Sinn. Bei der Herkunftsnennung im Fließtext selbst – wie er es mit Buchautoren angeblich gemacht hat – habe er es dann „versaut“, wie er zugab.

Edward Champion schrieb hingegen in einem Blog, Jaquith habe nur die Spitze eines Eisberges angekratzt, Anderson habe für sein Buch noch viel mehr unvermeldete Informationsquellen benutzt. „Ein ehrlicher und ethisch handelnder Autor kann nicht guten Gewissens ganze Sätze und Absätze klauen, ein paar Wörter ändern, und es das Seine nennen.“ Außerdem wäre es besser gewesen, wenn Carolyn Kellogg für ihren freundlichen Beitrag nicht nur Anderson und Mark Frauenfelder gefragt hätte, wobei sie unerwähnt gelassen habe, dass letzterer ein ehemaliger Mitarbeiter von Andersons „Wired“ sei. (Infobrief-Wiki-Welt 8, dort mit Links. Z. 9. 7.)

Endlich. Verlässliche Biografien online!

Am 6. Juli wurde das neue www.biographie-portal.eu in München vorgestellt und erlebt offenbar einen Ansturm, dem die Server nicht gewachsen sind. Die Datenbank erschließt die lexikalischen Inhalte der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB), der Neuen Deutschen Biographie (NDB), des Österreichischen Biographischen Lexikons (ÖBL) und des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS). Das Portal umfasst zur Eröffnung weit über 100.000 historisch bedeutsame Personen und Familien und soll im europäischen Maßstab durch die Einbindung weiterer biographischer Online-Lexika anderer Länder kontinuierlich ausgebaut werden.

Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek (Münchener Digitalisierungszentrum) mit der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (NDB/ADB), der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖBL) und der Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) und wird aus Eigenmitteln finanziert. Das von Fachredaktionen betreute Angebot reicht chronologisch von der Antike bis fast an die Gegenwart.

Die Meinung Dritter dazu: „Die Qualität der Beiträge in der freien Webenzyklopädie schwankt stark. Zumindest für Biographien soll es jetzt eine verlässlichere Gratis-Quelle geben. […] Im Unterschied zur freien Enzyklopädie Wikipedia sind alle Artikel von Profis verfasst worden und sollen daher durchweg verlässliche Informationen bieten.“[5] oder „Dabei wird Wert darauf gelegt, dass die Inhalte wissenschaftlicher Überprüfung standhalten. Beim Biografie-Portal sind daher keine Möglichketen (sic!) vorgesehen, dass User selbst Inhalte eingeben können.“[6] Und was sagt Wikipedia dazu? Willkommen im Portal:Biografien mit Artikeln zu 245.051 Männern, 41.386 Frauen und 7 Intersexuellen. (mh, 7.7.) Nachtrag: Während das brandneue Biographie-Portal mit dem unerwarteten Ansturm kämpft und zeitweise nicht erreichbar ist, kann sich der Leser mit Interesse am gemeinfreien Inhalt des Portals, nämlich den Artikeln der ADB, auch vertrauensvoll an unser Schwesterprojekt Wikisource wenden, wo der Volltext sämtlicher 26.000 ADB-Artikel bereits seit längerer Zeit vorliegt und sukzessive korrekturgelesen wird. (pdd)

Nerd-Grillen: Was man in Eindhoven erfährt

Offline und frei: Wiese eines Studentenheims in Eindhoven.

Den Verein machen die kleinen Dinge aus. Mehr als auf den teils langatmigen Mitglieder- und Vorstandssitzungen lernt man sich beim Barbecue kennen und tauscht sich aus. Dank der Vorsitzenden José sowie Mark und Chris fand das niederländische Wikimedia-Grillen auch dieses Jahr statt, am 4. Juli in Eindhoven.

