Wolf-Dieter Hauschild Dirigent
Wolf-Dieter Hauschild (* 6. September 1937 in Greiz) ist ein deutscher Dirigent.
Wolf-Dieter Hauschild gehört zu den renommierten Dirigenten der DDR. Er studierte in Weimar an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Dirigieren und Komposition bei Hermann Abendroth. Nach Abschluss des Studiums ging er 1959 als Korrepetitor ans Nationaltheater Weimar. 1963 war er dann Chefdirigent am Kleist-Theater Frankfurt (Oder). Danach war er 1973–1978 Leiter des Rundfunkchors Berlin. Während seiner Berliner Zeit war er als Gastdirigent der Deutschen Staatsoper und der Komischen Oper tätig.
Ab 1978 ging er nach Leipzig als Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters und des Rundfunkchors Leipzig. Dort hatte er auch eine Professur an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ inne. International bekannt wurde Hauschild durch die Fernsehübertragung von Webers „Freischütz“, den er am 40. Jahrestag der Zerstörung Dresdens (13. Februar 1985) zur Wiedereröffnung der Semperoper dirigierte. Im selben Jahr verließ er die DDR und leitete als Generalmusikdirektor der Stadt Stuttgart die Stuttgarter Philharmoniker. Ab 1991 war er Chefdirigent der Essener Philharmoniker und leitete als Opernintendant von 1992 bis 1997 das Aalto-Theater in Essen. An der Hochschule für Musik Karlsruhe lehrte Hauschild 1998–2003 als Professor für Dirigieren.
Seit 2001 war Hauschild Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Halle. Jedoch löste er seinen bis Juli 2004 laufenden Vertrags vorzeitig auf, weil die „Voraussetzungen für eine künstlerisch fruchtbare Zusammenarbeit“ wegen der aus Kostengründen geplanten und 2006 auch erfolgten Fusion des Philharmonischen Staatsorchesters Halle mit dem Orchester des Opernhauses Halle zur Staatskapelle Halle „nicht länger gewährleistet“ gewesen seien.[1] Daneben war er seit August 2002 als Generalmusikdirektor in Rostock Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie, des größten Klangkörper des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Amt übte er bis 2004 aus.
Hauschild hat das gesamte Chorwerk von Johannes Brahms sowie mehrere Händel-Oratorien, Schumanns „Paradies und die Peri“ sowie Sinfonien von Anton Bruckner und Werke Max Regers für Schallplatte und CD eingespielt.
Für seine Leistungen bekam Hauschild in der DDR den Nationalpreis verliehen.
Einzelnachweise
- ↑ Wolf-Dieter Hauschild trennt sich von Halle In: KIZ – Kulturinformationszentrum des Deutschen Kulturrates und der ConBrio Verlagsgesellschaft vom 21.01.2004 (Webversion)
Einträge zu Wolf-Dieter Hauschild (Dirigent) im Katalog des Deutschen MusikarchivsAlfred Szendrei (1924–1931) | Carl Schuricht (1931–1933) | Hans Weisbach (1934–1939) | Reinhold Merten (1939–1940) | Stilllegung des Rundfunksenders 1941–1945 | Heinrich Schachtebeck (1945) | Fritz Schröder (1945–1946) | Gerhart Wiesenhütter (1946–1948) | Hermann Abendroth und Gerhard Pflüger (1949–1956) | Herbert Kegel (1953–1977) | Wolf-Dieter Hauschild (1978–1985) | Max Pommer (1987–1991) | Daniel Nazareth (1992–1996) | Marcello Viotti, Fabio Luisi und Manfred Honeck (1996–1999) | Fabio Luisi (1999–2007) | Jun Märkl (seit 2007)
Normdaten: Personennamendatei (PND): 129518808 | Library of Congress Control Number (LCCN): n 87811418Personendaten NAME Hauschild, Wolf-Dieter ALTERNATIVNAMEN Hauschild, Wolf Dieter KURZBESCHREIBUNG deutscher Dirigent GEBURTSDATUM 6. September 1937 GEBURTSORT Greiz
Alfred Szendrei (1924–1931) | Carl Schuricht (1931–1933) | Hans Weisbach (1934–1939) | Reinhold Merten (1939–1940) | Stilllegung des Rundfunksenders 1941–1945 | Heinrich Schachtebeck (1945) | Fritz Schröder (1945–1946) | Gerhart Wiesenhütter (1946–1948) | Hermann Abendroth und Gerhard Pflüger (1949–1956) | Herbert Kegel (1953–1977) | Wolf-Dieter Hauschild (1978–1985) | Max Pommer (1987–1991) | Daniel Nazareth (1992–1996) | Marcello Viotti, Fabio Luisi und Manfred Honeck (1996–1999) | Fabio Luisi (1999–2007) | Jun Märkl (seit 2007)