DB AutoZug

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DB AutoZug

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DB AutoZug GmbH
UnternehmensformGesellschaft mit beschränkter Haftung
UnternehmenssitzDortmund, Deutschland
Mitarbeiter

359[1]

Umsatz

194 Mio. €[1]

BranchePersonenverkehr
Website

www.dbautozug.de

Das alte Logo der DB AutoZug
Ein SyltShuttle durchfährt den Bahnhof Morsum

Die DB AutoZug GmbH mit Sitz in Dortmund ist ein Tochterunternehmen der DB Fernverkehr AG und vermarktet die Auto- und Nachtreisezüge der Deutschen Bahn AG.

Die DB AutoZug GmbH zeichnet ebenfalls für die Autozüge NiebüllWesterland (SyltShuttle) und die Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge verantwortlich. Bei der DB European Railservice GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der DB AutoZug GmbH, sind die Zugbegleiter und Servicemitarbeiter beschäftigt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Autoreisezuggeschäft unter der Marke Autozug steuert die Gesellschaft bereits seit Anfang des Jahres 1997. Das Unternehmen übernahm zum Fahrplanwechsel am 30. Mai 1999 dazu den gesamten Nachtreiseverkehr der Deutschen Bahn.[2], mit den Marken UrlaubsExpress und DB NachtZug. Seit 2002 fährt die DB AutoZug GmbH ihre Züge als Eisenbahnverkehrsunternehmen in eigener Regie. Am 1. Januar 2003 ist auch die wirtschaftliche Verantwortung der EuroNight- und D-Nacht-Züge auf die DB AutoZug GmbH übergegangen.

Der DB NachtZug und der UrlaubsExpress treten seit der Fahrpländerung am 9. Dezember 2007 unter der neuen Marke „City Night Line“ auf. Gleichzeitig wurde das Autozug-Angebot (über die gesamte Fahrplanperiode) von rund 1200 auf etwa 920 Züge verringert. Vier von neun Autozug-Verladestationen wurden geschlossen. Nach Angaben des Unternehmens seien vor allem kurze, unwirtschaftliche Strecken aufgegeben worden. Im Jahr 2008 wolle das Unternehmen über die Beschaffung von neuen Auto-Transportwagen entscheiden, die bis zu 40 Jahre alte Wagen ersetzen sollten.[3] 2007 beförderte das Unternehmen 183.000 Fahrzeuge und erwirtschaftete dabei einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Bei Urlaubsreisen mit dem Personenkraftwagen lag der Marktanteil des Unternehmens bei weniger als 0,5 Prozent. 70 Prozent des Unternehmens sind Stammkunden, ein Viertel Rentner. Die Kunden verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen.[4]

Zur Saison 2008 wurde das Angebot weiter reduziert. In Deutschland wurde das Terminal in Troisdorf geschlossen. Bei den Reisezielen sind Livorno (Italien), Fréjus (Frankreich) und Rijeka (Kroatien) entfallen. Der Zug von Hamburg und Hildesheim nach Salzburg wurde nach München verkürzt. In Alessandria (Italien) und Triest (Italien) wurden dagegen neue Terminals in Betrieb genommen.[5]

Zum Fahrplanwechsel 2010 am 13. Dezember 2009 werden die gemeinsam von Autozug und City Night Line genutzten Talgo-Schlafwagen durch herkömmliches Wagenmaterial der DB AutoZug GmbH ersetzt.[6]

Die Nachtzüge wurden bis zum 31. Dezember 2009 von der Schwestergesellschaft City Night Line CNL AG mit Sitz in Zürich (Schweiz) betrieben. Zum 1. Januar 2010 wurde der gesamte Geschäftsbetrieb, der den Betrieb von Nachtzügen einschließlich sämtlicher damit verbundenen Aktiven und Passiven umfasst, von der DB AutoZug GmbH in Dortmund übernommen. Der Produktname City Night Line bleibt erhalten und der Sitz in Schweiz wurde zu einer Zweigniederlassung.

Autozug-Terminals

Entladung von Fahrzeugen am Autozug-Terminal in Narbonne
Einfahrt zum Autozug-Terminal in Berlin-Wannsee

Autoreisezüge verkehren innerdeutsch sowie nach Frankreich, Italien und Österreich. In den Autozug-Terminals werden die Autos ver- und entladen. Die mit Autos beladenen Waggons werden dann an Personenzüge angehängt. Die folgenden Terminals sind derzeit im Betrieb:

Deutschland: Berlin-Wannsee, Düsseldorf, Hamburg-Altona, Hildesheim, Lörrach, München-Ost, Neu-Isenburg, Niebüll und Westerland
Frankreich: Avignon und Narbonne
Italien: Alessandria, Bozen, Triest und Verona
Österreich: Innsbruck, Salzburg, Villach und Wien

Literatur

  • Heribert Meffert et al.: Marketing im Turn-around-Management: Fallstudie DB AutoZug GmbH. In: Verkehrsdienstleistungsmarketing. Gabler, Wiesbaden 2000, ISBN 3-409-11555-2

 Commons: Autozug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Geschäftsbericht 2008 der DB Mobility Logistics AG
  2. Neuer Fahrplan: Ausgeschlafen, geneigt und schneller beim Sprint. In: mobil. Mai 1999, S. 10.
  3. Deutsche Bahn streicht Angebot an Autozügen zusammen. In: Die Welt, 1. November 2007
  4. DB Autozug hat viel mehr Potenzial als gedacht. In: DB Welt, Ausgabe September 2008, S. 7
  5. Meldung Autozug-Angebot „gestrafft“. In: Eisenbahn-Revue International, Ausgabe Juli 2008, ISSN 1421-2811, S. 352
  6. Neuer Fahrplan: Mehr Züge nach Hamburg. Im: Der Tagesspiegel Berlin, 18. November 2009
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