Warum gibt es keinen belgischen Wikimedia-Verein? Von den etwa dreißig Anwesenden kamen eine Handvoll auch aus Flandern. Wallonische Wikimedianer kennen sie nicht, schließlich schreibt man in unterschiedlichen Sprachversionen der Wikipedia. Flandern ist klein, und seine Wiki-Freunde können auch bei den Niederländern Mitglied sein.

Man zeigt, wer man ist und wozu man gehört: Namensnennung-Symbol der Creative Commons.

Erik Zachte, der Statistik-Angestellte der Wikimedia Foundation, erzählte von seinem Arbeitsbesuch beim Hauptquartier in San Francisco, das leider gute Gründe hat, seine Adresse nicht allzu bekannt zu machen. Eine anstehende Reise in den argentischen Sommer hat ebenfalls mit dem Job zu tun: Auf der Wikimania wird es um die Frage gehen, ob tatsächlich die Zahl der (aktiven) Wikipedianer zurückgeht. Erik zufolge hält sich der Rückgang doch sehr in Grenzen.

Zu berichten gab es auch aus dem eigenen Land. Wiki loves Art, die Museum-Foto-Rallye, hat keine riesigen Menschen- und Bildermassen bewegt, aber eine Reihe qualitativ hochwertiger Bebilderungen gebracht. Ferner läuft die Planung für die alljährliche Hauptveranstaltung des Vereins. Der Ort der Wikimedia Conferentie Nederland im Herbst ist noch nicht bekannt, aber man weiß schon, dass man im Programm auch den Neulingen mehr bieten will. Auf dem Barbecue wurde gleich ein Vortrag dazu angeboten und angenommen.

Der Verein hat dank Barbecue, bzw. dank Mitgliederrabatt, übrigens drei neue Mitglieder. (Z. 5. 7.)

Wahlprüfsteine

In zehn Tagen findet die Wahl zum 17. Deutschen Bundestag statt. Aus diesem Anlass stellte Wikimedia Deutschland allen im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien Fragen zu für den Verein wichtigen Themen, etwa zum Urheberrecht und zur Rolle der Wikipedia. Die Antworten sind nunmehr eingegangen und wurden auf der Webseite des Vereins veröffentlicht. tol 17.09.

Über 5000 Auszeichnungen auf de.wikipedia

Auf der deutschen Wikipedia ist vor Kurzem die 5000. Auszeichnung in den Kategorien „exzellent“, „lesenswert“ und „informativ“ vergeben worden. Eine Auszählung am Morgen des 13. Septembers ergab exakt 5023 ausgezeichnete Seiten.

Auszeichnungen dieser Art gibt es in der deutschen Wikipedia seit August 2002, als die Exzellenz-Auszeichnungen für besonders herausragende Artikel eingeführt wurden. Im März 2005 folgte die Lesenswert-Auszeichnung, die etwas weniger strenge Maßstäbe setzt, vor allem hinsichtlich Verständlichkeit und Vollständigkeit. Derzeit zählt die deutsche Wikipedia 1618 exzellente und 2989 lesenswerte Artikel.

Portale und Listen können stattdessen als „informativ“ bewertet werden, wenn sie den „Informationsbereich im Wesentlichen vollständig“ abdecken und darüber hinaus „optisch und sprachlich ansprechend“ sind. Die Informativ-Auszeichnung gibt es seit Mai 2006 und ist seitdem an 365 Listen und 51 Portale vergeben worden.

Die Vergabe der Auszeichnungen erfolgt über öffentliche Abstimmungen, die über einen Zeitraum zwischen 10 und 20 Tagen laufen und auf einer Sonderseite stattfinden. Jeden Monat stellen sich rund 75 Kandidaten zur Wahl, wovon die meisten auch erfolgreich sind. Quelle: Diskussionsseite (Johnny S. 13.9.)

Neues Tool für Neugierige

Auf dem Toolserver steht ein neues Spielzeug zur Verfügung: Mit Watcher kann man herausfinden, auf wievielen Beobachtungslisten eine bestimmte Seite steht. Die englische Benutzerseite von Jimbo Wales wird von 1893 Wikipedianern verfolgt, als Maßeinheit für die Popularität einer Seite wurde daher bereits Centijimbo vorgeschlagen, definiert als 1/100 dieses Wertes. Demnach hat der Kurier derzeit 45,38 Centijimbos. (S64 13.9.)

5 Mio. Dateien auf Commons

Wikimedia Commons ist mittlerweile eine der größten freien Mediensammlungen im Internet. Am 2. September erreichte das vor 5 Jahren gegründete zentrale Repositorium 5 Millionen gemeinfreie und frei lizenzierte Medien. Erst Anfang März wurde der Meilenstein von 4 Millionen Dateien erreicht (der Kurier berichtete). Die fünfmillionste Datei ist ein digitaler Scan der dänischen Zeitung Kjøbenhavnsposten von 1838. Quelle: blog.wikimedia.org (cho 8.9.)

Millennium-Bug beim Mentorenprogramm

Lange war der Milestone in Sicht, nun liegt er querab: Seit heute ist der zweitausendste Mentee an Bord, ohne dass die Wikipedia gekippt oder untergegangen wäre. Derzeit geben etwa 70 Mentoren Hilfestellungen für knapp 300 Neulinge, insgesamt hat ihre Arbeit seit Mai 2007 bereits zu 633 Erstartikeln und fast sechstausend Folgeartikeln geführt. Möge die Wikipedia immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel haben! (Port 6.9.)

Großspende an die Wikimedia Foundation

Die Wikimedia Foundation erhält von Omidyar Network eine Großspende in Höhe von 2.000.000 US-Dollar. Omidyar Network ist ein Investmentunternehmen des eBay-Gründers Pierre Omidyar. Gleichzeitig erhält Matt Halprin vom Omidyar Network einen Sitz im Board of Trustees der Foundation. Quelle (Ll, 29.8.)

Aktualisierung: Nach Vorwürfen, das Omidyar Network habe sich in das Board of Trustees eingekauft, nimmt auf der Diskussionsseite des Kuriers unter anderem Kuratoriums-Mitglied Wing dazu ausführlich Stellung. (cbx, 6.9.)

Verfassungsrichter beklagt Verfassung der Wikipedia

Der Verfassungsrichter Udo Di Fabio beklagt sich darüber, dass Verfasser von Wikipedia-Artikeln mitunter anonym oder pseudonym auftreten. „Wer schreibt für Wikipedia, das jeder Schüler als digitales Lexikon ohne zu zögern konsultiert? Warum zeigt sich das Gesicht der Kommunikationsteilnehmer nicht offen im Netz?“, fragt Di Fabio. „Wieso denn?“, fragt der Kurier. Andererseits: Wenn wir zu Fragen des Verfassens nicht auf Verfassungsrichter hören … auf wen denn dann? [Quelle] (nro, 24.8.)

Siehe auch: Wikipedia:Fotoalbum

Fundraising-Idee des Wikimedia Deutschland e.V.

In Zusammenarbeit mit der auf Spendenwerbung spezialisierten Agentur Living Colour Fundraising plant der Wikimedia Deutschland e.V., zukünftig Sponsorenfläche auf der Vereinsseite wikipedia.de zu vermieten. Laut dem frisch eingestellten Geschäftsführer Pavel Richter auf der Mailingliste handelt es sich dabei nicht um Werbung. Auch sei es nicht notwendig, zunächst innerhalb des Vereins zu informieren, während Partner für den voraussichtlichen Launch im September bereits kontaktiert werden. Dieser vereinsferne Reporter fragt sich indes, ob der Wikimedia Deutschland e.V. noch eine würdige Vertretung wikipedianischer Interessen ist oder wohlmöglich seinen Status als offizielles Chapter für ein wenig schnelles Geld auf’s Spiel setzt. (, 21.08.)

Nachtrag: Die Überschrift über den Artikel ist aktuell faktisch falsch. Noch gibt es laut Aussagen aus dem Vereinsvorstand nur die Überlegung Werbung/Sponsoring zu schalten. Von Seiten vieler Vereinsmitglieder wurde auch schon klar gestellt, dass sie das in der Form nicht akzeptieren wollten. (MC, 22.08.)

X-5 = 100.000

BKL-Statistik

Rund viereinhalb Monate vor dem millionsten Artikel ist schon ein anderer Meilenstein geschafft: X-5 ist die 100.000 Begriffsklärung der deutschen Wikipedia. Das Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht: Jede Woche werden rund vier- bis fünfhundert neue angelegt. Gerade deshalb suchen wir Mitarbeiter, die ein bisschen an einer der vielen Ecken helfen. Entlinken, überarbeiten oder Fehler beseitigen: Für jeden ist etwas dabei.

Der Erfolg der Arbeit zeigt sich: In den letzten zwei Jahren stieg die Zahl der BKS um 70 %, die Zahl der Gesamtlinks auf Begriffsklärungen konnten wir etwa um den gleichen Prozentsatz senken. Weiter so! (ah, 19.08.)

Schreibwettbewerbs-Jury gewählt

Gestern endete die Frist, binnen der die acht Jurymitglieder des bevorstehenden Schreibwettbewerbs gewählt werden konnten. In Sektion 1 konnten sich Redlinux (82 Stimmen) und Achim Raschka (80) durchsetzen. In Sektion 2 gelang dies DieAlraune (79) und Poupou l’quourouce (78), in Sektion 3 Wwwurm (96) und Voyager (63) und schließlich in Sektion 4 DerHexer (61) und Hans-Jürgen Hübner (59). Die Nominierung der Artikel zum elften Schreibwettbewerb beginnt am 1. September 2009 und endet am 30. September, der 20. Oktober ist der späteste Termin der Bekanntgabe des Jury-Votums. (Mr.T, 19.08.)

Strategie-Wiki

Das Strategie-Wiki kommt nach gut zwei Wochen in Fahrt. Die Hauptseite liegt dank vieler Freiwilliger bereits in 28 Sprachen vor und fast alle Projektseiten können auf Deutsch gelesen werden. Die größte Beteiligung findet sich auf den Seiten Key Questions und Call for proposals. So gibt es jetzt schon 212 Vorschläge. Eine ganze Menge Vorschläge wurden auf Deutsch gestellt, aber hier ist die Übersetzung ins Englische noch zäh. Laut Aussage im Wiki wird dieser erste Teil des einjährigen Geschehens noch bis Ende September gehen. (G 18.8.)

Wikimedia-Kuratorium gewählt

Vom 28. Juli bis 10. August fanden die Stiftungsratswahlen der Wikimedia 2009 statt, worin drei der neun Mitglieder des Stiftungsrates (auch: Kuratorium bzw. Board of Trustees) der Wikimedia-Foundation zur Neuwahl ausgeschrieben waren. 18 Kandidaten aus aller Welt stellten sich der Wahl, die zu einer zweijährigen Amtszeit verpflichtet. Die meisten Stimmen erhielten Ting Cheng (China) und Kat Walsh (USA), die bereits bisher im Kuratorium saßen. An dritter Stelle wurde Samuel Klein (USA), der seit 2004 unter anderem als Steward für die Wikipedia tätig war, neu ins Kuratorium gewählt. Er will unter anderem die internationale Kooperation zwischen den Wikipedia-Projekten fördern und die Nutzer besser über die Tätigkeiten der Wikimedia informieren. (ON 14.8.)

Literaturstipendium mit Österreichbezug

Das Literaturstipendium ist nun um einen weiteren Themenbereich erweitert worden. Der Verein Wikimedia Österreich vergibt neben Wikimedia Deutschland ein eigenes (vorerst) auf Österreich-bezogene Themen beschränktes Stipendium. Ziel ist, Artikel im Themenbereich Österreich zu erstellen und auszubauen.

Alles weitere hier (chb. 12.8.)

Wikipedia schlägt Facebook

Einer aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie zufolge nutzen 94 % der Jugendlichen (14- bis 19-Jährige) die Wikipedia. Die Wikipedia verweist damit in Sachen Nutzung Videoportale (93 %), private Communitys (81 %) und Fotocommunitys (42 %) auf die hinteren Ränge. Der Studie zufolge haben allerdings erst 4 % der Internetnutzer Beiträge zur Wikipedia geleistet. Hier muss sich Wikipedia zum Beispiel dem Videoportal Youtube (6 %) geschlagen geben. [Quelle] (nro, 10.8.)

Bilderspende des Tropenmuseums

Eine Kooperation des niederländischen Wikimedia-Chapter und des Amsterdamer Tropenmuseums bereichert den Bildschatz der Wikimedia-Projekte um 2100 qualitativ hochwertige Aufnahmen. Der Mitteilung im Wikimedia-Blog zufolge plant das Museum eine Ausstellung zur Überlebenskunst der Maroons in Suriname mit Wikipedia-Inhalten themenbezogener Sprachversionen – Englisch, Niederländisch, Sranan Tongo und Spanisch – anzureichern. Der Kooperation ging die Aktion Wiki loves Art/NL (der Kurier berichtete) voraus, an der das Tropenmuseum ebenfalls beteiligt war. (Mh, 6.8.)

Der Schreibwettbewerb startet in die 11. Runde

Mit der Jurynominierung startete am 1. August 2009 die Suche nach Jury-Kandidaten für die 11. Runde des Schreibwettbewerbs (SW), um die Idee des spielerischen Kräftemessens von Autoren und ihrer qualitativ hochwertigen Artikel fortzuschreiben. Aus dem Pool der in den vergangenen zehn Wettbewerben eingereichten Artikel entstammt ein großer Teil unserer exzellenten und lesenswerten Artikel.

Der Wettbewerb selbst startet am 1. September, die Gewinner werden durch die inzwischen gewählte Jury festgelegt und zum Ende des Oktobers bekanntgegeben. (J, 3.8.)

Strategischer Entwicklungsplan Wikimedia

Die Arbeit an dem im Kurier Ausgabe 4 2009 angesprochenen Entwicklungsplan beginnt und ein eigenes Wiki strategy.wikimedia.org wurde dazu aufgesetzt. Mitarbeit ist erwünscht. G, 29.7. Aber leider nur in Englisch möglich … H, 30.7. Auch bei der Übersetzung ist Mitarbeit erwünscht.G, 30.7. Vorschläge können in jeder Sprache abgegeben werden.K, 14.8.

Countdown zum 1.000.000. Artikel verfügbar

Eine Vorlage für Babel mit einem Countdown ist nun mit {{Benutzer:Vorlage/Countdown}} verfügbar. Wer will, kann sie auf seiner Benutzerseite einbinden. s2cchst, 24.7.

Sächlich, ledig sucht

Junges, seit einigen Monaten lediges Portal, NR, vermögend (>100k Artikel) sucht einen oder besser mehrere Lebensabschnittbetreuer zur Tages- und Nachtgestaltung; längerfristige Beziehung bei Sympathie gewünscht. Zuschriften bitte unter: Chiffre Portal:Biografien. (syr, 22.7.)

Wikipedia, das biographische Lexikon der internationalen Rechtsprechung

Der Internationale Gerichtshof

Der Internationale Gerichtshof, das höchste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen, besteht seit 1945. In dieser Zeit haben 98 Juristen als Richter an diesem Gericht gewirkt. Mit dem heute erstellten Artikel zum Mexikaner Roberto Córdova sind, dank des unermüdlichen Wirkens des WikiProjekts Völkerrecht, alle bisherigen IGH-Richter in der deutschsprachigen Wikipedia vertreten. Unter diesen Artikeln sind immerhin schon zwei exzellente und ein lesenswerter, 15 Artikel sind mit einem Bild der Person versehen. Das WikiProjekt Völkerrecht hat sich mit dem Internationalen Strafgerichtshof und dem Internationalen Seegerichtshof bereits die nächsten Aufgaben vorgenommen. (Uwe, 8.7.)

Aktualisierung: Nicht einmal einen Monat später und damit schneller als erwartet ist nun, vor allem dank des Einsatzes von Benutzer:Teddychen81, auch auf der Liste der Richter am Internationalen Seegerichtshof alles blau geworden, so dass die bisher 35 Richter des seit 1996 bestehenden ISGH alle in der deutschsprachigen Wikipedia zu finden sind. (Uwe, 5.8.)

Wahl des Boards of Trustees eröffnet

Die diesjährige Wahl des Boards of Trustees ist eröffnet. Kandidaten können sich momentan vorstellen. Die Stimmenabgabe wird zwischen dem 28.7. und dem 10.8. erfolgen. Das Ergebnis wird voraussichtlich am 12.8. bekanntgegeben. In diesem Jahr werden alle drei von der Community gewählten Sitze neu gewählt. Die Amtszeit der neugewählten Boardmitglieder wird zwei Jahre betragen. (w, 8.7.)

„Was treibt sie?“

Auf frischer Tat ertappt: Die Homolobby verschwört sich!

Wie das Christliche Informationsforum Medrum in einem aufrüttelnden Bericht aufgedeckt hat, wird die Wikipedia unterwandert – von der „Homolobby“. In einer großangelegten „Normalisierungskampagne“ hat sie „Tage und Nächte vor dem Computer in Kauf genommen, um Sexualität neu zu definieren,“ und das obendrein „unter Pseudonymen“! Die erschütternde Bilanz: während der Artikel zur „normalen Sexualität“ es auf gerade einmal 453 Wörter bringt, sind es beim Artikel über Homosexualität 15.653. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs: es gibt Artikel zur Homosexualität im antiken Griechenland, zur Homosexualität im Film und sogar Homosexualität (Strafrechtsgeschichte) und noch viele mehr, die jedoch übersehen wurden. Der Befund ist eindeutig: „Ausgewogenheit und ein gesundes Gleichgewicht scheinen aber nicht gewährleistet zu sein.“ Also auf, Wikipedianer, höret die Stimme, schreibt über Heterosexualität im antiken Griechenland, Heterosexualität im Film und natürlich über Heterosexualität (Strafrechtsgeschichte), sonst wisst ihr ja, was euch blüht EU (JtheMan, 8.7.)

Update: Das ganze Ausmaß der Verschwörung wurde nun von den „katholischen Nachrichten“ kreuz.net (www.kreuz.net/?article=9610) aufgedeckt. „Ein homo-ideologisches Häufchen“, darunter der „österreichische Homo-Perverse“ Hubertl sowie der „Grün-Extremist“ Bhuck, „manipuliert die öffentliche Wahrnehmung der widernatürlichen Perversion und diffamiert Kritiker des Homo-Wahnsinns“ und schreibt gezielt Artikel um, „um die Schrecken der Homo-Perversion nicht ans Licht kommen zu lassen.“ Es werde Licht: (JtheMan, 16.8.)

CC-BY-SA, alles klar?

„Alle Inhalte der Wikipedia stehen unter freien Lizenzen – die Artikeltexte unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, ab 15. Juni 2009 auch unter der Creative Commons Attribution-Share-Alike-Lizenz (CC-BY-SA)“ – so weiß es die Wikipedia über sich selbst zu berichten. Nun ist es auch für jeden ersichtlich, die Systemnachrichten melden es von nun an [7]. (clb, 4.7.)

Jimbo zensiert Wikipedia-Artikel

… oder so. David S. Rohde, ein US-amerikanischer Investigativjournalist der New York Times, wurde durch Kämpfer der Taliban entführt. Aufgrund einer Zusammenarbeit mehrerer Nachrichtenagenturen und Websites inklusive Wikipedia, welche sich zum Schutz der Geiseln eine Selbstzensur auferlegten, wurde die Entführung durch die Taliban erst nach Rohdes erfolgreicher Flucht publik gemacht. Dies wird nun kontrovers diskutiert, auch im Kurier.(gnadenlos geklaut weiterverwendet von clb unter CC-by-sa aus dem Wikipedia-Artikel, 3.7.).

$ 300.000 für Commons

Die Wikimedia Foundation erhält von der Ford Foundation $ 300.000, um Wikimedia Commons zu verbessern (Presseerklärung). Die Projektlaufzeit beträgt zehn Monate. Lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch Guillaumes Blogbeitrag Ten features that would dramatically improve Wikimedia Commons, der einen Tag vorher erschien. (ray, 3.7.)

Uuuuuuuuuund Hopp!

Manchmal passieren in der Wikipedia wirklich tolle Dinge. Zum einen merkt man, was Struktur bewirken kann. Im Frühjahr 2007 haben sich die Mitarbeiter des Wintersports in der Wikipedia zusammen gefunden, um als zentralen Anlaufpunkt das Portal:Wintersport zu schaffen. Damals noch unter der Federführung des mittlerweile verstorbenen Srbauer, der uns heute nicht nur als Mitarbeiter fehlt. Aber dann passieren auch immer wieder Dinge, die, wenn sie keine Wunder sind, doch wunderbar sind. Allein in diesem Winter haben sich drei neue und unheimlich fleißige Mitarbeiter angeschlossen. Etwa der Benutzer:Ole, der in einer unheimlichen Fleißarbeit in bald 1000 Artikeln zu Biathleten die Statistiken nach der Saison auf den aktuellen Stand gebracht hat. Aus aktuellem Anlass muss man unbedingt auch Benutzer:Wikijunkie erwähnen. Normalerweise sind Benutzernamen mit Wiki – ähnlich den Benutzernamen mit Titel – meist (nicht immer!) etwas seltsames Volk. Aber Wikijunkie machte seinem Namen alle Ehre. Er ist erst seit September letzten Jahres dabei und hat dennoch schon einen ganzen Artikelbereich abgeschlossen. Der deutschsprachigen Wikipedia fehlen jetzt keine Artikel mehr zu Skispringern, die im Weltcup gepunktet haben. 30 Saisonen vollkommen blau – und das mit brauchbaren bis sehr guten Artikeln. Wir sind hier allen anderen Sprachversionen weit voraus. Allein mehr als 450 Artikel zu Skispringern hat Wikijunkie in nicht einmal einem Jahr angelegt. Und neue Ziele hat er auch schon. Es ist nicht schwer, in diesem Projekt meine Achtung zu erringen. Aber meine Bewunderung bekommt man nicht so leicht. Aber hier bewundere ich. Und sage danke für eine grandiose Leistung. (mc 3.7.)

Gesucht & Gefunden

Endlich! Wikimedia Deutschland hat einen neuen Geschäftsführer: Pavel Richter, der Community als Benutzer:schreibvieh bekannt, wird ab 1. August die Geschäftsstelle in Berlin leiten. Wirklich nicht leicht gemacht hat es sich die Personalfindungskommission einen geeigneten Bewerber zu finden. Umso erfreulicher, dass die Entscheidung einstimmig auf Pavel fiel. Weitere Informationen im Vereinsblog. (jc 2.7.)

Skin Vektor ist da

Die vom Usability Project entwickelte neue Oberfläche kann jetzt in der de:WP verwendet werden. Dazu muss man bei den Einstellungen in der Rubrik Aussehen das Skin „Vektor“ (Vorschau), statt das bisher voreingestellte MonoBook, auswählen. (G. 2.7.)

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